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Sonntag, 9. November 2014

Gewalt eines Vulkan kalkulierbar?

Lässt sich die Gewalt eines Vulkan berechnen?


Während es unter El Hierro weiter ruhig zugeht, spukt der Bardarbunga auf Island weiter große Mengen an Lava aus. Auf El Hierro werden aber auch fast täglich kleine Beben registriert, wie aus dem IGN Bebendiagramm der letzten 90 Tage links hervor geht. Es sind Mini-Erdstöße die selten die Stärke von ML1,5 überschreiten. Heftiger geht es in Island zu. Beben bis ML5,0 (am 6.11. gar bis ML5,4) sind an der Tagesordnung, Inzwischen wurde nach Schätzungen der IMO fast 2 km³ Lava an die Inseloberfläche befördert. Die Lava bedeckt eine Fläche von 70 km² und dürfte seit der Laki Eruption im Jahre 1783 - 1784 der größte Lavaauswurf auf Island sein. 

Die Gewalt eines Vulkan kann sich auch langsam entladen. Anders als zunächst erwartet, verläuft die Eruption des Bardarbunga "friedlich". Keine hohen Aschewolken die über weite Teile Nordeuropa hinwegziehen und den Flugverkehr beeinträchtigen. Aber die Eruption ist noch nicht zu Ende. Unter dem Gletscher scheint sich Lava zu sammeln, das immer noch die große Eisschmelze auslösen und zu einer explosiven Eruption führen kann. Dann würde sich die Gewalt des Vulkan komprimiert offenbaren.


Die Gewalt eines Vulkan steckt auch im Gas


Im Moment beobachten die Vulkanologen aber mit Sorge die immense Gasemission. Täglich werden 20.000 bis 40.000 Tonnen Schwefeldioxid (SO2) ausgestoßen. SO2 verwandelt sich in Verbindung mit Wasser zu einer gefährlichen Säure, die das Leben und das Klima nicht nur in Island nachhaltig beeinträchtigen kann. Siehe auch hierzu "Klimafolgen von Vulkan Eruption - es könnte kalt werden" im Spiegel-Online.
Die Schwefeldioxidwolke treibt auch heute (Grafik IMO) in die dichter besiedelten Gebiete um Reykjavik im Südwesten. SO2 ist nur ein Gas - auch große Mengen des umweltschädlichen Kohlendioxid (CO2) oder Methan werden freigesetzt.

Experten vermuten, dass diese Vulkan Eruption noch lange andauern kann. Im fast menschenleeren Eruptionsgebiet im östlichen Teil der Insel, stören die großen Lavaströme kaum. Es ist nur wenig Infrastruktur vorhanden. Erst bei größeren Schmelzprozessen könnte das freiwerdende Wasser auch ins Inselinnere vordringen und Thermalkraftwerke und andere Einrichtungen gefährden. Das wären dann die sekundären Auswirkungen der Gewalt eines Vulkan.

Eine interessante 3D Animation-Video (danke dfmorvan) von August 2014 bis heute zeigt, wie sich die Beben vom eigentlichen Vulkan Barbardunga zunächst nach Norden zur Spalteneruption verlagert haben. Um dann seit einigen Wochen wieder langsam zum heutigen Epizentrum zurück zu kehren. Magma als Bebenauslöser weicht genauso wie andere Elemente (Wasser, Luft) einem Hindernis aus, um an einer dünnen und leicht zu durchdringenden Gesteinsschicht seine Energie in die Atmosphäre abzubauen. 
Es drängt sich die Vermutung auf, dass jetzt direkt in der Bardabunga Caldera (Höhlkörper) sich ein Sammelplatz für die austretende Lava gefunden hat. Allerdings gilt es, den einige hundert Meter dicken und darüber liegenden Eispanzer noch aufzuschmelzen. Ob das gelingt entscheidet der weitere Magmanachschub aus dem Erdinnern. Das Ergebnis werden wir sehen.

Wie können wir die Gewalt eines Vulkan abschätzen?


Es sind ungeheure Kräfte die bei einer Vulkaneruption freigesetzt werden. Die Energiemenge wie Druck, die Wärme oder die Kräfte der ausgestoßenen Gase lassen sich nicht einmal abschätzen, geschweige denn Berechnen.
Bei der Bebenstärke die messbar ist und kumuliert wird, kann die freigesetzte Energie in etwa bestimmt werden. Wie bei Kernwaffen wird die Sprengkraft in Megatonnen TNT umgerechnet.

Am Beispiel Bardarbunga haben sich von August bis Mitte Oktober 2014 insgesamt 7.7e17 Nm = Joule angesammelt. Das wären dann 184,8 Megatonnen TNT und entspricht rund 14.000 Hiroshima Atombomben (Danke an Peter Kocksholt für die Berechnung o. Gewähr).

Eine unvorstellbare Kraft die sich in den letzten Wochen noch weiter maximiert hat - und das ist nur die Energie der Beben bis 15. Oktober 2014.

Wer das ganze einmal Nachrechnen möchte, hier die empirische Formel:

E [J] ≈ 10(4.8+1.5MS)
Eine Erhöhung von MS um 1 bedeutet also eine Steigerung der abgestrahlten Energie um einen Faktor 101.5 ≈ 30.
Sofern MS und MW übereinstimmen, ergibt sich hieraus
E ≈ 10(4.8+1.5 (2/3 log10M0-6.1) ) ≈ 5×10-5 M0
Das aktuelle Zahlenmaterial ist über diesen Link.: Bardarbunga Seismicity (ganz oben) zu entnehmen.

Wenn wir einen Energie-Weltmeister auf Erden haben, dann Vulkane. Bei einer Eruption entfacht die Gewalt eines Vulkan Kräfte, die wir nur bestaunen können. In den Griff bekommen wir diese Giganten nicht - wir können nur davon laufen. In der Geschichte wurden Inseln auseinander gerissen, ganze Städte in minutenschnelle verschüttet oder eine Eiszeit ausgelöst. Diese Gewalt eines Vulkan gilt als stärkste und unberechenbarste Naturkraft auf unserem Globus und war aber auch maßgeblich an der Entstehen unseres Leben beteiligt. Dazu aber in einem späteren Beitrag mehr.

Dienstag, 14. Oktober 2014

El Hierro Vulkan sendet Lebenszeichen

Erneut Beben bis ML2,8 vom El Hierro Vulkan


In regelmäßigen Abständen meldet sich der El Hierro Vulkan zurück. Gestern mit einem ML2,8 Beben vor der Westküste (Pfeil IGN Grafik). Der Erdstoß kam aus 21 km Tiefe und damit aus dem unteren Bereich der Magmablase. Heute Morgen ein weiterer leichter Erdstoß im Golfotal (rosa Punkt) von ML1,6 aus 12 km Tiefe. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass sich vielleicht zwei getrennte Magmablasen unter El Hierro gebildet haben. Auf der Gesamtbebengrafik haben wir unter dem Inselmassiv den dunklen rechten Teil (blau/braun) und links ca. 15 km vor der Westküste die grün markierten Beben. Gespeist werden beide Magmablasen von der gleichen Magmakammer die unter dem Golfobecken um den Berg Tanganasoga liegen dürfte.













Auch der Blick von Süden auf das Bebengebilde zeigt zeigt die nach Westen ausweichenden Magmaströme. Am nächsten bis zur Inseloberfläche hat es die rechte Blase um den Ort Sabinosa geschafft. Hier liegt das Magma in 5 bis 7 km Tiefe. Da ein weiterer Aufstieg wegen besonders harter Gesteinsschichten hier bisher nicht möglich war, wurde wahrscheinlich der Ausweg nach Westen gesucht.

Ähnliches ist im Augenblick auch beim Vulkan Bardarbunga auf Island zu beobachten. Vom eigentlichen Zentrum unter dem rund  600 Meter dicken Gletschereis findet über einen Magmakanal nach Norden die Entlüftung statt. Hier hat das Magma durch eine Spalteneruption den Weg bis zur Atmosphäre geschafft.

Im El Hierro Vulkan ist der Innendruck weiter hoch. Nach den aktuellen GPS Messungen der Oberflächen- Verformung hält sich das seit März 2014 aufgebaute Potential weiter auf hohem Niveau. Auch nach Abklingen der Bebenhäufigkeit ist damit keine große Druckentlastung zu beobachten.

Wie könnte es nun mit dem El Hierro Vulkan weiter gehen?


Der unter hohem Druck stehende Magmabereich übt einen konstanten Druck auf das Deckengewölbe aus .Irgendwann reißt auch das stabilste Gestein und das Magma wird weiter aufsteigen.
Wahrscheinlicher ist allerdings, dass Nachschub über den Hotspot aus dem Erdinneren in die Kammer eindringt und den Druck noch weiter erhöht.
Auch wenn im Moment dazu keine Anzeichen zu erkennen sind, ist die Natur immer für eine Überraschung gut.

Weitere Informationen zu den Kanarischen Westinseln finden Sie auf den neuen  Kanaren News.

Sonntag, 5. Oktober 2014

El Hierro Vulkan unter Beobachtung

Der El Hierro Vulkan ruht weiter.


Auch wenn es im Moment wenig über den El Hierro Vulkan zu berichten gibt, wollen wir ihn nicht ganz aus den Augen verlieren. Immer mit einem Seitenblick auf die aktuellen Messdaten und die neuesten Entwicklungen des El Hierro Vulkan. Gestern ein ML2,5 Beben (gelb IGN Karte) im südlichen El Julan Gebiet aus 22 km Tiefe. Ein Erdstoß aus großer Tiefe vom Boden der Magmakammer. Am Freitag insgesamt 5 schwache Beben und in der vergangenen Nacht ein ML1,0 Erdstoss aus 11 km Tiefe unter dem Golfotal (rot).

Die Bodenverformung bleibt auf dem März 2014 Niveau mit relativ geringen Schwankungen. Also auch keine GPS-Entspannung oder ein Druckabbau zu beobachten. Es ist die trügerische Ruhe, mit der es schon in einigen Tagen oder Wochen wieder vorbei sein kann.

Island Vulkan Bardarbunga


Wesentlich heftiger und intensiver geht es im Augenblick um den Bardarbunga in Island zu. Fast täglich werden weiter Beben um die ML5,0 registriert (siehe auch Link in der Seitenleiste).

Hier kommt der Bebenreigen aus flachen Tiefen von 0 bis 10 km Tiefe. Vor wenigen Stunden erst ein ML4,8 Erdstoß aus 8,3 km Tiefe (IMO Grafik). Das Hauptbebengebiet liegt bereits seit Tagen nicht im Sektor der Spalteneruption ca. 15 km nördlich des Bardarbunga. Es liegt jetzt direkt unter dem dicken Gletschereis am Caldera-Rand des Bardarbunga. Viele Erdstöße werden von der IMO mit 0 oder nur wenige hundert Meter Tiefe angegeben. Die internationalen Normen legen den 0-Messpunkt auf Meereshöhe fest. Die Oberfläche des Gletscher lag vor einigen Wochen noch bei über 1900 Meter Höhe und ist inzwischen um mehr als 30 Meter eingesackt. Wie dick der Eispanzer selbst ist, kann nur abgeschätzt werden. Von bis zu 600 Meter Dicke war bisher die Rede.

Ein Blick auf die IMO Karte zeigt die Spalteneruption (roter Pfeil) und die aktuellen Beben (grüne Sterne). Auch hier hat sich die Magma, wie wir das auch beim El Hierro Vulkan erlebt haben, den leichteren Weg zur Atmosphäre weiter im Norden gesucht. Unter El Hierro liegt die Magmakammer unter dem Golfo im Westen und die Eldiscreto Eruption 2011 erfolgte im Süden vor La Restinga.
Ich bin nicht genau im Bilde wie stark die Festigkeit und Dichte von Gletschereis ist. Es scheint aber leichtere Wege durch die Gesteinsschichten zu geben. Mit jedem neuen Tag wird nun die heiße Magma den Eispanzer weiter Aufschmelzen und in einiger Zeit auch die Oberfläche finden. Vorausgesetzt – dass der Magma-Vorrat bis dann nicht schon aufgebraucht ist.

Mit einer Drohne am Vulkankessel


Eindrucksvolle Aufnahmen von der Spalteneruption wurden von einer unbemannten DJI Mini-Drohne aufgenommen und “Filmreif” in Szene gesetzt.

Dienstag, 23. September 2014

El Hierro Erdbebenstatistik im Vergleich

Die El Hierro Erdbebenstatistik zeigt Unterschiede zu Island auf.


Die jüngsten Beben der vergangenen Tage unter El Hierro lagen bei einem Maximum von ML2,1 – siehe IGN Grafik oben. Auch der stärkste Erdstoß vom Dezember 2013 erreichte “nur” ML5.1. Im Vergleich zu Island waren das noch bescheidene und selten auftretende Starkbeben. Allerdings hatte das Dezember Beben auf El Hierro schon erhebliche Erdrutsche und Steinschlag verursacht. Auf Island gehören seit 4 Wochen Beben von mehr als ML5,0 zum Tagesprogramm. So auch heute Morgen um 4.33 Uhr der ML5,2 Erdstoß aus 10 km Tiefe (Siehe IMO Seismograf). Es waren bisher über 20 Starkbeben bis ML5,9.

Vulkan ist nicht gleich Vulkan


Hier gibt es zwischen der El Hierro Erdbebenstatistik und dem Bardarbunga auf Island gravierende Unterschiede. Die tägliche Bebenanzahl mit den Schwarmbeben ist nahezu mit der eruptiven Phase 2011/12 auf El Hierro identisch. Nur liegt die Intensität und Stärke der Erdstöße um einiges höher. Auch wenn es vielleicht zunächst nicht den Anschein hat, so beträgt der Unterschied zwischen einem gemessenen Beben von ML5,0 zu ML6,0 die 33 fache Steigerung. Die Erhöhung der Magnitude um 1 bedeutet dabei eine 33-fach höhere Energiefreisetzung – siehe auch meine Erklärung im Blog.
Und das hätte erhebliche Auswirkungen auf die geologische Struktur von El Hierro gehabt. Fast nur hohe Berge und Steilwände und kaum ebene Rückzugsgebiete – dafür ist die Insel zu klein. Nicht nur die Bebenstärke sondern auch die Anhäufung der Starkbeben, hätte große Gesteinsplatten gelockert und abgesprengt und der Schwerkraft ins Tal folgen lassen. Mit entsprechenden Folgen zum Beispiel für die Anwohner im Golfotal oder der Ostflanke.
Auf Island sind weite Teile im Nordosten dagegen unbewohnt. Hier spielt es keine große Rolle ob Erdrutsche oder Lava (bisher 33 km²) Flächen bedecken. Hier sind es die Vulkangase die auch in weiter entfernten Gebieten Menschen bedrohen können.

Das in großen Mengen ausgestoßene Schwefeldioxid (SO2) hier auf der aktuellen Vedur-Karte rot – zieht im Augenblick nach Nordosten ab. Schon eine Richtungsänderung des Windes in den bewohnten Bereich im Westen könnte zur Gefahr werden. Aufgrund der Inselgröße wird es aber immer Ausweichmöglichkeiten bei einer evtl. Evakuierung geben. Noch beschränkt sich die Eruption auf ein Gebiet nördlich der weißen Eismasse. Große Mengen Wasser sind in diesem bis zu 600 Meter dicken Gletschereis gespeichert. Falls der Vulkan Teile des Eises ab schmilzt, sind starke Wasserläufe und  Überschwemmungen zu erwarten.

Noch ist es aber nicht so weit. Das von der IMO veröffentlichte NASA Satellitenbild vom 22. September 2014 zeigt die Spalteneruption. Über eine Länge von ca. 3 km hat sich der Boden geöffnet. Zwei Lavaströme – nach Norden und nach Osten – leiten die Lava in tiefere Regionen. Der Gletscher liegt hier weiter südlich und ist auf der Aufnahme nicht zu erkennen. Zwei Vulkane, aber mit unterschiedlicher Prägung.
Unter El Hierro speist ein Hotspot den Magmanachschub. Er brennt sich durch eine feste Erdplatte nach oben durch und erzeugt Vulkanbeben.
Island liegt dagegen auf dem Rand von zwei Kontinentalplatten. Die Magma dringt zwischen den Plattengrenzen nach oben und erzeugt damit auch größere Verwerfungen – Folge: mehr und stärkere Beben. Es dürfte sich also um eine Kombination von tektonischen und vulkanischen Beben handeln.
Unabhängig vom Vulkantyp (= Magma-Zusammensetzung) zeigt fast jeder Vulkan sein eigenes Profil. Entscheidend ist der geografische Standort und der geologische Untergrund. Danach baut sich dann auch das zu erwartende Gefahrenpotential für den Menschen auf.

Während auf El Hierro kaum große Sturzfluten zu erwarten sind, wird Island keine Bergrutsche befürchten müssen. Hier gibt es einfache Fluchtmöglichkeiten, während auf einer kleinen Insel schon größere Anstrengungen notwendig sind.
Ein Vulkan ist und bleibt gefährlich und unberechenbar. Ständiges Beobachten und Kontrollieren ändert zwar nicht seine Gewalt, gibt aber etwas Zeit sich vor einer Eruption und den Folgen in Sicherheit zu bringen.

Sonntag, 14. September 2014

Vulkan Krisenmanagement Island - El Hierro

Die Lage in Island spitzt sich weiter zu.

Wie verhält sich das Vulkan Krisenmanagement auf Island. Welche Informationen darf der Bürger erfahren? An einigen Beispielen möchte ich die Unterschiede zwischen Island und El Hierro aufzeigen.


Warnung: Die vorläufige Prognose zeigt eine hohe Konzentration von Schwefeldioxid (SO2) im nördlichen Teil von Island. Eine weitere Ausbreitung kann nicht ausgeschlossen werden (gültig bis 18.00 Uhr am Sonntagabend)

So der offizielle Warnhinweis der isländischen IMO. Zweimal am Tag wird morgens und am Abend ein Bulletin mit der aktuellen Entwicklung und weiteren Einschätzung heraus gegeben. Nur soviel zur Informationspolitik Island - El Hierro.
Die Spalteneruption dauert weiter an (Foto: IMO Arman Höskuldsson). Rund 40 Beben bis ML4,0 wurden in der vergangenen Nacht registriert. Die GPS Geräte zeichnen in den letzten Stunden ein Absinken des Eispanzers um - 20 cm. Innerhalb von 24 Stunden ist der Gletscher im Bereich der Caldera damit um über einen halben Meter abgesunken. Die Eismulde weist inzwischen eine Gesamttiefe von über 20 Meter auf.
200 Millionen Kubikmeter Lava sind nach IMO Einschätzung bereits ausgetreten und bedecken eine Fläche von 24,5 Quadrarkilometer.

Eine Schwefeldioxidwolke (SO2) driftet nach Nordosten. 4000 Mikrogramm pro m³ werden an der Ausbruchstelle gemessen. Es sind die höchsten Werte die jemals auf Island gemessen wurden. Noch treiben sie in unbewohnte Inselteile. Bei einem Windwechsel könnten aber auch die bewohnten Regionen betroffen werden.

Um die bisherige Entwicklung etwas besser zu verdeutlichen, links eine vorläufige Grafik der IMO. Die Beben begannen am 16. August um den Bardarbunga. Das Magma hat es vorgezogen unter dem Gletscher (weißes Feld) zunächst nach Nordosten zu wandern. Die Spalteneruption ereignete sich rund 20 km nördlich des Bardarbunga. Auf eine Länge von mehreren Kilometer Länge haben sich viele Eruptionspunkte geöffnet. In den letzten Tagen konzentrieren sich die Erdstöße wieder um die eigentliche Magmakammer unter dem Bardarbunga.

Welche weiteren Optionen sind in Island möglich?


Folgende Szenarien hält die Uni Island (Grafiken) und die IMO für denkbar. Die Caldera gibt weiter nach und der Gletscher bricht sichtbar ein. Die Magmakammer (rot) entleert sich Richtung Nordosten (Pfeil). Keine neue Magma aus tieferen Schichten füllt die Kammer auf. Der Kammerdruck baut sich langsam ab und die Eruption kommt langsam zum Stillstand. Das war der Istzustand.bis gestern.

Vieles deutet aber durch die jüngsten Beben darauf hin, dass auch folgender Fall eintreten kann. Der Magmaabfluss nach Nordosten kommt zum Erliegen. Die Magma steigt direkt zur Caldera auf. Große Eismengen werden geschmolzen. Es entsteht ein unterirdischer See. Die Kombination von 1200°C heißer Magma mit Wasser wird eine explosive Eruption auslösen. Nun wird genau der Vorgang ablaufen, den man sich nicht wünscht. Große Mengen Gestein und Gase gelangen in die Atmosphäre. Eine Aschewolke könnte den Flugverkehr je nach Windrichtung zum Erliegen bringen. Dinge - die wir im Jahre 2010 alle erst erlebt haben. Das plötzliche Schmelzwasser wird weite Täler überfluten und Zerstörung anrichten. Das ist für die Inselbewohner die größte Gefahr.

Beobachter vor Ort erwarten in den nächsten Tagen genau dieses Szenario. Nach ihrer Meinung kommt es zu einem Caldera Kollaps. Auch die staatliche IMO bereitet sich darauf vor. Strom- und Kommunikationverbindungen könnten durch die Fluten unterbrochen werden. Liegen doch eine Reihe von Kraftwerken genau im Einzugsbereich.
Alle Bewohner wurden aufgerufen, Batterie betriebene Rundfunkgeräte bereit zu halten und sich auf diesen Fall einzustellen.

Krisenmanagement Island - El Hierro


Das sind die Möglichkeiten die in Kürze eintreten könnten. Alles wird in Island offen diskutiert und veröffentlicht. Jeder Bewohner und auch Tourist kennt so sein Risiko und kann für sich die notwendigen Maßnahmen ergreifen.
Ob Gaswerte, GPS-Daten und natürlich die Stärke und Lage der Erdbeben - alle Daten Live und meist auch durch die IMO kommentiert.
Kein Versteckspiel, um nur nicht die Touristen zu verscheuchen. 2011 auf El Hierro war das alles etwas anders.

Es stellt sich nun die Frage, welche Kommunikationsform mehr Vertrauen schafft?

Der kühle Isländer scheint hier dem Südländer einen Schritt voraus zu sein - so meine Meinung. Auch hat er natürlich mit Vulkanen und Eruptionen wesentlich mehr Erfahrungswerte.

Fazit:
Durch Beobachten und Zuschauen lernen und die positiven Aspekte sich Aneignen und in Zukunft bei Bedarf auch hier Umsetzen.

Mittwoch, 10. September 2014

Explosive Vulkan Eruption in Neuginea

Plötzliche Vulkan Eruption des Tavurvur auf Video festgehalten.

Selten wurde bisher der Beginn einer explosiven Vulkan- Eruption mitverfolgt und auf Video aufgenommen. Es war sicher ein nicht geplanter und zufälliger Schnappschuss der Linda McNamara hier gelang. Sie war am 29. August 2014 mit ihrem Mann als Tourist auf einem Kreuzfahrtschiff vor der Insel unterwegs. Aus mehreren Kilometer Entfernung erlebten sie die plötzliche Eruption des Vulkan Tavurvur auf Papua Neuginea. Trotz der explosiven Eruption und der zeitverzögerten Druckwelle lies sie ihren Finger auf dem Auslöser.

Eine erneute Eruption des Tavurvur hatte sich bereits seit Wochen angekündigt. Die Ausbruchstelle liegt in einer alten Caldera. Auch wenn es kein submariner Vulkan ist, so liegt er doch in Meeresnähe. Es mag das einströmende und sofort verdampfte Wasser gewesen sein, das die Vulkan Eruption zu einem explosiven Ausbruch machte.
Wasser vergrößert sein Volumen beim Übergang zu Wasserdampf. Durch die 1000 bis 1300 C° heiße Gesteinsschmelze wird in Bruchteilen einer Sekunde aus 1 Liter Wasser rund 1673 Liter Wasserdampf. Diese plötzliche Volumenausdehnung sprengt Gestein auseinander und reist Lavabrocken weit in die Luft.
Bereits im Jahre 1994 hatte der Vulkan Tavurvur die Stadt Rabaul unter Asche begraben. Sie wurde an anderer Stelle neu aufgebaut.





Der Island Vulkan Bardarbunga spukt weiter Lava aus seiner Spalteneruption. Die Aschewolke reicht bis in 4000 Meter Höhe. Über 220.000 m³ Lava sind nach Einschätzung der IMO bereits ausgetreten. Von den Lavaströmen bedeckt wird inzwischen eine Fläche von 19 km².

Im Eruptionsgebiet wurden hohe Werte von Schwefel- und Kohlendioxid gemessen.
Die unter dem Eis liegende Caldera hat sich nach Beobachtungen abgesenkt. Eine erwartete Deflation nach dem Ausströmen großer Lavamengen.
An bestimmten Stellen im Gletschereis wurden Mulden von mehr als 12 Meter Tiefe gefunden.
Auch heute Morgen starke Beben bis ML5,5 aus 2,6 km Tiefe.

Unter El Hierro ist es dafür verhältnismäßig ruhig. Heute aber auch bereits 5 kleine Erdstöße bis ML1,3 um die 10 km Tiefe unter dem Inselmassiv.

Freitag, 29. August 2014

Island - Sichtbare Spalteneruption hat begonnen

Warnung: Eine Spalteneruption hat nördlich von Dynjujökull gestartet.


Das ist der offizielle Warnhinweis des Iceland Met Office (IMO) und der Vedur. Die ersten Webcam Aufnahmen zeigen einen Feuerschein und austretende Dämpfe. Gegen Mitternacht hat, wie von vielen erwartet, die sichtbare Eruption des Bardarbunga begonnen. Die letzten starken Beben haben den Eisdurchbruch geschafft. 

In der bereits gestern erwähnten Eisspalte, nördlich des Dyngju tritt an mehreren Punkten Lava und Gas aus. Wie lang diese so genannte Spalteneruption ist, wird sich erst heute abschätzen lassen. Der erste Eruptionsschub hat sich gegen 2.40 Uhr verlangsamt.


Es hat jetzt doch einige Tage angedauert, bis die am 23. August 2014 begonnene Eruption die dicken Eisbarrieren durchschmolzen hat. Gestern wurde noch festgestellt, dass ein naher See innerhalb von 24 Stunden seinen Wasserstand durch zufließendes Gletscherwasser um 10 Meter erhöht hat.

Nach IMO Angaben sind noch keine den Flugverkehr beeinträchtigenden Aschepartikel in die Atmosphäre geblasen worden. Trotzdem wurde im Vulkangebiet die Warnstufe wieder auf "Rot" gesetzt. Große Mengen Magma sind in den letzten Tagen in die Kammer nachgeströmt. Das Potential für eine starke Eruption ist vorhanden.



Jedoch könnte in den kommenden Tagen der Ex-Hurrikan Cristobal zur Hilfe kommen. Das Tiefdruckgebiet dreht sich gegen den Uhrzeigersinn und könnte eine mögliche Aschenwolke nach Nordosten verwehen. Dann würde Skandinavien ein Problem bekommen.

Aber die Natur und die Vulkane sind unberechenbar. In der Regel sind es nur wage Vermutungen, aber wie jetzt ausnahmsweise die Eruption, lies sich anhand von Fakten zu 90 % vorhersagen. Wie lange und wie stark die Eruption andauert, liegt nicht in Menschenhand.

Es kann nur ein kurzer Druckabbau mit Gas und wenig Lava sein -  aber bei entsprechendem Magmanachschub aus dem Erdinnern sich auch kräftig wie die Eyjafjallajökull - Eruption  2010 entwickeln.

Das eigentliche Problem für die Isländer liegt aber im Abschmelzen der Eiskappen. Riesige Wassermengen könnten in kürzester Zeit die Bäche und Flüsse anschwellen lassen und auch weiter im Landesinnern größere Schäden verursachen.

Donnerstag, 14. Februar 2013

El Hierro Vulkan - Dr. Simon Day und die Fakten

NEWS:

Nachdem die Ruhe unter El Hierro andauert, will ich die Zeit nutzen in Fortsetzung der  La Palma Tsunami-Theorie heute die vorhandenen und sichbaren vulkanologischen Gegebenheiten näher zu erläutern.

6. La Palma - Die Tsunami-Theorie Teil II




Wie sehen nun die Vorort Fakten aus. Das Bild (Quelle:Liviatour) oben zeigt den Bergrücken, die Cumbre Vieja (alte Gipfel). Schon die Namensgebung Vieja (= alt) stimmt nicht. Tatsächlich handelt es sich um den jüngsten - den südlichen Teil von La Palma. Alle nördlichen Bergrücken sind wesentlich früher entstanden.

Etwa oberhalb der Wolkengrenze brach 1949 der Vulkan San Juan aus. Am 1. Juli 1949, dem San Juan Tag,  gegen 18.00 Uhr bebte die Insel so stark, daß auch Häuser beschädigt wurden. Die Beben erreichten in den Folgetagen die Stärke bis ML7,0. Das Ausgangszentrum lag in nur 1,5 km Tiefe.
In der Reihe taten sich drei Eruptionspunkte (Karte Carracedo links) auf. Der Hoyo del Banco, Hoyo Negro und der Duraznero. Die Gesamteruptionsdauer betrug etwa 3 Monate.Es war eine so genannte Spalteneruption die wahrscheinlich eine direkte Verbindung untereinander hatten.
Die gestrichelte Linie zeigt die Spalte und die Verwerfung von 1 bis 4 Meter die bei der Theorie von Dr. Day und Ward später eine große Rolle spielen wird.

Hier noch einmal die Google Seitenansicht aus Westen. Oben die drei Eruptionspunkte und der Hauptlavastrom (gelbe Pfeile) zur Küste. Auf dieser Ansicht ist etwas verfälscht die Steillage von 0 Meter bis zum Duraznero (knapp 1900 m) zu erkennen. In Wirklichkeit ist der Steigungswinkel nicht so drastisch. Das Hypozentrum mit der Magmablase lag nicht sehr tief, wahrscheinlich am unteren Bildbereich im Bergmassiv.










Der Hauptlavastrom des nördlichsten Vulkan Hoyo del Banco, hier in ca. 1500 Meter aufgenommen, spuckte die Hauptmenge der Lava aus. Das Lavafeld erstreckt sich bis zum Meer und erweiterte die Insel nach Westen um einige Kilometer.
Der Hoyo Negro (schwarzes Loch) war der gefährlichste und gewaltigste Vulkanschlund. Es war eine phreatomagmatische Explosion deren Knall bis nach Teneriffa ( Entfernung 100 km) zu hören war. Eindringendes Wasser war nach Vermutung der Vulkanologen der Auslöser. Wasser verwandelt sich bei direkter Berührung mit glühender Lava augenblicklich zu Wasserdampf und vergrößert sein Volumen um mehr als das 700 fache. Das war auch die Befürchtung auf El Hierro bei einem weiter anwachsenden Eldiscreto.
Der Hoyo Negro hatte kaum einen Lavaausfluß. Es dürfte sich nur um eine kurze aber heftige Reaktion gehandelt haben.

Und als dritter Eruptionspunkt der Duraznero. Nur er erzeugte einen feinen Lavastrom Richtung Osten, der auf halber Gefällstrecke vor dem Ort Mazo zum Stillstand kam. Der Hauptteil der Auswurfmasse sammelte sich am Fuße des Kegel (Foto) zum Lavasee El Fraile.

Diese drei fast gleichzeitig entstandenen Vulkanöffnungen und die bei dem Ausbruch entstandene Spalte von knapp 4 Kilometer Länge bildet die Basis für die Tsunami Theorie. Dr. Simon Day geht von einer tiefreichenden Störung, einer Spalte die sich von der Gipfeloberfläche bis auf Meerehöhe und noch tiefer erstreckt, aus.
Dazu aber in den nächsten Tagen die Fortsetzung.

Mittwoch, 14. November 2012

EL Hierro Vulkan - Ruhephase?

NEWS:
Die vergangenen Nacht verlief auf El Hierro ohne Beben. Es gab nur einen ML2,8 Erdstoß weit im Norden der Kanaren (Grafik). Auch wenn im Moment alles ruhig und friedlich auf der Insel aussieht, darf man sich nicht täuschen lassen. Zu oft erfolgten in der Vergangenheit nach einer Ruhephase kräftige Bebenwellen. Es gibt eindeutige Faktoren die für eine Fortsetzung der Aktivität sprechen. So bleibt die Bodenverformung mit kleinen Abweichungen konstant und zeigt einen anhaltenden Überdruck im Bereich der Magmahauptkammer. Diese Verschnaufpause kann nun einige Wochen oder auch Monate anhalten, bis sich die Aktivität wieder reaktiviert und spürbar wird. Niemand hätte im Juli 2011 an eine so lange Episode, die für die Kanaren ungewöhnlich ist, gedacht. Alle vergleichbaren Vulkanausbrüche der letzten 200 Jahre hatten ihr Pulver nach längstens 3 Monaten verschossen.


Bild: Gernot Keller, London (www.gernot-keller.com)
Lediglich 1730 bis 1736 dauerte ein Eruption im Nordosten von Lanzarote fast 6 Jahre an. Es war eine Spalteneruption mit einer Reihe von 32 Vulkan- schloten. Nach Schätzungen wurden in diesem Zeitraum an die 5 Kubikkilometer Lava an die Erdoberfläche befördert und 23 % der Insel mit Schlacke bedeckt. Dieses Gebiet "Montañas del Fuego" im Timanfaya Nationalpark ist heute der Besuchermagnet auf Lanzarote.
 
Wie vielleicht schon bemerkt wurde, habe ich seit einigen Tagen in der Seitenleiste meine neue "Schnäppchenseite" verlinkt.
Interessante Angebote - nicht nur materieller Art sondern auch geldsparende Tipps - für und um die Kanaren. Aber auch hilfreich Hinweise und Links für Leser aus Deutschland und den Nachbarländern, die z.B. eine günstige Pauschalreise oder eine Kreuzfahrt zu den Inseln planen.

Nicht jedes so genanntes "Schnäppchen" wird hier aufgenommen. Nur geprüfte, getestete oder zumindest nachvollziehbare Angebote finden Eingang. Es soll keine Verkaufsseite, sondern ein Rat- und Hinweisgeber werden, aus dem jeder Leser auch ehrlichen Nutzen ziehen kann.
Noch sind es nur wenige Angebote - das soll sich aber ändern. Wenn Sie also etwas Interessantes entdecken das erwähnt werden muß, schicken Sie mir eine Mail.
Unter Namensnennung werde ich die überprüfte Offerte dann veröffentlichen. Es sollte aber einen Bezug zu den Kanarischen Inseln haben.

Samstag, 26. Mai 2012

El Hierro Vulkan - Rückblende

NEWS:  Gestern um 15.29 Uhr ein leichter Erdstoß von ML0,9 in 12,6 km Tiefe im Süden.

Nun liegen die dramatischen und aufregenden Augenblicke schon über 6 Monate zurück. Wie doch die Zeit vergeht. Es war der November 2011 als sich der Vulkan das erste mal mit all seiner Macht, aber auch seiner Schönheit zeigte. Keiner wusste zu diesem Zeitpunkt was als nächstes passiert. Wird Eldiscreto zu einem mächtigen Vulkan heran wachsen oder nur ein Strohfeuer entwickeln.
Viele Beobachter konnten überhaupt zum ersten Mal fast Live hier die spannenden Geschehnisse mitverfolgen. Aus den Kommentaren werden die unterschiedlichen Meinungen, Ansichten, die Stimmung und die Spannung am Abend des 8. November 2011 erst richtig spürbar.
Doch lesen Sie selbst (leider funktionieren nicht mehr alle Links):

Dienstag, 8. November 2011 - 15.11 Uhr

EL Hierro Vulkan - warten auf den Ausbruch

Ein sichtbarer Ausbruch unseres Südvulkans scheint nun in den nächsten Stunden bevor zu stehen. Fotographen und Fernsehteams aus aller Welt haben sich oberhalb des Meeres in Stellung gebracht, um darüber zu berichten. Nachdem alle eifrigen Bemühungen eine funktionsfähige Webcam zu installieren, nicht wirklich funktionieren, habe ich Ihnen das lokale TV rtvc verlinkt. Der Sender unterbricht bei Ausbruch unseres Vulkans sein laufendes Programm und berichtet Live.

Ich hoffe, daß Sie alles direkt hier dann mitverfolgen können. Alle weiteren News werde ich fortlaufend in diesen Post einstellen.

NEWS

20.16 Uhr - Im 10-Minutentakt wirft der Vulkan große Wolken aus Gas, Dampf-und pyroklastischen Produkten aus. Die Auswurfhöhe soll jetzt 35 m betragen. Bei jeder neuen Eruption wird die Ausbruchstelle von der Glut erleuchtet.

18.02 Uhr - Nemesio Perez (INVOLCAN) berichtet von einem Auswurf von 109 Tonnen Schwefeldioxid am Tag. Ein neuartiges optisches Sensorsystem, das erstmals bei einem Unterwasser Vulkan eingesetzt wird, hätte diese Daten gemessen.

17.33 Uhr - Es wird von ersten Explosionen berichtet. Gas, Fels und Lava würden 20 bis 25 m hoch in die Luft geschleudert. Starker Gasgeruch in Restinga.

16.02 Uhr - Beben im Golfo halten an. Um 11.07 Uhr das kräftigste Beben mit 3,5 RSk. Der Tremor mit mittlerer pulsierender Stärke.
- Der Gefahrenbereich (auch Restinga) wurde u.a.wegen hoher Gaskonzentration von der Guardia Civil geräumt. Gase dringen weiter vor.
- Kommunikationsverbindungen brechen wegen Überlastung zusammen.
- Diese Webcam in El Pinar geht noch. (jedoch schlechte Bildqualität - vielleicht könnte etwas Spüli helfen)
.Aufnahme aus dem Guardia Civil Hubschrauber von gestern Nachmittag