NEWS:
Montag, 17.02.14
- und ein Nachschlag von ML2,4 um 13.17 Uhr an gleicher Stelle/Tiefe.
- um 6.12 Uhr ein ML2,9 Beben aus 10 km Tiefe vor der Westküste.
Als Hobby-Vulkanologe genügt heute schon der Blick auf den CTAB Seismografen um zu sehen, was auf und um El Hierro los ist. Es sind die starken Winde und Brandungswellen die die Insel erzittern lassen. Keine vulkanischen Aktivitäten.
Seit gestern toben sich die Ausläufer des Azorentief über den Kanaren aus. Regen, Sturm und hoher Seegang. Einige Flüge und Fährverbindungen sind gestern bereits ausgefallen. Besonders betroffen sind die Westinseln.
Auf La Gomera und für kurze Zeit auch auf La Palma - fiel gestern der Strom aus. Die Wetterwarnstufe steht auf "Orange".
Eine schon fast "klirrende" Kälte, wie links die heutige AEmet Prognose für Valverde (606 m) mit nur 7 - 8°C Tagestemperatur zeigt. Schnee auf den Bergen von La Palma. Auf dem Roque de los Muchachos wurden am Vormittag minus 5,1°C gemessen.
Schnee- und Rodel gut - würde es in Deutschland heißen. Nur haben hier die wenigsten Häuser eine Heizung. Es ist empfundene "Polarkälte" die man auf den Inseln des ewigen Frühling so nicht häufig erlebt.
Dick Einpacken, die Rumflasche in Griffweite oder das warme Bett erst gar nicht verlassen - es ist ja heute auch Sonntag.
Glücklich darf man sich dann schon schätzen, wenn man den Nachbarn ein Plätzchen am Kachelofen anbieten kann.
Rechtzeitige Vorsorge zahlt sich jetzt aus. Auf Facebook habe ich einige Fotos eingestellt.
Sonntag, 16. Februar 2014
... das hat gerade noch gefehlt !
Labels:El Hierro,Kanarische Inseln,Kanaren,Spanien
Seismograph,
Unwetter
Freitag, 14. Februar 2014
Die IGN und das Wetter melden sich zu Wort
NEWS:
Samstag, den 15.02.14 - 15.50 Uhr - Ungemütlich Heute - Starker Regen und noch mehr Sturm. Seit Mitternacht vor allem im Norden und auf der Ostseite (Flugplatz, Hafen) auf El Hierro kräftig spürbar. Auf La Palma heute Morgen nur 8°C (9.00 Uhr), Schnee in den höheren Berglagen und hohe Brandungswellen.
Samstag, den 15.02.14 - 15.50 Uhr - Ungemütlich Heute - Starker Regen und noch mehr Sturm. Seit Mitternacht vor allem im Norden und auf der Ostseite (Flugplatz, Hafen) auf El Hierro kräftig spürbar. Auf La Palma heute Morgen nur 8°C (9.00 Uhr), Schnee in den höheren Berglagen und hohe Brandungswellen.
Die Seismografen liefern wieder Daten. Bisher keine neuen Beben zu verzeichnen. Da aus meinem Beitrag nicht die genaue Lage der Felsverwerfungen erkennbar waren (siehe Kommentare), hat Andreas F. (Danke) diese Skizze auf "Copyright by Google Earth" angefertigt - zum Vergrößern anklicken.
Kein neues Beben, sondern die seismografische Aufzeichnung des ML5,1 Beben vom 27.12.2013. Seit gestern sind alle IGN Seismografen auf El Hierro ausgefallen. Ich denke es ist eine technische Störung an der Übertragungsstrecke zum IGN Koordinierungszentrum in Madrid. Hoffen wir, dass dieser Defekt trotz des Wochenende rasch wieder behoben wird.
Erstmals hat sich nach langer Zeit das Instituto Geografico National (IGN) in einem Bulletin zu den seismischen Vorgängen im Dezember 2013 unter El Hierro öffentlich geäußert.
Hier der sinngemäße Wortlaut:
"Im Monat Dezember 2013 erfolgte auf El Hierro eine neue Phase der magmatischen Reaktivierung, mit einem klaren Anstieg in der Anzahl und Stärke der Erdbeben in Südosten im Gemeindegebiet von El Pinar aus 15 km Tiefe. In diesem Zeitraum wurden 280 Beben registriert, davon 14 Beben auch von der Bevölkerung gespürt. In dieser neuen Serie erfolgte am 27. Dezember 2013 auch das ML5,1 Beben etwa 9 km westlich der Insel. Dieses wurde auch auf den Nachbarinseln La Palma, La Gomera und Teneriffa wahrgenommen.
Begleitend zu den seismischen Aktivitäten wurde eine horizontale Bodenverformung von 7 cm und 4 cm in die vertikale Komponente von den südlichen GPS Stationen aufgezeichnet. Diese Werte bleiben auch Ende Dezember stabil.
In diesem globalen Prozess der im Juli 2011 begann hat sich die Oberflächenverformung bis jetzt auf über 20 cm summiert und es wurden mehr als 20.000 Beben registriert."
Soweit so gut - Dinge die wir schon seit Wochen kennen. Kein Ausblick und keine Prognose wie sich aus wissenschaftlicher IGN Sicht die Aktivität in naher Zukunft entwickeln könnte. Auch keine Entwarnung!
Vorsichtig - Ratlos oder Unwissend?
Schon einmal lag die IGN mit ihrer Feststellung zum Ende der vulkanischen Aktivität Anfang 2012 völlig daneben.
Es ist halt auch nur eine staatliche Behörde (die IGN möge mir verzeihen) die lieber die Vergangenheit kommentiert (verwaltet) als einen Blick in die viel wichtigere nahe Zukunft wagt.
Es mag durchaus sein, dass im stillen Hinterzimmer der IGN auch die weitere Entwicklung diskutiert wird. Es sind doch Wissenschaftler - Geologen und Vulkanologen - und nicht nur Beamte.
Ein Lob aber trotzdem an die IGN. Ihre Daten und Messungen sind meist aktuell (von heute einmal abgesehen), öffentlich und lassen nach dem bisher technisch Machbaren, doch eine Menge Rückschlüsse zu.
Wesentlich forscher geht dagegen die kleinere kanarische INVOLCAN (INSTITUTO VOLCANOLÓGICO DE CANARIAS) da vor. Auch nur eine staatliche Behörde - ein kanarisches Institut, mit ihrem Leiter dem Vulkanologen Nemesio Perez.
Ständig im Konkurrenzkampf mit dem großen Bruder IGN werden doch schon über ihr Sprachrohr AVCAN nützliche und notwendige Dinge zur Diskussion gestellt.
So aktuell die Bergrutsch- und Steinschlaggefahr im südwestlichen Golfotal.
" Die Situation der Instabilität in den felsigen Berghängen ist eine Gefahr für die Bewohner und Besucher der Insel. Bisher ist zum Glück noch nichts passiert. Wir sehen aber, das neben der natürlichen Erosion mit jeder weiteren seismischen Aktivität sich die Gefahr erhöht. Wir fordern ausdrücklich, jetzt Maßnahmen zu ergreifen"
Es könnten meine Worte sein. Seit Jahren sehe ich die größte Gefahr nicht in einer Vulkaneruption, sondern durch die mit jedem weiteren Beben akutere Möglichkeit eines massiven Steinschlag oder Bergrutsch.
Wer das Golfotal persönlich kennt, weiß auch von was ich rede.
Geschehen ist in dieser Hinsicht bisher nicht viel. Noch heute kann jeder Tourist durch diese Steilhänge wandern, die darunter befindliche Straße befahren oder sich zum spektakulären Aussichtspunkt de Bascos direkt am Klippenrand begeben.
Obwohl sich bereits unterhalb seit einiger Zeit eine breite Kluft (Avcan Foto) geöffnet hat.
Pech gehabt - wird es dann heißen. Es mag die südländische Lethargie sein oder mein doch noch vorhandenes deutsches Sicherheitsdenken, das die unterschiedlichen Standpunkte ausmacht.
Froh bin ich nun allerdings, dass auch eine kanarische Institution dieses Problem erkannt hat und hoffentlich bald Schutzmaßnahmen ergriffen werden.
Zum Wochenende meldet sich das Wetter von der mehr unfreundlichen Seite zu Wort.
Regen und Sturm bis 90 km/h sind von der AEmet links für Samstag und Sonntag angesagt. Die Wetterwarnstufe "Orange" wurde verkündet. Brandung mit 5 bis 6 Meter hohen Wellen werden prognostiziert. Dabei wird es kalt, mit Temperaturen zwischen 6 und 14°C. Die Schneefallgrenze fällt auf 1200 m.
Bitte keine Wanderung einplanen und die Küstennähe unbedingt meiden. Vielleicht ein Besuch in La Restinga im "Restingolita- Vulkanmuseum" oder noch besser Zuhause bleiben.
Labels:El Hierro,Kanarische Inseln,Kanaren,Spanien
Erdbeben,
Steinschlag,
Unwetteralarm,
Vulkan,
Wetter
Mittwoch, 12. Februar 2014
Vulkan und die anderen Alltagssorgen
NEWS:
In der vergangenen Nacht um 0.28 Uhr und 2.04 Uhr zwei Erdstöße mit ML2,1 und ML1,9. Die Beben lagen vor der Westküste (rot) und kamen aus 10 bzw. 11 km Tiefe.
Das Beben vom 10. Februar 2014 bei La Palma wurde von der IGN inzwischen von ML3,5 auf ML3,7 hoch gestuft. Aufgrund der großen Ausgangstiefe von 40 km war es nur im Norden und in Teilen der Westseite von La Palma zu spüren. Nachfolgebeben wurden nicht verzeichnet.
Arbeitsmarktsituation
Die Arbeitslosigkeit in Spanien und besonders auf den Kanaren ist alles andere als berauschend. Auch wenn sich in den letzten Monaten ein leichter Rückgang der Arbeitslosen bemerkbar machte, waren zum Jahreswechsel 371.000 Canarios ohne Arbeit. Das entspricht nach den Angaben des Nationalen Statistikinstitut (INE) einer Arbeitslosenquote von 33,18%.
Jeder dritte Canario ist ohne Arbeit. Auch die Zunahme der Touristikgäste in den vergangenen Monaten um über 5% vor allem auf den Ostinseln, brachte nicht viele neue Arbeitsplätze.
Die Quote in Gesamtspanien liegt immer noch bei 26,03%.
Es ist schon eine Dramatik und viel persönliches Leid, wenn man die Ausweglosigkeit in vielen kanarischen Familien miterleben muss. Nach dem schnellen "Wohlstand" in den letzten 10 bis 15 Jahren, kam noch schneller der Absturz ins Bodenlose.
Ein dauerhafter Wohlstand lässt sich nicht mit Subventionen und Krediten aufrecht halten. Das von der Bank oft zu 100% finanzierte Häuschen kann solange gehalten werden, wie Familieneinkommen und Arbeit vorhanden ist.
Können die Hypotheken nicht mehr bedient werden, greift der Kreditgeber auf seine Sicherheit zurück und versteigert zum jetzigen Zeitwert (oft nur 60% der Herstellungskosten) die schöne Immobilie. Zurück bleibt nur Frust, Wut und die Restschuld.
Etwas erträglicher wird dieser Zustand höchstens dadurch, dass es im Bewusstsein der Familien kein Einzelfall sondern ein kollektives Problem ist und auch der Freund und Nachbar davon betroffen ist.
Mehr als makaber und schon eine Frechheit ist aber die Tatsache, dass Politiker vollmundig von positiven Tendenzen reden und sich feiern lassen wollen, wenn die Quote nur um wenige 1/10 %-Werte sinken.
Waren es nicht sie - die immer glaubhaft versicherten und es vormachten, wie großzügig mit EU-Subventionen und den billigen Krediten umzugehen ist.
Oft sinnlose Investitionen in nicht notwendige oder viel zu große Bauwerke - Hauptsache das Geld wurde verpulvert.
Auf die Folgekosten und die Nachhaltigkeit wurde im Subventionsrausch nicht geachtet. Die Bauwirtschaft wurde aufgebläht und hat Arbeitsplätze geschaffen.
Dass dem Rausch aber auch wieder die Ernüchterung folgt, wurde völlig außer acht gelassen - vielleicht auch vergessen - und spielte auf jeden Fall keine große Rolle.
Wie gewonnen so zerronnen/ Mitgegangen - mitgefangen - mitgehangen - so die Sprichworte.
Die Suppe dürfen nun alle gemeinsam auslöffeln.
In der vergangenen Nacht um 0.28 Uhr und 2.04 Uhr zwei Erdstöße mit ML2,1 und ML1,9. Die Beben lagen vor der Westküste (rot) und kamen aus 10 bzw. 11 km Tiefe.
Das Beben vom 10. Februar 2014 bei La Palma wurde von der IGN inzwischen von ML3,5 auf ML3,7 hoch gestuft. Aufgrund der großen Ausgangstiefe von 40 km war es nur im Norden und in Teilen der Westseite von La Palma zu spüren. Nachfolgebeben wurden nicht verzeichnet.
Arbeitsmarktsituation
Die Arbeitslosigkeit in Spanien und besonders auf den Kanaren ist alles andere als berauschend. Auch wenn sich in den letzten Monaten ein leichter Rückgang der Arbeitslosen bemerkbar machte, waren zum Jahreswechsel 371.000 Canarios ohne Arbeit. Das entspricht nach den Angaben des Nationalen Statistikinstitut (INE) einer Arbeitslosenquote von 33,18%.
Jeder dritte Canario ist ohne Arbeit. Auch die Zunahme der Touristikgäste in den vergangenen Monaten um über 5% vor allem auf den Ostinseln, brachte nicht viele neue Arbeitsplätze.
Die Quote in Gesamtspanien liegt immer noch bei 26,03%.
Es ist schon eine Dramatik und viel persönliches Leid, wenn man die Ausweglosigkeit in vielen kanarischen Familien miterleben muss. Nach dem schnellen "Wohlstand" in den letzten 10 bis 15 Jahren, kam noch schneller der Absturz ins Bodenlose.
Ein dauerhafter Wohlstand lässt sich nicht mit Subventionen und Krediten aufrecht halten. Das von der Bank oft zu 100% finanzierte Häuschen kann solange gehalten werden, wie Familieneinkommen und Arbeit vorhanden ist.
Können die Hypotheken nicht mehr bedient werden, greift der Kreditgeber auf seine Sicherheit zurück und versteigert zum jetzigen Zeitwert (oft nur 60% der Herstellungskosten) die schöne Immobilie. Zurück bleibt nur Frust, Wut und die Restschuld.
Etwas erträglicher wird dieser Zustand höchstens dadurch, dass es im Bewusstsein der Familien kein Einzelfall sondern ein kollektives Problem ist und auch der Freund und Nachbar davon betroffen ist.
Mehr als makaber und schon eine Frechheit ist aber die Tatsache, dass Politiker vollmundig von positiven Tendenzen reden und sich feiern lassen wollen, wenn die Quote nur um wenige 1/10 %-Werte sinken.
Waren es nicht sie - die immer glaubhaft versicherten und es vormachten, wie großzügig mit EU-Subventionen und den billigen Krediten umzugehen ist.
Oft sinnlose Investitionen in nicht notwendige oder viel zu große Bauwerke - Hauptsache das Geld wurde verpulvert.
Auf die Folgekosten und die Nachhaltigkeit wurde im Subventionsrausch nicht geachtet. Die Bauwirtschaft wurde aufgebläht und hat Arbeitsplätze geschaffen.
Dass dem Rausch aber auch wieder die Ernüchterung folgt, wurde völlig außer acht gelassen - vielleicht auch vergessen - und spielte auf jeden Fall keine große Rolle.
Wie gewonnen so zerronnen/ Mitgegangen - mitgefangen - mitgehangen - so die Sprichworte.
Die Suppe dürfen nun alle gemeinsam auslöffeln.
Labels:El Hierro,Kanarische Inseln,Kanaren,Spanien
Arbeitslosigkeit,
Erdbeben,
Vulkan
Montag, 10. Februar 2014
Beben von ML3,5 auf La Palma
NEWS:
10.22 Uhr - zum Beben auf La Palma. Inzwischen gibt es erste Rückmeldungen - "Ich wohne in El Castillo in Garafia und mein Haus hat gewackelt heute morgen" - der Erdstoß war auch auf der Westseite bis El Paso/Los Llanos zu spüren. Schäden scheint es aber nicht gegeben zu haben.
9.28 Uhr - auch gestern wieder zwei schwache Beben bis ML2,1 unter dem Inselmassiv von El Hierro aus 12 km Tiefe.
Heute Morgen um 5.56 Uhr ein ML3,5 Beben auf La Palma. Ja - auf La Palma vor der Nordostküste bei Los Sauces bzw. dem Küstenort San Andres. Der Erdstoß kam aus großer Tiefe von 40 km. Dieser Bereich um Los Sauces und Barlovento (siehe IGN Karte) war schon mehrmals in den vergangenen Jahren von Beben dieser Größe betroffen worden.
Es sind aber immer nur Einzelbeben die sich in großen Abständen (1 bis 2 Jahre) wiederholen. Es liegen zwar noch keine Meldungen vor - dürfte aber in der nördlichen Region spürbar gewesen sein.
Ich habe dieses Beben nicht wahrgenommen, wohne allerdings auch weiter südlich von Santa Cruz de La Palma (rechter unterer Rand auf Karte).
10.22 Uhr - zum Beben auf La Palma. Inzwischen gibt es erste Rückmeldungen - "Ich wohne in El Castillo in Garafia und mein Haus hat gewackelt heute morgen" - der Erdstoß war auch auf der Westseite bis El Paso/Los Llanos zu spüren. Schäden scheint es aber nicht gegeben zu haben.
9.28 Uhr - auch gestern wieder zwei schwache Beben bis ML2,1 unter dem Inselmassiv von El Hierro aus 12 km Tiefe.
Heute Morgen um 5.56 Uhr ein ML3,5 Beben auf La Palma. Ja - auf La Palma vor der Nordostküste bei Los Sauces bzw. dem Küstenort San Andres. Der Erdstoß kam aus großer Tiefe von 40 km. Dieser Bereich um Los Sauces und Barlovento (siehe IGN Karte) war schon mehrmals in den vergangenen Jahren von Beben dieser Größe betroffen worden.
Es sind aber immer nur Einzelbeben die sich in großen Abständen (1 bis 2 Jahre) wiederholen. Es liegen zwar noch keine Meldungen vor - dürfte aber in der nördlichen Region spürbar gewesen sein.
Ich habe dieses Beben nicht wahrgenommen, wohne allerdings auch weiter südlich von Santa Cruz de La Palma (rechter unterer Rand auf Karte).
Sonntag, 9. Februar 2014
Die Geburtswehen eines Unterwasser-Vulkan
NEWS:
Am 29. Januar 2014 erfasst die Advanced Land Imager (ALI) auf dem Satelliten Earth Observing-1 (EO-1), diese Unterwasser Eruption. Es ist der Kavachi, ein Unterwasser-Vulkan am südlichen Rand der Salomonen-Inseln im westlichen Pazifik. Die NASA Satellitenaufnahme oben, zeigt die durch das austretende Gas und Aschepartikel verfärbte und abdriftende Meeresverfärbung. Ähnliche Meeresverfärbungen hatten wir 2011 noch detaillierter bei der Eldiscreto Eruption im Süden von El Hierro beobachten können.
Bereits mindestens 8 Ausbrüche wurden seit dem Jahre 1939 hier beobachtet. Die NOAA Aufnahme links entstand während einer Erkundungsexpedition am 14.5.2000. Trotzdem hat es der Kavachi bis heute nicht geschafft, eine dauerhafte Insel über der Meeresoberfläche zu entwickeln. Immer wieder wurde die aus dem Meer ragende Vulkanspitze durch abrutschende Lavafragmente und die starke Meeresströmung nach bereits wenigen Tagen abgetragen. Die Basis des Kavachi Vulkan liegt auf 1100 m Meerestiefe und soll einen Durchmesser von inzwischen rund 8 km haben. Auch dieses Mal erwarten die Wissenschaftler keine neue Insel. Er wird also noch einige Anläufe benötigen, bis sich ein tragfähiges Fundament gebildet hat.
Während es zur Zeit auf unserem Globus eine Reihe von Vulkan Eruptionen und noch mehr Erdbeben gibt, bleibt es seit 6 Wochen um El Hierro verhältnismäßig ruhig. Ich denke, dass das starke ML5,1 Beben am 27.12.13 sehr viel Kraft gekostet hat und sich die aufgebauten Spannungen in der äußeren Erdkruste erst einmal entladen haben. Aber es gab auch am 7.2.14 ein ML1,5 und gestern zwei Beben bis ML1,7. Das Zentrum liegt um den Tanganasoga (IGN Grafik) in 10 bis 12 km Tiefe. Der Kammerdruck bleibt mit kleinen Abweichungen stabil, aber auf hohem Niveau.
Je länger diese "Ruhephase" nun andauert, desto mehr "Spannungsdruck" kann sich wieder aufbauen. Auch in dieser Phase wirkt der vorhandene Innendruck auf das umliegende Gestein und wird die Kammern und Kanäle weiter dehnen und ausweiten und das erzeugt neue Spannung und Energie.
Zu wünschen wäre eigentlich eine etappenweise Entladung durch kleinere Energieabgaben. Die Beben würden dabei schwächer ausfallen.
Neuer Magmanachschub aus größerer Tiefe scheint im Moment nicht zu erfolgen, da seit Wochen keine Erdstöße aus 15 und mehr Kilometer Tiefe registriert werden.
Es bleibt also interessant die weitere Entwicklung genau zu beobachten. Treffen die Einschätzungen zu oder hat die Natur gar einen ganz anderen Weg im Auge.
Am 29. Januar 2014 erfasst die Advanced Land Imager (ALI) auf dem Satelliten Earth Observing-1 (EO-1), diese Unterwasser Eruption. Es ist der Kavachi, ein Unterwasser-Vulkan am südlichen Rand der Salomonen-Inseln im westlichen Pazifik. Die NASA Satellitenaufnahme oben, zeigt die durch das austretende Gas und Aschepartikel verfärbte und abdriftende Meeresverfärbung. Ähnliche Meeresverfärbungen hatten wir 2011 noch detaillierter bei der Eldiscreto Eruption im Süden von El Hierro beobachten können.
Bereits mindestens 8 Ausbrüche wurden seit dem Jahre 1939 hier beobachtet. Die NOAA Aufnahme links entstand während einer Erkundungsexpedition am 14.5.2000. Trotzdem hat es der Kavachi bis heute nicht geschafft, eine dauerhafte Insel über der Meeresoberfläche zu entwickeln. Immer wieder wurde die aus dem Meer ragende Vulkanspitze durch abrutschende Lavafragmente und die starke Meeresströmung nach bereits wenigen Tagen abgetragen. Die Basis des Kavachi Vulkan liegt auf 1100 m Meerestiefe und soll einen Durchmesser von inzwischen rund 8 km haben. Auch dieses Mal erwarten die Wissenschaftler keine neue Insel. Er wird also noch einige Anläufe benötigen, bis sich ein tragfähiges Fundament gebildet hat.
Während es zur Zeit auf unserem Globus eine Reihe von Vulkan Eruptionen und noch mehr Erdbeben gibt, bleibt es seit 6 Wochen um El Hierro verhältnismäßig ruhig. Ich denke, dass das starke ML5,1 Beben am 27.12.13 sehr viel Kraft gekostet hat und sich die aufgebauten Spannungen in der äußeren Erdkruste erst einmal entladen haben. Aber es gab auch am 7.2.14 ein ML1,5 und gestern zwei Beben bis ML1,7. Das Zentrum liegt um den Tanganasoga (IGN Grafik) in 10 bis 12 km Tiefe. Der Kammerdruck bleibt mit kleinen Abweichungen stabil, aber auf hohem Niveau.
Je länger diese "Ruhephase" nun andauert, desto mehr "Spannungsdruck" kann sich wieder aufbauen. Auch in dieser Phase wirkt der vorhandene Innendruck auf das umliegende Gestein und wird die Kammern und Kanäle weiter dehnen und ausweiten und das erzeugt neue Spannung und Energie.
Zu wünschen wäre eigentlich eine etappenweise Entladung durch kleinere Energieabgaben. Die Beben würden dabei schwächer ausfallen.
Neuer Magmanachschub aus größerer Tiefe scheint im Moment nicht zu erfolgen, da seit Wochen keine Erdstöße aus 15 und mehr Kilometer Tiefe registriert werden.
Es bleibt also interessant die weitere Entwicklung genau zu beobachten. Treffen die Einschätzungen zu oder hat die Natur gar einen ganz anderen Weg im Auge.
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Kavachi,
Unterwasser-Vulkan,
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