Samstag, 12. Juli 2014

Beben in Japan und Vulkaneruption in Indonesien

Die Erde entwickelt sich weiter



Seit Wochen schon spuckt der indonesische Sangeang Api Asche aus. Auf dem NASA Satellitenbild ist die Rauchsäule des 2000 Meter hohen Zwillingsvulkan zu erkennen. Die seit Ende Mai andauernde Eruption beeinträchtigt den Flugverkehr bis ins nördliche Australien. Nicht nur Vulkanausbrüche sondern auch starke Erdbeben sind der ständige Wegbegleiter der Erdentwicklung.
In der vergangenen Nacht um 5.12 UHR Ortszeit (22.12 Uhr MESZ) erschütterte ein ML6,5 Erdstoß Japan (USGS-Karte). 129 km vor der Küste der japanischen Präfektur Miyagi und nahe am zerstörten Atommeiler Fukushima, gab es aus 11,1 km Tiefe einen starken Erdstoß. Da ein Tsunami wie 2011 befürchtet wurde, erfolgten von den örtlichen Behörden Evakuierungen. Die Tsunami- Welle stellte sich allerdings nur als Miniwelle von 20 cm Höhe heraus. Schäden oder Verletzte soll es nach ersten Berichten nicht gegeben haben. Im März 2011 gab es wie wir wissen nach einem ML9,0 Beben fast 19.000 Tote und ein zerstörtes Atomkraftwerk.

Noch heute - nach über drei Jahren hat man die radioaktiven Folgen der Explosion im Kernkraftwerk Fukushima nicht unter Kontrolle (Foto: Tepco). Weite Gebiete sind verstrahlt und werden weiter verseucht. Nur mit großem menschlichen Einsatz können die Auswirkungen der Kernschmelze einigermaßen unter Kontrolle gehalten werden. Diese Technik wird vom Menschen (noch) nicht beherrscht.


Ein Land wie Japan, das bereits im 2. Weltkrieg schmerzhafte Erfahrungen mit der Atombombe gesammelt hat, scheint nicht dazu gelernt zu haben. Statt auf andere Energieträger, wurde auf den Einsatz von Kernreaktoren gesetzt. Zudem liegen die Inseln am Pazifischen Feuerring - einem besonders Erdbeben gefährdeten Gebiet. Es gab dort immer schon starke Beben und die wird es auch in Zukunft weiter geben. Von den anderen Naturkatastrophen wie Taifune erst gar nicht zu reden.

Ist es Dummheit, Ignoranz oder sind es wirtschaftliche Interessen die den japanischen Geist Einnebeln. Ein fortschrittlich reiches Land mit entsprechender Intelligenz sollte diese Gefahr rechtzeitig erkennen. Oder nimmt man den Tod von tausenden Mitmenschen einfach in Kauf. Das sind dann, um den militärischen Ausdruck zu nehmen - wohl Kollateralschäden.

Auf den Kanaren gibt es zum Glück keine Atomkraftwerke. Auch liegen wir nicht am Feuerring oder Kontinental Plattenrand. Das in den letzten Jahren stärkste Beben brachte es auf ML5,1 (am 27.12.2013 auf El Hierro) Auch nach den alten Aufzeichnungen der vergangenen Hundert Jahren hat ein vulkanisches Beben auf den Kanaren niemals die Schwelle von ML6,0 überschritten. Trotzdem gab es auch gestern zwei schwache Beben von ML0,9 und ML1,7 aus 10 und 14 km Tiefe (siehe IGN Karte).

Mittwoch, 9. Juli 2014

200 Euro als Urlaubsgeschenk

Promotion-Aktion für El Hierro

Der Titel ist Programm: Hol Dir 200 € um sie auf El Hierro zu genießen. Wer so oder so vor hatte nach El Hierro zu Reisen oder die zusätzlichen Flugkosten von Teneriffa auf die Insel nicht in seinem Budget hatte, bekommt jetzt einen Zuschuss. Es ist kein Gewinnspiel sondern ein echtes Cash- Lockmittel und kann nur vor Ort ausgegeben werden. Promotur-Turismo de Canarias der Veranstalter,  ist eine Einrichtung der Kanarischen Regierung und zuständig für die Tourismusförderung. Von diesem Programm sollen vor allem die kleinen Geschäfte und Restaurants auf der Insel und natürlich Sie als Gast profitieren.
Die Anmelde-Aktion endet am 31. Juli 2014.

Ich habe mir die Teilnahme Voraussetzungen einmal genauer angeschaut und die wichtigsten Bedingungen (alles ohne Gewähr) heraus gesucht.

- Teilnahmeberechtigt sind Personen von mindestens 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland, Großbritannien oder Festlandspanien (keine Kanaren).

- beantragt werden kann eine VISA Geldkarte pro Person von 200 € (für Ehepaare also 400 €)

- innerhalb von 90 Tagen nach der Beantragung  muss die Karte persönlich unter Vorlage des Personalausweis oder Reisepass bei der Bank Cajasiete (Frontera, Valverde oder. El Pinar) auf El Hierro abgeholt werden.

- nach Kartenübergabe muss die Karte innerhalb von 15 Tagen verbraucht werden.

- eingelöst werden kann die Geschenkkarte in Geschäften nur auf El Hierro die diese Karte als Zahlungsmittel akzeptieren und an das Bezahlsystem VISA angeschlossen sind und über die entsprechenden Geräte verfügen.
Das dürften die meisten Souvenir-Geschäfte, Supermärkte, Restaurants und örtlichen Autovermieter sein. Eine Auflistung der Geschäfte konnte ich nicht finden.

Es sollte also in 15 Tagen zu schaffen sein, das Geldgeschenk in Waren, Dienstleistungen oder in kulinarische Genüsse umzusetzen. El Hierro ist immer eine Reise wert - überzeugen Sie sich selbst - und hier geht es zum 1. Schritt eines unvergesslichen Urlaub zur Promotion-Aktion


Sonntag, 6. Juli 2014

Vulkan - Entdeckungen im grössten Caldera Krater

Zeitzeugen vulkanischer Vergangenheit

News: 200 Euro für jeden Besucher aus Deutschland von der Kanarischen Tourismus-Behörde - siehe Nachtrag unten.


Um eindrucksvoll den Lavaaufstieg studieren zu können, habe ich mich wieder einmal in den größten Senkkrater der Welt, die Caldera de Taburiente, hier auf La Palma begeben. Mit 9,9 Kilometer im Durchmesser und einer max. Tiefe von 1500 Meter ist sie das "Freilandmuseum" für Geologen, Vulkanologen und Naturfreunde. Es bedarf einiger Stunden Marsch und einiger Schweißtropfen um in das Zentrum vorzudringen. Die Lavakanäle und die Seiten- Verästelungen (Fotos) wurden hier durch Erosion freigelegt. Ich stehe auf dem Grund des Barranco de Las Angustias (Schlucht der Todesängste), der im Winter nach starken Regenfällen sich in einen mehrere Meter hohen und reißenden Strom, den Rio Taburiente, verwandelt. Von Jahr zu Jahr sieht dadurch die Flusslandschaft verändert aus.

Die so genannte Pillow (Kissenlava) ähnelt dem Rückenpanzer einer Schildkröte. Diese Lavaart entstand unter Wasser. Ihre runden "Bienen-Waben" bildeten sich in kühlem Wasser, als sich die Randpartien in ihrer chemischen Zusammensetzung änderten. Zu finden sind auch grüne Agglomerate und Cluster die auf besonders alte Lava schließen lassen. Es sind Fragmente des Urvulkan, der vor 2 bis 3 Millionen Jahre die Insel vom Grund des Atlantik auferstehen ließ. Darüber haben dann mindestens 4 weitere kräftige Vulkaneruptionen Lava aufgetürmt. Jede Schicht erhöhte die Basis um mindestens 400 Meter in die Höhe. Vor 1,2 Millionen Jahren rutschte dann die Westflanke des inzwischen 2500 bis 3000 m hohen Vulkan in den Atlantik über das heutige Aridanetal ab.Große Teile des Massiv wurden auch von der inzwischen geleerten Magmakammer verschluckt. Es entstand eine Caldera.

Die letzten großen Ausbrüche datieren die Wissenschaftler vor 4- 700.000 Jahren, der die Caldera nochmals mit einer Lavalage überdeckte. Das ist der heute vorzufindende Istzustand.

Einschlüsse von fast weißer Lava (links) wie wir sie in den ersten Stunden der Eldiscreto Eruption 2011 auf El Hierro erlebt haben. Es waren die "Restingolitas" - aufgeschmolzenes Sedimentgestein, von Muschel-, Algen- und sonstigen Ablagerungen auf dem Meeresgrund. Hier allerdings in der Caldera dürfte es sich mehr um besonders silikatreiche Lava handeln. Sie erscheint immer portionsweise in einer dünnen Lage, eingeschmolzen in das umgebende Gestein. .
Fast grafisch angeordnete Einlagerungen von gelben, schwarzen oder wie hier auf dem Foto rötlichen Kompositionen. Mineralien mit hohem Eisen- oder Schwefelanteil, die wie gezogene Striche quer durch die großen Felsklötze verlaufen. Nach jeder Kurve und noch mehr in verdeckten Ecken ist immer wieder Überraschendes und Neues zu entdecken. Auch wenn ich bereits oft die Caldera besucht habe, ist es auch entscheidend zu welcher Tageszeit man sich an einer bestimmten Stelle befindet. Der Winkel des einstrahlenden Sonnenlicht eröffnet oder verbirgt interessante Einzelheiten. Der Kessel mit seinen rund 100 km² hat viele unzugängliche und noch nicht entdeckte Ecken. Immer wieder stoßen Wissenschaftler auf bisher unbekannte Pflanzen, neue Höhlen oder wie vor 18 Jahren auf Grabstätten der Ureinwohner. Die Caldera verbirgt immer noch so manches Geheimnis, das es zu Entlocken gilt.

Auch das gibt es in der Caldera. Der Rio Taburiente ist der einzige Fluß der Kanarischen Inseln, der das ganze Jahr über Wasser führt. Selbst jetzt im Juli (Foto links mit Marie und Thomi) ist er noch ein Bach der mehrfach überwunden werden muss. Im unteren Flusslauf ist er bereits versickert. Unzählige Quellen und bis zu 150 Meter herabstürzende Wasserfälle speisen ihn mit relativ warmen Wasser (18- 20°).

Daneben haben wir noch den Rio Almendro, der im Sommer als dünnes Rinnsal (auf dem Foto rechts unten) mit kristallklarem Wasser und links der Rio Rivanceras oder Limonero mit ockerfarbigem Quellwasser daher kommt. Was es mit diesem Farbkontrast auf sich hat und welch ein Geheimnis sich dahinter verbirgt, werde ich in den nächsten Tagen auf meiner Lapalma-Seite vorstellen.
Nicht viel Neues gibt es von den Vulkanaktivitäten auf El Hierro zu berichten. Täglich mindestens ein Beben - gestern zwei schwache Erdstöße von ML1,1 aus 9 bzw. 11 km Tiefe. Die Lage (siehe IGN Karte) im südlichen Bereich an der Julan Flanke.









Nachtrag: 200 Euro/Person von der Kanarischen Tourismus-Behörde für einen Besuch auf El Hierro. Nicht in Bar, aber als Kreditkarte für Restaurantbesuche und Einkauf bei teilnehmenden Geschäften und bis zum Jahresende einzulösen. Kein Gewinnspiel sondern eine Subvention. Teilnahmeschluß ist der 31. Juli 2014.
Und hier der Link: http://www.dasgeheimnisderkanarischeninseln.com 

Dienstag, 1. Juli 2014

Grüner Strom und das zu 100 Prozent

Der Tag danach mit Regenerativer Energie


Nachdem nun der Trubel der Einweihungs- Feierlichkeiten verflogen und die geladenen Gäste und die Presse die Insel wieder verlassen haben, bleibt ein Blick auf das "Geschaffene".

Der Strom kommt nach wie vor aus der Steckdose. Aber nun nicht mehr erzeugt aus umweltschädlichem Erdöl aus fernen Wüsten, sondern hier gewonnen aus unserer Natur. Beliebig vorhanden, selbst erzeugt, unabhängig und ohne Umweltbelastung. Zunächst nur ein gutes und schönes Gefühl.
Es geht also - und wir auf El Hierro sind die Vorreiter!

Das Hauptspeicherbecken mit 380.000 Kubikmeter Speichervolumen. Nicht das größte Becken der Kanaren - das ist die Laguna de Barlovento mit 3.120.000 m³ hier auf La Palma - aber für den angestrebten Zweck ausreichend. Im Hintergrund die fünf Windräder E70 von Enercon aus dem norddeutschen Aurich.
Sie wurden an der windbeständigsten Stelle oberhalb der Inselhauptstadt Valverde aufgestellt. Nur an 3 bis 4 Tagen im Jahr, das ergaben Messungen über mehrere Jahre, weht kein Wind oder ein Orkan. Dann liefern die Windräder keinen Strom. Sonst können sie ihre Energie aus den relativ gleichmäßig aus Nordost kommenden Passatwinden beziehen.
Dieser erzeugte Strom fließt am Tage in das Inselstromnetz und in der Nacht in die Meereswasser- Entsalzungsanlage und die Pumpen, die das Speicherbecken füllen. Die hier im Wasser gespeicherte Energie (bei vollem Becken) liefert ausreichend Strom für 4 Tage (je 11,5 MW)
























Das untere Auffangbecken (Foto) am Hafen fasst 150.000 m³ Wasser. Über die Fall-Leitung links schießt das Wasser aus 680 m Höhe in das Pumpen- und Turbinenhaus. Über Generatoren wird hier Strom erzeugt und mit den vier Transformatoren von ABB (rechts im Bild) auf die notwendige Stärke für das Stromnetz transformiert. Das zweite Rohr ist die Steigleitung, über die das obere Speicherbecken wieder aufgefüllt wird. Nicht im Bild im Rücken, die Entsalzungsanlage und rechts das alte Endesa Schweröl- Kraftwerk, das im Falle eines Falles als Ersatz einspringen kann.

Im Grunde ein fein durchdachtes System, das für die Kanaren nicht so selbstverständlich ist. Nicht nur mich hat es gewundert, dass wohl mit Zeitverzögerung (das gibt es auch in Berlin), Gorona fertiggestellt wurde. Den eigentlichen Zweck, den Praxistest muss es jetzt allerdings noch bestehen.

Es ist natürlich einfacher auf einer kleinen Insel mit gerade 9.000 Einwohnern und 7,8 MW derzeitigem Stromverbrauch solch ein Projekt zu konzeptieren. 100 % Strom aus grüner Energie für die ganze Insel, ist aber schon eine tolle Sache.
In Gesamtspanien gab es 2013 insgesamt 819 Windparks mit einer Gesamtleistung von 21.506 MW. Aber keine Stadt oder eine andere Insel die sich zu 100 % mit eigener regenerativer Energie versorgen konnte.

El Hierro setzt Maßstäbe - nicht nur als Fleck - der über Jahrhunderte am Null Meridian lag, nicht die Insel mit dem jüngsten Vulkan Europas, sondern als die Insel die es weltweit als erste Insel geschafft hat, sich komplett mit grünen Strom zu versorgen. Quasi vom Ar.... zum Nabel der Öko-Welt.
Für die aktuellen Fotos meinen Dank an Guido und Conny.

Aber es geht noch weiter. Ganz auf Erdöl kann noch nicht verzichtet werden. Fast alle Fahrzeuge und Maschinen laufen noch mit Benzin und Diesel. Seit einigen Jahren werden auf der Insel Strom- Tankstellen installiert. Wie hier auf dem Bild beim Mirador La Pena im Norden. Weitere Versorgungs- Stationen hat Endesa in Valverde, im Golfo und in El Pinar installiert. Zur Zeit gibt es aber noch keine zehn Fahrzeuge, die dieses Angebot nutzen können. Es ist noch einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten, bevor der Herreno auf sein geliebtes "Stink" -Mobil verzichtet und auf ein Elektrofahrzeug umsteigt. Es sind Kostengründe - viele sind ohne Arbeit und ohne eigenes Einkommen -  und vielleicht stellt der Markt im Moment noch nicht das richtige "Volks- Elektrofahrzeug" zu einem erschwinglichen Preis zur Verfügung.

Hier überlegt der Visionär und heutige Senator im Kanarischen Parlament Javier Morales schon seit Jahren über Möglichkeiten nach. Nach dem Gorona- Projekt sollen nun auch alle Inselfahrzeuge auf eigene grüne Energie umgestellt werden. Das Speicherproblem - die Batterie - ist noch das Problem. Vielleicht Druckluft - elektrisch erzeugt, könnte hier helfen. Dieses System wäre in der Anschaffung als auch im Verbrauch kostengünstiger.
Wenn man sich mit ihm unterhält ist spürbar, dass diese Idee keine Fiktion, sondern bald Realität sein wird.
Wer das eine Projekt schafft, wird auch dieses Problem noch lösen können - so meine Meinung.

... und wer sich die Insel einmal direkt Anschauen möchte, hier eine interessante Möglichkeit:


Der Kanarische Touristikverband verlost eine 7-tägige Flugreise für 2 Personen auf eine Kanaren- Insel Ihrer Wahl in einem 4*- Hotel inklusive Mietwagen.
Nur die Beantwortung einiger Fragen und etwas Glück ist notwendig. Hier geht es zur Werbeaktion
Urlaub gewinnen  Oben rechts können Sie die Sprache einstellen und die zugesandte Mail mit einem Klick bestätigen.

Sonntag, 29. Juni 2014

Central Hidroeolica (Gorona) in Betrieb

El sueño renovable de El Hierro ya es una realidad
Der Traum wurde Wirklichkeit. Das Regenerative Energieprojekt von El Hierro ist Realität. Am vergangenen Freitag wurde nach 5-jähriger Bauzeit und einer über 20 Jahre andauernden Planungsphase das vollendete Projekt seiner Bestimmung übergeben. Nicht der neue spanische König Felipe V, sondern nur ein Staatsminister aus dem Madrider Energieministerium war bei der Eröffnungszeremonie anwesend. Rechts der Präsident Paulino Rivero der Kanarischen Regierung, der Altpräsident Tomas Padron von El Hierro, zwischen den Damen der Altpräsident von Teneriffa Ricardo Melchior (ein entscheidender Förderer) und links verdeckt Alpidio Armas (jetziger Inselpräsident von El Hierro). Gänzlich fehlte bei dieser Eröffnungsfeier der eigentliche Vater und geistige Vordenker des ganzen Projektes - Javier Morales.  


Als Zeichen und Erinnerung an diesen denkwürdigen Tag, wurden Dokumente, eine Urkunde und Planungsunterlagen in einer "Zeitkapsel" einbetoniert und im Boden versenkt. (Fotos: Flickr Gobierno de Canarias). Nun werden jährlich mit diesem Gorona Projekt 40.000 Barrel Erdöl oder 81.450.000 Euro eingespart und die Umwelt um 18.500 Tonnen schädlicher Abgase entlastet. Ob alles so auch in der Praxis funktioniert, werden die nächsten Jahre zeigen. Mit einer Leistung von 11,5 MW durch die 5 Windräder ist die Anlage so konzipiert, dass zukünftig auch noch Elektrofahrzeuge mit Strom versorgt werden können. Der jährliche Inselverbrauch liegt zur Zeit bei 7,8 MW elektrischer Energie.

Mit einigen Jahren Verzögerung konnte nun das Regenerative Energieprojekt erfolgreich abgeschlossen werden. Trotz spanischer Wirtschaftskrise und knappem Geld ist es nicht wie so manch anderes Prestigeobjekt, als Mahnmal für eine ehemals "bessere Zeit" oder als Bauruine stecken geblieben. 
Manch eine Nachbarinsel wäre heute froh, wenn sie die üppigen Subventionen der vergangenen Jahre, nicht in sinnlose Betonburgen, Brücken oder Autobahnen, sondern in ein nachhaltiges Energieprojekt investiert hätten. 
Heute ist diese Einsicht zu spät. Der Wille mag nun vorhanden sein, die nötigen Finanzierungsmittel bleiben aber aus. 

Gestern gab es wieder drei kleine Beben zwischen ML1,3 und ML1,6 aus 11 bis 22 km Tiefe. Alle Erdstöße der vergangenen Tage liegen im westlichen Teil der Insel (IGN Karte links).