NEWS:
Ein erneutes Beben der Stärke ML7,6 hat sich in der vergangenen Nacht rund 40 km vor der Küste von Chile ereignet. Wie die amerikanische USGS (Grafik) mitteilte, lag das Zentrum in 19 km Tiefe. Es wurde wieder für den gesamten Küstenstreifen eine Tsunami Warnung heraus gegeben. Heute waren die Tsunami Wellen nicht ganz so hoch wie am Vortag. Rund 1 m sollen sie betragen haben. Die Warnung wurde inzwischen aufgehoben. Dieses Beben wurde auch von allen Seismografen auf den Kanarischen Inseln registriert und wie unten auf La Palma aufgezeichnet. Auch gestern (ich bin inzwischen überzeugt) waren es die Fernwirkungen aus Chile. Durch die unterschiedliche Justierung der einzelnen Seismografen auf den Inseln kam es zunächst nicht so eindeutig zum Ausdruck..
Saharastaub bedeckt das Land - Wolke über Deutschland: Wie gefährlich ist der Wüstensand?
- Artikel im Focus von heute.
Den Calima (Bruma) wie er hier genannt wird - heftige Sandstürme aus der 100 bis 400 km entfernten Sahara - hüllt die Kanaren 3 bis 4 mal im Jahr ein. Im Winter durchaus angenehm, da die Temperatur innerhalb weniger Stunden um 10° C nach oben schießt. Im Sommer unerträglich heiß. Ich habe schon Tagestemperaturen von 43,8°C auf La Palma gemessen. Die Luftfeuchtigkeit fällt dabei von normal 60 - 70 % auf nicht mehr messbare Werte um 0,0 %.
Für den Bananenanbau und die Landwirtschaft eine Katastrophe, da die Pflanzen mehr Wasser Verdunsten als zur gleichen Zeit zugegossen werden kann. Die Sicht ist auf wenige hundert Meter eingeschränkt und Asthmatiker bekommen so ihre Atemprobleme ... und die Brandgefahr wird extrem hoch.
Auf den Satellitenfotos vom Eumetsat bekommen oben die Ostinseln Lanzarote/ Fuerteventura ihre Sanddusche ab. Kommen die Stürme aus der südlichen Sahara werden wir auf den Westinseln beglückt (unten).
Das ist aber alles noch harmlos. Ich hatte in den 1980er Jahren bei einer Sahara Wüsten Durchquerung zwei deftige Sandstürme im Grenzgebiet von Algerien/Mali erlebt.
Drei Tage dauerte der Sandsturm an. Die Fahrzeuge hatten auf der dem Wind zugewandten Seite anschließend keinen Lack mehr und die Autoscheiben waren blind. Wie ein Sandstrahlgebläse fegten die Sandkörner horizontal über den Wüstenboden.
Jedes Korn verursachte Nadelstiche auf der nackten Haut. Das Atmen war nur unter einem Schal - wir hatten uns Tücher um den Mund gebunden - möglich. Nur mit Sandbrillen (wie eine Taucherbrille) war ein Aufenthalt im Freien überhaupt erst möglich.
Ein unheimlich lautes Getöse umgab uns Tag und Nacht. Selbst die Nahrungsaufnahme war nicht einfach. Sand zwischen den Zähnen, Sand im Kaffee oder am Boden des Bierbecher. Die Hosentaschen waren mit Sand gefüllt und im Schlafsack fühlte es sich wie in einem Sandhaufen an. Gut - es war ein Erlebnis.
Ganz so schlimm wird es in Deutschland sicher nicht ankommen. Es wird noch etwas wärmer und am nächsten Tag wird eine leichte Sand/Staubschicht auf den Fahrzeugen und den Gartenmöbeln vorzufinden sein.
Donnerstag, 3. April 2014
Mittwoch, 2. April 2014
Im Banne der Natur
NEWS:
Keine moderne Kunst zeigt heute Vormittag die Aufzeichnung des Seismografen links auf El Hierro. Es dürften wetterbedingte Störungen durch die heftigen Stürme oder eingedrungenes Regenwasser in die Elektronik sein. Es gab keine nennenswerten Beben. Die Westinseln machen im Moment ihrem Namen als "Inseln des ewigen Frühling" wenig Ehre.
Gestern mussten allein auf La Palma fünf Condor Flieger aus Deutschland ihre Landeversuche wegen extremer Fallwinde abbrechen und Unterschlupf auf östlichen Inseln suchen (siehe La Palma Seite). Auch die Temperatur von 12°C bis 18°C heute animiert nicht gerade zum Baden.
Ein starkes Beben von ML7,8 (erst ML8,2 dann korrigiert) gab es am Dienstag vor der Pazifikküste von Chile. Aus 38,9 km Tiefe kam dieser Erdstoß und löste einen kleinen Tsunami von 2 Meter Wellenhöhe aus. Mindestens 5 Menschen starben. Weitere Nachbeben um ML5,0 folgten.
Chile liegt in einem Erdbeben gefährdeten Gebiet und hatte 1960 den stärksten jemals registrierten Erdstoß von ML9,5. Damals kamen über 5.000 Menschen zu Tode.
Keine moderne Kunst zeigt heute Vormittag die Aufzeichnung des Seismografen links auf El Hierro. Es dürften wetterbedingte Störungen durch die heftigen Stürme oder eingedrungenes Regenwasser in die Elektronik sein. Es gab keine nennenswerten Beben. Die Westinseln machen im Moment ihrem Namen als "Inseln des ewigen Frühling" wenig Ehre.
Gestern mussten allein auf La Palma fünf Condor Flieger aus Deutschland ihre Landeversuche wegen extremer Fallwinde abbrechen und Unterschlupf auf östlichen Inseln suchen (siehe La Palma Seite). Auch die Temperatur von 12°C bis 18°C heute animiert nicht gerade zum Baden.
Ein starkes Beben von ML7,8 (erst ML8,2 dann korrigiert) gab es am Dienstag vor der Pazifikküste von Chile. Aus 38,9 km Tiefe kam dieser Erdstoß und löste einen kleinen Tsunami von 2 Meter Wellenhöhe aus. Mindestens 5 Menschen starben. Weitere Nachbeben um ML5,0 folgten.
Chile liegt in einem Erdbeben gefährdeten Gebiet und hatte 1960 den stärksten jemals registrierten Erdstoß von ML9,5. Damals kamen über 5.000 Menschen zu Tode.
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Sonntag, 30. März 2014
Vulkan - IEO Kampagne abgeschlossen
NEWS:
Montag, 31.03.14 - Das Finale beim Tournament Earth 2014 - dem NASA Satellitenfoto des Jahres - ist erst einmal geschafft. Jetzt muss noch gegen den Vulkan Kliuchevskoi auf Kamtschatka angetreten werden. Hier geht es zur NASA-Abstimmung
Seit dem 28.03.14 ist El Hierro bebenfrei. Nach dem letzten Bebenschwall Mitte März 2014 waren nur noch vereinzelte Erdstöße (siehe IGN Grafik) verzeichnet worden. Die Ruhe darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Untergrund weiter starke Kräfte vorhanden sind, die jederzeit zu neuem Leben erwachen können.
Die aktuellen GPS Messergebnisse zeigen deutlich - wie hier links am Messpunkt Sabinosa, dass von einen Abflauen der Aktivität nicht auszugehen ist. Die Bodenverformung nimmt stetig weiter zu. Von einem Stillstand oder gar einem Rückgang zu reden wäre Selbsttäuschung und ein Verkennen der Realität.
Die jüngste Kampagne des IEO Forschungsschiff Ángeles Alvariño wurde abgeschlossen. Es wurden umfangreiche Messungen und Untersuchungen durchgeführt. Der Meeresgrund wurde mit der 3D Bathymetrie Methoden abgetastet und über 36 Stunden Unterwasser Aufnahmen gespeichert. Das Material wird als nächstes im Labor bzw. Institut ausgewertet. Ergebnisse liegen dann erst in einigen Wochen vor. Einen wie von mir erhofften Sucherfolg nach einem weiteren Eruptionspunkt im Westteil der Insel konnte bisher nicht bestätigt werden.
Erfolgreich verlief die Suche und Bergung der auf 200 Meter abgesunkenen Hightech- Messboje. Ein Materialfehler am Gehäuse hat den Totalausfall verursacht. Die Boje wird nun zum englischen Hersteller zurück transportiert und nach erfolgreicher Reparatur wieder an der alten Stelle beim Eldiscreto verankert.
Die Ángeles Alvariño liegt zur Zeit im Hafen von Las Palmas de Gran Canaria. Es wird im Augenblick überlegt, ob sie bei der Suche nach dem vor 10 Tagen abgestürzten Puma SAR Rettungshelikopter ( siehe Kanarenkreuzfahrt) südlich von Fuerteventura eingesetzt wird. Bei dem Unglück wurden 4 Besatzungsmitglieder mit in die Tiefe gerissen. Das Wrack wird in 2.000 Meter Tiefe vermutet. Die genauen Koordinaten sind bekannt.
Mit seinen technischen Möglichkeiten und dem an Bord vorhandenen ROV (Unterwasserroboter) sollte es möglich sein die Unglücksmaschine zu orten und mit Hilfe eines Kranschiffes zu bergen.
Auch wird die Ángeles Alvariño im Laufe des Monat April noch einen Abstecher in den Hafen von Santa Cruz de La Palma machen. Das freut mich natürlich besonders. Ich werde versuchen an Bord mir einige technische Einrichtungen anzuschauen und darüber dann auch berichten.
Noch ein Video das mit Vulkanen und den Kanaren nichts zu tun hat, aber immer wieder sehenswert ist. Es ist der Rekordsprung von Felix Baumgartner aus 39 Kilometer Höhe.
Montag, 31.03.14 - Das Finale beim Tournament Earth 2014 - dem NASA Satellitenfoto des Jahres - ist erst einmal geschafft. Jetzt muss noch gegen den Vulkan Kliuchevskoi auf Kamtschatka angetreten werden. Hier geht es zur NASA-Abstimmung
Seit dem 28.03.14 ist El Hierro bebenfrei. Nach dem letzten Bebenschwall Mitte März 2014 waren nur noch vereinzelte Erdstöße (siehe IGN Grafik) verzeichnet worden. Die Ruhe darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Untergrund weiter starke Kräfte vorhanden sind, die jederzeit zu neuem Leben erwachen können.
Die aktuellen GPS Messergebnisse zeigen deutlich - wie hier links am Messpunkt Sabinosa, dass von einen Abflauen der Aktivität nicht auszugehen ist. Die Bodenverformung nimmt stetig weiter zu. Von einem Stillstand oder gar einem Rückgang zu reden wäre Selbsttäuschung und ein Verkennen der Realität.
Die jüngste Kampagne des IEO Forschungsschiff Ángeles Alvariño wurde abgeschlossen. Es wurden umfangreiche Messungen und Untersuchungen durchgeführt. Der Meeresgrund wurde mit der 3D Bathymetrie Methoden abgetastet und über 36 Stunden Unterwasser Aufnahmen gespeichert. Das Material wird als nächstes im Labor bzw. Institut ausgewertet. Ergebnisse liegen dann erst in einigen Wochen vor. Einen wie von mir erhofften Sucherfolg nach einem weiteren Eruptionspunkt im Westteil der Insel konnte bisher nicht bestätigt werden.
Erfolgreich verlief die Suche und Bergung der auf 200 Meter abgesunkenen Hightech- Messboje. Ein Materialfehler am Gehäuse hat den Totalausfall verursacht. Die Boje wird nun zum englischen Hersteller zurück transportiert und nach erfolgreicher Reparatur wieder an der alten Stelle beim Eldiscreto verankert.
Die Ángeles Alvariño liegt zur Zeit im Hafen von Las Palmas de Gran Canaria. Es wird im Augenblick überlegt, ob sie bei der Suche nach dem vor 10 Tagen abgestürzten Puma SAR Rettungshelikopter ( siehe Kanarenkreuzfahrt) südlich von Fuerteventura eingesetzt wird. Bei dem Unglück wurden 4 Besatzungsmitglieder mit in die Tiefe gerissen. Das Wrack wird in 2.000 Meter Tiefe vermutet. Die genauen Koordinaten sind bekannt.
Mit seinen technischen Möglichkeiten und dem an Bord vorhandenen ROV (Unterwasserroboter) sollte es möglich sein die Unglücksmaschine zu orten und mit Hilfe eines Kranschiffes zu bergen.
Auch wird die Ángeles Alvariño im Laufe des Monat April noch einen Abstecher in den Hafen von Santa Cruz de La Palma machen. Das freut mich natürlich besonders. Ich werde versuchen an Bord mir einige technische Einrichtungen anzuschauen und darüber dann auch berichten.
Noch ein Video das mit Vulkanen und den Kanaren nichts zu tun hat, aber immer wieder sehenswert ist. Es ist der Rekordsprung von Felix Baumgartner aus 39 Kilometer Höhe.
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Samstag, 29. März 2014
Optische Täuschung vor Gran Canaria
NEWS:
Was erkennen Sie auf diesem Foto links ... ? Ein Flugzeug auf der Meeresoberfläche. Eine größere Maschine wahrscheinlich ein Passagierflugzeug. Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich der Flugplatz von Las Palmas de Gran Canaria. Ein Absturz oder eine Notwasserung ?
Diese Gedanken schossen sicher auch dem Surfer am vergangenen Donnerstag gegen 15.00 Uhr durch den Kopf als er dieses Szenario entdeckte und mit seinem Handy festhielt und einen Notruf unter 112 absetzte.
Die Notruf Einsatzleitung konnte den Wahrheitsgehalt zunächst nicht überprüfen und setzte die für einen Flugzeugabsturz vorgeplanten Rettungsmaßnahmen in Gang. Hubschrauber und Seenotkreuzer wurden in Marsch gesetzt.
Auch aus der Vergrößerung (links) ist immer noch ein Flugzeug zu erkennen. Über Twitter, Facebook und die schnellen Medien wurde diese Mitteilung in sekundenschnelle weltweit verbreitet. Von einem TUIfly Absturz war die Rede. Eine TUI Maschine war kurz zuvor vom Flugplatz Las Palmas gestartet.
Erst die heran nahenden Rettungs-Helikopter erkannten den Irrtum. Es war ein sonderbares Gebilde - ein Schwimmkran, der am Horizont vorbeizog. Auch der Tower des AENA Flugplatz Las Palmas bestätigte inzwischen keinen Flugzeug Verlust. Die Rettungsaktion wurde daraufhin abgeblasen.
Fazit: Besser so, als unnötige Zeit für irgendwelche Überprüfungen verlieren. Zu tief steckt nämlich immer noch der Schock vom 27.3.1977 als es in Los Rodeos auf Teneriffa zu einer der größten Katastrophen in der zivilen Luftfahrt kam - "Flugzeugkatastrophe von Teneriffa" (Wikipedia).
Was erkennen Sie auf diesem Foto links ... ? Ein Flugzeug auf der Meeresoberfläche. Eine größere Maschine wahrscheinlich ein Passagierflugzeug. Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich der Flugplatz von Las Palmas de Gran Canaria. Ein Absturz oder eine Notwasserung ?
Diese Gedanken schossen sicher auch dem Surfer am vergangenen Donnerstag gegen 15.00 Uhr durch den Kopf als er dieses Szenario entdeckte und mit seinem Handy festhielt und einen Notruf unter 112 absetzte.
Die Notruf Einsatzleitung konnte den Wahrheitsgehalt zunächst nicht überprüfen und setzte die für einen Flugzeugabsturz vorgeplanten Rettungsmaßnahmen in Gang. Hubschrauber und Seenotkreuzer wurden in Marsch gesetzt.
Auch aus der Vergrößerung (links) ist immer noch ein Flugzeug zu erkennen. Über Twitter, Facebook und die schnellen Medien wurde diese Mitteilung in sekundenschnelle weltweit verbreitet. Von einem TUIfly Absturz war die Rede. Eine TUI Maschine war kurz zuvor vom Flugplatz Las Palmas gestartet.
Erst die heran nahenden Rettungs-Helikopter erkannten den Irrtum. Es war ein sonderbares Gebilde - ein Schwimmkran, der am Horizont vorbeizog. Auch der Tower des AENA Flugplatz Las Palmas bestätigte inzwischen keinen Flugzeug Verlust. Die Rettungsaktion wurde daraufhin abgeblasen.
Fazit: Besser so, als unnötige Zeit für irgendwelche Überprüfungen verlieren. Zu tief steckt nämlich immer noch der Schock vom 27.3.1977 als es in Los Rodeos auf Teneriffa zu einer der größten Katastrophen in der zivilen Luftfahrt kam - "Flugzeugkatastrophe von Teneriffa" (Wikipedia).
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Gran Canaria,
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Donnerstag, 27. März 2014
Vulkan - auch Beben im Ostteil der Kanaren
NEWS:
17.11 Uhr - kein Flugzeugabsturz vor Gran Canaria - Alarm wurde annulliert. Es ist wohl nur ein Schlepper oder ein Containerschiff das in Seenot geraten ist.
Nachdem wir nun den starken Seegang ohne große Schäden überstanden haben, meldet sich der Hotspot wieder zu Wort. Um 3.13 Uhr ein ML2,0 Beben aus 15 km Tiefe vor der Westküste von El Hierro. Weiter ging es um 4.43 Uhr mit einem ML2,4 Erdstoß (siehe Grafik IGN) zwischen Teneriffa und Fuerteventura. Die Ausgangstiefe konnte nicht ermittelt werden ... und last but not least um 5.12 Uhr noch ein Beben von ML1,8 etwas südlich davon zwischen Teneriffa und Gran Canaria aus 20 km Tiefe.
Die ganze Bandbreite der alten Hotspotspur von Osten nach Südwesten meldet sich in unregelmäßigen Zeitabständen zu Wort. Keine vulkanische Aktivität unter den Kanaren darf für sich isoliert betrachtet werden. Alles hängt miteinander zusammen.
Zwei Dinge wundern mich allerdings bereits seit Jahren.
Die Insel La Gomera, auf der Grafik als runde Insel zwischen La Palma und El Hierro, hat seit Menschengedenken keine Eruption erlebt. Wie eine Oase der Ruhe wird sie auch von Beben verschont. In den vergangenen Jahren seit ich intensiv die vulkanischen Aktivitäten betrachte, gab es hier keinen einzigen Erdstoß.
Auch La Palma macht keine Anstalten als ehemals aktivste Vulkaninsel (Ausbruch San Juan 1949 und Teneguia 1971) sich wieder in den Reigen einzureihen. Seit dem letzten Ausbruch vor über 40 Jahren gibt es wohl vereinzelt Beben, aber keine außergewöhnliche vulkanische Aktivität. Es mag sicher nur eine Frage der Zeit sein, bis die alten Stellen sich wieder reaktivieren.
Auch die Vulkanologen und Geologen gingen bis zum Jahre 2011 davon aus, dass die nächste Eruption mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit im Südteil der Insel La Palma stattfindet.
El Hierro war es aber, die völlig unerwartet 2011 auf sich aufmerksam machte. Es gibt einfach kein Schema und damit keine sichere Vorhersage welche Insel als nächstes betroffen sein wird.
Die Natur ... und wenn ich mich auch oft wiederholen muss, hat einfach ihre eigenen Spielregeln.
Der Mensch kann wohl viel Messen, Erforschen und Feststellen - den nächsten Schritt der Natur kann er aber noch nicht Entschlüsseln.
17.11 Uhr - kein Flugzeugabsturz vor Gran Canaria - Alarm wurde annulliert. Es ist wohl nur ein Schlepper oder ein Containerschiff das in Seenot geraten ist.
Nachdem wir nun den starken Seegang ohne große Schäden überstanden haben, meldet sich der Hotspot wieder zu Wort. Um 3.13 Uhr ein ML2,0 Beben aus 15 km Tiefe vor der Westküste von El Hierro. Weiter ging es um 4.43 Uhr mit einem ML2,4 Erdstoß (siehe Grafik IGN) zwischen Teneriffa und Fuerteventura. Die Ausgangstiefe konnte nicht ermittelt werden ... und last but not least um 5.12 Uhr noch ein Beben von ML1,8 etwas südlich davon zwischen Teneriffa und Gran Canaria aus 20 km Tiefe.
Die ganze Bandbreite der alten Hotspotspur von Osten nach Südwesten meldet sich in unregelmäßigen Zeitabständen zu Wort. Keine vulkanische Aktivität unter den Kanaren darf für sich isoliert betrachtet werden. Alles hängt miteinander zusammen.
Zwei Dinge wundern mich allerdings bereits seit Jahren.
Die Insel La Gomera, auf der Grafik als runde Insel zwischen La Palma und El Hierro, hat seit Menschengedenken keine Eruption erlebt. Wie eine Oase der Ruhe wird sie auch von Beben verschont. In den vergangenen Jahren seit ich intensiv die vulkanischen Aktivitäten betrachte, gab es hier keinen einzigen Erdstoß.
Auch La Palma macht keine Anstalten als ehemals aktivste Vulkaninsel (Ausbruch San Juan 1949 und Teneguia 1971) sich wieder in den Reigen einzureihen. Seit dem letzten Ausbruch vor über 40 Jahren gibt es wohl vereinzelt Beben, aber keine außergewöhnliche vulkanische Aktivität. Es mag sicher nur eine Frage der Zeit sein, bis die alten Stellen sich wieder reaktivieren.
Auch die Vulkanologen und Geologen gingen bis zum Jahre 2011 davon aus, dass die nächste Eruption mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit im Südteil der Insel La Palma stattfindet.
El Hierro war es aber, die völlig unerwartet 2011 auf sich aufmerksam machte. Es gibt einfach kein Schema und damit keine sichere Vorhersage welche Insel als nächstes betroffen sein wird.
Die Natur ... und wenn ich mich auch oft wiederholen muss, hat einfach ihre eigenen Spielregeln.
Der Mensch kann wohl viel Messen, Erforschen und Feststellen - den nächsten Schritt der Natur kann er aber noch nicht Entschlüsseln.
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