NEWS:
Auch in den vergangenen Tagen gab es Beben bis ML1,8. Allein gestern wurden von der IGN 7 Erdstöße registriert. Viele Mikrobeben werden von der IGN überhaupt nicht gelistet. Gestern Abend zwischen 21.00 und 22.00 Uhr zum Beispiel zeichnete der CHIE Seismograf (links) innerhalb einer Stunde diese Bewegungen auf. In der offiziellen Statistik fanden sie keinen Niederschlag. Es kann sich auch teilweise um Erschütterungen nicht seismischer Art oder um Fernbeben gehandelt haben. Dies lässt sich so aber nicht mit Sicherheit feststellen.
Wie bereits seit einigen Tagen liegt das Ausgangszentrum unter dem Inselmassiv (links IGN Grafik). Es ist der südliche Golfobereich um den Ort Sabinosa. Die registrierten Beben kamen alle aus einer Tiefe von 9 bis 11 km. Inzwischen sind diese schwachen Beben fast schon als "Normal" einzustufen - zumindest für El Hierro. Mit kleinen Unterbrechungen dauern diese Aktivitäten jetzt schon seit 2 Jahren an.
Donnerstag, 8. August 2013
Sonntag, 4. August 2013
Erdbeben - Methan und die Rinder
NEWS:
Wie das Zusammenspiel der Natur funktioniert und welche Auswirkungen selbst Erdbeben auf die Klimaveränderung haben können, zeigt folgendes Beispiel.
Methangas ist jedem vom Namen her bekannt und selbst in kleinen Mengen in unserer Atemluft enthalten. Die Rinder als Produzenten von Methangas, Biogasanlagen oder unser Erdgas das zur Hälfte aus Methan besteht und uns die gewünschte Energie liefert.
Aber auch ungenutzt entweicht Methan in die Atmosphäre - vielleicht mehr als uns recht sein kann.
Nicht nur durch die Klimaerwärmung sondern auch bei Erdbeben können große Mengen von Methangas freigesetzt werden (Foto: Marum, Universität Bremen). Methan (CH4) ist ein farb- und geruchsloses und brennbares Gas, das in der Natur häufig vorkommt. Meist aber in gebundener Form als Methanhydrat - auch als "Methaneis" bezeichnet. Es ist unter der Erdoberfläche unter hohem Druck oder tiefen Temperaturen eingeschlossen. Wird es z.B. durch den Rückgang der Permafrost Gebiete freigesetzt, steigt es wegen der geringeren Dichte als Luft, in die Atmosphäre auf. Dort wirkt es als Treibhausgas 20- bis 30- mal stärker als Kohlenstoffdioxid. Auch bei Erdbeben kann dieses Gas aus seinem Ruhezustand erweckt werden.
Ein internationales Wissenschaftsteam hat bei Forschungsarbeiten im Arabischen Meer vor Pakistan untypische Profile von Sulfat und dem Mineral Baryt aufgespürt. Zusammensetzungen die erst vor 60 bis 70 Jahren entstanden sein können - also in jüngster geologischer Vergangenheit - so die Fachzeitschrift "Nature Geoscience".
Das gab Rätsel auf. Erst bei weiteren Nachforschungen wurde festgestellt, daß sich in diesem Meeresgebiet im Jahre 1945 ein starkes Beben von ML8,1 ereignet hatte.
Das Beben muss die Gesteins- und Sedimentschichten aufgebrochen und das darunter liegende Methanhydrat freigesetzt haben.
Es wird geschätzt, daß mindestens 326 Millionen Mol Methan (etwa die Ladung von zehn Tankschiffen) in die Atmosphäre gelangt sind.
Methan entsteht beim Faulen von organischen Stoffen, das unter Luftabschluss in Sümpfen oder am Meeresgrund im Sediment entstehen. Es wird in der Entwicklungsphase auch Sumpfgas genannt.
An den Eismeerkappen oder in den Permafrost Gebieten von Sibirien sind riesige Mengen davon gespeichert.
Nicht nur der Wiederkäuer, wie die Kuh, sondern auch Erdbeben wie geschehen und besonders Vulkanausbrüche können große Mengen Methan und in der chemischen Umwandlung - die so genannten Treibhausgase - freisetzen.
Ein ausführlicher Bericht dazu, ist in Spiegel-Online erschienen:
Treibhausgas: Erdbeben lassen Methan aus dem Meeresboden brechen
Um El Hierro heute in den frühen Morgenstunden bereits zwei Beben. Ein ML1,6 aus 11 km Tiefe im Golfo (rosa) und ein ML2,0 Erdstoß aus 16 km Tiefe vor der Westspitze (rot).
Wie das Zusammenspiel der Natur funktioniert und welche Auswirkungen selbst Erdbeben auf die Klimaveränderung haben können, zeigt folgendes Beispiel.
Methangas ist jedem vom Namen her bekannt und selbst in kleinen Mengen in unserer Atemluft enthalten. Die Rinder als Produzenten von Methangas, Biogasanlagen oder unser Erdgas das zur Hälfte aus Methan besteht und uns die gewünschte Energie liefert.
Aber auch ungenutzt entweicht Methan in die Atmosphäre - vielleicht mehr als uns recht sein kann.
Nicht nur durch die Klimaerwärmung sondern auch bei Erdbeben können große Mengen von Methangas freigesetzt werden (Foto: Marum, Universität Bremen). Methan (CH4) ist ein farb- und geruchsloses und brennbares Gas, das in der Natur häufig vorkommt. Meist aber in gebundener Form als Methanhydrat - auch als "Methaneis" bezeichnet. Es ist unter der Erdoberfläche unter hohem Druck oder tiefen Temperaturen eingeschlossen. Wird es z.B. durch den Rückgang der Permafrost Gebiete freigesetzt, steigt es wegen der geringeren Dichte als Luft, in die Atmosphäre auf. Dort wirkt es als Treibhausgas 20- bis 30- mal stärker als Kohlenstoffdioxid. Auch bei Erdbeben kann dieses Gas aus seinem Ruhezustand erweckt werden.
Ein internationales Wissenschaftsteam hat bei Forschungsarbeiten im Arabischen Meer vor Pakistan untypische Profile von Sulfat und dem Mineral Baryt aufgespürt. Zusammensetzungen die erst vor 60 bis 70 Jahren entstanden sein können - also in jüngster geologischer Vergangenheit - so die Fachzeitschrift "Nature Geoscience".
Das gab Rätsel auf. Erst bei weiteren Nachforschungen wurde festgestellt, daß sich in diesem Meeresgebiet im Jahre 1945 ein starkes Beben von ML8,1 ereignet hatte.
Das Beben muss die Gesteins- und Sedimentschichten aufgebrochen und das darunter liegende Methanhydrat freigesetzt haben.
Es wird geschätzt, daß mindestens 326 Millionen Mol Methan (etwa die Ladung von zehn Tankschiffen) in die Atmosphäre gelangt sind.
Methan entsteht beim Faulen von organischen Stoffen, das unter Luftabschluss in Sümpfen oder am Meeresgrund im Sediment entstehen. Es wird in der Entwicklungsphase auch Sumpfgas genannt.
An den Eismeerkappen oder in den Permafrost Gebieten von Sibirien sind riesige Mengen davon gespeichert.
Nicht nur der Wiederkäuer, wie die Kuh, sondern auch Erdbeben wie geschehen und besonders Vulkanausbrüche können große Mengen Methan und in der chemischen Umwandlung - die so genannten Treibhausgase - freisetzen.
Ein ausführlicher Bericht dazu, ist in Spiegel-Online erschienen:
Treibhausgas: Erdbeben lassen Methan aus dem Meeresboden brechen
Um El Hierro heute in den frühen Morgenstunden bereits zwei Beben. Ein ML1,6 aus 11 km Tiefe im Golfo (rosa) und ein ML2,0 Erdstoß aus 16 km Tiefe vor der Westspitze (rot).
Donnerstag, 1. August 2013
Vulkan - Bebenband bis zur afrikanischen Küste
NEWS:
Gestern ein ML1,6 Beben aus 14 km Tiefe vor dem Westzipfel der Insel. Die vermehrte Aktivität der letzten Tagen scheint nur ein Strohfeuer gewesen zu sein.
Allerdings werden im IGN CHIE Seismografen, der im Moment auf "grob" justiert ist, nur die stärkeren Erdstöße angezeigt. Von anderen Messpunkten sind durchaus aber auch gestern mehrere Dutzend Mikrobeben zu erkennen. Warum die IGN nur die wenig aussagekräftigen CHIE Kurven ins Netz stellt, darüber kann spekuliert werden. Sicher hat sie dafür aber ihre Gründe.
Technische oder wissenschaftliche Parameter können es jedoch nicht sein - um es höflich zu formulieren.
Carlos Bernal hat sich die Mühe gemacht (vielen Dank) alle stärkeren Beben aus dem bisherigen Jahresverlauf 2013, nach den AVCAN Aufzeichnungen in die Google Übersichtskarte zu übertragen.
Es ergibt sich ein interessantes Bild über die Lage und Verteilung der Beben.
Um El Hierro im Westen haben wir wie erwartet eine Häufung von Beben. Nach Osten bei Teneriffa und vor Lanzarote und Fuerteventura aber ebenfalls Zentren von vermehrter Bebenaktivität. Die Grafik ließe sich noch nach Afrika im Osten in das Atlas Gebirge ausdehnen.
Die östlichsten roten Markierungen sind übrigens im Gebiet der beabsichtigten Erdölbohrung.
Es ist ein Band das die Wanderung des Hotspot vom Osten nach Westen oder um es korrekt zu formulieren, die Plattenverschiebung nach Nordosten aufzeigt.
Vorgänge die sich in den letzten Millionen Jahre ereignet haben, aber heute noch aktiv sind.
Hier kommt nun die Theorie vom "Magmatunnel" oder "Magmastrom" der sich von El Hierro bis ins marokkanische Atlas Gebirge erstrecken soll. Während die Beben im Osten aus großer Tiefe von 30 und mehr Kilometer kommen, hat die Magma um El Hierro als "Speerspitze" die Erdoberfläche erreicht.
Merkwürdig - und das frage ich mich schon seit geraumer Zeit, warum die El Hierro am nächsten liegenden Inseln La Gomera und La Palma wie unberührte Fleckchen vom Bebenreigen ausgenommen sind.
La Palma, in jüngster Zeit als vulkanaktivste Insel (Ausbrüche 1949 und 1971) bekannt, hat entweder sein Pulver verschossen oder frische Magma kann ungehindert und ohne Beben in die leeren Kammern nachströmen.
Bei La Gomera fehlt mir eine Erklärung.
Vielleicht sorgt auch die aufsteigende Magma auf El Hierro für eine Art Druckentlastung im Umfeld. Dinge die heute noch nicht zu erklären sind. Die Zukunft wird uns vielleicht darauf eine Antwort geben.
Gestern ein ML1,6 Beben aus 14 km Tiefe vor dem Westzipfel der Insel. Die vermehrte Aktivität der letzten Tagen scheint nur ein Strohfeuer gewesen zu sein.
Allerdings werden im IGN CHIE Seismografen, der im Moment auf "grob" justiert ist, nur die stärkeren Erdstöße angezeigt. Von anderen Messpunkten sind durchaus aber auch gestern mehrere Dutzend Mikrobeben zu erkennen. Warum die IGN nur die wenig aussagekräftigen CHIE Kurven ins Netz stellt, darüber kann spekuliert werden. Sicher hat sie dafür aber ihre Gründe.
Technische oder wissenschaftliche Parameter können es jedoch nicht sein - um es höflich zu formulieren.
Carlos Bernal hat sich die Mühe gemacht (vielen Dank) alle stärkeren Beben aus dem bisherigen Jahresverlauf 2013, nach den AVCAN Aufzeichnungen in die Google Übersichtskarte zu übertragen.
Es ergibt sich ein interessantes Bild über die Lage und Verteilung der Beben.
Um El Hierro im Westen haben wir wie erwartet eine Häufung von Beben. Nach Osten bei Teneriffa und vor Lanzarote und Fuerteventura aber ebenfalls Zentren von vermehrter Bebenaktivität. Die Grafik ließe sich noch nach Afrika im Osten in das Atlas Gebirge ausdehnen.
Die östlichsten roten Markierungen sind übrigens im Gebiet der beabsichtigten Erdölbohrung.
Es ist ein Band das die Wanderung des Hotspot vom Osten nach Westen oder um es korrekt zu formulieren, die Plattenverschiebung nach Nordosten aufzeigt.
Vorgänge die sich in den letzten Millionen Jahre ereignet haben, aber heute noch aktiv sind.
Hier kommt nun die Theorie vom "Magmatunnel" oder "Magmastrom" der sich von El Hierro bis ins marokkanische Atlas Gebirge erstrecken soll. Während die Beben im Osten aus großer Tiefe von 30 und mehr Kilometer kommen, hat die Magma um El Hierro als "Speerspitze" die Erdoberfläche erreicht.
Merkwürdig - und das frage ich mich schon seit geraumer Zeit, warum die El Hierro am nächsten liegenden Inseln La Gomera und La Palma wie unberührte Fleckchen vom Bebenreigen ausgenommen sind.
La Palma, in jüngster Zeit als vulkanaktivste Insel (Ausbrüche 1949 und 1971) bekannt, hat entweder sein Pulver verschossen oder frische Magma kann ungehindert und ohne Beben in die leeren Kammern nachströmen.
Bei La Gomera fehlt mir eine Erklärung.
Vielleicht sorgt auch die aufsteigende Magma auf El Hierro für eine Art Druckentlastung im Umfeld. Dinge die heute noch nicht zu erklären sind. Die Zukunft wird uns vielleicht darauf eine Antwort geben.
Labels:El Hierro,Kanarische Inseln,Kanaren,Spanien
Erdbeben,
La Gomera,
La Palma,
Lavatunnel,
Vulkan
Dienstag, 30. Juli 2013
Vulkan - neuer Magmanachschub ?
NEWS:
Auch gestern wieder 3 Beben. Um 13.31 Uhr ein ML 2,0 Erdstoß bei Sabinosa aus 12 km Tiefe. Um 14.11 Uhr ein ML2,6 Beben am Leuchtturm (jeweils gelb) aus 19 km und um 21.26 Uhr ein schwacher Erdstoß beim Tanganasoga von ML1,5 (rosa) aus 11 km Tiefe. Die Oberflächen Verformungswerte bleiben relativ konstant, obwohl doch etwas Bewegung zu beobachten ist. Die Zunahme der Beben an Menge und Intensität in den letzten Tagen, könnten auf ein neuerliches Einströmen von frischer Magma in die tief liegende Kammer unter dem Westzipfel beim Leuchtturm hindeuten. In der Folge macht sich dies dann auch in den flacheren Schichten um den Tanganasoga und Sabinosa durch Beben bemerkbar.
Auf der Inseloberfläche sind noch keine ungewöhnlichen Abnormitäten - wie etwa Gasgeruch wahrzunehmen, obwohl AVCAN die Bevölkerung zur Wachsamkeit und Meldung bei einer Beobachtung aufgerufen hat.
Es bleibt jetzt einfach abzuwarten ob sich die Anzeichen verstärken und die Vermutung bewahrheitet oder ob es sich nur um eine Magmaverschiebung handelt.
Auch gestern wieder 3 Beben. Um 13.31 Uhr ein ML 2,0 Erdstoß bei Sabinosa aus 12 km Tiefe. Um 14.11 Uhr ein ML2,6 Beben am Leuchtturm (jeweils gelb) aus 19 km und um 21.26 Uhr ein schwacher Erdstoß beim Tanganasoga von ML1,5 (rosa) aus 11 km Tiefe. Die Oberflächen Verformungswerte bleiben relativ konstant, obwohl doch etwas Bewegung zu beobachten ist. Die Zunahme der Beben an Menge und Intensität in den letzten Tagen, könnten auf ein neuerliches Einströmen von frischer Magma in die tief liegende Kammer unter dem Westzipfel beim Leuchtturm hindeuten. In der Folge macht sich dies dann auch in den flacheren Schichten um den Tanganasoga und Sabinosa durch Beben bemerkbar.
Auf der Inseloberfläche sind noch keine ungewöhnlichen Abnormitäten - wie etwa Gasgeruch wahrzunehmen, obwohl AVCAN die Bevölkerung zur Wachsamkeit und Meldung bei einer Beobachtung aufgerufen hat.
Es bleibt jetzt einfach abzuwarten ob sich die Anzeichen verstärken und die Vermutung bewahrheitet oder ob es sich nur um eine Magmaverschiebung handelt.
Labels:El Hierro,Kanarische Inseln,Kanaren,Spanien
Deformation,
Erdbeben,
Vulkan
Sonntag, 28. Juli 2013
Vulkan - ML2,8 Beben
NEWS: 19.30 Uhr - ein ML3,0 Beben um 17.22 Uhr (Ortszeit) aus 21,3 km Tiefe im Südwesten am Leuchtturm Orchilla.
In der vergangenen Nacht um 1.40 Uhr wieder einmal ein etwas kräftiger Erdstoß von ML2,8 aus 11 km Tiefe. Auf der Insel selbst nicht spürbar (erst ab ML3,0). Der Ausgangspunkt lag nur unweit des Tanganasoga im Inselinnern (siehe IGN-Grafik).
Bereits seit Tagen erhöht sich die Anzahl der Beben - gestern allein 16 Beben. Meist schwache Erdstöße bis ML2,0 aus einer Tiefe von rund 10 Kilometer. Das Zentrum liegt nicht mehr wie in den vergangenen Wochen vor der Südwestspitze im Meer, sondern unter dem Inselmassiv im Bereich der vermuteten Magmahauptkammer. Auf El Hierro selbst geht nun langsam die Bajada 2013 ihrem Ende entgegen. Von all den kleinen Aktivitäten unter ihren Füßen haben die Besucher selbst nichts mitbekommen. Rund 20.000 Besucher (die Zahlen variieren) aus Nah und Fern haben die nur alle 4 Jahre stattfindende Fiesta störungsfrei erleben können.
Zum Thema Erdölbohrung vor Fuerteventura und Lanzarote hat nun auch "Zeit Online" einen Artikel veröffentlicht.
Im wesentlichen werden die unterschiedlichen Standpunkte und mögliche Gefahren die durch eine Ölbohrung entstehen können, angesprochen. Ein wichtiger Punkt der eine Förderung in einem vulkanisch aktiven Gebiet aber auch bringen kann, wurde vergessen.
Der Verfasser schreibt:
"Für die Kanaren hätte ein solcher Unfall verheerende Folgen. Nicht nur, weil die Gegend zu den so genannten Hot Spots, also Gebieten mit einer besonders hohen Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen gehört."
Den Artikel zum Nachlesen "Bohrinsel in Sicht"
Es mag sein, dass die Artenvielfalt über einem Hotspot besonders reich ist. Durch die Tiefenbohrung könnte aber primär das geologische Gleichgewicht im Untergrund verändert werden und erst recht eine vulkanische Aktivität animieren.
Die Folgewirkungen in einem "Hotspot-Gebiet" Öl und Gas zu fördern sind noch zu wenig untersucht. Auch gibt es keine mir bekannten Vergleichsbeispiele.
Hier wäre zunächst einmal die Wissenschaft gefordert Daten und Fakten zu liefern und nicht auf gut Glück vielleicht in eine Magmablase zu bohren.
Forschung kostet Geld, das der spanische Staat im Moment nicht hat. Auch brauchen wissenschaftliche Untersuchungen Zeit. Daran hat Repsol und die Regierung in Madrid aber anscheinend kein großes Interesse.
Wenn es dann zur Katastrophe kommt waren es wieder die höhere Gewalt oder nicht absehbare Umstände. An Gründen mangelt es dann nie.
Zu "Vulkan und Erdölförderung" und "Gewinn oder Vernunft" hatte ich bereits geschrieben.
In der vergangenen Nacht um 1.40 Uhr wieder einmal ein etwas kräftiger Erdstoß von ML2,8 aus 11 km Tiefe. Auf der Insel selbst nicht spürbar (erst ab ML3,0). Der Ausgangspunkt lag nur unweit des Tanganasoga im Inselinnern (siehe IGN-Grafik).
Bereits seit Tagen erhöht sich die Anzahl der Beben - gestern allein 16 Beben. Meist schwache Erdstöße bis ML2,0 aus einer Tiefe von rund 10 Kilometer. Das Zentrum liegt nicht mehr wie in den vergangenen Wochen vor der Südwestspitze im Meer, sondern unter dem Inselmassiv im Bereich der vermuteten Magmahauptkammer. Auf El Hierro selbst geht nun langsam die Bajada 2013 ihrem Ende entgegen. Von all den kleinen Aktivitäten unter ihren Füßen haben die Besucher selbst nichts mitbekommen. Rund 20.000 Besucher (die Zahlen variieren) aus Nah und Fern haben die nur alle 4 Jahre stattfindende Fiesta störungsfrei erleben können.
Zum Thema Erdölbohrung vor Fuerteventura und Lanzarote hat nun auch "Zeit Online" einen Artikel veröffentlicht.
Im wesentlichen werden die unterschiedlichen Standpunkte und mögliche Gefahren die durch eine Ölbohrung entstehen können, angesprochen. Ein wichtiger Punkt der eine Förderung in einem vulkanisch aktiven Gebiet aber auch bringen kann, wurde vergessen.
Der Verfasser schreibt:
"Für die Kanaren hätte ein solcher Unfall verheerende Folgen. Nicht nur, weil die Gegend zu den so genannten Hot Spots, also Gebieten mit einer besonders hohen Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen gehört."
Den Artikel zum Nachlesen "Bohrinsel in Sicht"
Es mag sein, dass die Artenvielfalt über einem Hotspot besonders reich ist. Durch die Tiefenbohrung könnte aber primär das geologische Gleichgewicht im Untergrund verändert werden und erst recht eine vulkanische Aktivität animieren.
Die Folgewirkungen in einem "Hotspot-Gebiet" Öl und Gas zu fördern sind noch zu wenig untersucht. Auch gibt es keine mir bekannten Vergleichsbeispiele.
Hier wäre zunächst einmal die Wissenschaft gefordert Daten und Fakten zu liefern und nicht auf gut Glück vielleicht in eine Magmablase zu bohren.
Forschung kostet Geld, das der spanische Staat im Moment nicht hat. Auch brauchen wissenschaftliche Untersuchungen Zeit. Daran hat Repsol und die Regierung in Madrid aber anscheinend kein großes Interesse.
Wenn es dann zur Katastrophe kommt waren es wieder die höhere Gewalt oder nicht absehbare Umstände. An Gründen mangelt es dann nie.
Zu "Vulkan und Erdölförderung" und "Gewinn oder Vernunft" hatte ich bereits geschrieben.
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Fuerteventura,
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