NEWS:
Nachdem ich nun wieder auf Sendung bin (Gottes Wege dauern hier immer etwas länger) und die Telefonica die Leitung geschaltet hat, einen kurzen Rückblick auf die vergangenen Tage.
Der Monat Juli 2013 begann ruhig. Die minimale Bebenaktivität hält an. Gestern Abend um 21.51 Uhr ein ML2,0 Beben im Golfobecken (rosa) aus 12 km Tiefe. In den vergangenen Tagen auch Erdstöße direkt unter dem Inselmassiv bis ML2,3.
Hier die IGN-Auflistung der über ML1,5 Beben seit 1.7.2013. Ein ML3,5 Beben fällt auf, es lag nördlich von Teneriffa und kam aus 55 km Tiefe. Ansonsten keine großen Veränderungen zu dem vergangenen Monat.
Montag, 8. Juli 2013
Sonntag, 30. Juni 2013
Das Ende der Welt
NEWS:
Auch gestern und in der vergangenen Nacht blieb es bis auf einen kleinen Erdstoß ruhig unter El Hierro. Der ehemalige O-Meridian (Foto: Andreas - Danke) verlief viele Jahrhunderte über die Westspitze der Insel. Hier endete bis ins 19. Jahrhundert geografisch die bekannte Welt. Obwohl bereits im Jahre 1492 Columbus die "Neue Welt" entdeckte, hielt vor allem die Kirche an ihrem alten Weltbild weiter fest. Erst 1884 wurde offiziell der Nullmeridian willkürlich nach Greenwich verlegt. Es ist der von Nord nach Süd verlaufende Grad, senkrecht zum Erdäquator. Von hier aus wird die geografische Länge nach Osten und Westen gezählt.
In den nächsten Tagen wird hier die Telefonverbindung umgebaut. Ich werde damit auch für einige Tage keinen Internetzugang haben. Ich hoffe, dass die Umstellung zügig voran geht und werde mich dann in gewohnter Weise wieder melden. Bitte entschuldigen Sie die Störung und bis bald.
Auch gestern und in der vergangenen Nacht blieb es bis auf einen kleinen Erdstoß ruhig unter El Hierro. Der ehemalige O-Meridian (Foto: Andreas - Danke) verlief viele Jahrhunderte über die Westspitze der Insel. Hier endete bis ins 19. Jahrhundert geografisch die bekannte Welt. Obwohl bereits im Jahre 1492 Columbus die "Neue Welt" entdeckte, hielt vor allem die Kirche an ihrem alten Weltbild weiter fest. Erst 1884 wurde offiziell der Nullmeridian willkürlich nach Greenwich verlegt. Es ist der von Nord nach Süd verlaufende Grad, senkrecht zum Erdäquator. Von hier aus wird die geografische Länge nach Osten und Westen gezählt.
In den nächsten Tagen wird hier die Telefonverbindung umgebaut. Ich werde damit auch für einige Tage keinen Internetzugang haben. Ich hoffe, dass die Umstellung zügig voran geht und werde mich dann in gewohnter Weise wieder melden. Bitte entschuldigen Sie die Störung und bis bald.
Labels:El Hierro,Kanarische Inseln,Kanaren,Spanien
Erdbeben,
Internet,
Null-Meridian,
Vulkan
Freitag, 28. Juni 2013
Vulkan - Sommerzeit/Ferienzeit
NEWS:
Nun hat auch mit Beginn der Ferienzeit (Schulferien seit Montag , den 24. Juni - Mitte September) das richtige Sommerwetter auf El Hierro eingesetzt. Temperaturen bis 28°C und strahlender Sonnenschein lockt viele Insulaner an die Playa. Die Geschäfte und die wenigen Gewerbebetriebe haben auf Sommerbetrieb umgestellt und sind nur noch am Vormittag geöffnet (bis 13.00 oder 14.00 Uhr). Behörden und Banken praktizieren diese "Sommerregel" übrigens das ganze Jahr über.
Diese "Gesetzmäßigkeit" kennt der/unser/mein Vulkan (emotional zum Heraussuchen) nicht. Gestern hatten wir 3 Beben. Davon um 15.31 Uhr einen ML2,0 Erdstoß aus 10 km Tiefe vor der Golfoküste (gelb auf IGN-Grafik) und um 21.50 Uhr ein ML2,3 Beben aus einer Tiefe von 11 km unter dem Tanganasoga (rot). Auch heute Morgen bereits zwei weitere schwache Erdstöße, auch im südlichen Sektor Las Calmas (rosa).
Die Aktivität ist schwerpunktmäßig nicht genau einzuordnen. Festzustellen bleibt, dass die Beben ihren Ausgang unter dem Inselmassiv in 10 bis 14 Kilometer Tiefe nehmen und sich in der Anzahl von der äußersten Westspitze nach Osten verlagern.
Nun hat auch mit Beginn der Ferienzeit (Schulferien seit Montag , den 24. Juni - Mitte September) das richtige Sommerwetter auf El Hierro eingesetzt. Temperaturen bis 28°C und strahlender Sonnenschein lockt viele Insulaner an die Playa. Die Geschäfte und die wenigen Gewerbebetriebe haben auf Sommerbetrieb umgestellt und sind nur noch am Vormittag geöffnet (bis 13.00 oder 14.00 Uhr). Behörden und Banken praktizieren diese "Sommerregel" übrigens das ganze Jahr über.
Diese "Gesetzmäßigkeit" kennt der/unser/mein Vulkan (emotional zum Heraussuchen) nicht. Gestern hatten wir 3 Beben. Davon um 15.31 Uhr einen ML2,0 Erdstoß aus 10 km Tiefe vor der Golfoküste (gelb auf IGN-Grafik) und um 21.50 Uhr ein ML2,3 Beben aus einer Tiefe von 11 km unter dem Tanganasoga (rot). Auch heute Morgen bereits zwei weitere schwache Erdstöße, auch im südlichen Sektor Las Calmas (rosa).
Die Aktivität ist schwerpunktmäßig nicht genau einzuordnen. Festzustellen bleibt, dass die Beben ihren Ausgang unter dem Inselmassiv in 10 bis 14 Kilometer Tiefe nehmen und sich in der Anzahl von der äußersten Westspitze nach Osten verlagern.
Labels:El Hierro,Kanarische Inseln,Kanaren,Spanien
Erdbeben,
Ferienzeit,
Vulkan
Mittwoch, 26. Juni 2013
Anreise über Gran Canaria
NEWS:
In den vergangenen 24 Stunden hatten wir 2 kleine Beben bis ML1,7 aus 8 bis 10 km Tiefe. Einmal im Golfotal und im Südwesten in Nähe des Leuchtturm beim alten 0-Meridian.
Über die Anreisewege nach El Hierro hatte ich schon oft geschrieben.
Hier eine Variante über die Insel Gran Canaria von Leser Andreas aus der Nähe von Berlin.
Das Blümchen links ist übrigens ein gelbblühender Klatschmohn (Papaver lateritium - Foto: Andreas). Auch weißer Klatschmohn und natürlich der in Nordeuropa auch verbreitete rote Klatschmohn ist im Frühjahr auf El Hierro häufig anzutreffen.
In den vergangenen 24 Stunden hatten wir 2 kleine Beben bis ML1,7 aus 8 bis 10 km Tiefe. Einmal im Golfotal und im Südwesten in Nähe des Leuchtturm beim alten 0-Meridian.
Über die Anreisewege nach El Hierro hatte ich schon oft geschrieben.
Hier eine Variante über die Insel Gran Canaria von Leser Andreas aus der Nähe von Berlin.
Das Blümchen links ist übrigens ein gelbblühender Klatschmohn (Papaver lateritium - Foto: Andreas). Auch weißer Klatschmohn und natürlich der in Nordeuropa auch verbreitete rote Klatschmohn ist im Frühjahr auf El Hierro häufig anzutreffen.
" Seit über einer Woche bin ich nun von El-Hierro wieder zurück. Ein Traumurlaub (war bereits das 5. Mal seit 2002 dort).
Die Anreise nach Hierro ist nicht billig!
Habe alles einzeln übers Internet gebucht/inklusive Unterkunft.
Es findet sich kein Reiseveranstalter mehr, der das Paket komplett übernimmt!
2007 noch einen Veranstalter mit Inselhopping La Gomera - Hierro gefunden (15 Tage) /heute aussichtslos!
Hier eine Variante zur Anreise von mir/ alles in einem "Ritt" zu schaffen.
Man wohnt bei Berlin:
Ab 6:00 Uhr Berlin Tegel/ an Gran Canaria 10:00 Uhr Ortszeit (5 h Flug) /Preis ca. 150,-€.
Weiter mit Binter 13:20 Uhr nach Hierro (45 min) 112,-€.
Ankunft ca. 14:00 Hierro/Flughafen Valverde
Mietwagen buchen/ca. 21,-€ pro Tag
14:45 Uhr in Unterkunft im Golfo-Tal (googeln/es gibt genug private Anbieter/auch deutschsprachig).
Retoure: ab Hierro 14:40 Uhr/weiter mit Condor ab 18:50 Uhr/an Berlin-Schönefeld 00:50 Uhr/Taxitransfer nach Tegel ca. 45,-€/ dort stand das Auto.
Der Flieger nach Hierro war am Mittwoch nur mit 7 Personen besetzt/ zurück mit 20/ Auslastung 64 Plätze (nicht montags oder freitags buchen/Pendler)!
Es war wieder ein traumhafter Urlaub mit noch nicht gesehenen Ecken/ trotz der Winzigkeit der Insel.
Private Unterkunft traumhaft/ Temperaturen am Tage um 25°C/ in der Nachts um 18°C/ Wasser 21°C - alles sehr angenehm!
Ich werde in Deutschland die Ruhe und die Gelassenheit der Bewohner vermissen!!!"
Danke an Andreas. Wenn Sie auch ihre Erfahrungen gesammelt haben, lassen Sie es mich wissen. Ich werde ihre Anreise-Variante und ihre Erlebnisse hier veröffentlichen. Es gibt doch viele Leser die sich über/ und für entsprechende Erfahrungswerte interessieren.
Labels:El Hierro,Kanarische Inseln,Kanaren,Spanien
Anreise,
Erdbeben,
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Vulkan
Dienstag, 25. Juni 2013
Vulkan - Interessante Satelliten Ansicht
NEWS:
Erst aus der Satelliten-Perspektive (Foto: NASA) lassen sich die für die Kanaren typischen Passatfahnen richtig erkennen. Vor allem die Westinseln mit ihren hohen Bergen stellen den aus Nordosten kommenden Winden ein Hindernis dar.
Auf der nördlichen LUV-Seite werden die ankommenden feuchten Luftmassen gestaut und es bilden sich Wolken. Sobald die Berge überwunden und umgangen sind, entspannt sich der aufgebaute Luftdruck und die Wolken lösen sich langsam wieder auf.
Es ist nicht unbedingt eine Meeres -Verfärbung wie der erste Anschein auf der Aufnahme vermittelt, sondern Luftwirbelungen und vielleicht gekräuselte See die das fahnenartige Phänomen auf der Lee-Seite zeigen.
Die beiden Ostinseln Lanzarote und Fuerteventura bilden kaum Formen aus, da hier die notwendigen Berge fehlen.
Auslöser ist der kalte Kanarenstrom der zwischen der Küste Westafrikas und den Ostinseln Richtung Süden strömt. Aufsteigendes warmes Tiefenwasser erwärmt die Luft und erzeugt den feuchten Passatwind der südwestlich Richtung Golfstrom weht.
Ohne diesen Passatwind hätten wir hier nicht das ausgeglichene Klima und erst recht nicht das Lebenselixier Wasser. Die feuchten Luftmassen würden sonst "ungemolken" über das Archipel hinweg ziehen.
Aufgeschreckt wurden gestern Abend gegen 18.00 Uhr die Beobachter der Seismografen. Ein kräftiger Erdstoß ließ alle kanarischen Messgeräte ausschlagen. Es dürfte sich um das Beben von ML6,4 weit draußen im Meer am Nordatlantischen Rücken gehandelt haben. Das Beben kam aus 10 km Tiefe.
Unter El Hierro blieb es dagegen gestern relativ ruhig. Es gab wohl 3 Beben bis ML1,9 aus 13 bis 22 km Tiefe. Die jeweilige Ausgangslage war über die gesamte Magmakammer verstreut.
Erst aus der Satelliten-Perspektive (Foto: NASA) lassen sich die für die Kanaren typischen Passatfahnen richtig erkennen. Vor allem die Westinseln mit ihren hohen Bergen stellen den aus Nordosten kommenden Winden ein Hindernis dar.
Auf der nördlichen LUV-Seite werden die ankommenden feuchten Luftmassen gestaut und es bilden sich Wolken. Sobald die Berge überwunden und umgangen sind, entspannt sich der aufgebaute Luftdruck und die Wolken lösen sich langsam wieder auf.
Es ist nicht unbedingt eine Meeres -Verfärbung wie der erste Anschein auf der Aufnahme vermittelt, sondern Luftwirbelungen und vielleicht gekräuselte See die das fahnenartige Phänomen auf der Lee-Seite zeigen.
Die beiden Ostinseln Lanzarote und Fuerteventura bilden kaum Formen aus, da hier die notwendigen Berge fehlen.
Auslöser ist der kalte Kanarenstrom der zwischen der Küste Westafrikas und den Ostinseln Richtung Süden strömt. Aufsteigendes warmes Tiefenwasser erwärmt die Luft und erzeugt den feuchten Passatwind der südwestlich Richtung Golfstrom weht.
Ohne diesen Passatwind hätten wir hier nicht das ausgeglichene Klima und erst recht nicht das Lebenselixier Wasser. Die feuchten Luftmassen würden sonst "ungemolken" über das Archipel hinweg ziehen.
Aufgeschreckt wurden gestern Abend gegen 18.00 Uhr die Beobachter der Seismografen. Ein kräftiger Erdstoß ließ alle kanarischen Messgeräte ausschlagen. Es dürfte sich um das Beben von ML6,4 weit draußen im Meer am Nordatlantischen Rücken gehandelt haben. Das Beben kam aus 10 km Tiefe.
Unter El Hierro blieb es dagegen gestern relativ ruhig. Es gab wohl 3 Beben bis ML1,9 aus 13 bis 22 km Tiefe. Die jeweilige Ausgangslage war über die gesamte Magmakammer verstreut.
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