Samstag, 16. Mai 2015

Archäologie auf den Kanaren

Historische Funde am Beispiel La Palma


Archäologie und die Suche nach Zeugnissen der Vergangenheit wird vor allem von den beiden Universitäten La Laguna auf Teneriffa und Las Palmas auf Gran Canaria betrieben.
 
Lange Zeit wurde dieser wissenschaftliche Fachbereich vernachlässigt. Es gab kein Interesse, mehr über die Ureinwohner – die Guanchen (La Palma/La Gomera) oder Bimbaches auf El Hierro – zu erfahren. Die wenigen Archäologie-Fundstellen waren dem Verfall durch Witterung oder Sachbeschädigung/ Souvenierjäger ausgesetzt, sofern überhaupt bereits entdeckt.
Es war es nicht Wert, Daten und Fakten über das ungläubige und primitive Volk der Guanchen zu sammeln. Der Gedanke und die Art und Weise der Konquistadoren  ...weiter

Freitag, 8. Mai 2015

Öl-Tragödie vor Gran Canaria

Öldrama entwickelt sich zum Millionengrab


Vor vier Wochen begann die Öl-Tragödie im Hafen von Las Palmas de Gran Canaria (Fotos Salvamento Maritimo).
Auch heute tritt noch weiter Öl aus dem gesunkenen Wrack der Oleg Naydenov aus. Inzwischen sind 8 Löcher und Risse mit dem ROV entdeckt worden. Wieviel Schweröl von den ehemals über 1400 Tonnen noch an Bord sind, weiß niemand.
Der ausgetretene größte Teil des Treibstoffs, treibt als der Öllache weiter Richtung Karibik. Aber auch die kleinen Mengen von 5 bis 10 Liter/Stunde die jetzt austreten reichen aus, um immer wieder Ölklumpen an die Küste von Gran Canaria zu spülen …und das kann noch lange so andauern. Auch die Natur wird langfristig weiter darunter leiden. Es wäre im nachhinein doch besser gewesen ... weiter

Freitag, 1. Mai 2015

Vermehrte Erdstösse registriert

NEWS: Samstag, 2. Mai 2015 - 9.15 Uhr - Ein erneutes Beben gestern Abend um 21.45 Uhr von ML2,7 aus 13 km Tiefe - jetzt auf der Ostseite im Gemeindegebiet von El Pinar.
Heute auch vermehrte Beben auf den Azoren



Erdbeben unter El Hierro


Heute gab es bislang 5 Erdbeben unter El Hierro – davon 3 Beben mit mehr als ML2,0.
 
Während am frühen Morgen die ersten Erdstösse bis ML2,5 aus großer Tiefe von 36 und 38 km kamen, war zu erwarten, dass zeitverzögert weitere flache Beben folgen. Das war dann auch um 11.25 Uhr und später der Fall. Erdstösse aus der gewohnten Tiefe um 12 km. Das Zentrum lag an der Westspitze und im alten Taganasoga Bereich.

Der Druck der die tiefen Anfangsbeben ausgelöst hatte, kann frischer Magmanachschub aus noch tieferen Regionen gewesen sein. Er pflanzte sich nach oben fort und löste die Folgebeben aus. Dieser Vorgang konnte schon häufig auf El Hierro beobachtet werden. Es ist also keine vage Vorhersage, sondern die logische Schlussfolgerung.


Meldet sich der Hotspot zurück?

Auch die jüngste Bebenserie bei Teneriffa hängt damit zusammen. Ich hatte berichtet.

Es ist in den letzten Tagen eine rege Bebenaktivität im kanarischen Raum zu beobachten. Alle Erdstösse liegen noch unter dem menschlichen Empfindungswert von ca. ML3,0.
Hier auf der IGN Histogramm ist der Anstieg auf El Hierro optisch dargestellt.

Noch liegt alles im “Kanarischen” Normalwert. Wohl an der Obergrenze, aber ein neues Aufflackern der Vulkanaktivität kann auch nicht ausgeschlossen werden. Was unseren “Hotspot” im Augenblick so anregt, lässt sich nicht beantworten.

Während Gran Canaria im Osten noch mit der Ölpest beschäftigt ist, lässt die neue Bebenserie die Westinseln aufhorchen.

Donnerstag, 30. April 2015

Schweröl bleibt im Tank

Keine Möglichkeit das Schweröl abzupumpen


Niemand weiß wieviel Schweröl im Tank des gesunkenen russischen Fischtrawler Oleg Naydenov noch enthalten ist.
 
Sind es noch 10 oder 100 Tonnen dieses für die Umwelt und die angrenzenden Inseln äußerst schädlichen Schweröl IFO 380. Gesichert ist nur, dass stündlich weiteres Öl aus dem Wrack austritt.
Es gestaltet sich als äußerst schwierig oder auch unmöglich aus dem in 2708 Meter tief auf dem Meeresgrund liegenden Schiff das Restöl abzupumpen. Der ROV konnte bisher drei Risse im Tank lokalisieren (Foto: Otech/Eldiario).
Als technisch einzig machbare Möglichkeit bleibt laut Gobierno de Canarias diese Löcher abzudichten ... weiter

Montag, 27. April 2015

Nepal Beben auf El Hierro registriert

Bebenserie von Nepal aufgezeichnet


Auch auf El Hierro wurde das starke Erdbeben von Nepal registriert. Um 6.23 Uhr am vergangenen Samstag schlugen die Seismografen aus (siehe IGN Grafik).
 
Bis 9.00 Uhr wurde die Bebenserie aufgezeichnet. Solange kam die Erdkruste rund um den Globus nicht zur Ruhe.  Es war ein besonders schweres Beben von ML7,8. Das Epizentrum lag etwa 80 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Kathmandu. Nach ersten Berichten hat sich dabei die Hauptstadt von Nepal um über 3 Meter verschoben. Nepal liegt am Kontinental-Plattenrand und starke Erdbeben wurden von den Geologen erwartet. Bisher wurden 3700 Tote und mehr als 6500 Verletzte gezählt. Das dürfte noch nicht die Endbilanz sein.

Auch Gran Canaria von Erdbeben betroffen

Auch auf den Kanaren gab es in den vergangenen Tagen Erdstöße bis zu ML2,7.
 
Natürlich nicht zu vergleichen mit dem Beben von Nepal – aber doch eine Häufung um die Insel Gran Canaria. Fünf Beben zwischen ML1,6 und 2,7 aus großer Tiefe zwischen 18 und 32 km. Aus El Hierro sind nur kleine Erdstösse zu vermelden.

Dabei hat man auf der Erdoberfläche im Moment um Gran Canaria ganz andere Sorgen.

 

Ölteppich kreist weiter südlich der Kanaren

Der Ölteppich des gesunkenen Fischtrawler Oleg Naydenov kreist weiter um den südlichen Inselteil von Gran Canaria. Befürchtungen, dass auch die Küsten von Teneriffa und La Gomera mit Ölschlamm verschmutzt werden, scheinen sich im Augenblick nicht zu bestätigen.

Aus der Sentinel 1A ESA Satelliten Röntgen Perspektive (Foto: IOCAG) ist nur die Ölfahne Richtung Süden zu erkennen. Es gibt aber wohl noch Unterwasser Ölströme, die aus dem All nicht zu sehen sind.

Heute ist die Luftbeobachtung mit Flugzeugen durch tief hängende Wolken stark eingeschränkt. Auf La Palma gab es in den Vormittagsstunden fast 16 l/m² Niederschlag (Ostseite). Im Laufe des Nachmittag sollen sich die Wolken ausdünnen und eine Luftbeobachtung wieder möglich machen.
 Wenn sich weitere Entwicklungen abzeichnen, werde ich berichten