Nun schon fast regelmässig erreichen alle 6 bis 8Std. Beben die Stärke um 3,0 auf der Richterskala. So auch in der vergangenen Nacht um 22.29 Uhr und 4.11 Uhr. Wie diese Erdstöße vom Seismographen aufgezeichnet werden, habe ich mit Pfeilen am Beispiel des 4.11 Uhr Beben kenntlich gemacht. Die breiten und bunten Zitterlinien zeigen die Bewegungen und kleinen Beben des aufsteigenden Magma an. Auch Tremor genannt. Hier ergaben sich die letzten Tage keine großen Veränderungen. Erst wenn diese Zitterlinien zum Stillstand kommen, wissen wir daß der Magmafluß stoppt.
Interessant und zugleich beunruhigend, der Erdstoß um 22.29 Uhr befand sich direkt unter Tigaday - Guinea, in 20 km Tiefe. Nur wenige km vom Golfotunnel Eingang entfernt. Gestern hat nämlich der Krisenstab (Pevolca) entschieden, das Tunnel für den allgemeinen Verkehr rund um die Uhr wieder zu öffnen. Es bestehe nun keine Gefahr mehr durch Beben und herabstürzende Felsbrocken. Dazu wurde in den letzten Tagen ein 7 m hoher und 100 m langer Fangzaun am Tunneleingang errichtet. Ob diese Maßnahme ausreicht wird sich noch zeigen.Für das Südort Restinga bestehe nun auch keine Gefährdung mehr. Die Schule wird ab heute wieder geöffnet. Die Alarmstufe bleibt auf "ROT". Für den Fall einer doch notwendigen Schnellevakuierung bleiben die Busse und die Rot Kreuz Einheit vor Ort.
Die Lage im Golfo erfordere eine umfassende Studie, da die aktuellen Daten für eine Beurteilung noch nicht ausreichen.
So die Aussage und Begründung des Krisenstabes. Ohne meinen Kommentar heute.







