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Mittwoch, 26. März 2014

NASA Satellitenaufnahme und rauhe See

NEWS:
 
Die Kanarischen Inseln machen immer eine gute Figur. Besonders der Blick aus dem All vom  NASA-Satelliten Terra am 15. Juni 2013 zeigt das Lichtspiel der nach Südwesten verwirbelten Meeresoberfläche. Lange milchige windsackartige Abdriftschwänze machen auch ohne Pinsel und grafische Hilfsmittel ein einmaliges Bild.
Verursacht werden diese Lichtspiele durch den meist vorherrschenden Nordost Passatwind. Die rauhe und steil ansteigenden Inseloberflächen erzeugen an der Leeseite Verwirbelungen, die die Wasseroberfläche des Atlantik Gräuseln oder Glätten. Bei entsprechendem Lichteinfall kommen dann solche Aufnahmen zustande.
 
Auch 2014 gibt es wieder einen "NASA-Award" für die schönste Satellitenaufnahme des Jahres. Ob mit oder ohne Vulkan (2012 war der Sieger ja eine Aufnahme des Eldiscreto von El Hierro) gibt es gute Chancen das Podest wieder zu erklimmen.
 
Nicht ganz so beeindruckend ist die grafische Darstellung links von den Inseln.
Hier geht es nicht um Schönheit, sondern um technische - genau meteorologische - Hinweise zu vermitteln.
Die Warnstufe "Gelb" gilt heute bis Donnerstag Morgen um 6.00 Uhr für alle Inseln. Stürme bis 70 km/h und hoher Seegang mit bis zu 5 Meter hohem Wellengang ist bereits vorhanden.


Entsprechend reagiert auch der CRST Seismograf auf El Hierro. Anpreschende Brandung versetzt die Insel in Vibration. Normal vom Menschen nur in Küstennähe zu spüren. Gestern hatte ich noch hier auf La Palma ein Gespräch mit einem Gast der direkt in einem Hotel am Meer wohnt.
" Ein wenig ungewöhnlich sei es schon, wenn das Zimmer im Intervall wie bei einem Beben zittert und rhythmisch das Grollen der anschlagenden Wellen ans Ohr dringt."

Es war immer schon etwas Besonderes auf den Westinseln seinen Urlaub zu verbringen. Langweilig wird es nie.
Jetzt wollen wir nur hoffen, dass am Donnerstag bzw. Freitag die Kreuzfahrtschiffe "TUI Mein Schiff 1" und "AIDAstella" in den Hafen Einlaufen können.


NASA Tournament 2014

Geschafft haben wir es 2012 - auch Dank der Leser hier - mit der Eldiscreto Satellitenaufnahme. Jetzt beim NASA Tournament 2014 Earth sieht es auch wieder erfolgversprechend aus.
Unter den letzten vier Kandidaten ist die Aufnahme bereits. Wenn Sie jetzt alle dafür "Voten" sollte die nächste Stufe - das Finale, eigentlich erreichbar sein. Hier geht es zur Abstimmung.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Gestein und Asteroiden

NEWS:
Während wir gestern unter El Hierro 6 Beben und heute Morgen um 2.32 Uhr ein ML2,0 Beben in 17 km Tiefe zu verzeichnen hatten, wollen wir uns heute etwas mit dem kosmischen Gestein beschäftigen. Es sind die Asteroiden oder die kleineren Meteoriten die unseren Planeten seit Urzeiten treffen. Nach Ansicht vieler Wissenschaftler waren es sie, die Wasser und vielleicht auch das Leben auf die Erde brachten.

Auch unser Mond ist Zielscheibe vieler kosmischer Einschläge. Selten allerdings können Einschläge direkt beobachtet werden.
Am 17. März 2013 gegen 3.50 Uhr UTC-Zeit beobachtete die NASA auf dem Mond einen hellen Blitz der vom Einschlag eines Asteroiden stammen soll. "Er war 10-mal heller wie alles, was wir jemals zuvor gesehen haben" - so Bill Cooke von der NASA. Selbst mit bloßem Auge wäre er von der Erde zu erkennen gewesen.
Die Wissenschaftler schätzen das Gewicht des Asteroiden auf 40 kg und seinen Durchmesser auf 0,3 bis 0,4 Meter. Ein relativer kleiner Brocken, der aber mit einer riesigen Geschwindigkeit von etwa 90.000 km/h wegen der fehlenden Mondatmosphäre ungebremst einschlug. Die Explosion entsprach ungefähr der Sprengkraft von mehr als 5 Tonnen TNT.
Nach Meinung der NASA könnte er einen 20 Meter breiten Krater in die Mondoberfläche geschlagen haben. Beim nächsten Vorbeiflug eines Satelliten soll das auch fotografisch festgestellt und überprüft werden.
Hier geht es zum  NASA-Video

Auch an der Erde wird am 31. Mai 2013 ein Asteroid von der Größe von 9 Queen Elizabeth Schiffs-Längen - wie die NASA schreibt, vorbei fliegen.
Nach Schätzungen hat der Asteroid 1998 QE2 eine Länge von 2,7 Kilometer und wird die Erde mit 5,8 Millionen Kilometer Abstand passieren. Das ist ungefähr der 15-fache Erde-Mond Abstand.
Dieser Asteroid wurde bereits 1998 entdeckt und wird für unseren blauen Planeten keine Gefahr darstellen. Nicht immer jedoch werden Asteroiden so früh entdeckt und deren Bahn exakt berechnet. Manche tauchen unvermittelt auf, vor allem wenn ihr Weg zur Erde vom Sonnenlicht überstrahlt wird. Hier gibt es dann keine Vorwarnzeit oder die Möglichkeit sich über Abwehrmaßnahmen Gedanken zu machen.

Gegen Kometen, Asteroiden oder Meteoriten gibt es heute noch keine Schutz. Wenn sie kommen sind sie da und werden auch auf der Erde einschlagen.
Es wurde wohl eine Art "Frühwarnsystem" installiert um rechtzeitig gefährliche Objekte zu entdecken. Auch diskutiert die Fachwelt auf welche Art und Weise diese Himmelskörper von der Erde abgelenkt werden können. Voraussetzung ist jedoch, dass man sie rechtzeitig entdeckt.

Nicht nur im All sondern auch auf der Erde ist die Natur immer für eine Überraschung gut. Der Mensch versucht wohl hinter die Geheimnisse und Naturgesetze zu kommen und seine Spezies so gut es geht zu schützen. Es wird ihm aber nie vollkommen gelingen, seinen Lehrmeister zu übertrumpfen.

Montag, 8. April 2013

NASA - Eldiscreto Foto des Jahres

NEWS:  91% der Stimmen entfielen auf unseren Eldiscreto (Quelle NASA)
Jetzt ist es offiziell - der Sieger im NASA Wettbewerb Tournament Earth "Satellitenfoto 2012" ist die Aufnahme des Eldiscreto von El Hierro.

Wir freuen uns herzlich und gratulieren der Insel zu diesem Erfolg.

Nach all der leidvollen Zeit hat es auch ohne sichtbaren Vulkankegel allein die Aura und gigantische Verfärbung der Meeresoberfläche des Eldiscreto geschafft, aus den besten 32 Satellitenaufnahmen als Jahressieger ausgewählt zu werden.

Eine Prämierung durch die NASA ist schon eine Sache. Die größte und bekannteste Weltraum- Organisation wählt als beste Satellitenaufnahme des Jahres unseren bescheidenen Eldiscreto aus.

Natürlich wäre das alles nicht so ausgegangen, wenn nicht Avcan, Involcan, Earthquark und hier im Blog entsprechende Werbung gemacht worden wäre.
Sie liebe Leser waren aber die Entscheider. Ohne Ihr Votum hätten wir es nicht geschafft. Dafür meinen besonderen Dank.

Es liegt nun an der Insel selbst - am Patronato de Turismo - was sie aus diesem Erfolg machen. Die Basis ist gelegt. Eine einmalige Chance die jetzt ausbaufähig ist.

Donnerstag, 4. April 2013

Vulkan - jüngste Bebenepisode beendet ?

NEWS:

Für mein Gefühl neigt sich diese neue Bebenepisode ihrem Ende zu. Es gab wohl gestern noch starke Erdbeben bis ML4,5, aber die tägliche Anzahl mit gestern 28 Beben ist rückläufig. Wie ein Halbmond (links) liegt die Bebenstruktur der letzten 15 Tage um den Westzipfel der Insel. Die Ausgangslage der Beben bleibt in großer Tiefe bei 18 bis 20 km. Auch wenn einzelne Erdstöße bis auf 2 km unter die Oberfläche vordringen. Hier dürfte es sich um Spannungsbeben durch die doch jetzt kräftige Oberflächenverformung handeln.
 
Es wird sicher nicht der letzte Bebenschwall dieser Art gewesen sein. Die Natur versucht weiter, wie schon seit Millionen von Jahren, ihrem Drang - ihren Naturgesetzen zu folgen... und dabei werden wir sie nicht aufhalten können. Wir sind nur Beobachter und können den Lauf der Ding nicht beeinflussen. Es muß uns auf den Kanaren immer klar sein, daß es unsere Inseln - unsere Heimat, ohne diese Vulkanaktivität überhaupt nicht gäbe. Viele Generationen vor uns, haben all dies schon erleben müssen und überlebt.

Auch auf dem Beben-Histogramm links der IGN  ist die absteigende Tendenz gut zu erkennen. Vom Beginn der Aktivität am 17. März 2013 bis heute sind es gerade einmal 18 Tage. Ich habe die Beben nicht gezählt, aber es waren sicher an die 2000 Erdstöße. Darunter das für El Hierro bisher stärkste Beben mit ML4,9.

Jetzt läuft der Endspurt. Im NASA Finale haben wir jetzt noch bis Morgen die Möglichkeit unseren Eldiscreto an die Spitze zu voten. Gegen eine Eiswüste sollte unser heißer Kamerad doch die besseren Chance haben. Es liegt also an Ihnen dieser NASA Satellitenaufnahme auf das Siegertreppchen zu helfen. "Eldiscreto - die NASA Satellitenaufnahme des Jahres 2012" könnte es dann am kommenden Montag vielleicht heißen. Das wäre natürlich für El Hierro eine werbeträchtige Auszeichnung. Sie haben es nach all den leidvollen Monaten (Jahren) auch verdient. Hier geht es letztmals zur Stimmabgabe.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Vulkan - Ansichten des Planeten Merkur

NEWS:
Gestern nur ein schwaches ML1,1 Beben aus 11 km Tiefe direkt unter dem Berg Tanganasoga. Sonst blieb es ruhig.

Heute verlassen wir die Erde und  schauen uns den der Sonne am nächsten liegende Planeten unseres Sonnensystem - den Merkur, etwas näher an.
Die NASA hat gestern neue hochauflösende Satellitenaufnahmen veröffentlicht. Der Merkur ist sehr schwer zu beobachten, da er nur bei Sonnenauf- oder Sonnenuntergang von der Erde aus entdeckt werden kann. Sonst steht er direkt im Zentrum der Sonne und wird von ihr überstrahlt.
Die Griechen gingen in der Antike gar von zwei Planeten aus und nannten den Morgenplaneten Apollo und den am Abendhimmel erscheinenden Himmelskörper Hermes.

Merkur ist, wie auf der NASA Grafik links zu erkennen, mit 4880 Kilometer Durchmesser der kleinste und sonnennächste Planet in unserem System. Er rast förmlich um die Sonne. Ein Merkurjahr beträgt nur 88 Tage. Sein Aufbau ist ähnlich wie die Erde. Er besteht aus festem Gestein und hat aber aufgrund seiner geringen Größe wie unser Mond, keine Atmosphäre. Die Raumfähre MESSENGER hat auch zahlreiche Hinweise auf vulkanische Eruptionen gefunden. Die Sonnennähe gibt ihm am Tage eine Oberflächentemperatur von +430 °C, während die Nachtseite auf -170 °C abkühlt.

Der Merkur hat keinen Mond. Thesen gehen sogar davon aus, dass der Merkur früher selbst ein Trabant der Venus war, der aufgrund seiner großen Exzentrizität ihrer Umlaufbahn entwichen ist.

Wie dem auch sei - optisch ist der Merkur schön anzuschauen. Für menschliches Leben allerdings nicht zu gebrauchen. Dafür fehlen einfach die elementaren Grundvoraussetzungen.
Hier geht es zum neuesten  NASA-Video

Donnerstag, 14. März 2013

El Hierro Vulkan - Eldiscreto im NASA Wettbewerb

NEWS:
Auch gestern kein weiteres Beben. Wer die IGN-Aufzeichnungen anschaut hat wieder festgestellt, daß während der Tageszeit auch am Mittwoch Erschütterungen durch menschliches Wirken (wie z.B. Bauarbeiten) aufgezeichnet wurden. Der Seismograf ist sehr sensibel und erfasst sogar den Fußtritt eines unmittelbar daran vorbeigehenden Wanderer. Allerdings sind die Geräte meist weit entfernt von Wanderwegen installiert.
Erst im IGN Zentrum in Madrid werden die echten Beben herausgefiltern, berechnet und in der Statistik aufgeführt.


Im NASA Satelliten Wettbewerb als schönstes Foto des Jahres 2012 hat es unser Eldiscreto bereits unter die letzten 16 Aufnahmen geschafft. Noch heute haben Sie die Möglichkeit ihr Votum erneut abzugeben. Morgen wissen wir dann ob er unter den letzten 8 Aufnahmen dabei ist. Es wäre natürlich eine Krönung für El Hierro, wenn der Eldiscreto als Siegerfoto im April gekürt würde. Also bitte abstimmen. Hier geht es zum NASA-Wettbewerb.

Montag, 15. April 2013

Vulkan - Obama nach El Hierro ?

NEWS:

US-Präsident Barack Obama (Foto: Pete Souza) zu Besuch auf El Hierro. Das wäre natürlich das i-Tüpfelchen nach dem NASA Siegerfoto des Jahres 2012 von der Eldiscreto Eruption. Damit wäre El Hierro erst recht in aller Munde. Der Bürgermeister Juan M. Padron Brito von El Pinar war nach einem Bericht des Diario El Hierro vom Erfolg der NASA Satellitenaufnahme so begeistert, daß er gleich den Direktor der NASA und seinen Chef Barack Obama schriftlich auf die Insel eingeladen hat. Die Natur dieser schönen Insel und der versteckte Eldiscreto muss ihm gezeigt werden. Ich musste auch erst mehrmals Nachlesen, ob sich dahinter vielleicht ein April Scherz versteckt - aber unser 1. April Tag liegt hier im Dezember.
Es kam gleich die Frage auf, wo man denn wohl am besten die amerikanische Delegation unterbringt und ob das Einladungsschreiben auf Englisch oder nur "Herrenisch" vom Bürgermeister verfasst wurde.
All diese Überlegungen so denke ich, kann man getrost zurück stellen. Es war eine gut gemeinte Geste, aber Obama hat sicher anderes zu tun und selbst in seiner Heimat auf Hawaii genügend sichtbare Vulkane.

Heute Morgen um 1.27 Uhr ein ML2,7 Beben aus 17 km Tiefe. Gestern insgesamt 14 neue Erdstöße. Die Bodenverformung ging nicht weiter zurück, sondern hat sich wie vermutet um die 10 cm stabilisiert. Auf der GPS Grafik links der IGN können nach dem Ende des Bebenschwall starke Schwankungen zwischen 70 und 110 mm abgelesen werden. Es war nach der doch heftigen Aktivität ein Intervall - eine Art Setzung, zu beobachten. Ein entscheidender Druckausgleich oder eine unbemerkte Unterwasser- Eruption dürfte es danach nicht gegeben haben. Die Messwerte stammen von der Station HI05 in Nähe des Leuchtturm "Ochilla" an der Westspitze. 

Genauso verhält es sich mit der Verschiebung der Inseloberfläche Richtung Osten. Die Skalierung ist identisch mit der oberen Grafik. Wir liegen bei ca. 80 mm - nach der letzten GPS Messung sogar leicht ansteigend. Der in den letzten Wochen zusätzlich aufgebaute Druck bleibt also erhalten und die Gesamtmenge hat sich weiter summiert. Es ist jetzt die höchste jemals auf El Hierro gemessene Bodenverformung. Im Vergleich zu anderen Vulkanen weltweit aber ein geringer Wert. Ein direkter Vergleich ist allerdings nur bedingt möglich, da viele andere Messungen mit größerer Ausdehnung auf Festlandvulkanen mit wahrscheinlich anderen geologischen Bodenstrukturen erhoben wurden.

Dienstag, 2. April 2013

Vulkan - Eldiscreto NASA Foto des Jahres ?

NEWS:
15.50 Uhr - die Beben halten sich heute zurück. Sowohl in der Anzahl als auch der Stärke ist ein Rückgang zu verzeichnen. Von einem Abflauen zu sprechen, aber noch zu früh. Das wissen wir aus der Vergangenheit.
Gestern 84 Beben vor der Westküste in rund 20 km Tiefe. Der Bebenschwerpunkt hat sich etwas in den östlichen Sektor (rote Punkte) verlagert. So lange die Beben aus dieser großen Tiefe kommen, dürfte keine Gefahr einer Eruption bestehen. Allerdings schließen Fachleute weitere Beben um ML4,9 nicht aus.
Es gab auch drei Erdstöße im Inselinnern um den Tanganasoga aus 11 bzw. 12 km Tiefe (weiße Pfeile). Eine direkte Verbindung zum Westzentrum ist allerdings im Moment aufgrund des Bebenverlaufs nicht erkennbar.
Die Roman Margalef hat bei ihren näheren Untersuchungen des Eldiscreto im Süden (rote Pfeile) nicht nur eine periodisch austretende Gasfahne entdeckt, sondern auch eine erhöhte Wassertemperatur gemessen. An den Vulkanflanken liegt die Meereswassertemperatur um ca. 3°C höher als im umgebenden Meer. Die IGN konnte dies gestern nicht genau begründen, führt es aber auf eine erhöhte Ausgasung zurück.

Das Magmasystem im Untergrund ist als ein komplexes und verknüpftes Labyrinth von Kammern und Gängen zu sehen. Beben am Westende können natürlich auch Auswirkungen im 26.2 Kilometer entfernten Süden zeigen. Zwischen dem jetzigen Bebenzentrum im Westen und der alten Eldiscreto Eruptionsstelle, liegt ja noch auf halber Strecke die El Julan Magmakammer in rund 20 km Tiefe. Hier hatten wir im Sommer 2012 auch Beben bis ML4,0. Dieser Bereich bleibt aber im Augenblick noch ruhig.
Wenn die Beben weiter nach Osten voran dringen, könnte es natürlich wieder zu einer Aktivierung in diesem Sektor oder sogar im Küstenbereich des Golfo, wo die Magmaschichten bis 5 km unter die Inseloberfläche reichen,  kommen. Das werden wir aber in den nächsten Tagen noch sehen.
Heute Morgen bereits 13 Beben bis ML3,3 um 2.31 Uhr (Ortszeit 3.31 Uhr) in 20 km Tiefe.

Das NASA-Foto des Jahres 2012




Noch ist es nicht ganz soweit. Bis zum 5. April wissen wir aber, ob unser Eldiscreto als Satelliten Foto des Jahres 2012 gekürt wurde. Die Chancen stehen gut. Den 2. Platz haben wir bereits erreicht, aber jetzt geht es noch um die Krönung auf dem Siegerpodest.

Wenn jeder Leser, wie oben auf dem Shot, sein Votum für unseren Eldiscreto abgibt, sollte es zu schaffen sein. Hier der Link zum NASA-Tournament.
Es wäre natürlich ein Prestigeerfolg für den Eldiscreto und El Hierro. Eine weltweit kostenlose Werbung für unseren "Kleinen" und die kleine Insel... und das wollen wir ja sicher Alle - also Voten.

Donnerstag, 24. April 2014

Vulkan - Eruption verschlingt Nachbarinsel

Spannend:


Eine in Grün- und Brauntöne verfärbte Meeresoberfläche. Fotos wie wir sie auch von der Eldiscreto Eruption von 2011/12 von El Hierro kennen. Nur hat es dieser Unterwasser Vulkan über die Meeresoberfläche geschafft. Es ist der am 21. November 2013 ausgebrochene japanische Vulkan Niijima im Westpazifik. Er stößt auch heute noch weitere Lava aus (Fotos: Japan Coast Guard/ NASA). Auf der Aufnahme vom Dezember 2013 liegt die 1973 entstandene Nachbarinsel Nishinoshima noch einige hundert Meter von der Eruptionsstelle entfernt

Wie die jüngste NASA Satellitenaufnahme aus dem Earth-Observatory vom 30. März 2014 zeigt vergrößert der jüngste Vulkan seine Basis. Er ist gerade dabei die unbewohnte Nachbarinsel Nishinoshima zu verschlucken. Die über dem Meeresspiegel sichtbare Inselfläche hat sich in den letzten 6 Monaten von ursprünglich 25 Meter auf jetzt über 1.000 Meter im Durchmesser vergrößert. Auch wächst seine Höhe immer weiter an und liegt jetzt bei rund 60 Meter ü.M. Die vergrößerte NASA Satellitenaufnahme (unten) vom März 2014 zeigt die Vereinigung beider Inseln. So muss früher auch El Hierro entstanden sein. Hunderte oder gar tausende Eruptionen haben aus 3500 m Meerestiefe das Inselmassiv aufgebaut und dabei ständig durch überlagernde Lava das Aussehen verändert.
Auch der Eldiscreto im Süden ist nur eine Eruptionsöffnung am alten Inselmassiv und wird, falls er es noch schafft die Meeresoberfläche zu durchbrechen, nur temporär als neue Insel erscheinen. Im Laufe der Zeit und bei genügendem Magmanachschub wird sich der alte Süden von El Hierro um einige Kilometer weiter nach Süden erweitern.

Das ist links die jüngste Grafik der japanischen Vulkanologen. Der Vulkan Niijima hat bereits einen Teil der alten Insel überflutet. Magmanachschub scheint noch genügend vorhanden zu sein. In einigen Monaten dürfte dann die ehemaligen Inselstruktur Vergangenheit sein und unter frischer Lava begraben liegen. Ob dann die Insel Niijima heißt oder den alten Namen Nishinoshima behält, wird man sehen.

An diesem Zeitraffer-Beispiel lässt sich aber sehr schön sehen, wie sich die Erdoberfläche in kurzer Zeit verändern kann. Nach genau diesem Schema sind auch unsere Kanarischen Inseln, allerdings in Slow Motion, über 22 Millionen Jahre entstanden.

Aktuell heute wieder zwei schwache Beben. Der stärkste Erdstoß von ML1,3 aus 10 km Tiefe in Nähe des Tanganasoga (siehe IGN Grafik).

Dienstag, 9. April 2013

Vulkan - die NASA Krone

NEWS:

Während die NASA sich wundert wie ein Newcomer in Konkurrenz zu Sonne, Mond, strahlender Galaxie und der  Eiswüste es mit überwältigender Mehrheit auf den Siegerpodest schafft, jubelt die internationale Presse. Wo war das noch einmal gleich ... bei El Hierro... ah, ja auf den Kanarischen Inseln. Genau diese Aufmerksamkeit braucht die Insel. Die kleine sonst vergessene Insel rückt so wieder in das Scheinwerferlicht der Medien. Es ist wohl wieder der Vulkan, dieses Mal aber mit erfreulicheren Anzeichen.
Eine Eldiscreto Satellitenaufnahme als Siegerfoto
And the winner is... El Hierro ! ... so eine amerikanische Zeitung.
 
Auch wenn man auf El Hierro noch nicht so recht weiß ob es einen Anlass zur Freude ist, wurde bereits in der Tourismus Werbung der Slogan " Insel der 1000 Vulkane" aufgenommen. Dies lässt sich noch etwas stilistisch steigern, in "Insel der 1001 Vulkane". Jetzt braucht man nur noch die richtigen Werbeleute die das Siegerfoto in Szene setzen und promoten können.
 
Eine anständige Verkehrsanbindung mit der Fähre und/oder dem Flieger und die touristische Zukunft ist gesichert.
 
Ob man das allerdings auf der Insel so will, ist eine ganz andere Frage. Hier sind die Meinungen gespalten.
Die einen die vom Tourismus leben, sind die Befürworter - während die anderen lieber ihre ruhige und verträumte Insel ohne großen Rummel sehen.
Es gibt Anwohner die keine Einnahmen brauchen und "versorgt" sind, aber die Mehrzahl nagt am Hungertuch und ist derzeit ohne Arbeit. Ihnen ist es wahrscheinlich egal wie und von woher ihre zukünftigen Einnahmen kommen. Auch der Tourismus ist ihnen willkommen.
 
Die Landwirtschaft baut immer mehr ab, der Bausektor ist praktisch tot und andere Industriezweige sind nicht vorhanden.
Im Grunde bleibt gar nichts anderes übrig, als den Tourismus zu akzeptieren und zu fördern.
 
Diese NASA Auszeichnung ist und bleibt auf jeden Fall eine Imageaufwertung für El Hierro. Welche andere Insel wurde je mit dieser Krone bedacht ?
Da brauchen Sie nicht lange zu überlegen - bisher nur El Hierro.
 
Heute als kleiner Nachtrag:
 
Es gab in den vergangenen Stunden auch wieder einige Kleinbeben. Darauf werde ich aber erst wieder Morgen näher eingehen.

Samstag, 4. Januar 2014

Vulkan - Eldiscreto Schwesterinsel wächst weiter

NEWS:
12.27 Uhr - Beben um 11.38 Uhr von ML2,8 aus 9 km Tiefe an neuem Standort östlich vom Eldiscreto. Gefolgt um 11.39 Uhr von einem ML1,8 Erdstoß aus 10 km Tiefe und gleichem Ausgangspunkt.


Gestern Abend um 21.31 Uhr ein ML2,0 Beben aus 16 km Tiefe vor der Westspitze. Während es unter El Hierro in den ersten Tagen des Neuen Jahres relativ ruhig bleibt, hat sich der Unterwasservulkan vor der japanischen Küste weiter aufgebaut. Innerhalb von nur 4 Wochen hat sich seine sichtbare Inseloberfläche verdreifacht (Foto oben). Wie die Aufnahmen der Japan Coast Guard (ICG) und der NASA zeigen, hat sich die erstmals am 20.11.2013 entdeckte kleine Insel mit rund 200 Meter Durchmesser in kurzer Zeit auf 56.000 m² vergrößert. Die neue Insel liegt rund 1.000 km südlich von Tokio und wurde auf den Namen "Niijima" getauft. Ein für Europäer schwer auszusprechender Name mit drei iii und dazwischen noch einem j. Die Japaner hoffen nun, dass diese Insel auch erhalten bleibt und weiter wächst. In der Vergangenheit wurden schon mehrfach neue kleine Inseln innerhalb kurzer Zeit von der Erosion weggespült oder durch einen neuerlichen Vulkanausbruch auseinander gesprengt. Neugeburten können durch ihr Eigengewicht von der Schwerkraft nach der Abkühlphase wieder unter der Wasserlinie verschwinden oder durch die Wellentätigkeit soviel Sediment, Schlamm und Vulkangestein verlieren, dass sie schnell der Vergangenheit angehören. Jetzt glauben aber die Wissenschaftler von der Japan Meteorological Agency Japan, dass durch weiteren Lavaauswurf eine dauerhafte Insel gebildet wird.


Diese Satellitenaufnahme aus dem Advanced Land Imager (ALI) des NASA Earth Observing-1 (EO-1), kommt uns irgendwie bekannt vor. Auch der Eldiscreto vor La Restinga hatte eine noch viel schönere Meeresverfärbung verursacht. Diese Aufnahme wurde damals von der NASA zum Satellitenbild des Jahres 2012 gekürt. Leider hat es das Patronato de Turismo bis heute nicht verstanden oder gewollt, das Siegerbild werbewirksam einzusetzen. Dies ist aber ein andere Geschichte.

Die neue japanische Niijima- Insel liegt nur 500 m von der unbewohnten Insel Nishino-Shima entfernt und hat bereits eine Höhe von 20 bis 25 m über die Wasserlinie erreicht. Ganz so weit hat es Eldiscreto damals nicht geschafft. Ihm fehlen noch 88 m bis zur Meeresoberfläche.
Aber was nicht ist, kann vielleicht noch werden.

Sonntag, 7. April 2013

Vulkan - Tranquilo

NEWS:

Vor der Westspitze von El Hierro hatten wir in der vergangenen Nacht nur zwei kleine Beben von ML1,6 und ML1,8 aus 12 bzw. 25 km Tiefe.
Allerdings gab es um 3.06 Uhr und 3.09 Uhr ca. 150 km nördlich von Teneriffa (siehe IGN Grafik) etwas kräftigere Erdstöße. Ein ML3,3 gefolgt von einem ML4,0 Beben aus sehr großer Tiefe von 86 und 67 km. Im Grunde nichts ungewöhnliches - mehrmals im Jahr werden aus diesem Bereich Beben registriert.



Das NASA Siegerfoto 2012 aus der Satellitenperspektive ist gewählt. Ob unser Eldiscreto die Abstimmung gewonnen hat, werden wir allerdings erst im Laufe des morgigen Montag erfahren. Die NASA macht es spannend.
Sobald mit ein Ergebnis vorliegt, werde ich es natürlich verkünden.

Mittwoch, 6. März 2013

El Hierro Vulkan - Eldiscreto als Foto des Jahres ?

NEWS:

Es wurde auch gestern kein weiterer Erdstoß auf El Hierro registriert.
Die NASA kürt alle Jahre die beste Aufnahme aus der Satellitenperspektive. In der Auswahl für das Jahr 2012 ist unter den 32 Top Earth- Fotos auch der Ausbruch des Eldiscreto enthalten. Es war die farbenprächtige und großflächige Meeresverfärbung Ende 2011/12 die das ausgeworfene Lavamaterial und die Gase im Süden von El Hierro verursachten.

Dieses Foto ging um die Welt.

1,8 Kilometer vor der Küste von La Restinga ist aus dem All deutlich der Eruptionspunkt zu erkennen. Es ist die Meeresaufwallung und die austretenden Gase die das Wasser einfärbten. Durch die Meeresströmung wurde das hier milchig blau wirkende Wasser über viele Quadratkilometer nach Südwesten verteilt.

Das Foto konkurriert unter anderem mit den Hurrikan Sandy und Isaac, einem Vulkan- ausbruch im Roten Meer oder der Sonne.
Bis zum 5. April 2013 soll der Sieger dann ausgewählt sein.
Wer sich den Kandidatenkreis anschauen oder gar sein Votum abgeben möchte, hier geht`s zur
NASA Tournament Earth Auswahl.

Donnerstag, 21. März 2013

Vulkan - der Tremor lebt wieder auf

NEWS:
13.29 Uhr - Die Beben halten an. Heute bereits mehr als 77 Erdstöße. Der Tremor ist fast ganz zurück gegangen. Die Tiefe liegt im Bereich von 13 bis 18 km und die Epilage weiter um die Westspitze.

Seit 3.30 Uhr in der Nacht hat der Tremor wieder eingesetzt.  Allein zwischen 4.38 Uhr und 5.24 Uhr gab es 14 Beben bis ML2,6.
Es war nur eine kurze Stille bis der Vulkan wieder erwacht ist. Es fällt auf, daß sich das Tiefenzentrum jetzt verringert hat. Lag es in den vergangenen Tagen bei 17 km, erfolgten heute auch Erdstöße aus 12 km Tiefe. Die Magma dürfte weiter aufsteigen.


Das Epizentrum liegt wie gehabt vor der Westspitze von El Hierro. Dort wo im Juni/Juli 2013 die zunächst "unentdeckte" Eruption mit heute drei Unterwasser- Vulkankegel liegt. Zur besseren Einordnung werde ich diese Eruptionsstelle in Zukunft als Eldiscreto II beszeichnen.
Bei aller Aktivität bitte nicht vergessen für den Eldiscreto zu Voten. Im NASA Satelliten-Wettbewerb haben wir es jetzt bereits unter die letzten 8 Aufnahmen geschafft. Es wäre natürlich für El Hierro toll, als Foto des Jahres 2012 gekürt zu werden.
Hier geht es zur NASA-Tournament.

Dienstag, 15. Juli 2014

Das Auge der Sahara

Naturwunder in meiner Reichweite

Kein Ufo und kein Hurrikan. Futuristisch sieht das Gebilde aus der Satellitenperspektive aber schon aus. Es ist das Auge der Sahara - der Guelb er Richat (Fotos NASA) - ein schon stark erodierter Krater mit 40 Kilometer Durchmesser. Er liegt im zentral westlichen Teil von Mauretanien mitten in der Sahara ... und darin bin ich vor Jahren noch herum gestapft.
Zunächst aber erst die genaue Lage.Es sind gut 1000 km Luftlinie von den links oben liegenden  Kanaren (Google Karte) bis zum rot markierten "Eye of the Sahara". Er liegt in einer menschenleeren Gegend südlich der Westsahara/ Marokko im riesigen Wüstengebiet von Mauretanien. Um dort hin zukommen braucht man Zeit und Ausdauer. Seit einigen Jahren wird einmal wöchentlich ein Binter Flug von Gran Canaria nach Nouakchott (Hauptstadt) angeboten. Von hier sind es dann noch einmal geschätzte 500 km Piste bis zum Guelb er Richat. Wir sind damals 1987/88 bei unserer Expedition mit Geologe, Arzt usw.(ich war der Koch) vom Mittelmeer im Norden über Algerien, Mali nach Mauretanien gefahren (ca. 6 Wochen).
 
Auf meiner alten Karte links ist das Umfeld des Kraters zu erkennen. Der Guelb er Richat grenzt an das Tal von Chinguetti. Chinguetti war einst das geistige Zentrum des dort praktizierten Islam. Es gab dort während der französichen Kolonialzeit einen Militärflugplatz der allerdings heute nicht mehr genutzt wird. Lange Jahre gingen die Wissenschaftler davon aus, dass der große Krater durch einen Meteoriteneinschlag entstanden sei. Doch vor einigen Jahren haben Geologen des Institut de Geociencias (IGEO) der Uni Madrid und der kanadischen Universität Quebek/Montreal festgestellt, dass wir es hier mit einem Vulkankrater zu tun haben.

Die eingefärbten NASA Aufnahmen zeigen die innere Struktur der Caldera. Das Alter wird auf 98 Millionen Jahre datiert. Gefundene kieselsäurehaltige magmatische Steine im Zentrum, wie Kimberlite, Karbonate und hydrothermal veränderte Rhyolite im Ringbereich, lassen eine vulkanische Aktivität vermuten. Die blauen Verfärbungen sind keine Seen oder Wasser, das gibt es hier nicht. Die Dämme und ringförmigen Kreise sollen durch den Zusammenbruch des Vulkankegel entstanden sein.



In meinem Reisetagebuch vom 11.1.1988 ist vermerkt:

"Vor uns sehen wir den Kraterrand des Guelb er Richat. Bisher nichts sonderlich Beeindruckendes.Wir werden wahrscheinlich am linken Kraterrand Richtung Westen vorbeifahren. Die Stimmung hat sich merklich gebessert. Wir haben heute (18.45 Uhr) eine Tageskilometerleistung von 157 km geschafft. Nun sind wir am Kraterrand. Ein wunderschöner Anblick. Das Tal mit dunklem Untergrund, dazwischen Dünen. Er bildet sich eine weitere Steilstufe ab, die es zu überwinden gilt. Nun fahren wir hinab und über den Grund in Richtung Mitte des Krater.
Zu erwähnen wäre noch, dass es gestern Abend gehagelt hat. Seit heute Nachmittag "tröpfelt" es leicht.
Wir fahren weiter bis zum 3. Ringwall und richten auf der Höhe unser Nachtlager ein. Ein phantastischer Ausblick. Wir trinken unser allerletztes Bier"

Auch wenn jetzt unsere letzte Reserve "Würzburger Bürgerbräu" aufgebraucht ist - schöne Erinnerungen an eine anstrengende Tour. Daran arbeite ich im Moment - es soll mein neues Buchprojekt werden.  

Wie sich die kanadischen Wissenschaftler die Entstehung des Eye of the Sahara vorstellen, hier in einem Video (franz).



 

Sonntag, 30. März 2014

Vulkan - IEO Kampagne abgeschlossen

NEWS:
Montag, 31.03.14 - Das Finale beim Tournament Earth 2014 - dem NASA Satellitenfoto des Jahres - ist erst einmal geschafft. Jetzt muss noch gegen den Vulkan Kliuchevskoi auf Kamtschatka angetreten werden. Hier geht es zur NASA-Abstimmung


Seit dem 28.03.14 ist El Hierro bebenfrei. Nach dem letzten Bebenschwall Mitte März 2014 waren nur noch vereinzelte Erdstöße (siehe IGN Grafik) verzeichnet worden. Die Ruhe darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Untergrund weiter starke Kräfte vorhanden sind, die jederzeit zu neuem Leben erwachen können.
Die aktuellen GPS Messergebnisse zeigen deutlich - wie hier links am Messpunkt Sabinosa, dass von einen Abflauen der Aktivität nicht auszugehen ist. Die Bodenverformung nimmt stetig weiter zu. Von einem Stillstand oder gar einem Rückgang zu reden wäre Selbsttäuschung und ein Verkennen der Realität.

Die jüngste Kampagne des IEO Forschungsschiff Ángeles Alvariño wurde abgeschlossen. Es wurden umfangreiche Messungen und Untersuchungen durchgeführt. Der Meeresgrund wurde mit der 3D Bathymetrie Methoden abgetastet und über 36 Stunden Unterwasser Aufnahmen gespeichert. Das Material wird als nächstes im Labor bzw. Institut ausgewertet. Ergebnisse liegen dann erst in einigen Wochen vor. Einen wie von mir erhofften Sucherfolg nach einem weiteren Eruptionspunkt im Westteil der Insel konnte bisher nicht bestätigt werden.

Erfolgreich verlief die Suche und Bergung der auf 200 Meter abgesunkenen Hightech- Messboje. Ein Materialfehler am Gehäuse hat den Totalausfall verursacht. Die Boje wird nun zum englischen Hersteller zurück transportiert und nach erfolgreicher Reparatur wieder an der alten Stelle beim Eldiscreto verankert.

Die Ángeles Alvariño liegt zur Zeit im Hafen von Las Palmas de Gran Canaria. Es wird im Augenblick überlegt, ob sie bei der Suche nach dem vor 10 Tagen abgestürzten Puma SAR Rettungshelikopter ( siehe Kanarenkreuzfahrt) südlich von Fuerteventura eingesetzt wird. Bei dem Unglück wurden 4 Besatzungsmitglieder mit in die Tiefe gerissen. Das Wrack wird in 2.000 Meter Tiefe vermutet. Die genauen Koordinaten sind bekannt.
Mit seinen technischen Möglichkeiten und dem an Bord vorhandenen ROV (Unterwasserroboter) sollte es möglich sein die Unglücksmaschine zu orten und mit Hilfe eines Kranschiffes zu bergen.

Auch wird die Ángeles Alvariño im Laufe des Monat April noch einen Abstecher in den Hafen von Santa Cruz de La Palma machen. Das freut mich natürlich besonders. Ich werde versuchen an Bord mir einige technische Einrichtungen anzuschauen und darüber dann auch berichten.

Noch ein Video das mit Vulkanen und den Kanaren nichts zu tun hat, aber immer wieder sehenswert ist. Es ist der Rekordsprung von Felix Baumgartner aus 39 Kilometer Höhe.


Sonntag, 1. September 2013

Meteorit: Zufall oder gemeinsamer Ursprung ?

NEWS:
Montag, den 2.9.2013: Gestern Abend um 20.17 Uhr ein ML2,1 Beben aus 10 km Tiefe vor der Golfoküste.
18.47 Uhr - zwischen 16.01 und 16.16 Uhr heute vier Beben zwischen ML1,7 und ML2,1 aus 11 bis 14 km Tiefe um den Tanganasoga.


Auch am 31. August gab es 7 und heute bereits 5 weitere schwache Beben bis ML1,8. Das Zentrum lag unter dem Tanganasoga und die Ausgangstiefe bei 11 bis 14 km.

Die außergewöhnliche Lichterscheinung vom vergangenen Sonntag, den 25.8.2013 um 22.35 Uhr ungefähr 200 Meilen nördlich der Kanaren beschäftigt uns weiter.
Mehrere Piloten und auch Bewohner der Inseln hatten an diesem Abend für ca. 3 Sekunden eine mondähnlich helle Lichterscheinung mit einem Schweif Richtung Erdoberfläche fallend beobachtet.
Es dürfte sich um einen größeren Meteoriten gehandelt haben.

Interessanterweise wurde nur einige Tage später am Mittwoch, den 28.8.2013 eine ähnlich helle Lichterscheinung im Südosten der USA beobachtet.
Dieser inzwischen von der NASA als Meteorit identifizierte Gesteinsbrocken wurde beim Eintritt in die Erdatmosphäre von mehreren Satelliten registriert und aufgenommen.


Bemerkenswert ist, dass auch hier von einer mondähnlichen Lichterscheinung gesprochen wird. Der Astronom Bill Cooke von dem NASA Meteorit Environment Office hat berechnet, dass dieser Meteorit ein Gewicht von mehr als 110 kg und fast 1 Meter im Durchmesser hatte. Bei der Explosion erreichte der Feuerball im Höhepunkt eine scheinbare Helligkeit von -16 und war damit über 20 mal heller als der Vollmond. Er dürfte mit einer Geschwindigkeit von 25 km/s (56.000 mph) in die Atmosphäre eingetreten sein. Näheres dazu zum Nachlesen unter www.spaceweather.com 

Was hat nun dieser über Cleveland in Tennessee und der auf den Kanarischen Inseln beobachtete Meteorit miteinander zu tun?


Beide waren von außergewöhnlicher Größe und wurden nur im Abstand von wenigen Tagen beobachtet.
Theoretisch könnten beide Meteoriten vom gleichen Zentrum stammen. Mithilfe von Daten aus mehreren Kameras, hat Cooke für den Tennessee Meteoriten eine vorläufige Umlaufbahn berechnet. Die Form und die Abmessungen der Umlaufbahn ähnelt einem Kometen der Jupiter-Familie.

Vom Kanaren Meteoriten sind leider keine näheren Daten oder Aufnahmen vorhanden. Auch von den Astronomen auf unserem Roque de los Muchachos gab es bisher keine Details.

Wir wissen vom Sternschnuppenfall der Perseidenströmen die immer Anfang August auftreten, dass deren Aktionsradius  über Wochen andauerte (17. Juli bis 24. August). Die Perseiden bestehen aus den Auflösungsprodukten des Kometen 109P/Swift-Tuttle. In dieser Zeit kreuzt die Erde die Umlaufbahn dieses ehemaligen Kometen.

Augenfällig könnte also ein Zusammenhang zwischen den beiden Meteoriten bestehen. Vielleicht stammen sie vom gleichen Typ und haben einen gemeinsamen Ursprung (Danke für den Hinweis an Dr. Hans J. Franzky).



Das sind Splitter des am 15. Februar 2013 abgestürzten Meteoriten in Nowosibirsk. Er zeigt zweifelsfrei Spuren eines intensiven Schmelzprozesses, die vor dem Eintritt in die Erdatmosphäre entstanden sein müssten, sagte Viktor Scharygin vom Institut für Geologie und Mineralogie in Nowosibirsk.

"Das bedeutet mit fast absoluter Sicherheit, dass der Meteorit mit einem anderen Himmelskörper kollidiert ist oder einer starken Hitze durch die Sonne ausgesetzt war", so Scharygin.

Dieser Meteorit im Ural war natürlich um einiges größer. Es wird geschätzt, dass er einen Durchmesser von mehr als 20 Meter hatte - mit entsprechenden Folgen.

Durch die Druckwelle wurden mehr als 1500 Menschen verletzt - 7000 Gebäude beschädigt und jede Menge zerplatzter Fensterscheiben.

Ob Meteorit oder Vulkan. Beides sind ungewöhnliche Naturereignisse die mich faszinieren. Erst recht wenn alles vor meiner Haustüre passiert - und darüber werde ich berichten.

Sie sehen also - die Kanarischen Inseln sind nicht nur ein Urlaubs-, Wander-, Tauch-  und Badeparadies, sondern haben auch für den "Naturwissenschaftler" einiges an Überraschung parat.
Dinge und Ereignisse die man nicht überall beobachten kann.

Darum - und jetzt mache ich Werbung für La Palma, La Gomera und natürlich für die kleine Insel El Hierro - kommen Sie und machen hier Urlaub und entdecken vielleicht noch manch so ein Naturereignis das Sie ihr Leben lang nicht mehr vergessen werden.
Es lohnt sich ! 

Montag, 8. April 2013

Vulkan - neue Beben bis ML3,0

NEWS:

Heute Morgen zwischen 10.00 Uhr und 11.00 Uhr wieder vier Beben zwischen ML2,3 und ML3,0 vor der Westküste (siehe Avcan Karte).
Es waren wesentlich flachere Erdstöße bei 10 bis 12 Kilometer Tiefe. Bisher in diesem Bereich eher eine Seltenheit. Der große Bebenschwall der vergangenen Wochen lag im Durchschnitt tiefer, bei 18 bis 20 km.

Wir warten immer noch auf die Bekanntgabe des Siegers "NASA Satellitenfoto 2012". Die NASA lässt sich noch Zeit. Sobald das Ergebnis in den nächsten Stunden veröffentlicht wird - melde ich mich.