Unter El Hierro wird es wieder aktiver
Schneller als erwartet hat sich mit einem ML3,8 Beben der El Hierro Vulkan in Erinnerung gerufen. In der vergangenen Nacht um 22.35 Uhr erfolgte der für El Hierro starke Erdstoß (siehe IGN Grafiken) 3,9 km vor der Westküste. Das Ausgangszentrum lag bei 15,6 km Tiefe.
Stunden zuvor um 19.53 Uhr hatte bereits ein ML2,4 Beben aus 33 km Tiefe Aktivitäten angekündigt.
Auch heute Morgen ein weiterer ML1,4 Erdstoß dieses Mal unter dem Inselmassiv (blauer Punkt)) aus 10 km Tiefe.
Es könnte sich bei einer Fortsetzung der Aktivitäten bewahrheiten, dass eine gewisse Regelmäßigkeit in den Intervallen (siehe auch Kommentar gestern von R. Harter) zu beobachten ist. Auslöser dürfte jetzt ein neuer Magmanachschub aus großer Tiefe gewesen sein. Eine aufsteigende Magmablase aus dem Erdinnern kann sich den Aufstiegskanal freigemacht haben. Interessant wären es in diesem Zusammenhang GPS-Werte der Bodenverformung vor der Küste am Meeresgrund zu erhalten . Dies ist allerdings technisch heute noch nicht möglich.
Es zeigt sich doch wieder, wie wenig wir über die Struktur und des Verhalten unseres Erdball wissen. Kometen- und Asteroidenbahnen kann der Mensch Jahre im voraus Berechnen. Wann aber ein starkes Erdbeben oder ein Vulkanausbruch zu erwarten ist, nur über einen wagen Zeitraum Einschätzen und in etwa Vorhersagen. Dabei sterben viel mehr Menschen durch Erdbeben oder an den Folgen einer Vulkaneruption, als durch Kometen.
Die Vulkanforschung ist allerdings noch eine junge Wissenschaft. Im Gegensatz zur Astronomie die seit grauer Vorzeit beobachtet und Daten sammelt, entwickelte sich die ernsthafte Vulkanologie erst im späten 18. Jahrhundert.
Noch heute gibt es keinen eigenen Diplom Studiengang zum Vulkanologen. Die Wissenschaftler kommen aus dem Umfeld der Geologie oder Physik. Es wäre vielleicht für die Kanaren oder Island interessant, sich im Bereich der Bildung vom Rest der Welt abzuheben und einen eigene Diplom Studiengang "Vulkanologie" einzurichten. Die Studienexponate liegen dort direkt vor den Füssen.
Donnerstag, 4. September 2014
Vulkan - Erdbeben von ML3,8
Labels:El Hierro,Kanarische Inseln,Kanaren,Spanien
Bebenintervall,
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Vulkanologie
Mittwoch, 3. September 2014
Vulkan - Wie geht es weiter ?
NEWS:
Auf El Hierro vergeht auch nach 3 Jahren seit der Eldiscreto Eruption, kaum ein Tag ohne ein Beben. Es sind keine starken Erdstöße, wie heute Morgen das ML1,8 Beben im südlichen Golfotal. Sie sind aber weiter vorhanden. Auf dem IGN Histogramm links sind die Intervalle seit dem 18.7.2011 aufgelistet. Erstmals seit Ende Dezember 2014 nach dem ML5,1 Beben, ist bis heute - außer einem kleineren Schwall im April - die Bebenaktivität soweit abgeklungen, dass die täglichen Erdstöße an den Fingern einer Hand abzuzählen sind. Ob es die Schlussphase oder nur eine kleine Verschnaufpause ist, wird die Zukunft zeigen. Einige Faktoren, wie die nach wie vor starke Bodenverformung nach den jüngsten GPS Messungen, sprechen mehr für eine Fortsetzung der Vulkanaktivität.
Voll im Gange ist dagegen die Eruption des Bardarbunga auf Island. Rauch und Aschewolken entströmen dem 6- 800 Meter langen Spalt im nördlichen Bereich (siehe Mila Webcam). Heute Morgen um 3.09 Uhr ein ML5,5 Beben aus 7 km Tiefe. Hier dürfte noch einiges an Magma nachkommen. Trotzdem verhält sich der Ausbruch gemäßigt. Keine weit aufsteigenden Aschepartikel, so dass der Flugverkehr im Moment nicht beeinträchtigt wird. Der Lavastrom erstreckt sich laut IMO über eine Fläche von 4,2 km². Insgesamt sollen bis jetzt 20 bis 30 Millionen m³ Lava ausgelaufen sein.
Trotzdem bleibt unklar, ob nicht doch noch unter dem Eis eine größere Eruption direkt am Bardarbunga erfolgt. Das könnte dann eine explosive Eruption mit viel Schmelzwasser bedeuten. Die IMO hält diese Variante für immer noch sehr wahrscheinlich.
Auf El Hierro vergeht auch nach 3 Jahren seit der Eldiscreto Eruption, kaum ein Tag ohne ein Beben. Es sind keine starken Erdstöße, wie heute Morgen das ML1,8 Beben im südlichen Golfotal. Sie sind aber weiter vorhanden. Auf dem IGN Histogramm links sind die Intervalle seit dem 18.7.2011 aufgelistet. Erstmals seit Ende Dezember 2014 nach dem ML5,1 Beben, ist bis heute - außer einem kleineren Schwall im April - die Bebenaktivität soweit abgeklungen, dass die täglichen Erdstöße an den Fingern einer Hand abzuzählen sind. Ob es die Schlussphase oder nur eine kleine Verschnaufpause ist, wird die Zukunft zeigen. Einige Faktoren, wie die nach wie vor starke Bodenverformung nach den jüngsten GPS Messungen, sprechen mehr für eine Fortsetzung der Vulkanaktivität.
Voll im Gange ist dagegen die Eruption des Bardarbunga auf Island. Rauch und Aschewolken entströmen dem 6- 800 Meter langen Spalt im nördlichen Bereich (siehe Mila Webcam). Heute Morgen um 3.09 Uhr ein ML5,5 Beben aus 7 km Tiefe. Hier dürfte noch einiges an Magma nachkommen. Trotzdem verhält sich der Ausbruch gemäßigt. Keine weit aufsteigenden Aschepartikel, so dass der Flugverkehr im Moment nicht beeinträchtigt wird. Der Lavastrom erstreckt sich laut IMO über eine Fläche von 4,2 km². Insgesamt sollen bis jetzt 20 bis 30 Millionen m³ Lava ausgelaufen sein.
Trotzdem bleibt unklar, ob nicht doch noch unter dem Eis eine größere Eruption direkt am Bardarbunga erfolgt. Das könnte dann eine explosive Eruption mit viel Schmelzwasser bedeuten. Die IMO hält diese Variante für immer noch sehr wahrscheinlich.
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Sonntag, 31. August 2014
Island - weitere Vulkan Eruptionsspalte geöffnet
Seit Sonntag-Morgen fliest beim Bardarbunga wieder Lava
Nachdem sich am vergangenen Freitag nur wenig Lava ergossen hat, setzt sich seit einigen Stunden die Vulkan- Eruption fort (Foto Island Mila-Webcam). Im nördlichen Teil der Spalte bei Holuhraun, hat sich auf eine Länge von 200 bis 300 Meter am Sonntag- Morgen die Lava erneut einen Durchbruch zur Erdoberfläche geschaffen. Es ist bis jetzt keine gewaltige oder explosive Eruption, da die Ausbruchstelle nördlich des Gletschers liegt und keine großen Mengen Wasser Verdampfen müssen. Auch scheint in diesem Kanalbereich der Innendruck nicht allzu groß zu sein, so dass keine übermäßigen Gas- und Lavamengen ausgeworfen werden.
Das eigentliche Geschehen spielt sich weiter südlich Richtung Bardarbunga unter der Eisdecke ab. Hier gibt es unverändert viele Beben. Ob nun die Fissur im Norden eine große Druckentlastung bringt, bleibt abzuwarten.
Aufgrund eines heranziehenden Tiefdruckgebiet (ich hatte berichtet) mit Windspitzen über 20 m/s und viel Regen ist der Verlauf der Eruption auf der Webcam nicht mehr zu beobachten.
Der Isländische Wetterdienst (IMO) der dort auch für die Vulkanaktivitäten zuständig ist, macht seine Aufgabe gut. Er ist das isländische Gegenstück zur spanischen IGN (Instituto Geografico National).
Die grafische Aufarbeitung erfolgt fast in Echtzeit, wobei manche Darstellungen gewöhnungsbedürftig sind.
Es stehen mehrere Webcams von einem privaten Betreiber (Mila) zur Verfügung.
Insgesamt gibt es in diesem Punkt keine Kritik.
Vom Beobachten und Zuschauen auch in anderen europäischen Ländern kann man lernen. Island hat in Europa die meisten Vulkanausbrüche zu verzeichnen. Entsprechend Professional und mit Erfahrungswerten wird die "Vulkankrise" auch gemanagt. Das ist auch der Grund warum ich über Island berichte.
Sehr schnell werden Änderungen und Einschätzungen veröffentlicht. Das war auf El Hierro nicht immer so der Fall.
Mehrere staatliche Institute (IGN, Involcan) und der Krisenstab (Pevolca) mussten sich immer erst Einig werden. Entscheidungen fielen mit Zeitverzögerung oft erst am nächsten Tag.
Es war der lange und träge Entscheidungsarm, der so manche gefährliche Situation erst herauf beschwor. Ich denke an die Aufhebung der Evakuierung von La Restinga, der dann nur wenige Stunden später, eine Notevakuierung in der Nacht und die Eruption des Eldiscreto 2 km vor der Küste folgte. Zum Glück ist damals 2011 nichts passiert - es hätte aber auch anders kommen können.
Ich bin mir sicher, dass die kanarischen Behörden und Institute die Vorgänge auf Island genau beobachten und daraus vielleicht auch ihre Rückschlüsse ziehen.
Isländische Vulkanologen hatten 2011 ihre Unterstützung angeboten. Diese wurde von der Pevolca dankend abgelehnt.
Die nächste "Vulkankrise" wird auf den Kanaren kommen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Jetzt hat man Zeit, die Fehler der Vergangenheit Aufzuarbeiten und Änderungen vor allem in der Administrative vorzunehmen. Erst kommt der Schutz des Menschenleben und dann erst wirtschaftliche Faktoren, wie der Tourismus.
Das war und ist meine Meinung - oder wie ein damals am 24.10.2011 veröffentlichter Kommentar:
"Leider muss ich immer wieder feststellen, dass die Behörden entweder keine, verspätete oder sehr abgeschwächte Informationen heraus geben. Mich versetzt diese Tatsache viel mehr in Angst, als das eigentliche Geschehen. Panik entsteht durch Unwissenheit und nicht durch Aufklärung"
Nachdem sich am vergangenen Freitag nur wenig Lava ergossen hat, setzt sich seit einigen Stunden die Vulkan- Eruption fort (Foto Island Mila-Webcam). Im nördlichen Teil der Spalte bei Holuhraun, hat sich auf eine Länge von 200 bis 300 Meter am Sonntag- Morgen die Lava erneut einen Durchbruch zur Erdoberfläche geschaffen. Es ist bis jetzt keine gewaltige oder explosive Eruption, da die Ausbruchstelle nördlich des Gletschers liegt und keine großen Mengen Wasser Verdampfen müssen. Auch scheint in diesem Kanalbereich der Innendruck nicht allzu groß zu sein, so dass keine übermäßigen Gas- und Lavamengen ausgeworfen werden.
Das eigentliche Geschehen spielt sich weiter südlich Richtung Bardarbunga unter der Eisdecke ab. Hier gibt es unverändert viele Beben. Ob nun die Fissur im Norden eine große Druckentlastung bringt, bleibt abzuwarten.
Aufgrund eines heranziehenden Tiefdruckgebiet (ich hatte berichtet) mit Windspitzen über 20 m/s und viel Regen ist der Verlauf der Eruption auf der Webcam nicht mehr zu beobachten.
Der Isländische Wetterdienst (IMO) der dort auch für die Vulkanaktivitäten zuständig ist, macht seine Aufgabe gut. Er ist das isländische Gegenstück zur spanischen IGN (Instituto Geografico National).
Die grafische Aufarbeitung erfolgt fast in Echtzeit, wobei manche Darstellungen gewöhnungsbedürftig sind.
Es stehen mehrere Webcams von einem privaten Betreiber (Mila) zur Verfügung.
Insgesamt gibt es in diesem Punkt keine Kritik.
Vom Beobachten und Zuschauen auch in anderen europäischen Ländern kann man lernen. Island hat in Europa die meisten Vulkanausbrüche zu verzeichnen. Entsprechend Professional und mit Erfahrungswerten wird die "Vulkankrise" auch gemanagt. Das ist auch der Grund warum ich über Island berichte.
Sehr schnell werden Änderungen und Einschätzungen veröffentlicht. Das war auf El Hierro nicht immer so der Fall.
Mehrere staatliche Institute (IGN, Involcan) und der Krisenstab (Pevolca) mussten sich immer erst Einig werden. Entscheidungen fielen mit Zeitverzögerung oft erst am nächsten Tag.
Es war der lange und träge Entscheidungsarm, der so manche gefährliche Situation erst herauf beschwor. Ich denke an die Aufhebung der Evakuierung von La Restinga, der dann nur wenige Stunden später, eine Notevakuierung in der Nacht und die Eruption des Eldiscreto 2 km vor der Küste folgte. Zum Glück ist damals 2011 nichts passiert - es hätte aber auch anders kommen können.
Ich bin mir sicher, dass die kanarischen Behörden und Institute die Vorgänge auf Island genau beobachten und daraus vielleicht auch ihre Rückschlüsse ziehen.
Isländische Vulkanologen hatten 2011 ihre Unterstützung angeboten. Diese wurde von der Pevolca dankend abgelehnt.
Die nächste "Vulkankrise" wird auf den Kanaren kommen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Jetzt hat man Zeit, die Fehler der Vergangenheit Aufzuarbeiten und Änderungen vor allem in der Administrative vorzunehmen. Erst kommt der Schutz des Menschenleben und dann erst wirtschaftliche Faktoren, wie der Tourismus.
Das war und ist meine Meinung - oder wie ein damals am 24.10.2011 veröffentlichter Kommentar:
"Leider muss ich immer wieder feststellen, dass die Behörden entweder keine, verspätete oder sehr abgeschwächte Informationen heraus geben. Mich versetzt diese Tatsache viel mehr in Angst, als das eigentliche Geschehen. Panik entsteht durch Unwissenheit und nicht durch Aufklärung"
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Freitag, 29. August 2014
Island - Sichtbare Spalteneruption hat begonnen
Warnung: Eine Spalteneruption hat nördlich von Dynjujökull gestartet.
Das ist der offizielle Warnhinweis des Iceland Met Office (IMO) und der Vedur. Die ersten Webcam Aufnahmen zeigen einen Feuerschein und austretende Dämpfe. Gegen Mitternacht hat, wie von vielen erwartet, die sichtbare Eruption des Bardarbunga begonnen. Die letzten starken Beben haben den Eisdurchbruch geschafft.
In der bereits gestern erwähnten Eisspalte, nördlich des Dyngju tritt an mehreren Punkten Lava und Gas aus. Wie lang diese so genannte Spalteneruption ist, wird sich erst heute abschätzen lassen. Der erste Eruptionsschub hat sich gegen 2.40 Uhr verlangsamt.
Es hat jetzt doch einige Tage angedauert, bis die am 23. August 2014 begonnene Eruption die dicken Eisbarrieren durchschmolzen hat. Gestern wurde noch festgestellt, dass ein naher See innerhalb von 24 Stunden seinen Wasserstand durch zufließendes Gletscherwasser um 10 Meter erhöht hat.
Nach IMO Angaben sind noch keine den Flugverkehr beeinträchtigenden Aschepartikel in die Atmosphäre geblasen worden. Trotzdem wurde im Vulkangebiet die Warnstufe wieder auf "Rot" gesetzt. Große Mengen Magma sind in den letzten Tagen in die Kammer nachgeströmt. Das Potential für eine starke Eruption ist vorhanden.
Jedoch könnte in den kommenden Tagen der Ex-Hurrikan Cristobal zur Hilfe kommen. Das Tiefdruckgebiet dreht sich gegen den Uhrzeigersinn und könnte eine mögliche Aschenwolke nach Nordosten verwehen. Dann würde Skandinavien ein Problem bekommen.
Aber die Natur und die Vulkane sind unberechenbar. In der Regel sind es nur wage Vermutungen, aber wie jetzt ausnahmsweise die Eruption, lies sich anhand von Fakten zu 90 % vorhersagen. Wie lange und wie stark die Eruption andauert, liegt nicht in Menschenhand.
Es kann nur ein kurzer Druckabbau mit Gas und wenig Lava sein - aber bei entsprechendem Magmanachschub aus dem Erdinnern sich auch kräftig wie die Eyjafjallajökull - Eruption 2010 entwickeln.
Das eigentliche Problem für die Isländer liegt aber im Abschmelzen der Eiskappen. Riesige Wassermengen könnten in kürzester Zeit die Bäche und Flüsse anschwellen lassen und auch weiter im Landesinnern größere Schäden verursachen.
Das ist der offizielle Warnhinweis des Iceland Met Office (IMO) und der Vedur. Die ersten Webcam Aufnahmen zeigen einen Feuerschein und austretende Dämpfe. Gegen Mitternacht hat, wie von vielen erwartet, die sichtbare Eruption des Bardarbunga begonnen. Die letzten starken Beben haben den Eisdurchbruch geschafft.
In der bereits gestern erwähnten Eisspalte, nördlich des Dyngju tritt an mehreren Punkten Lava und Gas aus. Wie lang diese so genannte Spalteneruption ist, wird sich erst heute abschätzen lassen. Der erste Eruptionsschub hat sich gegen 2.40 Uhr verlangsamt.
Es hat jetzt doch einige Tage angedauert, bis die am 23. August 2014 begonnene Eruption die dicken Eisbarrieren durchschmolzen hat. Gestern wurde noch festgestellt, dass ein naher See innerhalb von 24 Stunden seinen Wasserstand durch zufließendes Gletscherwasser um 10 Meter erhöht hat.
Nach IMO Angaben sind noch keine den Flugverkehr beeinträchtigenden Aschepartikel in die Atmosphäre geblasen worden. Trotzdem wurde im Vulkangebiet die Warnstufe wieder auf "Rot" gesetzt. Große Mengen Magma sind in den letzten Tagen in die Kammer nachgeströmt. Das Potential für eine starke Eruption ist vorhanden.
Jedoch könnte in den kommenden Tagen der Ex-Hurrikan Cristobal zur Hilfe kommen. Das Tiefdruckgebiet dreht sich gegen den Uhrzeigersinn und könnte eine mögliche Aschenwolke nach Nordosten verwehen. Dann würde Skandinavien ein Problem bekommen.
Aber die Natur und die Vulkane sind unberechenbar. In der Regel sind es nur wage Vermutungen, aber wie jetzt ausnahmsweise die Eruption, lies sich anhand von Fakten zu 90 % vorhersagen. Wie lange und wie stark die Eruption andauert, liegt nicht in Menschenhand.
Es kann nur ein kurzer Druckabbau mit Gas und wenig Lava sein - aber bei entsprechendem Magmanachschub aus dem Erdinnern sich auch kräftig wie die Eyjafjallajökull - Eruption 2010 entwickeln.
Das eigentliche Problem für die Isländer liegt aber im Abschmelzen der Eiskappen. Riesige Wassermengen könnten in kürzester Zeit die Bäche und Flüsse anschwellen lassen und auch weiter im Landesinnern größere Schäden verursachen.
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Donnerstag, 28. August 2014
Island - Riss in der Eisdecke entdeckt
Erste Spuren einer Eruption ?
Nördlich des Bardarbunga hat sich eine Eisspalte geöffnet. Wie die IMO (Foto) mitteilte, wurde bei einem Kontrollflug der Küstenwache gestern eine ca. 4 bis 6 km lange und 10 bis 15 m tiefe Spalte im hier 400 - 600 m dicken Eis entdeckt. Es wird vermutet, dass im Untergrund der Gletscher abschmilzt und die Eismassen nachgeben. Größere Wasserströme wurden jedoch noch nicht entdeckt.
In den vergangenen Tagen hatten sich die Beben immer weiter nach Norden in Richtung Vulkan Askja verschoben.
Fast 37 km weiter nördlich vom Bardarbunga hat sich das Magma einen Weg gesucht (siehe IMO Grafik). Hier finden auch die stärksten Beben statt. Bis zu ML5,4 am 26. August aus nur 2 km Tiefe. Es stellt sich die Frage wie stark vulkanische Beben ansteigen können. Den kräftigsten Erdstoß hatte Island mit ML6,3 im Jahre 2008 erlebt. Mir sind auch keine Beben über ML6,5 weltweit bei einer rein vulkanischen Aktivitäten bekannt. In Island ist dies jedoch geologisch auch etwas anders als auf den Kanaren.
Island liegt am Zusammentreffen zweier Kontinentalplatten (siehe letzten Beitrag). Auf der Grafik links ist der Bebenverlauf der letzten Jahre (rot) markiert. Es ist genau die Plattengrenze wo Magma hervortritt und neue Vulkane entstehen lässt. Theoretisch können hier durch die Verschiebung der Platten tektonische Beben und vulkanische Beben auftreten. Ein Wechselspiel mit auch noch kräftigeren Beben ist möglich.
Die IMO kann nicht genau sagen, wo Magma bereits unter dem Eis ausgetreten ist. Klar ist nur, dass eine Eruption erfolgte. Bislang sind außer dem Riss in der Eisdecke aber noch keine Oberflächenspuren gefunden worden.
Auch gibt es noch keine auffälligen Gaskonzentrationen an der Erdoberfläche. Die dicke Eisdecke hindert auch das Ausströmen von Schwefel, Helium oder Kohlendioxid. Durch den Riss kann es jetzt aber eine Spalte geben, aus der dann erhöhte Gasemissionen gemessen werden können.
Eine 3D-Simulation von dfmorvan (Danke) verdeutlicht den bisherigen Bebenverlauf um den Bardarbunga.
Nördlich des Bardarbunga hat sich eine Eisspalte geöffnet. Wie die IMO (Foto) mitteilte, wurde bei einem Kontrollflug der Küstenwache gestern eine ca. 4 bis 6 km lange und 10 bis 15 m tiefe Spalte im hier 400 - 600 m dicken Eis entdeckt. Es wird vermutet, dass im Untergrund der Gletscher abschmilzt und die Eismassen nachgeben. Größere Wasserströme wurden jedoch noch nicht entdeckt.
In den vergangenen Tagen hatten sich die Beben immer weiter nach Norden in Richtung Vulkan Askja verschoben.
Fast 37 km weiter nördlich vom Bardarbunga hat sich das Magma einen Weg gesucht (siehe IMO Grafik). Hier finden auch die stärksten Beben statt. Bis zu ML5,4 am 26. August aus nur 2 km Tiefe. Es stellt sich die Frage wie stark vulkanische Beben ansteigen können. Den kräftigsten Erdstoß hatte Island mit ML6,3 im Jahre 2008 erlebt. Mir sind auch keine Beben über ML6,5 weltweit bei einer rein vulkanischen Aktivitäten bekannt. In Island ist dies jedoch geologisch auch etwas anders als auf den Kanaren.
Island liegt am Zusammentreffen zweier Kontinentalplatten (siehe letzten Beitrag). Auf der Grafik links ist der Bebenverlauf der letzten Jahre (rot) markiert. Es ist genau die Plattengrenze wo Magma hervortritt und neue Vulkane entstehen lässt. Theoretisch können hier durch die Verschiebung der Platten tektonische Beben und vulkanische Beben auftreten. Ein Wechselspiel mit auch noch kräftigeren Beben ist möglich.
Die IMO kann nicht genau sagen, wo Magma bereits unter dem Eis ausgetreten ist. Klar ist nur, dass eine Eruption erfolgte. Bislang sind außer dem Riss in der Eisdecke aber noch keine Oberflächenspuren gefunden worden.
Auch gibt es noch keine auffälligen Gaskonzentrationen an der Erdoberfläche. Die dicke Eisdecke hindert auch das Ausströmen von Schwefel, Helium oder Kohlendioxid. Durch den Riss kann es jetzt aber eine Spalte geben, aus der dann erhöhte Gasemissionen gemessen werden können.
Eine 3D-Simulation von dfmorvan (Danke) verdeutlicht den bisherigen Bebenverlauf um den Bardarbunga.
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