Donnerstag, 16.01.14
14.59 Uhr - Heute Morgen um 2.53 Uhr ein ML2,0 Beben aus 10 km Tiefe vor der südlichen Ostküste bei El Pinar.
Seit dem ML5,1 Beben am 27. Dezember 2013 bleibt alles ruhig. Es hat den Eindruck, als wurde damit viel angestaute Energie freigesetzt. Nach dem Bebenschwall um die Weihnachtszeit (IGN Histogramm) auf der südlichen Ostseite und dem doch überraschend ausgelösten Starkbeben in 40 km Entfernung auf dem westlichen Atlantik ist die Aktivität fast erloschen. Nur vereinzelt schwache Beben bis ML2,3 waren in den letzten 20 Tagen zu beobachten. Die Bodenverformung und damit der Druck bleibt aber nahezu unverändert erhalten. Diese Ruhe- oder besser Regenerationsphasen gab es auch schon in der Vergangenheit. Erst wenn sich wieder entsprechender Druck aufgebaut hat oder neue frische Magma aus tieferen Regionen nachfließt, findet die messbare und spürbare Aktivität seine Fortsetzung.
Etwas Passagier-Statistik
Nun liegen auch die jüngsten Zahlen über das Flugpassagier- Aufkommen der AENA vor. Die AENA ist der staatliche Flughafenbetreiber und damit auch für den kleinen Flugplatz El Hierro zuständig. Im Jahre 2013 wurden insgesamt 139.154 Passagiere abgefertigt. Ein Minus von 8,9 % gegenüber 2012.Jeder Passagier wird bei der Ankunft und beim Abflug gezählt. Korrekt waren es dann rund 70.000 Passagiere. Davon entfallen nach Erfahrungswerten mindestens 70% auf einheimische Fluggäste. Auch auf La Palma als Vergleichszahl gingen die Passagiere sogar um 16,2 % zurück.
Die Westinseln konnten also nicht von dem veränderten Verbraucherverhalten durch die politischen Unruhen in Nordafrika profitieren. Die umständliche und kostenintensive Anreise und die Politik der großen Touristikunternehmen führten diesen Strom auf die Ostinseln.
Es dürfte aber vor allem die spanische Wirtschaftskrise sein, die viele Canarios vom Fliegen abhält oder den finanziell günstigeren aber umständlichen Weg mit der Fähre den Vorrang gibt. Dazu liegen aber keine Daten vor.
L’Aquila - kommt nicht zur Ruhe. Nun noch ein Korruptionsfall ?
Vor fast fünf Jahren erschütterte ein ML6,3 Beben am 6. April 2009 das italienische L’Aquila. 307 Tote und 70.000 Obdachlose forderte diese Katastrophe.Sechs Mitglieder des Katastrophenstab wurden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.
Ich hatte berichtet - hier Nachzulesen oder links in der Seitenleiste im "Archiv durchsuchen" das Stichwort "L’Aquila" eingeben.
Auch heute können noch immer viele Bewohner nicht in ihre Häuser und Wohnungen zurück. Ein Korruptionsskandal in der Stadtverwaltung, die sich wohl an der Not der Menschen bereichert haben, wird zur Zeit von der italienischen Staatsanwaltschaft untersucht.
"Ein Kommunalbeamter sprach in abgehörten Telefonaten vom Erdbeben als „Riesen-Glücksfall“. Wer die einmalige Chance Geld zu machen nicht nutze, sei dumm. Einige Verdächtige sollen 1,2 Millionen Euro Wiederaufbau-Hilfe mittels gefälschter Abrechnungen in die eigenen Taschen gelenkt haben".
"Ein bereicherndes Erdbeben" so der Titel in der Berliner Zeitung (lesenswert).








