NEWS:
Es gärt weiter. Wenn auch auf der Inseloberfläche unbemerkt, zeichnen die Seismografen der IGN jede noch so geringe Erschütterung im Untergrund auf. Am Mittwoch 11 Beben, gestern 13 Erdstöße bis ML1,6. Das Zentrum bleibt stabil unter dem Golfotal (siehe AVCAN Grafik links). Die Ausgangstiefe liegt bei 10 bis 15 km. Zur Zeit treten bei den IGN Messungen vermehrt technische Störungen auf. Es liegt entweder am Gerät selbst oder an der Übertragungstechnik via Satellit. Das Seismogramm sieht dann so aus wie heute Morgen (Bild unten).
Im Geo-Rechenzentrum in Madrid werden diese Störfaktoren heraus gefiltert und nur die "echten" Beben registriert. Die IGN Überwachung ist fast lückenlos, wobei ab und zu aber auch Beben in keiner IGN Aufzeichnung oder Statistik auftauchen.
Ob diese Erschütterungen vielleicht "menschliche" Ursachen, wie z.B. durch schwere Baumaschinen oder etwa Steinschlag und Erdrutsch haben, lässt sich nicht immer feststellen.
Ein Blick über den Inselrand
"Sie lieben es heiß? Dann sind Sie hier genau richtig, denn wir zeigen Ihnen die
10 spektakulärsten Vulkane der Welt" - so Freenet mit eine Bilderserie von verschiedenen Vulkanen.
Das Geothermie-Projekt in St. Gallen geht weiter
27.08.2013: (Foto: Stadt St. Gallen) Der Stadtrat hat entschieden, das Geothermie-Projekt der Stadt St.Gallen weiterzuführen.
Näheres in der Mitteilung der Stadt St. Gallen (Danke für den Hinweis an Carlos).
Sie erinnern sich:
In der Ostschweiz hat am 20. Juli 2013 die Erde gebebt. Ursache für das Beben
von ML3,6 ist das St.Galler Geothermie-Projekt im Sittertobel.
Laut den Projektverantwortlichen ist das Bohrloch nun stabilisiert worden,
weitere Beben sind aber nicht ausgeschlossen - St. Galler Tagblatt
Freitag, 30. August 2013
Vulkan - genaues Beobachten und Messen
Labels:El Hierro,Kanarische Inseln,Kanaren,Spanien
Erdbeben,
Geothermie,
IGN,
Vulkan
Dienstag, 27. August 2013
Ungewöhnliche Lichterscheinung beobachtet
NEWS:
Während es unter El Hierro in den letzten Stunden relativ ruhig blieb, wurde am Sonntagabend der Nachthimmel nördlich der Kanaren "Taghell" erleuchtet. Um 22.35 Uhr wurde für etwa 3 Sekunden lang ein starkes weißes Licht mit einem Schweif beobachtet (Archivfoto Erhard Ruhland /pixelio.de). Sieben Piloten die zu dieser Zeit im kanarischen Luftraum unterwegs waren beobachteten diese Phänomen. Nach Einschätzung der Fluglotsen-Gewerkschaft "Controladores Aereos" (USCA) könnte es sich, ca. 200 Meilen nördlich von Teneriffa, um einen großen Meteoriten gehandelt haben. Auch abstürzende Satelliten- oder Raketenteile könnten in der Atmosphäre verglüht sein.
Der als mondgroß beschriebene Bolide mit extremer Leuchtkraft ist selbst für die Kanaren ungewöhnlich. Aufgrund der noch nicht mit künstlichem Licht stark überstrahlten Westinseln, lassen sich gerade während der Zeit der Meteoritenströme im Juli und August viele kleine "Sternschnuppen" in der Nacht beobachten.
Vom Kanarischen Astrophysikalischen Institut (IAC) auf La Palma, das sicher den ungewöhnlichen Lichtschein beobachtet und aufgezeichnet hat, erhofft man sich nun nähere Auskünfte.
Am Sonntag wurden unter El Hierro 9 Erdstöße bis ML2,1 aufgezeichnet. Gestern gab es 4 - und heute bereits 5 Beben. Die Stärke ging bis ML1,9 und kam aus 11 bis 12 km unter dem Inselmassiv (siehe IGN Karte).
Während es unter El Hierro in den letzten Stunden relativ ruhig blieb, wurde am Sonntagabend der Nachthimmel nördlich der Kanaren "Taghell" erleuchtet. Um 22.35 Uhr wurde für etwa 3 Sekunden lang ein starkes weißes Licht mit einem Schweif beobachtet (Archivfoto Erhard Ruhland /pixelio.de). Sieben Piloten die zu dieser Zeit im kanarischen Luftraum unterwegs waren beobachteten diese Phänomen. Nach Einschätzung der Fluglotsen-Gewerkschaft "Controladores Aereos" (USCA) könnte es sich, ca. 200 Meilen nördlich von Teneriffa, um einen großen Meteoriten gehandelt haben. Auch abstürzende Satelliten- oder Raketenteile könnten in der Atmosphäre verglüht sein.
Der als mondgroß beschriebene Bolide mit extremer Leuchtkraft ist selbst für die Kanaren ungewöhnlich. Aufgrund der noch nicht mit künstlichem Licht stark überstrahlten Westinseln, lassen sich gerade während der Zeit der Meteoritenströme im Juli und August viele kleine "Sternschnuppen" in der Nacht beobachten.
Vom Kanarischen Astrophysikalischen Institut (IAC) auf La Palma, das sicher den ungewöhnlichen Lichtschein beobachtet und aufgezeichnet hat, erhofft man sich nun nähere Auskünfte.
Am Sonntag wurden unter El Hierro 9 Erdstöße bis ML2,1 aufgezeichnet. Gestern gab es 4 - und heute bereits 5 Beben. Die Stärke ging bis ML1,9 und kam aus 11 bis 12 km unter dem Inselmassiv (siehe IGN Karte).
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Vulkan
Sonntag, 25. August 2013
Vulkan - Nutzung der Geothermie
NEWS: Um 16.21 Uhr ein Beben von ML2,1 aus 13 km Tiefe unter dem Tanganasoga.
Die leichten Beben halten weiter an (siehe IGN Auflistung). In den vergangenen 24 Stunden gab es dabei zwei Erdstöße von ML2,0. Beide Beben hatten ihren Ausgang unter dem Inselmassiv um den Tanganasoga und kamen aus 12 km Tiefe.
Die Oberflächenverformung der Insel hat sich stabilisiert und ist nach jüngsten GPS Messungen wieder leicht angestiegen. Im Grunde gibt es seit März 2013 keine große Veränderung.
Neue Pläne für den Bau eines Geothermie- Kraftwerk auf Teneriffa oder Gran Canaria wurden bekannt. Die Firma Dry Rock Energie, Tochter einer norwegischen Geothermie- Firma, hat mit der Kanarischen Regierung ein Grundsatz Abkommen über die Erstellung eines Kraftwerk abgeschlossen.
Bis 2020 soll diese Anlage an das Netz gehen. Große Tiefenbohrungen sind auf den Kanaren aufgrund des vulkanischen Untergrundes nicht notwendig. Bereits in einem Kilometer Tiefe hofft man auf die notwendige Temperatur zu stoßen. Es gibt auf den Inseln keine großen Geothermie Erfahrungswerte. Nur einige Schwimmbäder werden bereits mit Erdwärme beheizt.
Die regenerative - oder alternative Energiegewinnung wurde leider in den Boomjahren wie ein Stiefkind behandelt. Die Euros wurden lieber in Beton investiert.
Außer einigen im kleinem Rahmen erstellte Wind- und Solarkraftwerken hat man keine großen Gedanken in diese Technologie verschwendet. Das Gerona Projekt von El Hierro war eine Ausnahme und wartet immer noch auf seine erstmalige Inbetriebnahme.
Heute kommt auf den Kanaren immer noch 90 % der verbrauchten Energie aus dem Verbrennen von Erdöl.
Die Nutzung der Geothermie ist längst überfällig. Allerdings kann sie auch gewisse Risiken durch die Erdbohrungen und das Verpressen von Wasser im Untergrund bergen. Negative Beispiele kennen wir aus dem Schwarzwald, der Schweiz und anderen Regionen.
Durch den immer noch aktiven vulkanischen Untergrund - auch unter Teneriffa und Gran Canaria - könnte durch Druckveränderung der Hotspot angeregt werden und neue Wege und Kanäle an die Erdoberfläche finden.
Hier sollte unbedingt auf die Erfahrungswerte anderer Geothermie-Nutzer in aktiven Vulkangebieten - wie z.B. Island - zurück gegriffen werden. Nationale Alleingänge sind hier zumindest in der Erprobungsphase fehl am Platz.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Kanarische Regierung erst umfangreiche Untersuchungen durchführt und nicht blauäugig die Norweger bohren lässt.
Die leichten Beben halten weiter an (siehe IGN Auflistung). In den vergangenen 24 Stunden gab es dabei zwei Erdstöße von ML2,0. Beide Beben hatten ihren Ausgang unter dem Inselmassiv um den Tanganasoga und kamen aus 12 km Tiefe.
Die Oberflächenverformung der Insel hat sich stabilisiert und ist nach jüngsten GPS Messungen wieder leicht angestiegen. Im Grunde gibt es seit März 2013 keine große Veränderung.
Neue Pläne für den Bau eines Geothermie- Kraftwerk auf Teneriffa oder Gran Canaria wurden bekannt. Die Firma Dry Rock Energie, Tochter einer norwegischen Geothermie- Firma, hat mit der Kanarischen Regierung ein Grundsatz Abkommen über die Erstellung eines Kraftwerk abgeschlossen.
Bis 2020 soll diese Anlage an das Netz gehen. Große Tiefenbohrungen sind auf den Kanaren aufgrund des vulkanischen Untergrundes nicht notwendig. Bereits in einem Kilometer Tiefe hofft man auf die notwendige Temperatur zu stoßen. Es gibt auf den Inseln keine großen Geothermie Erfahrungswerte. Nur einige Schwimmbäder werden bereits mit Erdwärme beheizt.
Die regenerative - oder alternative Energiegewinnung wurde leider in den Boomjahren wie ein Stiefkind behandelt. Die Euros wurden lieber in Beton investiert.
Außer einigen im kleinem Rahmen erstellte Wind- und Solarkraftwerken hat man keine großen Gedanken in diese Technologie verschwendet. Das Gerona Projekt von El Hierro war eine Ausnahme und wartet immer noch auf seine erstmalige Inbetriebnahme.
Heute kommt auf den Kanaren immer noch 90 % der verbrauchten Energie aus dem Verbrennen von Erdöl.
Die Nutzung der Geothermie ist längst überfällig. Allerdings kann sie auch gewisse Risiken durch die Erdbohrungen und das Verpressen von Wasser im Untergrund bergen. Negative Beispiele kennen wir aus dem Schwarzwald, der Schweiz und anderen Regionen.
Durch den immer noch aktiven vulkanischen Untergrund - auch unter Teneriffa und Gran Canaria - könnte durch Druckveränderung der Hotspot angeregt werden und neue Wege und Kanäle an die Erdoberfläche finden.
Hier sollte unbedingt auf die Erfahrungswerte anderer Geothermie-Nutzer in aktiven Vulkangebieten - wie z.B. Island - zurück gegriffen werden. Nationale Alleingänge sind hier zumindest in der Erprobungsphase fehl am Platz.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Kanarische Regierung erst umfangreiche Untersuchungen durchführt und nicht blauäugig die Norweger bohren lässt.
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Geothermie,
Vulkan
Donnerstag, 22. August 2013
Vulkan - kleine Veränderungen und neue Ergebnisse
NEWS:
Auch gestern wieder 17 Beben, wie diese Serie oben zwischen 23.00 und 24.00 Uhr zeigt. Es waren schwache Erdstöße bis ML1,9 aus 10 bis 12 km Tiefe. Inzwischen konzentrieren sich fast alle Beben auf den Golfobereich um den Berg Tanganasoga und im Küstenbereich bei Sabinosa (linke IGN Grafik).
El Hierro ist flächendeckend mit einem GPS Mess-System überzogen. Veränderungen an der Inseloberfläche, ob Auswölbungen, Senkungen oder auch horizontale Verschiebungen werden damit registriert. Seit Tagen ist bereits ein leichtes Absenken um 1 bis 2 cm an allen Messpunkten zu beobachten. Wie hier auf der Grafik links die Stationen HI 03,04 und 05 am westlichen Golfoausgang. Der Druck im Untergrund scheint sich etwas abzubauen. Die Daten werden allerdings von der IGN nur zeitverzögert geliefert. Die vergangen Tage bzw. in der letzten Woche muss ein Druckausgleich stattgefunden haben. Es sind im Bereich der Magmakammer gigantische Drücke, die sich mathematisch nicht oder nur schwer berechnen lassen.
Es bleibt zu vermuten, dass Magma und die Gase einen neuen Weg in umliegende Bereiche gefunden haben. Ein Austritt in die Atmosphäre oder das Meer halte ich für unwahrscheinlich. Dies wäre durch Meeresverfärbungen beobachtet und durch die ständige Gasmessung der Atmosphäre festgestellt worden. Entsprechende Anomalien wurden nicht beobachtet oder gemeldet.
Das wissenschaftliche Team um das Institut für Ozeanographie (IEO) mit dem Forschungsschiff "Ramon Margalef" wird Ende Oktober in die Gewässer um El Hierro zurückkehren und weitere Feldmessungen durchführen.
Zu interessant waren die bisherigen Untersuchungsergebnisse. An 6 Stellen um die Eldiscreto Eruption im Süden wurden während der letzten Mission immer währende pulsartige Temperaturschwankungen von +/- 3° Grad gemessen.
" Es war beeindruckend, das System verhält sich wie ein Geysir oder eine hydrothermale Quelle mit regelmäßigen Impulsen" - so der wissenschaftliche Co-Ordinator Eugenio Fraile.
Dafür haben die Forscher bis heute noch keine Erklärung.
Die Aktivitäten um den Eldiscreto bietet der Wissenschaft ein natürliches Labor, wie es zumindest in Spanien noch nie in den vergangenen 500 Jahren möglich war.
Die Entwicklung des Vulkan und im besonderen des kanarischen Hotspot kann so von der Kinderstube bis zur Vollendung beobachtet und mit den heutigen technischen Möglichkeiten genau untersucht werden.
Es wird sicher neue Aufschlüsse und Erkenntnisse für zukünftige Generationen liefern.
Was will die Wissenschaft also mehr. Ich hoffe nur, dass nicht nur die spanischen Forscher, sondern auch internationale Vulkanologen und Meereswissenschaftlern an dem Schauspiel teilnehmen dürfen.
Bisher war die internationale Resonanz vor Ort noch gering. Obwohl die Fachwelt aus Island oder Hawaii bestimmt Interesse hätte und wertvolle Erkenntnisse aus eigener Erfahrung mit einbringen könnte.
Ein Vulkanausbruch mag wohl ein örtliches Ereignis sein. Die Lehren, die Erfahrungen und die Ergebnisse interessieren und betreffen jedoch den gesamten Globus.
Auch gestern wieder 17 Beben, wie diese Serie oben zwischen 23.00 und 24.00 Uhr zeigt. Es waren schwache Erdstöße bis ML1,9 aus 10 bis 12 km Tiefe. Inzwischen konzentrieren sich fast alle Beben auf den Golfobereich um den Berg Tanganasoga und im Küstenbereich bei Sabinosa (linke IGN Grafik).
El Hierro ist flächendeckend mit einem GPS Mess-System überzogen. Veränderungen an der Inseloberfläche, ob Auswölbungen, Senkungen oder auch horizontale Verschiebungen werden damit registriert. Seit Tagen ist bereits ein leichtes Absenken um 1 bis 2 cm an allen Messpunkten zu beobachten. Wie hier auf der Grafik links die Stationen HI 03,04 und 05 am westlichen Golfoausgang. Der Druck im Untergrund scheint sich etwas abzubauen. Die Daten werden allerdings von der IGN nur zeitverzögert geliefert. Die vergangen Tage bzw. in der letzten Woche muss ein Druckausgleich stattgefunden haben. Es sind im Bereich der Magmakammer gigantische Drücke, die sich mathematisch nicht oder nur schwer berechnen lassen.
Es bleibt zu vermuten, dass Magma und die Gase einen neuen Weg in umliegende Bereiche gefunden haben. Ein Austritt in die Atmosphäre oder das Meer halte ich für unwahrscheinlich. Dies wäre durch Meeresverfärbungen beobachtet und durch die ständige Gasmessung der Atmosphäre festgestellt worden. Entsprechende Anomalien wurden nicht beobachtet oder gemeldet.
Das wissenschaftliche Team um das Institut für Ozeanographie (IEO) mit dem Forschungsschiff "Ramon Margalef" wird Ende Oktober in die Gewässer um El Hierro zurückkehren und weitere Feldmessungen durchführen.
Zu interessant waren die bisherigen Untersuchungsergebnisse. An 6 Stellen um die Eldiscreto Eruption im Süden wurden während der letzten Mission immer währende pulsartige Temperaturschwankungen von +/- 3° Grad gemessen.
" Es war beeindruckend, das System verhält sich wie ein Geysir oder eine hydrothermale Quelle mit regelmäßigen Impulsen" - so der wissenschaftliche Co-Ordinator Eugenio Fraile.
Dafür haben die Forscher bis heute noch keine Erklärung.
Die Aktivitäten um den Eldiscreto bietet der Wissenschaft ein natürliches Labor, wie es zumindest in Spanien noch nie in den vergangenen 500 Jahren möglich war.
Die Entwicklung des Vulkan und im besonderen des kanarischen Hotspot kann so von der Kinderstube bis zur Vollendung beobachtet und mit den heutigen technischen Möglichkeiten genau untersucht werden.
Es wird sicher neue Aufschlüsse und Erkenntnisse für zukünftige Generationen liefern.
Was will die Wissenschaft also mehr. Ich hoffe nur, dass nicht nur die spanischen Forscher, sondern auch internationale Vulkanologen und Meereswissenschaftlern an dem Schauspiel teilnehmen dürfen.
Bisher war die internationale Resonanz vor Ort noch gering. Obwohl die Fachwelt aus Island oder Hawaii bestimmt Interesse hätte und wertvolle Erkenntnisse aus eigener Erfahrung mit einbringen könnte.
Ein Vulkanausbruch mag wohl ein örtliches Ereignis sein. Die Lehren, die Erfahrungen und die Ergebnisse interessieren und betreffen jedoch den gesamten Globus.
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Bodenverformung,
Erdbeben,
Ramon Margalef,
Vulkan,
Wassertemperatur
Sonntag, 18. August 2013
Vulkan - Intervall Bebenbildung
NEWS:
Wie gekommen - so zerronnen. In Abwandlung des Sprichwortes könnte man das stetige Auf und Ab der Vulkantätigkeit beschreiben. Es ist wie der Pulsschlag der nach einer kurzen Zeit des Erschlaffens zu neuer Aktivität ansetzt und dann wieder in eine Ruhephase übergeht. Nach 29 Erdstößen am 12. August bis ML2,9, hatten wir gestern nur noch 4 schwache Beben bis ML1,6.
Dieser Vorgang wiederholt sich nun bereits seit der Eldiscreto Eruption 2011 in regelmäßigen Abständen. Alle 6 bis 8 Monate kam es dabei dann zu stärkeren Reaktionen wie zuletzt im März 2013. Auf der IGN Grafik sehen wir links den letzten großen Bebenschwall vom März 2013 mit Erdstößen bis ML4,9. Dann in fast kontinuierlichen Abständen die kleinen "Pulsschläge" wie vor einigen Tagen. Es scheint wie ein "Energiesammeln", das dann nach einiger Zeit zur Entladung kommt.
Was könnte hier im Untergrund vorgehen?
Auf der Bebengrafik oben mit Blickrichtung nach Norden erkennen wir zunächst in Rot jedes aufgezeichnete Beben seit Dezember 2012. Grün und Blau sind ältere Erdstöße seit Juli 2011 (zum Vergrößern anklicken).
Wie ein Dom erheben sich die dunkel markierten Erdstöße unter dem Berg Tanganasoga bei Sabinosa im Inselinnern. Sie reichen bis ca. 5 km an die Inseloberfläche heran.
Neu hinzugekommen sind die nach Westen rot markierten Beben. Die Bebenpunkte geben in etwa die Lage der Magma an.
Es dürfte sich also seit Jahresbeginn im Westen eine neue Magmablase gebildet haben, die das Gesamtvolumen der Magmakammer vergrößert hat. Da die 1100 °C heiße Magma kein starres und stationäres Gebilde ist, wird umliegendes Gestein aufgeschmolzen und nach neuen Wegen und Möglichkeiten gesucht an die Oberfläche zu gelangen. Flüssiges Gestein und das entstandene Gas ist leichter als hartes Gestein und sucht nach einem Druckausgleich.
Wir haben im Moment in der Magmablase/kammer einen erheblichen Überdruck, der die darüber liegenden Gesteinsschichten aufwölbt.
Gemessen wird die Oberflächenverformung mit Satelliten GPS. Sie beträgt an einzelnen Messpunkten bis zu 20 cm über Normal.
Das Vordringen der Magma und die Druckwölbung lassen Beben entstehen. Es entsteht neuer Raum der sich sofort mit Gas und Magma füllt. An anderer Stelle der Magmakammer entsteht dadurch eine Art "Unterdruck" der auch wieder ein Beben auslöst. Es ist eine Kettenreaktion die nicht nur horizontal sondern auch in größerer Tiefen durch neuen Magmanachfluss Erdstöße auslöst.
Dieser Vorgang wird sich solange wiederholen, bis eine Ventilöffnung gefunden ist.
Die große Unbekannte ist der Zeitpunkt, wann diese Druckentlastung stattfindet.
So könnte und das ist meine theoretische Betrachtung, die Intervall Bebenbildung zu erklären sein.
Für Leser die nur sporadisch in den Blog schauen - auf El Hierro ist es ruhig. Von all den Aktivitäten die sich im Moment im Untergrund abspielen, ist auf der Inseloberfläche nichts zu sehen oder zu spüren.
Dieser Vorgang wiederholt sich nun bereits seit der Eldiscreto Eruption 2011 in regelmäßigen Abständen. Alle 6 bis 8 Monate kam es dabei dann zu stärkeren Reaktionen wie zuletzt im März 2013. Auf der IGN Grafik sehen wir links den letzten großen Bebenschwall vom März 2013 mit Erdstößen bis ML4,9. Dann in fast kontinuierlichen Abständen die kleinen "Pulsschläge" wie vor einigen Tagen. Es scheint wie ein "Energiesammeln", das dann nach einiger Zeit zur Entladung kommt.
Was könnte hier im Untergrund vorgehen?
Auf der Bebengrafik oben mit Blickrichtung nach Norden erkennen wir zunächst in Rot jedes aufgezeichnete Beben seit Dezember 2012. Grün und Blau sind ältere Erdstöße seit Juli 2011 (zum Vergrößern anklicken).
Wie ein Dom erheben sich die dunkel markierten Erdstöße unter dem Berg Tanganasoga bei Sabinosa im Inselinnern. Sie reichen bis ca. 5 km an die Inseloberfläche heran.
Neu hinzugekommen sind die nach Westen rot markierten Beben. Die Bebenpunkte geben in etwa die Lage der Magma an.
Es dürfte sich also seit Jahresbeginn im Westen eine neue Magmablase gebildet haben, die das Gesamtvolumen der Magmakammer vergrößert hat. Da die 1100 °C heiße Magma kein starres und stationäres Gebilde ist, wird umliegendes Gestein aufgeschmolzen und nach neuen Wegen und Möglichkeiten gesucht an die Oberfläche zu gelangen. Flüssiges Gestein und das entstandene Gas ist leichter als hartes Gestein und sucht nach einem Druckausgleich.
Wir haben im Moment in der Magmablase/kammer einen erheblichen Überdruck, der die darüber liegenden Gesteinsschichten aufwölbt.
Gemessen wird die Oberflächenverformung mit Satelliten GPS. Sie beträgt an einzelnen Messpunkten bis zu 20 cm über Normal.
Das Vordringen der Magma und die Druckwölbung lassen Beben entstehen. Es entsteht neuer Raum der sich sofort mit Gas und Magma füllt. An anderer Stelle der Magmakammer entsteht dadurch eine Art "Unterdruck" der auch wieder ein Beben auslöst. Es ist eine Kettenreaktion die nicht nur horizontal sondern auch in größerer Tiefen durch neuen Magmanachfluss Erdstöße auslöst.
Dieser Vorgang wird sich solange wiederholen, bis eine Ventilöffnung gefunden ist.
Die große Unbekannte ist der Zeitpunkt, wann diese Druckentlastung stattfindet.
So könnte und das ist meine theoretische Betrachtung, die Intervall Bebenbildung zu erklären sein.
Für Leser die nur sporadisch in den Blog schauen - auf El Hierro ist es ruhig. Von all den Aktivitäten die sich im Moment im Untergrund abspielen, ist auf der Inseloberfläche nichts zu sehen oder zu spüren.
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