Sonntag, 12. Mai 2013

Vulkan - Kohlendioxid verändert den Globus

NEWS:

Historische Fotos vom Ausbruch des Vulkan San Juan auf La Palma im Juni 1949. Links deutlich eine bei der Eruption durch Beben entstandene horizontale Spalte, die inzwischen aber nicht mehr erkennbar ist. Es ist nicht die Spalte oder der Riss aus der die Hypothese vom Abrutschen der Westflanke und dem "Tsunami-Szenario" durch Dr. Simon Day und der BBC Dokumentation entstanden ist. Diese Spalte liegt weiter oben in Kraternähe. Bei jedem Vulkanausbruch werden auch große Mengen an Gas ausgestoßen. Gase - die in entsprechender Konzentration für den Menschen gefährlich werden können, aber insgesamt für das Leben und das Klima auf der Erde notwendig sind. Vorgänge und natürliche Abläufe die es seit der Entstehung unseres Globus gibt. Ein Gas das in großen Mengen bei einer Eruption austritt, ist das Kohlendioxid (CO²).
 

CO² wird auch vom Menschen produziert. Seit der Industrialisierung steigen diese Werte stetig an. Es ist in den Abgasen der Schornsteine enthalten oder kommt aus dem Auspuff der Autos. Es wird mehr Kohlendioxid produziert als die Natur verträgt bzw. abbauen kann. Erderwärmung und eine Klimaveränderung mit katastrophalen Folgen sind die Auswirkungen. Im Diagramm links ist der stetige Anstieg in den letzten 4 Jahren dargestellt. Es gibt eine symbolische Obergrenze von 400 ppm (Teile pro Million) die von vielen Wissenschaftlern als Knackpunkt angesehen wird. Ab diesem Zeitpunkt ist kurz- und mittelfristig eine Rückkehr nicht mehr möglich. Die Erde wird sich übermäßig Überhitzen und das Leben auf dem Planeten grundsätzlich umgestalten.
 
Forscher vermuten, daß dieser Vorgang mit einer ähnlich hohen Kolendioxid- Konzentration zum letzten Mal vor mehr als 3 Millionen Jahren geschehen ist. Damals schmolz alles Eis in der Arktis, die Sahara war eine fruchbare Savanne und der Meeresspiegel lag etwa 40 Meter höher als heute.
 
Dieser Wert wurde nun erstmals im Monat April 2013 auf Hawaii erreicht. Ähnliche Messergebnisse von über 400 ppm im Monat zeigen inzwischen auch die Stationen in der Arktis an.
Wie Professor Ralph Keeling vom Observatorium Hawaii mitteilte, lag der CO² Gehalt 1960 noch bei 310 ppm. Vor dem industriellen Zeitalter waren 280 ppm normal.
 
Wir schlittern immer schneller in eine ökologische Krise, die Hochwasser, Orkane und vielleicht auch mehr Vulkanausbrüche bewirkt. Die Spirale wird immer enger.
 
Alle werden die Folgen zu spüren bekommen. Vor allem die Kinder werden sich über unsere engstirnige Tatenlosigkeit wundern und uns vielleicht verfluchen. Warum haben unsere Väter nicht -als es noch möglich war - etwas dagegen unternommen.
 
Palaver und ergebnislose Klimakonferenzen helfen hier nicht weiter. Darüber sollte sich Jeder einmal seine Gedanken machen.
 

Gestern gab es 3 Erdstöße, heute Morgen bereits 2 Beben bis ML2,2 in 12 bis 15 km Tiefe vor dem Westzipfel.
 

Freitag, 10. Mai 2013

Vulkan - El Hierro in Sichtweite

NEWS:
Keine Fata Morgana sondern die Insel El Hierro am Horizont schwebend. Aus 65 km Entfernung taucht bei klaren Sichtverhältnissen wie hier die Insel im Süden von La Palma auf. Im Vordergrund die südliche Kraterwand des Vulkan San Antonio bei Fuencaliente.


Aus der Satellitenperspektive der IGN sind die 5 Erdstöße von gestern zu erkennen. Zu erwähnen ein ML2,1 Beben vor der Südspitze in 15 km Tiefe (gelb) und ein ML1,8 Erdstoß unter dem Inselmassiv im El Julan-Gebiet (rosa) aus 20 km Tiefe. Die Verformungswerte sind leicht zurück gegangen. Am Messpunkt HI05 Faro de Orchilla auf der Westspitze beträgt die vertikale Erhebung jetzt 8 cm. Ein minimaler Rückgang von den März-Werten um ca.1,5 cm.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Vulkan - ML2,4 Beben und Wanderwetter

NEWS:
19.14 Uhr - und hier zum heutigen Erlebnistag "Vulkan - erstarrte Zeitzeugen"

Gestern um 18.42 Uhr ein Beben der Stärke ML2,4 ca. 8 km vor der Westküste aus 17 km Tiefe (IGN Karte). Insgesamt am Mittwoch somit 5 Erdstöße aus 4 bis 24 km Tiefe. Zur Zeit herrscht auf El Hierro ideales Wanderwetter. Nicht nur angenehme Temperaturen um die 24/25 °C, sondern eine überaus bunt blühende Landschaft mit vielen nur im Mai aufblühenden Pflanzen. Ganze Landstriche erscheinen im Moment von einem gelben Blütenteppich überzogen. Für uns heute auf La Palma Startschuss für eine Wanderung ins Llano del Banco - zum Eruptionskrater des Vulkan San Juan in 1600 m Höhe auf der Westseite. Heute Abend werde ich wieder mit Fotos davon berichten.
 


Nicht ganz so toll sehen auch Experten die Lage auf dem spanischen Arbeitsmarkt. Besonders die Jugendarbeitslosigkeit nimmt langsam bedrohliche Ausmaße an. Lesen Sie dazu ein Interview erschienen in Tagesschau.de    "Schwarzarbeit, Uni oder Deutschland"

Mittwoch, 8. Mai 2013

Vulkan - was sagen die Seismografen

NEWS:
20.39 Uhr - gerade zurück vom 4. Tag unserer La Palma Erkundung. Unter "Die Vulkane im Süden" der heutige Erlebnisbericht.

Die Ausgangslage der Erdstöße ist über den Westteil weit verstreut (Avcan Grafik). Aber auch zwei Beben unter bzw. in Küstennähe der Insel sind zu verzeichnen. Gestern 7 schwache Beben bis ML2,0 aus 9 bis 21 km Tiefe. Heute in den frühen Morgenstunden zwei Erdstöße bis ML2,1 aus 12 bis 24 km Tiefe.

Wenn wir uns die Seismografen Station CORC von gestern ansehen (links) erkennen wir, daß es doch nicht ganz so ruhig unter der Insel zu geht. Das offizielle CHIE IGN Seismogramm von der gleichen Zeit unten. Die Geräte sind unterschiedlich justiert. Ob dies technisch notwendig ist oder eine andere Ursachen hat, darüber darf man rätseln. Es sind nur minimale Standort Veränderungen von wenigen Kilometern, aber mit völlig unterschiedlicher Aussagekraft.

Dienstag, 7. Mai 2013

Vulkan - die Fliegerei auf den Kanaren

NEWS:
21.20 Uhr - und heute der 3. Tag unserer La Palma-Exkursion. Alles dazu auf  "Schönes, Altes und Typisches um Santa Cruz de La Palma"

Am frühen Morgen bereits 4 Beben bis ML2,0. Die Lage (siehe IGN-Karte) im bekannten Zentrum vor der Westspitze. Die Erdstöße kamen aus unterschiedlichen Tiefen. Das flachste und auch dem Inselmassiv am nächsten aus 10,4 km Tiefe.

Passagierflüge auf die Kanaren


Vor 80 Jahren konnten die ersten Gäste mit dem Flugzeug die Kanarischen Inseln erreichen. Die spanische Fluggesellschaft Classa (Compañía de Líneas Aéreas Subvencionadas Sociedad Anónima) führte 1933 den ersten Passagierflug auf die Kanaren durch (Foto: AENA). 1935 wurde Madrid - Las Palmas zur Linienstrecke. Der erste Flieger war jedoch bereits 20 Jahre früher - 1913 auf Gran Canaria gestartet. Es war eine Blériot XI. die mit dem Schiff auf die Inseln gebracht und vor Ort zusammengebaut wurde.
Es war der Pilot Léonce Garnier der zum ersten Mal am 30. April 1913 zu seinem Erstflug von einer kanarischen Insel startete.
Heute sind Flugzeuge als wichtigstes Transportmittel vor allem im Tourismus nicht mehr weg zu denken. Alle Inseln haben ihren eigen Airport. El Hierro und La Gomera allerdings mit kurzen Lande- bzw. Startbahnen und nur für kleinere Propellermaschinen an zufliegen.
Drehkreuz ist der Flughafen von Gran Canaria und Reina Sofia auf Teneriffa.