NEWS:
Gestern ein ML1,6 Beben aus 14 km Tiefe vor dem Westzipfel der Insel. Die vermehrte Aktivität der letzten Tagen scheint nur ein Strohfeuer gewesen zu sein.
Allerdings werden im IGN CHIE Seismografen, der im Moment auf "grob" justiert ist, nur die stärkeren Erdstöße angezeigt. Von anderen Messpunkten sind durchaus aber auch gestern mehrere Dutzend Mikrobeben zu erkennen. Warum die IGN nur die wenig aussagekräftigen CHIE Kurven ins Netz stellt, darüber kann spekuliert werden. Sicher hat sie dafür aber ihre Gründe.
Technische oder wissenschaftliche Parameter können es jedoch nicht sein - um es höflich zu formulieren.
Carlos Bernal hat sich die Mühe gemacht (vielen Dank) alle stärkeren Beben aus dem bisherigen Jahresverlauf 2013, nach den AVCAN Aufzeichnungen in die Google Übersichtskarte zu übertragen.
Es ergibt sich ein interessantes Bild über die Lage und Verteilung der Beben.
Um El Hierro im Westen haben wir wie erwartet eine Häufung von Beben. Nach Osten bei Teneriffa und vor Lanzarote und Fuerteventura aber ebenfalls Zentren von vermehrter Bebenaktivität. Die Grafik ließe sich noch nach Afrika im Osten in das Atlas Gebirge ausdehnen.
Die östlichsten roten Markierungen sind übrigens im Gebiet der beabsichtigten Erdölbohrung.
Es ist ein Band das die Wanderung des Hotspot vom Osten nach Westen oder um es korrekt zu formulieren, die Plattenverschiebung nach Nordosten aufzeigt.
Vorgänge die sich in den letzten Millionen Jahre ereignet haben, aber heute noch aktiv sind.
Hier kommt nun die Theorie vom "Magmatunnel" oder "Magmastrom" der sich von El Hierro bis ins marokkanische Atlas Gebirge erstrecken soll. Während die Beben im Osten aus großer Tiefe von 30 und mehr Kilometer kommen, hat die Magma um El Hierro als "Speerspitze" die Erdoberfläche erreicht.
Merkwürdig - und das frage ich mich schon seit geraumer Zeit, warum die El Hierro am nächsten liegenden Inseln La Gomera und La Palma wie unberührte Fleckchen vom Bebenreigen ausgenommen sind.
La Palma, in jüngster Zeit als vulkanaktivste Insel (Ausbrüche 1949 und 1971) bekannt, hat entweder sein Pulver verschossen oder frische Magma kann ungehindert und ohne Beben in die leeren Kammern nachströmen.
Bei La Gomera fehlt mir eine Erklärung.
Vielleicht sorgt auch die aufsteigende Magma auf El Hierro für eine Art Druckentlastung im Umfeld. Dinge die heute noch nicht zu erklären sind. Die Zukunft wird uns vielleicht darauf eine Antwort geben.
Donnerstag, 1. August 2013
Vulkan - Bebenband bis zur afrikanischen Küste
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Dienstag, 30. Juli 2013
Vulkan - neuer Magmanachschub ?
NEWS:
Auch gestern wieder 3 Beben. Um 13.31 Uhr ein ML 2,0 Erdstoß bei Sabinosa aus 12 km Tiefe. Um 14.11 Uhr ein ML2,6 Beben am Leuchtturm (jeweils gelb) aus 19 km und um 21.26 Uhr ein schwacher Erdstoß beim Tanganasoga von ML1,5 (rosa) aus 11 km Tiefe. Die Oberflächen Verformungswerte bleiben relativ konstant, obwohl doch etwas Bewegung zu beobachten ist. Die Zunahme der Beben an Menge und Intensität in den letzten Tagen, könnten auf ein neuerliches Einströmen von frischer Magma in die tief liegende Kammer unter dem Westzipfel beim Leuchtturm hindeuten. In der Folge macht sich dies dann auch in den flacheren Schichten um den Tanganasoga und Sabinosa durch Beben bemerkbar.
Auf der Inseloberfläche sind noch keine ungewöhnlichen Abnormitäten - wie etwa Gasgeruch wahrzunehmen, obwohl AVCAN die Bevölkerung zur Wachsamkeit und Meldung bei einer Beobachtung aufgerufen hat.
Es bleibt jetzt einfach abzuwarten ob sich die Anzeichen verstärken und die Vermutung bewahrheitet oder ob es sich nur um eine Magmaverschiebung handelt.
Auch gestern wieder 3 Beben. Um 13.31 Uhr ein ML 2,0 Erdstoß bei Sabinosa aus 12 km Tiefe. Um 14.11 Uhr ein ML2,6 Beben am Leuchtturm (jeweils gelb) aus 19 km und um 21.26 Uhr ein schwacher Erdstoß beim Tanganasoga von ML1,5 (rosa) aus 11 km Tiefe. Die Oberflächen Verformungswerte bleiben relativ konstant, obwohl doch etwas Bewegung zu beobachten ist. Die Zunahme der Beben an Menge und Intensität in den letzten Tagen, könnten auf ein neuerliches Einströmen von frischer Magma in die tief liegende Kammer unter dem Westzipfel beim Leuchtturm hindeuten. In der Folge macht sich dies dann auch in den flacheren Schichten um den Tanganasoga und Sabinosa durch Beben bemerkbar.
Auf der Inseloberfläche sind noch keine ungewöhnlichen Abnormitäten - wie etwa Gasgeruch wahrzunehmen, obwohl AVCAN die Bevölkerung zur Wachsamkeit und Meldung bei einer Beobachtung aufgerufen hat.
Es bleibt jetzt einfach abzuwarten ob sich die Anzeichen verstärken und die Vermutung bewahrheitet oder ob es sich nur um eine Magmaverschiebung handelt.
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Sonntag, 28. Juli 2013
Vulkan - ML2,8 Beben
NEWS: 19.30 Uhr - ein ML3,0 Beben um 17.22 Uhr (Ortszeit) aus 21,3 km Tiefe im Südwesten am Leuchtturm Orchilla.
In der vergangenen Nacht um 1.40 Uhr wieder einmal ein etwas kräftiger Erdstoß von ML2,8 aus 11 km Tiefe. Auf der Insel selbst nicht spürbar (erst ab ML3,0). Der Ausgangspunkt lag nur unweit des Tanganasoga im Inselinnern (siehe IGN-Grafik).
Bereits seit Tagen erhöht sich die Anzahl der Beben - gestern allein 16 Beben. Meist schwache Erdstöße bis ML2,0 aus einer Tiefe von rund 10 Kilometer. Das Zentrum liegt nicht mehr wie in den vergangenen Wochen vor der Südwestspitze im Meer, sondern unter dem Inselmassiv im Bereich der vermuteten Magmahauptkammer. Auf El Hierro selbst geht nun langsam die Bajada 2013 ihrem Ende entgegen. Von all den kleinen Aktivitäten unter ihren Füßen haben die Besucher selbst nichts mitbekommen. Rund 20.000 Besucher (die Zahlen variieren) aus Nah und Fern haben die nur alle 4 Jahre stattfindende Fiesta störungsfrei erleben können.
Zum Thema Erdölbohrung vor Fuerteventura und Lanzarote hat nun auch "Zeit Online" einen Artikel veröffentlicht.
Im wesentlichen werden die unterschiedlichen Standpunkte und mögliche Gefahren die durch eine Ölbohrung entstehen können, angesprochen. Ein wichtiger Punkt der eine Förderung in einem vulkanisch aktiven Gebiet aber auch bringen kann, wurde vergessen.
Der Verfasser schreibt:
"Für die Kanaren hätte ein solcher Unfall verheerende Folgen. Nicht nur, weil die Gegend zu den so genannten Hot Spots, also Gebieten mit einer besonders hohen Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen gehört."
Den Artikel zum Nachlesen "Bohrinsel in Sicht"
Es mag sein, dass die Artenvielfalt über einem Hotspot besonders reich ist. Durch die Tiefenbohrung könnte aber primär das geologische Gleichgewicht im Untergrund verändert werden und erst recht eine vulkanische Aktivität animieren.
Die Folgewirkungen in einem "Hotspot-Gebiet" Öl und Gas zu fördern sind noch zu wenig untersucht. Auch gibt es keine mir bekannten Vergleichsbeispiele.
Hier wäre zunächst einmal die Wissenschaft gefordert Daten und Fakten zu liefern und nicht auf gut Glück vielleicht in eine Magmablase zu bohren.
Forschung kostet Geld, das der spanische Staat im Moment nicht hat. Auch brauchen wissenschaftliche Untersuchungen Zeit. Daran hat Repsol und die Regierung in Madrid aber anscheinend kein großes Interesse.
Wenn es dann zur Katastrophe kommt waren es wieder die höhere Gewalt oder nicht absehbare Umstände. An Gründen mangelt es dann nie.
Zu "Vulkan und Erdölförderung" und "Gewinn oder Vernunft" hatte ich bereits geschrieben.
In der vergangenen Nacht um 1.40 Uhr wieder einmal ein etwas kräftiger Erdstoß von ML2,8 aus 11 km Tiefe. Auf der Insel selbst nicht spürbar (erst ab ML3,0). Der Ausgangspunkt lag nur unweit des Tanganasoga im Inselinnern (siehe IGN-Grafik).
Bereits seit Tagen erhöht sich die Anzahl der Beben - gestern allein 16 Beben. Meist schwache Erdstöße bis ML2,0 aus einer Tiefe von rund 10 Kilometer. Das Zentrum liegt nicht mehr wie in den vergangenen Wochen vor der Südwestspitze im Meer, sondern unter dem Inselmassiv im Bereich der vermuteten Magmahauptkammer. Auf El Hierro selbst geht nun langsam die Bajada 2013 ihrem Ende entgegen. Von all den kleinen Aktivitäten unter ihren Füßen haben die Besucher selbst nichts mitbekommen. Rund 20.000 Besucher (die Zahlen variieren) aus Nah und Fern haben die nur alle 4 Jahre stattfindende Fiesta störungsfrei erleben können.
Zum Thema Erdölbohrung vor Fuerteventura und Lanzarote hat nun auch "Zeit Online" einen Artikel veröffentlicht.
Im wesentlichen werden die unterschiedlichen Standpunkte und mögliche Gefahren die durch eine Ölbohrung entstehen können, angesprochen. Ein wichtiger Punkt der eine Förderung in einem vulkanisch aktiven Gebiet aber auch bringen kann, wurde vergessen.
Der Verfasser schreibt:
"Für die Kanaren hätte ein solcher Unfall verheerende Folgen. Nicht nur, weil die Gegend zu den so genannten Hot Spots, also Gebieten mit einer besonders hohen Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen gehört."
Den Artikel zum Nachlesen "Bohrinsel in Sicht"
Es mag sein, dass die Artenvielfalt über einem Hotspot besonders reich ist. Durch die Tiefenbohrung könnte aber primär das geologische Gleichgewicht im Untergrund verändert werden und erst recht eine vulkanische Aktivität animieren.
Die Folgewirkungen in einem "Hotspot-Gebiet" Öl und Gas zu fördern sind noch zu wenig untersucht. Auch gibt es keine mir bekannten Vergleichsbeispiele.
Hier wäre zunächst einmal die Wissenschaft gefordert Daten und Fakten zu liefern und nicht auf gut Glück vielleicht in eine Magmablase zu bohren.
Forschung kostet Geld, das der spanische Staat im Moment nicht hat. Auch brauchen wissenschaftliche Untersuchungen Zeit. Daran hat Repsol und die Regierung in Madrid aber anscheinend kein großes Interesse.
Wenn es dann zur Katastrophe kommt waren es wieder die höhere Gewalt oder nicht absehbare Umstände. An Gründen mangelt es dann nie.
Zu "Vulkan und Erdölförderung" und "Gewinn oder Vernunft" hatte ich bereits geschrieben.
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Vulkan
Donnerstag, 25. Juli 2013
Vulkan - keine wesentliche Veränderung
NEWS:
Die leichten Beben halten unvermindert an. Auch gestern gab es 8 leichte Erdstöße bis ML1,6. Heute Morgen bereits zwei weitere Beben. Aus der IGN Tiefengrafik links (unterer Teil) ist zu erkennen, dass das Ausgangszentrum unter der Insel in einer Tiefe zwischen 9 bis 10 km liegt. Die Beben vor dem Westzipfel dagegen aus tieferen Schichten um die 15 bis 17 km kommen. Im Grunde haben wir seit April 2013 eine sich kaum veränderte Lage.
Ähnlich sieht es mit der Bodenverformung an den GPS-Messpunkten HI04 und HI05 im Südwesten aus. Erst in den letzten Tagen nimmt die Deformation wieder etwas zu. Aus dem Kurvenverlauf (links) ist nicht mehr zu erkennen, dass wir uns seit März 2013 bereits mit knapp +20 Zentimeter über dem Normalzustand bewegen. Es gab also in den vergangenen Monaten wie erwartet keine Entspannung oder ein Rückgang der Oberflächen Verformung. Der Druck im Untergrund bleibt konstant hoch.
Die leichten Beben halten unvermindert an. Auch gestern gab es 8 leichte Erdstöße bis ML1,6. Heute Morgen bereits zwei weitere Beben. Aus der IGN Tiefengrafik links (unterer Teil) ist zu erkennen, dass das Ausgangszentrum unter der Insel in einer Tiefe zwischen 9 bis 10 km liegt. Die Beben vor dem Westzipfel dagegen aus tieferen Schichten um die 15 bis 17 km kommen. Im Grunde haben wir seit April 2013 eine sich kaum veränderte Lage.
Ähnlich sieht es mit der Bodenverformung an den GPS-Messpunkten HI04 und HI05 im Südwesten aus. Erst in den letzten Tagen nimmt die Deformation wieder etwas zu. Aus dem Kurvenverlauf (links) ist nicht mehr zu erkennen, dass wir uns seit März 2013 bereits mit knapp +20 Zentimeter über dem Normalzustand bewegen. Es gab also in den vergangenen Monaten wie erwartet keine Entspannung oder ein Rückgang der Oberflächen Verformung. Der Druck im Untergrund bleibt konstant hoch.
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Bodenverformung,
Deformation,
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Vulkan
Dienstag, 23. Juli 2013
Vulkan - mehr Aktivität
NEWS:
In den letzten Tagen nehmen die leichten Beben wieder zu. Hatten wir gestern 6 Erdstöße, so waren es heute am frühen Morgen bereits 8 Erschütterungen. Die Zentren sind identisch mit den Ausgangslagen der vergangenen Wochen.
Es sind zwei Schwerpunkte auszumachen. Vor dem Westzipfel der Insel und rund um den Berg Tanganasoga an der Golfo-Abbruchkante. Die Bebentiefe variiert zwischen 9 und 17 km Tiefe. Heute Morgen um 2.53 Uhr ein ML2,0 Beben aus 16 km Tiefe und gefolgt um 3.53 Uhr von einem ML1,9 Erdstoß aus 17 km Tiefe. Es bleibt einmal abzuwarten wie sich die Entwicklung heute weiter fortsetzt. Nachfolgend die IGN Gesamtauflistung.
In den letzten Tagen nehmen die leichten Beben wieder zu. Hatten wir gestern 6 Erdstöße, so waren es heute am frühen Morgen bereits 8 Erschütterungen. Die Zentren sind identisch mit den Ausgangslagen der vergangenen Wochen.
Es sind zwei Schwerpunkte auszumachen. Vor dem Westzipfel der Insel und rund um den Berg Tanganasoga an der Golfo-Abbruchkante. Die Bebentiefe variiert zwischen 9 und 17 km Tiefe. Heute Morgen um 2.53 Uhr ein ML2,0 Beben aus 16 km Tiefe und gefolgt um 3.53 Uhr von einem ML1,9 Erdstoß aus 17 km Tiefe. Es bleibt einmal abzuwarten wie sich die Entwicklung heute weiter fortsetzt. Nachfolgend die IGN Gesamtauflistung.
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