NEWS:
Die leichten Beben halten unvermindert an. Auch gestern gab es 8 leichte Erdstöße bis ML1,6. Heute Morgen bereits zwei weitere Beben. Aus der IGN Tiefengrafik links (unterer Teil) ist zu erkennen, dass das Ausgangszentrum unter der Insel in einer Tiefe zwischen 9 bis 10 km liegt. Die Beben vor dem Westzipfel dagegen aus tieferen Schichten um die 15 bis 17 km kommen. Im Grunde haben wir seit April 2013 eine sich kaum veränderte Lage.
Ähnlich sieht es mit der Bodenverformung an den GPS-Messpunkten HI04 und HI05 im Südwesten aus. Erst in den letzten Tagen nimmt die Deformation wieder etwas zu. Aus dem Kurvenverlauf (links) ist nicht mehr zu erkennen, dass wir uns seit März 2013 bereits mit knapp +20 Zentimeter über dem Normalzustand bewegen. Es gab also in den vergangenen Monaten wie erwartet keine Entspannung oder ein Rückgang der Oberflächen Verformung. Der Druck im Untergrund bleibt konstant hoch.
Donnerstag, 25. Juli 2013
Vulkan - keine wesentliche Veränderung
Labels:El Hierro,Kanarische Inseln,Kanaren,Spanien
Bodenverformung,
Deformation,
Erdbeben,
Vulkan
Dienstag, 23. Juli 2013
Vulkan - mehr Aktivität
NEWS:
In den letzten Tagen nehmen die leichten Beben wieder zu. Hatten wir gestern 6 Erdstöße, so waren es heute am frühen Morgen bereits 8 Erschütterungen. Die Zentren sind identisch mit den Ausgangslagen der vergangenen Wochen.
Es sind zwei Schwerpunkte auszumachen. Vor dem Westzipfel der Insel und rund um den Berg Tanganasoga an der Golfo-Abbruchkante. Die Bebentiefe variiert zwischen 9 und 17 km Tiefe. Heute Morgen um 2.53 Uhr ein ML2,0 Beben aus 16 km Tiefe und gefolgt um 3.53 Uhr von einem ML1,9 Erdstoß aus 17 km Tiefe. Es bleibt einmal abzuwarten wie sich die Entwicklung heute weiter fortsetzt. Nachfolgend die IGN Gesamtauflistung.
In den letzten Tagen nehmen die leichten Beben wieder zu. Hatten wir gestern 6 Erdstöße, so waren es heute am frühen Morgen bereits 8 Erschütterungen. Die Zentren sind identisch mit den Ausgangslagen der vergangenen Wochen.
Es sind zwei Schwerpunkte auszumachen. Vor dem Westzipfel der Insel und rund um den Berg Tanganasoga an der Golfo-Abbruchkante. Die Bebentiefe variiert zwischen 9 und 17 km Tiefe. Heute Morgen um 2.53 Uhr ein ML2,0 Beben aus 16 km Tiefe und gefolgt um 3.53 Uhr von einem ML1,9 Erdstoß aus 17 km Tiefe. Es bleibt einmal abzuwarten wie sich die Entwicklung heute weiter fortsetzt. Nachfolgend die IGN Gesamtauflistung.
Samstag, 20. Juli 2013
Erdölförderung - Gewinn oder Vernunft
NEWS: 13.52 Uhr - Beben von ML3,3 westlich von Lanzarote aus 20 km Tiefe.
Können Erdölbohrungen in einem vulkanisch aktiven Gebiet, Erdbeben oder gar Vulkanausbrüche auslösen?
Es geht um die Erkundungsbohrungen im Meeresgebiet zwischen den Kanaren und der Küste Marokkos. Von der Bohrung selbst dürfte keine große Gefahr ausgehen. Die Bohrlöcher von nur einigen Zentimeter Durchmesser dürften den Gesteinsaufbau nicht beeinträchtigen.
Ganz anders sieht es aber aus, wenn Gas oder Erdöl aus den Löchern austritt und im Untergrund eine Art Vakuum entsteht und andere Druckverhältnisse schafft. Ziel dieser Probebohrungen ist es ja, das Erdölfeld zu finden und später auch auszubeuten. Millionen Kubikmeter Erdöl sollen im Erfolgsfall gefördert werden und es würde ein großer Hohlraum mit anderen Druckverhältnissen im Untergrund entstehen.
Dieser Hohlraum wird zwar mit Meereswasser geflutet um den Förderdruck aufrecht zu halten, aber die Konsistenz von Öl und Wasser sind doch verschieden.
Der Gesteinsaufbau kann in Bewegung geraten, Schichten sich verlagern und Erdbeben auslösen.
Beispiele von menschengemachten Beben gibt es bereits mehrere.
Als im Jahre 2006 in Basel die Erde bebte, hatte das schwerwiegende Folgen für die Geothermie Bohrung. Auslöser für das Beben waren große Wassermengen, die unter hohem Druck in die Tiefe gepresst worden waren. Durch die Erdstöße entstanden kleine Schäden an Gebäuden. Die Versicherungen zahlten Kompensationen in Millionenhöhe aus. Das Projekt in Basel musste daraufhin abgebrochen werden.
Als 2011 in der Nähe des spanischen Stadt Lorca die Erde bebte, kamen neun Menschen ums Leben. Für einen Erdstoß der Stärke von 5,1 waren die Auswirkungen groß. Viele Häuser in der Stadt wurden stark beschädigt.
Als Ursache führt ein internationales Forscherteam an, dass die Beben sich in geringer Tiefe von nur drei Kilometern ereignet hatten. Normalerweise kämen Erdbeben dieser Stärke in bedeutend größeren Tiefen vor.
Die Forscher verglichen Satellitenaufnahmen des Gebiets vor und nach dem Beben und untersuchte Bodenverwerfungen im Untergrund. Sie stellten fest, dass das Beben an einer bereits existierenden seismischen Bruchlinie in 3 km Tiefe ereignete. Nahe dieser Bruchlinie war aus einer Grundwasserschicht in großem Stil Wasser abgepumpt worden. Dadurch entstanden Risse in der Erdkruste, was zu neuen Spannungen an der Bruchlinie selbst führte.
Auch bei der in jüngster Zeit vermehrt eingesetzten Fracking- Erdölgewinnung gab es Zwischenfälle. Erdbeben in den USA Erschütternder Fracking-Boom
Auch Deutschland bleibt nicht verschont. Durch die Gasförderung in Niedersachsen wurde 2012 ein Beben ausgelöst. Der NDR berichtete darüber "Gasförderung kann weitere Erdbeben auslösen"
Viele weitere Beispiele von künstlich ausgelösten Beben gab es bereits in der Vergangenheit. Auch wenn nicht jedes Ereignis wissenschaftlich bewiesen werden kann, war der Mensch vermutlich doch öfter beteiligt. Menschengemachte Erdbeben: Die verheimlichten Ursachen der Katastrophen
Wenn nun in einem vulkanisch aktiven Gebiet Erdöl und Gas gefördert werden soll, sind geologische Verwerfungen grundsätzlich nicht auszuschließen. Durch Beben entstehen Risse in der Erdkruste, die den Aufstieg der Magma fördern oder gar erst ermöglichen.
Mir ist nicht bekannt ob bisher überhaupt auf dem Globus direkt über einem Hotspot nach Erdöl gebohrt wurde. Auch gibt es keine Untersuchungs- oder Forschungsergebnisse zu möglichen Auswirkungen.
Versuchskaninchen sind letztendlich die hier lebenden Menschen, die mit den möglichen Folgen klar kommen müssen. Der Energiehunger verdrängt leider alle Bedenken. Wirtschaftliche Interessen sind wichtiger, auch wenn letztendlich der "Raubbau" an der Natur im Endeffekt noch viel teurer kommt.
Wie wenig die Erde unter unseren Füßen beherrschbar ist, zeigen auch die Studien der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Selbst geringe Veränderungen des Drucks im Untergrund genügen, um Erdbeben in einigen Kilometern Tiefe auszulösen.
Die Gefahr einer unkontrollierten Entwicklung ist immer vorhanden.
“Unsere Untersuchungen zeigen damit auch, dass die Erdkruste schon auf kleinste Veränderungen sehr empfindlich reagieren kann”- so die Geologen.
Aktuell zum heutigen Thema: In der Ostschweiz hat am Samstagmorgen die Erde gebebt. Ursache für das Beben von ML3,6 ist das St.Galler Geothermie-Projekt im Sittertobel. Laut den Projektverantwortlichen ist das Bohrloch nun stabilisiert worden, weitere Beben sind aber nicht ausgeschlossen - St. Galler Tagblatt - (Danke an Carlos und Peter für den Hinweis)
Heute Morgen um 1.55 Uhr ein ML1,8 Beben vor der Westküste von El Hierro (siehe IGN Grafik). Das Beben kam aus 16 km Tiefe. Gestern gab es insgesamt nur 2 leichte Erdstöße.
Können Erdölbohrungen in einem vulkanisch aktiven Gebiet, Erdbeben oder gar Vulkanausbrüche auslösen?
Es geht um die Erkundungsbohrungen im Meeresgebiet zwischen den Kanaren und der Küste Marokkos. Von der Bohrung selbst dürfte keine große Gefahr ausgehen. Die Bohrlöcher von nur einigen Zentimeter Durchmesser dürften den Gesteinsaufbau nicht beeinträchtigen.
Ganz anders sieht es aber aus, wenn Gas oder Erdöl aus den Löchern austritt und im Untergrund eine Art Vakuum entsteht und andere Druckverhältnisse schafft. Ziel dieser Probebohrungen ist es ja, das Erdölfeld zu finden und später auch auszubeuten. Millionen Kubikmeter Erdöl sollen im Erfolgsfall gefördert werden und es würde ein großer Hohlraum mit anderen Druckverhältnissen im Untergrund entstehen.
Dieser Hohlraum wird zwar mit Meereswasser geflutet um den Förderdruck aufrecht zu halten, aber die Konsistenz von Öl und Wasser sind doch verschieden.
Der Gesteinsaufbau kann in Bewegung geraten, Schichten sich verlagern und Erdbeben auslösen.
Beispiele von menschengemachten Beben gibt es bereits mehrere.
Als im Jahre 2006 in Basel die Erde bebte, hatte das schwerwiegende Folgen für die Geothermie Bohrung. Auslöser für das Beben waren große Wassermengen, die unter hohem Druck in die Tiefe gepresst worden waren. Durch die Erdstöße entstanden kleine Schäden an Gebäuden. Die Versicherungen zahlten Kompensationen in Millionenhöhe aus. Das Projekt in Basel musste daraufhin abgebrochen werden.
Als 2011 in der Nähe des spanischen Stadt Lorca die Erde bebte, kamen neun Menschen ums Leben. Für einen Erdstoß der Stärke von 5,1 waren die Auswirkungen groß. Viele Häuser in der Stadt wurden stark beschädigt.
Als Ursache führt ein internationales Forscherteam an, dass die Beben sich in geringer Tiefe von nur drei Kilometern ereignet hatten. Normalerweise kämen Erdbeben dieser Stärke in bedeutend größeren Tiefen vor.
Die Forscher um Pablo González von der University of Western Ontario in Kanada berichten im Fachmagazin "Nature Geoscience", dass der Mensch mit seinen Aktivitäten wahrscheinlich mitverantwortlich für das Beben war. Durch das fortlaufendes Abpumpen des Wassers seit 1960 um mindestens 250 Meter ist der Grundwasserspiegel gesunken.
Die Forscher verglichen Satellitenaufnahmen des Gebiets vor und nach dem Beben und untersuchte Bodenverwerfungen im Untergrund. Sie stellten fest, dass das Beben an einer bereits existierenden seismischen Bruchlinie in 3 km Tiefe ereignete. Nahe dieser Bruchlinie war aus einer Grundwasserschicht in großem Stil Wasser abgepumpt worden. Dadurch entstanden Risse in der Erdkruste, was zu neuen Spannungen an der Bruchlinie selbst führte.
Auch bei der in jüngster Zeit vermehrt eingesetzten Fracking- Erdölgewinnung gab es Zwischenfälle. Erdbeben in den USA Erschütternder Fracking-Boom
Auch Deutschland bleibt nicht verschont. Durch die Gasförderung in Niedersachsen wurde 2012 ein Beben ausgelöst. Der NDR berichtete darüber "Gasförderung kann weitere Erdbeben auslösen"
Viele weitere Beispiele von künstlich ausgelösten Beben gab es bereits in der Vergangenheit. Auch wenn nicht jedes Ereignis wissenschaftlich bewiesen werden kann, war der Mensch vermutlich doch öfter beteiligt. Menschengemachte Erdbeben: Die verheimlichten Ursachen der Katastrophen
Wenn nun in einem vulkanisch aktiven Gebiet Erdöl und Gas gefördert werden soll, sind geologische Verwerfungen grundsätzlich nicht auszuschließen. Durch Beben entstehen Risse in der Erdkruste, die den Aufstieg der Magma fördern oder gar erst ermöglichen.
Mir ist nicht bekannt ob bisher überhaupt auf dem Globus direkt über einem Hotspot nach Erdöl gebohrt wurde. Auch gibt es keine Untersuchungs- oder Forschungsergebnisse zu möglichen Auswirkungen.
Versuchskaninchen sind letztendlich die hier lebenden Menschen, die mit den möglichen Folgen klar kommen müssen. Der Energiehunger verdrängt leider alle Bedenken. Wirtschaftliche Interessen sind wichtiger, auch wenn letztendlich der "Raubbau" an der Natur im Endeffekt noch viel teurer kommt.
Wie wenig die Erde unter unseren Füßen beherrschbar ist, zeigen auch die Studien der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Selbst geringe Veränderungen des Drucks im Untergrund genügen, um Erdbeben in einigen Kilometern Tiefe auszulösen.
Die Gefahr einer unkontrollierten Entwicklung ist immer vorhanden.
“Unsere Untersuchungen zeigen damit auch, dass die Erdkruste schon auf kleinste Veränderungen sehr empfindlich reagieren kann”- so die Geologen.
Aktuell zum heutigen Thema: In der Ostschweiz hat am Samstagmorgen die Erde gebebt. Ursache für das Beben von ML3,6 ist das St.Galler Geothermie-Projekt im Sittertobel. Laut den Projektverantwortlichen ist das Bohrloch nun stabilisiert worden, weitere Beben sind aber nicht ausgeschlossen - St. Galler Tagblatt - (Danke an Carlos und Peter für den Hinweis)
Heute Morgen um 1.55 Uhr ein ML1,8 Beben vor der Westküste von El Hierro (siehe IGN Grafik). Das Beben kam aus 16 km Tiefe. Gestern gab es insgesamt nur 2 leichte Erdstöße.
Labels:El Hierro,Kanarische Inseln,Kanaren,Spanien
Erdbeben,
Erdölförderung,
Vulkan
Donnerstag, 18. Juli 2013
Vulkan und Erdölförderung
NEWS:
Erdölförderung Ja oder Nein - das Thema erregt zur Zeit auf den östlichen Inseln Fuerteventura und Lanzarote die Gemüter. Gefunden wurde bereits 2001 ein riesiges Erdöl- und Gasfeld, ca. 65 km vor der Küste, an der Grenzlinie zwischen Marokko und den Kanarischen Inseln. Der spanische Ölmulti Repsol geht davon aus, dass hier möglicherweise über 20 Jahre lang, täglich zwischen 100 000 und 150 000 Barrel Erdöl gefördert werden können. Besonders das Gebiet nordöstlich von Fuerteventura scheint reiche Beute zu versprechen. Der kommerzielle Wert dieser Reserven soll sich in einem Bereich von 157 Milliarden Euro bewegen. Wenn diese Summen tatsächlich zu realisieren wären, würde das einen ungeheuren Schub für die Wirtschaftsleistung der Region und ganz Spaniens bedeuten.
Um Festzustellen ob sich überhaupt eine Förderung lohnt, will das Konsortium Repsol, die australische Firma Woodside Petroleum und die deutsche RWE Probebohrungen vornehmen. Den staatlichen Segen und die entsprechenden Genehmigungen aus Madrid liegen inzwischen vor. Die ersten Bohrungen mit einem Kostenaufwand von über einer Milliarde Euro in 3500 Meter Meerestiefe nach dem Gold zu suchen, laufen bereits an.
Das bringt natürlich die Umweltschützer und viele Einwohner der betroffenen Inseln auf die Palme. Auch die Touristikindustrie fürchtet um die Traumstrände, Fördertürme als Kulisse am Horizont und das Ausbleiben von Gästen. Tourismus ist auf den östlichen Inseln die Lebensader und bietet Arbeitsplätze für viele Einheimische. Von der Möglichkeit einer Ölpest wie im Golf von Mexiko erlebt, ganz zu schweigen. Mit Plakaten, Protestveranstaltungen und Aktionen manifestiert sich massiver Widerstand.
Es sind Interessenkonflikte zwischen einem möglichen "Ölboom" der Reichtum und Madrid nicht nur eigene Energie und wachsende Steuereinnahmen bringt sondern auch zusätzliche Arbeitsplätze schaffen soll und die bereits etablierten Touristik. Ein Bioreservat mit Ölförderung oder einem Atomkraftwerk vor der Haustür ist schwer vorstellbar.
Allerdings wird auch auf den Kanaren in Hülle und Fülle Erdöl für die Hotels, Meereswasser- Entsalzungsanlagen und die Fahrzeuge auf den Straßen verbraucht. Energiesparen war bisher nie die große Stärke und die alternative Energiegewinnung wurde eher als ein Stiefkind nebenbei behandelt. Ölförderung Ja - aber nicht vor unserer Küste.
Auch die Politiker geben kein einheitliches Urteil ab. "Wenn die Kanaren nicht an den zusätzlichen Steuereinnahmen durch die Ölförderung partizipieren - sind wir dagegen".
Mit dieser Einstellung wird der ganze Materialismus und nicht das Interesse am Schutze der Natur sichtbar. Der Bauwansinn und die Betonburgen der Vergangenheit spiegeln die Grundeinstellung wieder, die sich auch bis heute nicht geändert hat.
Geld und wirtschaftliche Interessen stehen an erster Stelle.
Doch wie sieht es bei einer Ölförderung geologisch im Untergrund aus?
Kommt es durch die Entnahme von Erdöl und Gas zu Hohlräumen und wird dadurch vielleicht die vulkanische Aktivität angeregt?
Die entdeckten Erdölfelder liegen direkt über dem vermuteten Hotspotkanal Richtung afrikanischer Küste. Viele Erdbeben der Vergangenheit und auch in den letzten Wochen ereigneten sich genau in diesem Areal.
Große Untersuchungen zu dieser möglichen neuen Gefahr wurden bisher nicht vorgenommen bzw. nicht veröffentlicht.
Diesen Punkt möchte ich in den nächsten Tagen behandeln und mit Beispielen aus anderen Regionen erläutern.
Aktuell gab es gestern 3 Beben unter El Hierro. Der stärkste Erdstoß um 18.34 Uhr mit ML1,7 aus 11 km Tiefe am Tanganasoga (rosa).
Erdölförderung Ja oder Nein - das Thema erregt zur Zeit auf den östlichen Inseln Fuerteventura und Lanzarote die Gemüter. Gefunden wurde bereits 2001 ein riesiges Erdöl- und Gasfeld, ca. 65 km vor der Küste, an der Grenzlinie zwischen Marokko und den Kanarischen Inseln. Der spanische Ölmulti Repsol geht davon aus, dass hier möglicherweise über 20 Jahre lang, täglich zwischen 100 000 und 150 000 Barrel Erdöl gefördert werden können. Besonders das Gebiet nordöstlich von Fuerteventura scheint reiche Beute zu versprechen. Der kommerzielle Wert dieser Reserven soll sich in einem Bereich von 157 Milliarden Euro bewegen. Wenn diese Summen tatsächlich zu realisieren wären, würde das einen ungeheuren Schub für die Wirtschaftsleistung der Region und ganz Spaniens bedeuten.
Um Festzustellen ob sich überhaupt eine Förderung lohnt, will das Konsortium Repsol, die australische Firma Woodside Petroleum und die deutsche RWE Probebohrungen vornehmen. Den staatlichen Segen und die entsprechenden Genehmigungen aus Madrid liegen inzwischen vor. Die ersten Bohrungen mit einem Kostenaufwand von über einer Milliarde Euro in 3500 Meter Meerestiefe nach dem Gold zu suchen, laufen bereits an.
Das bringt natürlich die Umweltschützer und viele Einwohner der betroffenen Inseln auf die Palme. Auch die Touristikindustrie fürchtet um die Traumstrände, Fördertürme als Kulisse am Horizont und das Ausbleiben von Gästen. Tourismus ist auf den östlichen Inseln die Lebensader und bietet Arbeitsplätze für viele Einheimische. Von der Möglichkeit einer Ölpest wie im Golf von Mexiko erlebt, ganz zu schweigen. Mit Plakaten, Protestveranstaltungen und Aktionen manifestiert sich massiver Widerstand.
Es sind Interessenkonflikte zwischen einem möglichen "Ölboom" der Reichtum und Madrid nicht nur eigene Energie und wachsende Steuereinnahmen bringt sondern auch zusätzliche Arbeitsplätze schaffen soll und die bereits etablierten Touristik. Ein Bioreservat mit Ölförderung oder einem Atomkraftwerk vor der Haustür ist schwer vorstellbar.
Allerdings wird auch auf den Kanaren in Hülle und Fülle Erdöl für die Hotels, Meereswasser- Entsalzungsanlagen und die Fahrzeuge auf den Straßen verbraucht. Energiesparen war bisher nie die große Stärke und die alternative Energiegewinnung wurde eher als ein Stiefkind nebenbei behandelt. Ölförderung Ja - aber nicht vor unserer Küste.
Auch die Politiker geben kein einheitliches Urteil ab. "Wenn die Kanaren nicht an den zusätzlichen Steuereinnahmen durch die Ölförderung partizipieren - sind wir dagegen".
Mit dieser Einstellung wird der ganze Materialismus und nicht das Interesse am Schutze der Natur sichtbar. Der Bauwansinn und die Betonburgen der Vergangenheit spiegeln die Grundeinstellung wieder, die sich auch bis heute nicht geändert hat.
Geld und wirtschaftliche Interessen stehen an erster Stelle.
Doch wie sieht es bei einer Ölförderung geologisch im Untergrund aus?
Kommt es durch die Entnahme von Erdöl und Gas zu Hohlräumen und wird dadurch vielleicht die vulkanische Aktivität angeregt?
Die entdeckten Erdölfelder liegen direkt über dem vermuteten Hotspotkanal Richtung afrikanischer Küste. Viele Erdbeben der Vergangenheit und auch in den letzten Wochen ereigneten sich genau in diesem Areal.
Große Untersuchungen zu dieser möglichen neuen Gefahr wurden bisher nicht vorgenommen bzw. nicht veröffentlicht.
Diesen Punkt möchte ich in den nächsten Tagen behandeln und mit Beispielen aus anderen Regionen erläutern.
Aktuell gab es gestern 3 Beben unter El Hierro. Der stärkste Erdstoß um 18.34 Uhr mit ML1,7 aus 11 km Tiefe am Tanganasoga (rosa).
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Vulkan
Dienstag, 16. Juli 2013
Vulkan - neues Leben im Atlantik
NEWS:
In den letzten 24 Stunden hatten wir 4 schwache Beben bis ML1,6. Die Erdstöße kamen aus 13 bis 20 km Tiefe im Westen und unter dem Inselmassiv. Während die Bebenaktivität verhalten andauert, entwickelt und erholt sich das Leben unter Wasser ständig weiter. Besonders im Taucherparadies um den Ort La Restinga im Süden - in Nähe der Eldiscreto Eruptionsstelle - wimmelt es inzwischen von Lebewesen. Vulkane bringen nicht nur Verderben sondern ermöglichen erst durch den Ausstoß von Mineralien und Gasen die Lebensgrundlage für Leben und oft auch die Ansiedlung bisher dort noch nicht beobachteter neuer Meeresbewohner.
Die Tauchschule Fandiving aus La Restinga dokumentiert regelmäßig die aktuelle Entwicklung. Hier geht`s zum im Mai und Juni 2013 entstandenen Unterwasser-Video
Nicht nur im Atlantik um El Hierro regt sich Leben. Die Wissenschaft entdeckte nun auch, daß selbst in 11.000 Meter Meerestiefe im Marianengraben im Westpazifik das Mikrobeleben deutlich höher als bisher vermutet ist.
In der Fachzeitschrift "Nature Geoscience" veröffentlicht ein internationales Forscherteam die neuesten Ergebnisse.
"Unvermutet reges Leben am tiefsten Punkt der Erde" - Nachzulesen in web.de
In den letzten 24 Stunden hatten wir 4 schwache Beben bis ML1,6. Die Erdstöße kamen aus 13 bis 20 km Tiefe im Westen und unter dem Inselmassiv. Während die Bebenaktivität verhalten andauert, entwickelt und erholt sich das Leben unter Wasser ständig weiter. Besonders im Taucherparadies um den Ort La Restinga im Süden - in Nähe der Eldiscreto Eruptionsstelle - wimmelt es inzwischen von Lebewesen. Vulkane bringen nicht nur Verderben sondern ermöglichen erst durch den Ausstoß von Mineralien und Gasen die Lebensgrundlage für Leben und oft auch die Ansiedlung bisher dort noch nicht beobachteter neuer Meeresbewohner.
Die Tauchschule Fandiving aus La Restinga dokumentiert regelmäßig die aktuelle Entwicklung. Hier geht`s zum im Mai und Juni 2013 entstandenen Unterwasser-Video
Nicht nur im Atlantik um El Hierro regt sich Leben. Die Wissenschaft entdeckte nun auch, daß selbst in 11.000 Meter Meerestiefe im Marianengraben im Westpazifik das Mikrobeleben deutlich höher als bisher vermutet ist.
In der Fachzeitschrift "Nature Geoscience" veröffentlicht ein internationales Forscherteam die neuesten Ergebnisse.
"Unvermutet reges Leben am tiefsten Punkt der Erde" - Nachzulesen in web.de
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