NEWS:
Während es unter El Hierro weiterhin ruhig ist, erschüttern ganz andere Dinge die Menschen nicht nur auf El Hierro.
Aus Madrid kommt eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Massenarbeitslosigkeit, radikale Kürzung der gewohnten Sozialleistungen, Steuererhöhungen und eine Firmenpleite nach der anderen. Zudem ist die Regierung in Madrid in einen Korruptionsskandal verwickelt.
Gestern meldete der spanische Immobilienkonzern Reyal Urbis Insolvenz an. Das wäre die zweitgrößte Pleite in der spanischen Wirtschaftsgeschichte.
All das hat natürlich Auswirkungen bis in den letzten Winkel Spaniens. Auch El Hierro am entferntesten Punkt und oft vergessene Insel am alten O-Meridian bleibt hiervon nicht verschont.
Noch gibt es Subventionen für die Landwirtschaft und es kommen auch noch Touristen. Wenn allerdings die Flug- und Fährverbindungen weiter ausgedünnt oder gar eingestellt werden und aus Brüssel kein Geld für den Bananenanbau mehr kommt, werden auch diese kargen Einkommensquellen bald wegfallen.
Die Insel hat wohl wunderschöne Häfen ( gleich 2 Estaca/Restinga), eindrucksvolle Monumental-Bauten und seit kurzem auch ein kostenloses Wifi-Netz. Aber all das kann man nicht Essen und kostet zudem viel Unterhalt.
Es ist also nur eine Frage der Zeit bis die Abwärtsspirale auch noch diese Bereiche austrocknet.
Schuld an dieser Misere sind wie immer die Anderen. Auch die Politik - und hier auch die Inselfürsten - waschen natürlich ihre Hände in Unschuld.
Das ganze Ausmaß war nicht absehbar und gottgewolltes Schicksal. Ich bin wohl anderer Meinung, halte mich aber zurück.
Bleiben wir also lieber zuversichtlich, optimistisch und hoffen auf ein Wunder. Nur so ist derzeit für Viele die Situation überhaupt noch zu ertragen.
Ein gute Beschreibung zu dieser Thematik ist im Focus-Money erschienen, der lesenswert ist.
"Griechenland war gestern - Jetzt zittert Europa vor den Pleite-Spaniern ..."
Auch das gehört zu El Hierro - auch wenn die große Politik fernab, 2500 Kilometer weiter nördlich in Madrid, gemacht wird.
Donnerstag, 21. Februar 2013
El Hierro Vulkan - Erschütterungen der anderen Art
Labels:El Hierro,Kanarische Inseln,Kanaren,Spanien
Erdbeben,
Vulkan,
Wirtschaftskrise
Mittwoch, 20. Februar 2013
EL Hierro Vulkan - keine weitere Aktivität
NEWS:
18.36 Uhr - keine weiteren Beben heute. Es bleibt bisher ruhig.
Die gestern und heute Morgen um 10.30 Uhr (siehe Grafik) nicht näher identifizierbaren und aufgezeichneten Erdstöße auf dem El Hierro-Seismografen dürften doch Fernbeben gewesen sein.
18.36 Uhr - keine weiteren Beben heute. Es bleibt bisher ruhig.
Die gestern und heute Morgen um 10.30 Uhr (siehe Grafik) nicht näher identifizierbaren und aufgezeichneten Erdstöße auf dem El Hierro-Seismografen dürften doch Fernbeben gewesen sein.
Dienstag, 19. Februar 2013
El Hierro Vulkan - Beben mit ML2,7 im Südwesten
NEWS:
Gestern um 16.39 Uhr ein ML2,7 Beben in Nähe des Leuchtturm im Südwesten der Insel. Das Zentrum lag in 22 km Tiefe und wurde von der Bevölkerung in El Pinar/Restinga wahrgenommen. Obwohl die Durchschnitt- Stärke noch unter der Wahrnehmungs- grenze lag, verzeichnete zum Beispiel der Seismograf CTAB in unmittelbarer Nähe eine Stärke von ML3,5. Es ist genau das Gebiet und auch die Tiefe der kräftigen Beben vom vergangenen Sommer. Im Juni/Juli 2012 lag hier der Bebenschwarm, der in der Folge eine Unterwasser-Eruption an der Westspitze auslöste. Diese Tatsache wurde erst vor wenigen Wochen entdeckt bzw. von der Involcan bekannt gegeben. Ein 48 Meter hoher Vulkankegel hatte sich still und heimlich unter der Wasserlinie entwickelt. Dieser Vorgang wurde von mir bereits im Juli 2012 beobachtet und ich hatte darüber berichtet. Ich hoffe nur, daß auch von der IGN diese küstennahe Stelle nun genauer beobachtet wird.
Neu war um Mitternacht ein Beben von ML2,0 zwischen El Hierro und La Palma. Auch dieser Erdstoß kam aus 22 km Tiefe. Es bleibt jetzt zu beobachten wie sich diese Entwicklung fortsetzt. Bereits in den gestrigen Morgenstunden gab es mehrere Erschütterungen bzw. Beben die von der IGN nicht zugeordnet werden konnten. Die Ausgangslage und Stärke bleibt unbekannt.
Gestern um 16.39 Uhr ein ML2,7 Beben in Nähe des Leuchtturm im Südwesten der Insel. Das Zentrum lag in 22 km Tiefe und wurde von der Bevölkerung in El Pinar/Restinga wahrgenommen. Obwohl die Durchschnitt- Stärke noch unter der Wahrnehmungs- grenze lag, verzeichnete zum Beispiel der Seismograf CTAB in unmittelbarer Nähe eine Stärke von ML3,5. Es ist genau das Gebiet und auch die Tiefe der kräftigen Beben vom vergangenen Sommer. Im Juni/Juli 2012 lag hier der Bebenschwarm, der in der Folge eine Unterwasser-Eruption an der Westspitze auslöste. Diese Tatsache wurde erst vor wenigen Wochen entdeckt bzw. von der Involcan bekannt gegeben. Ein 48 Meter hoher Vulkankegel hatte sich still und heimlich unter der Wasserlinie entwickelt. Dieser Vorgang wurde von mir bereits im Juli 2012 beobachtet und ich hatte darüber berichtet. Ich hoffe nur, daß auch von der IGN diese küstennahe Stelle nun genauer beobachtet wird.
Neu war um Mitternacht ein Beben von ML2,0 zwischen El Hierro und La Palma. Auch dieser Erdstoß kam aus 22 km Tiefe. Es bleibt jetzt zu beobachten wie sich diese Entwicklung fortsetzt. Bereits in den gestrigen Morgenstunden gab es mehrere Erschütterungen bzw. Beben die von der IGN nicht zugeordnet werden konnten. Die Ausgangslage und Stärke bleibt unbekannt.
Montag, 18. Februar 2013
El Hierro Vulkan - weitere Erdstösse
NEWS:
Um 16.39 Uhr ein ML2,7 Beben in 22 km Tiefe im Meer vor El Julan im Südwesten.
Mehrere kleine Beben in den letzten 24 Stunden. Heute Morgen um 2.03 Uhr ein ML1,4 in 23 km Tiefe unter dem Tanganasoga. Was der kräftigere blaue Ausschlag auf dem Seismogramm um 4.12 Uhr war, wurde von der IGN noch nicht aufgelistet. Es war ein lokales Ereignis und wurde auch von den direkten Nachbarstationen La Gomera und La Palma erfasst. Vielleicht ein Erdrutsch, da die Erschütterung keinen bebentypischen Verlauf aufzeigt. Warten wir einmal ab bis die IGN ihre Statistik ergänzt hat.
Um 16.39 Uhr ein ML2,7 Beben in 22 km Tiefe im Meer vor El Julan im Südwesten.
Mehrere kleine Beben in den letzten 24 Stunden. Heute Morgen um 2.03 Uhr ein ML1,4 in 23 km Tiefe unter dem Tanganasoga. Was der kräftigere blaue Ausschlag auf dem Seismogramm um 4.12 Uhr war, wurde von der IGN noch nicht aufgelistet. Es war ein lokales Ereignis und wurde auch von den direkten Nachbarstationen La Gomera und La Palma erfasst. Vielleicht ein Erdrutsch, da die Erschütterung keinen bebentypischen Verlauf aufzeigt. Warten wir einmal ab bis die IGN ihre Statistik ergänzt hat.
Sonntag, 17. Februar 2013
El Hierro - Vulkane der Nachbarinseln
NEWS:
Auf El Hierro bleibt es bis auf ein ein kleines Beben von ML1,3 um den Tanganasoga ruhig.
Der Mittel- und Südteil von La Palma gilt als die aktivste Vulkanzone dieser Erde. Seit 1493 brachen auf diesem 14 Kilometer langen Höhenzug sieben der 120 Vulkane aus. Auf der Karte (Carracedo) sind die Eruptionspunkte und der Lavafluß gut zu erkennen. Allein im letzten Jahrhundert hatten wir hier zwei Ausbrüche. Der San Juan 1949 und der Teneguia 1971 im Süden. Je mehr solcher Ausbrüche, desto höher wird die Insel. Damit werden die Seitenflanken steiler und können nach dem Schwerkraft Prinzip leichter abrutschen. Vergleichbar vielleicht mit einem Sandhaufen den ich immer weiter anhäufe. Irgendwann rutscht eine Seitenflanke ab. Geschieht das an Land vergrößert sich nur die Basis. Steht aber mein Sandhaufen im flachen Wasser wird beim Abrutschen Wasser verdrängt und es entsteht eine Welle. Nach diesem Prinzip könnte bei entsprechender Masse auch ein Tsunami entstehen.
Auf El Hierro bleibt es bis auf ein ein kleines Beben von ML1,3 um den Tanganasoga ruhig.
7. La Palma - Die Tsunami-Theorie Teil III
Der Mittel- und Südteil von La Palma gilt als die aktivste Vulkanzone dieser Erde. Seit 1493 brachen auf diesem 14 Kilometer langen Höhenzug sieben der 120 Vulkane aus. Auf der Karte (Carracedo) sind die Eruptionspunkte und der Lavafluß gut zu erkennen. Allein im letzten Jahrhundert hatten wir hier zwei Ausbrüche. Der San Juan 1949 und der Teneguia 1971 im Süden. Je mehr solcher Ausbrüche, desto höher wird die Insel. Damit werden die Seitenflanken steiler und können nach dem Schwerkraft Prinzip leichter abrutschen. Vergleichbar vielleicht mit einem Sandhaufen den ich immer weiter anhäufe. Irgendwann rutscht eine Seitenflanke ab. Geschieht das an Land vergrößert sich nur die Basis. Steht aber mein Sandhaufen im flachen Wasser wird beim Abrutschen Wasser verdrängt und es entsteht eine Welle. Nach diesem Prinzip könnte bei entsprechender Masse auch ein Tsunami entstehen.
Hier oben die Ausschnittvergrößerung des betroffen Inselteil, der Cumbre Vieja. Zwischen den Eruptionspunkten des 1949 ausgebrochenen Vulkan San Juan befindet sich die ca. 4 Kilometer lange Erdspalte (rote Pfeile). Ob sie erst 1949 entstanden ist oder bereits vorhanden war ist ungeklärt. Sie hat eine Versetzung horizontal- und vertikal von 1 bis 4 Meter. Im übrigen gibt es hier noch weitere Felsspalten im etwas tiefer liegenden Steilgelände. Nach der Hypothese von Dr Simon Day soll diese Spalte mindestens 1500 Meter Tiefe haben. Dies ist seine Theorie und nicht zu überprüfen. Durchaus kann sie auch bereits nach 20- 30 Meter Tiefe enden. In diese Spalte soll nach Day nun durch wasserführende Schichten große Mengen Regenwasser eindringen können.
Dies ist durchaus möglich, da wir in dieser Höhe auch eine Quelle am Vulkan San Martin haben.
Steigt bei einem zukünftigen Ausbruch die Magma im Vulkanschlot auf, verdampft die Hitze dieses Wasser unter großem Druck. Diese phreatomagmatische Eruption (Wasserdampfexplosion) könnte die Spalte auseinander drücken und einen gigantischen Inselrutsch auslösen.
So stellt sich Dr. Simon Day das Abrutschen der Westflanke vor. Bis zu 500 Milliarden Tonnen Gestein der Westflanke der Cumbre Vieja könnten sich bei einem weiteren Vulkanausbruch lösen, in den Atlantik stürzen und dort so gewaltige Wellen werfen, daß noch 6000 Kilometer entfernt Teile New Yorks von 25 Meter hohen Brechern verheert würden.
Dieser fiktive Vorgang wurde in einem Schweizer Labor am Modell durchgespielt und berechnet. Bei diesem Prozess würde so viel Energie frei gesetzt, wie die gesamten USA in einem Jahr verbrauchen.
Das war diese Tsunami These die 1999 weltweit für Schlagzeilen sorgte.
Natürlich ist es möglich, ja sogar wahrscheinlich, daß mit dem weiteren Anwachsen der Cumbre Vieja ein oder mehrere Hangrutsche ausgelöst werden können. Die Wahrscheinlichkeit daß die heutige Generation dies miterlebt, bleibt aber gering.
Nach Untersuchungen der Technischen Universität Delft ist es sogar in den nächsten 10.000 Jahren unwahrscheinlich, da die Cumbre erst noch kräftig um 1000 Meter anwachsen muß und heute noch nicht steil genug ist. Für einen kompletten Flankenrutsch wäre die Kraft von bis zu 28 Billionen Newton notwendig.
Einen gewaltigen Flankenrutsch gab es bereits im Norden von La Palma vor 500.000 Jahren. Teile der Westflanke des ca. 3.000 Meter hohen Taburiente Vulkan rutschten ins Meer und hinterließen die heutige Caldera de Taburiente.
Genauso der Bergrutsch El Julan im Süden von El Hierro vor ca. 150.000 Jahren oder der Einsturz des Golfo-Vulkan vor 120.000 Jahren auf der Westseite.
Es sind also natürliche Vorgänge die es immer schon gab und auch in Zukunft weiter geben wird. Wir reden hier allerdings von geologischen Zeiträumen und nicht wie Day und die Presse von Menschenjahren.
Gehen wir einfach einmal davon aus, daß in Nähe der festgestellten Felsspalte auf der Cumbre Vieja eine phreatomagmatische Eruption mit großer Explosionskraft stattfindet. Wer sagt uns denn, daß gleich die komplette Flanke, der Westteil über 20 km Länge der Insel La Palma in das Meer stürzen muß?
Das Gesteinsmaterial ist viel zu brüchig um aufgrund eines Ereignisses in seiner Gesamtheit abzurutschen.
Viele Vulkanologen wie auch Dr. Carracedo von der Uni Las Palmas halten höchstens einen Teilabrutsch, der keinen Tsunami auslösen kann, irgendwann für möglich.
Viel früher und das ist meine Meinung, wird auf El Hierro die senkrechte über 1200 Meter hohe Golfosteilküste sich selbständig machen und abrutschen. Hier brauchen wir keinen explosiven Vulkan. Bereits mehrere ML5,0 bis ML6,0 Beben in unmittelbarer Nähe dürften dafür ausreichen.
Hoffen wir, daß Beides in unserem Menschenleben nicht passiert. Dafür stehen die Chancen gut.
Daß es aber irgendwann passieren wird, ist so sicher wie das "Amen" in der Kirche.
Labels:El Hierro,Kanarische Inseln,Kanaren,Spanien
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La Palma,
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Vulkan
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