NEWS:
Nach dem Bebenschwall um die Jahreswende ist nun seit dem 3.Januar 2013 relative Ruhe eingekehrt. Nur vereinzelte schwache Erdstöße wie heute Morgen um 4.57 Uhr mit ML0,9 in 17 km Tiefe in der Nähe des Tanganasoga wurden aufgezeichnet. Es ist wieder eine dieser typischen Ruhephasen die wir in der Vergangenheit schon oft erlebt haben. Nach dem IGN Histogramm gab es am 31.12.2012 noch 57 Beben, die innerhalb weniger Tage auf ein Minimum zurück gefahren sind. Ein völliges Erlöschen aller Aktivitäten wäre wünschenswert, dürfte aber im Moment ein Wunschgedanke bleiben. Die Innendruck-Verhältnisse sind nach wie vor hoch und finden einfach noch keinen Druckausgleich. Solange diese Werte stabil oder wie in den vergangenen Tagen sogar leicht ansteigend sind, ist ein Wiederaufleben nicht auszuschließen.
Es kann jetzt Tage oder Wochen dauern bis die Magmamasse wieder einen Impuls erhält und in Bewegung kommt. Zum Glück spielt sich aber alles in großen Tiefen von 17 bis 20 km ab und ist auf der Inseloberfläche nicht zu spüren.
Dieser Vulkan ist keine Eintagsfliege oder ein vorbei ziehendes Gewitter der schnell seine Aufgabe erledigt. Es sind natürlich-geologische Vorgänge mit einem anderen Zeitrahmen. Nicht umsonst hat der kanarische Hotspot über 20 Millionen Jahre lang gebraucht um von Fuerteventura im Osten der Kanarischen Platte bis heute nach El Hierro zu gelangen. Ohne Hotspot und die damit verbundene Vulkanaktivität gäbe es überhaupt keine Inseln.
In den nächsten Tagen möchte ich etwas auf diese Entwicklung und die Geburt der Kanarischen Inseln eingehen.
Dienstag, 8. Januar 2013
Montag, 7. Januar 2013
El Hierro - Bräuche und Natur
NEWS:
Nachdem der Vulkan ruhig bleibt, möchte ich mich heute etwas dem Kanarischen Weihnachtsfest widmen. Anders als in Nordeuropa ist der Dreikönigstag der höchste Feiertag des Jahres. Die "Reyes" (Könige) bringen erst die Geschenke. Der Dreikönigstag wird in allen Familien gemeinsam mit einem Festessen und dem Überreichen von Geschenken feierlich begangen. Dieser Tag ist vergleichbar mit dem 1. Weihnachtsfeiertag in Deutschland..
Auch wenn das Foto links wie eine Luftrettungsaktion aussieht, hängt unter dem Helikopter leibhaftig der Page - der Vorbote und Verkünder der Ankunft der Dreikönige. Mit dem Hubschrauber werden oder besser wurden die Könige eingeflogen. Es sind Aufnahmen aus noch besseren Zeiten, aufgenommen in meiner Heimatstadt San Pedro auf La Palma. Heute geht es nicht mehr ganz so spektakulär zu. Das Kamel, Pferde oder zur Not auch das Automobil muß jetzt ausreichen. Alles schon einmal da gewesen - man backt wieder kleinere Brötchen. Aber die Natur strahlt und blüht wie immer. Auch im Januar zeigt die Landschaft nach den ausgiebigen Regenfällen auf den Westinseln ihre ganze Farbenpracht Einige Fotos von unserem gestrigen Wanderausflug.



Immer wieder ist vieles zu entdecken und zu sehen. Ob Rindvieh auf der Weide, ob ein einsam dahintrabender Esel (hier mit Marie) oder Carlos beim Starten seiner Brieftauben auf dem Montana La Toscas bei Mazo. La Palma, La Gomera und natürlich El Hierro sind zu jeder Jahreszeit einfach eine Reise wert. Naturliebhaber, Wanderer und alle die Ruhe, Entspannung und die Einsamkeit im Einklang mit der Natur suchen, sind immer herzlich Willkommen.
Nachdem der Vulkan ruhig bleibt, möchte ich mich heute etwas dem Kanarischen Weihnachtsfest widmen. Anders als in Nordeuropa ist der Dreikönigstag der höchste Feiertag des Jahres. Die "Reyes" (Könige) bringen erst die Geschenke. Der Dreikönigstag wird in allen Familien gemeinsam mit einem Festessen und dem Überreichen von Geschenken feierlich begangen. Dieser Tag ist vergleichbar mit dem 1. Weihnachtsfeiertag in Deutschland..



Immer wieder ist vieles zu entdecken und zu sehen. Ob Rindvieh auf der Weide, ob ein einsam dahintrabender Esel (hier mit Marie) oder Carlos beim Starten seiner Brieftauben auf dem Montana La Toscas bei Mazo. La Palma, La Gomera und natürlich El Hierro sind zu jeder Jahreszeit einfach eine Reise wert. Naturliebhaber, Wanderer und alle die Ruhe, Entspannung und die Einsamkeit im Einklang mit der Natur suchen, sind immer herzlich Willkommen.
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Samstag, 5. Januar 2013
El Hierro Vulkan - spielt der Seismograf verrückt ?
NEWS: 10.45 Uhr - schwacher Erdstoß von ML1,2 - Tiefe unbekannt - im Golfo.
Ein erstaunter Blick auf die seismografische Aufzeichnung heute Morgen von El Hierro. Bei solchen Ausschlägen muß etwas "Größeres" im Gange sein. Das war es auch, aber nicht unter El Hierro. Um 9.58 Uhr gab es im Süden von Alaska ein 7,7 Beben in 9 km Tiefe. Inzwischen gibt es auch eine Tsunami-Warnung. Mit etwas Zeitverzögerung wurde auch dieses starke Beben auf den Kanaren registriert. Unterschiedlich wie links die Kurve von Teneriffa zeigt. Je nach Einstellung der Geräte werden die Beben Frequenzen gefiltert und aufgezeichnet. La Palma übrigens - ist heute die Insel der Ruhe und war "Bebenfrei". Hier ist der Seismograf komplett ausgefallen.
Ein erstaunter Blick auf die seismografische Aufzeichnung heute Morgen von El Hierro. Bei solchen Ausschlägen muß etwas "Größeres" im Gange sein. Das war es auch, aber nicht unter El Hierro. Um 9.58 Uhr gab es im Süden von Alaska ein 7,7 Beben in 9 km Tiefe. Inzwischen gibt es auch eine Tsunami-Warnung. Mit etwas Zeitverzögerung wurde auch dieses starke Beben auf den Kanaren registriert. Unterschiedlich wie links die Kurve von Teneriffa zeigt. Je nach Einstellung der Geräte werden die Beben Frequenzen gefiltert und aufgezeichnet. La Palma übrigens - ist heute die Insel der Ruhe und war "Bebenfrei". Hier ist der Seismograf komplett ausgefallen.
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Freitag, 4. Januar 2013
El Hierro Vulkan - der Spuk ist beendet
NEWS:
Ein kurzes kräftiges Aufpuschen - das war es dann schon wieder. Der Bebenreigen ist genauso schnell wieder verschwunden, wie er am Silvestertag auf der Bildfläche erschienen war. Gestern nur noch zwei kleine Nachbeben (IGN Auflistung). Heute ist bisher Ruhe.
Aber dieses Schwarmbeben hat seine messbaren Spuren hinterlassen.Wie gestern bereits angesprochen, hat das Nachströmen von Magma die Magmablase weiter aufgebläht und den Innendruck erhöht. Nach den heute Morgen von der IGN eingestellten GPS Messdaten hat sich die Oberfläche des Golfotal in die Höhe gewölbt. Auf der Skala sehen wir die GPS Stationen HI02 und HI03 beide im Golfo installiert. Die Skala gibt die Verformungswerte der letzten 6 Monate wieder. Die feine senkrechte Linie (rechts) stellt den Jahreswechsel 2012/13 dar. Deutlich ist der kleine Sprung auf jetzt ca. 30 mm Verformung zu erkennen. Keine dramatischen Werte, aber der Magma Kammerdruck wächst weiter und findet keine "Entlüftung".
Auch die anderen GPS Stationen auf der Insel melden unveränderte Verformungswerte.
Es wäre einmal interessant diesen Kammerdruck in Zahlen zu fassen um überhaupt eine Vorstellung von der Kraft dieser Naturgewalt zu erhalten. Sie muß schon riesig sein, um Millionen von Tonnen Gestein - die ganze Insel - in die Höhe zu liften. Wahrscheinlich ist selbst ein Geophysiker dazu nicht in der Lage, da ihm die für eine Berechnung notwendigen Einzeldaten nicht zur Verfügung stehen.
Wenden wir uns einem anderen Thema zu.
Meine kleine Umfrageaktion zu Ihrem Urlaubsinteresse 2013 auf El Hierro rechts in der Seitenleiste, sieht jetzt schon ermutigend aus. Noch läuft sie für einige Tage bis zum 10. Januar.
Wer die Idee und Absicht noch einmal nachlesen möchte geht über diesen Link Urlaub auf der Insel zum Beitrag vor einigen Tagen zurück.
Ein kurzes kräftiges Aufpuschen - das war es dann schon wieder. Der Bebenreigen ist genauso schnell wieder verschwunden, wie er am Silvestertag auf der Bildfläche erschienen war. Gestern nur noch zwei kleine Nachbeben (IGN Auflistung). Heute ist bisher Ruhe.
Aber dieses Schwarmbeben hat seine messbaren Spuren hinterlassen.Wie gestern bereits angesprochen, hat das Nachströmen von Magma die Magmablase weiter aufgebläht und den Innendruck erhöht. Nach den heute Morgen von der IGN eingestellten GPS Messdaten hat sich die Oberfläche des Golfotal in die Höhe gewölbt. Auf der Skala sehen wir die GPS Stationen HI02 und HI03 beide im Golfo installiert. Die Skala gibt die Verformungswerte der letzten 6 Monate wieder. Die feine senkrechte Linie (rechts) stellt den Jahreswechsel 2012/13 dar. Deutlich ist der kleine Sprung auf jetzt ca. 30 mm Verformung zu erkennen. Keine dramatischen Werte, aber der Magma Kammerdruck wächst weiter und findet keine "Entlüftung".
Auch die anderen GPS Stationen auf der Insel melden unveränderte Verformungswerte.
Es wäre einmal interessant diesen Kammerdruck in Zahlen zu fassen um überhaupt eine Vorstellung von der Kraft dieser Naturgewalt zu erhalten. Sie muß schon riesig sein, um Millionen von Tonnen Gestein - die ganze Insel - in die Höhe zu liften. Wahrscheinlich ist selbst ein Geophysiker dazu nicht in der Lage, da ihm die für eine Berechnung notwendigen Einzeldaten nicht zur Verfügung stehen.
Wenden wir uns einem anderen Thema zu.
Meine kleine Umfrageaktion zu Ihrem Urlaubsinteresse 2013 auf El Hierro rechts in der Seitenleiste, sieht jetzt schon ermutigend aus. Noch läuft sie für einige Tage bis zum 10. Januar.
Wer die Idee und Absicht noch einmal nachlesen möchte geht über diesen Link Urlaub auf der Insel zum Beitrag vor einigen Tagen zurück.
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Donnerstag, 3. Januar 2013
El Hierro Vulkan - Eldiscreto vomTyp Mañana
NEWS:
Der Neujahrs-Bebenschwall scheint sein Ende gefunden zu haben. Gestern gab es wohl noch 24 Beben im Las Puntas Bereich im Norden des Golfo, aber die Intensität insgesamt lässt nach. Auch heute Morgen um 3.35 Uhr ein ML1,4 Beben in nur 10 km Tiefe bei Sabinosa (Avcan Karte). Dies dürfte ein Entspannungsbeben gewesen sein und keine weiteren Erdstöße nach sich ziehen.
Was ist nun überhaupt geschehen?
Alle Anzeichen sprechen dafür, daß neue Magma aus dem Erdinnern nachgeströmt ist. In der Magmakammer musste neuer Raum und Platz geschaffen werden. Die Kammer hat sich versucht zu vergrößern und dadurch diesen intensiven Bebenschwall ausgelöst. Nicht nur die Masse an Magma, sondern auch die dabei entstandenen Gase dürften den Innendruck und damit die Verformung der Inseloberfläche weiter voran getrieben haben. Wie ein Ballon bläht sich die Magmablase weiter auf. Heute weis man bereits, daß sich die Insel um die Jahreswende um einige Millimeter weiter Richtung Osten verschoben hat. Genauere Messergebnisse liegen aber erst in einigen Tagen vor. Ich werde dann ausführlicher darauf eingehen.
Ein Blick aus dem Weltall auf El Hierro (oben) mit allen bisher gemessenen Erdstößen seit 2011 lässt leicht das Zentrum und damit den Ausgangspunkt der Intensität festlegen. Es konzentriert sich alles im Mittelpunkt um den alten Vulkanberg Tanganasoga oberhalb von Sabinosa. Noch aufschlussreicher ist die Tiefengrafik. Wie ein auf dem Kopf stehender Pilz sind die Umrisse der Magmakammer zu erkennen. Wir blicken von Süden unter die Insel und sehen (rot) den letzten Bebenschwall im Norden des Golfo. Hier war noch "Füllraum" vorhanden, der nun aufgefüllt wurde. Es würde mich nicht wundern wenn ähnliches in Kürze an der linken Flanke (hier ist noch Raum) - das wäre dann an der Westspitze des Golfo - passiert. Am weitesten hat sich die Magma im Mittelbereich zur Inseloberfläche durchgefressen. Das waren die Beben vor einigen Monaten in nur 8 bis 10 km Tiefe um Sabinosa.
Was aber die Natur tatsächlich macht, sehen wir erst wenn es soweit ist. Es drängt sich immer mehr die Erkenntnis auf, daß unser Eldiscreto eine richtige Mañana -Mentalität entwickelt. Alle seine jüngeren Vorgänger wie der Teneguia oder der San Juan hier auf La Palma, haben in längstens 3,5 Monaten ihr Werk zu Ende gebracht. Der Eldiscreto lässt sich nun schon über 18 Monate dafür Zeit.
Im günstigsten Falle legt er sich jetzt für die nächsten Hundert Jahre zur Ruhe !
Der Neujahrs-Bebenschwall scheint sein Ende gefunden zu haben. Gestern gab es wohl noch 24 Beben im Las Puntas Bereich im Norden des Golfo, aber die Intensität insgesamt lässt nach. Auch heute Morgen um 3.35 Uhr ein ML1,4 Beben in nur 10 km Tiefe bei Sabinosa (Avcan Karte). Dies dürfte ein Entspannungsbeben gewesen sein und keine weiteren Erdstöße nach sich ziehen.
Was ist nun überhaupt geschehen?
Alle Anzeichen sprechen dafür, daß neue Magma aus dem Erdinnern nachgeströmt ist. In der Magmakammer musste neuer Raum und Platz geschaffen werden. Die Kammer hat sich versucht zu vergrößern und dadurch diesen intensiven Bebenschwall ausgelöst. Nicht nur die Masse an Magma, sondern auch die dabei entstandenen Gase dürften den Innendruck und damit die Verformung der Inseloberfläche weiter voran getrieben haben. Wie ein Ballon bläht sich die Magmablase weiter auf. Heute weis man bereits, daß sich die Insel um die Jahreswende um einige Millimeter weiter Richtung Osten verschoben hat. Genauere Messergebnisse liegen aber erst in einigen Tagen vor. Ich werde dann ausführlicher darauf eingehen.
Ein Blick aus dem Weltall auf El Hierro (oben) mit allen bisher gemessenen Erdstößen seit 2011 lässt leicht das Zentrum und damit den Ausgangspunkt der Intensität festlegen. Es konzentriert sich alles im Mittelpunkt um den alten Vulkanberg Tanganasoga oberhalb von Sabinosa. Noch aufschlussreicher ist die Tiefengrafik. Wie ein auf dem Kopf stehender Pilz sind die Umrisse der Magmakammer zu erkennen. Wir blicken von Süden unter die Insel und sehen (rot) den letzten Bebenschwall im Norden des Golfo. Hier war noch "Füllraum" vorhanden, der nun aufgefüllt wurde. Es würde mich nicht wundern wenn ähnliches in Kürze an der linken Flanke (hier ist noch Raum) - das wäre dann an der Westspitze des Golfo - passiert. Am weitesten hat sich die Magma im Mittelbereich zur Inseloberfläche durchgefressen. Das waren die Beben vor einigen Monaten in nur 8 bis 10 km Tiefe um Sabinosa.
Was aber die Natur tatsächlich macht, sehen wir erst wenn es soweit ist. Es drängt sich immer mehr die Erkenntnis auf, daß unser Eldiscreto eine richtige Mañana -Mentalität entwickelt. Alle seine jüngeren Vorgänger wie der Teneguia oder der San Juan hier auf La Palma, haben in längstens 3,5 Monaten ihr Werk zu Ende gebracht. Der Eldiscreto lässt sich nun schon über 18 Monate dafür Zeit.
Im günstigsten Falle legt er sich jetzt für die nächsten Hundert Jahre zur Ruhe !
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