In den letzten Tagen hat die Häufigkeit der Erdstöße auf El Hierro merklich nachgelassen.
Wie die Grafik zeigt, lag der Höhepunkt der Aktivitäten um den 22.August 2011 bei 454 Erdstößen. Gestern verzeichneten die Messgeräte nur noch 8 Vorfälle. Ob es sich nur um den normalen Zyklus des ständigen Auf und Ab, oder um ein beständiges Abklingen der Magmaverschiebung im Untergrund handelt, werden die nächsten Tage zeigen.
Donnerstag, 15. September 2011
Dienstag, 13. September 2011
Der imposante Vulkankrater
Der Halbkrater im Golfotal, unter dem sich zur Zeit die Erdstösse ereignen, ist ein beeindruckendes Gebiet. Steil aufragende Felswände an der Ostseite, eine fruchtbare Kraterebene und die offene Meeresflanke im Westen. Dieser Bereich ist vor ca. 120.000 Jahren in das Meer abgerutscht und hat seine Tsunamieauswirkungen bis in die 6000 km entfernte Karibik entfaltet.
Einige Fotos von meinen Aufenthalten zeigen diesen interessanten Krater.
Einige Fotos von meinen Aufenthalten zeigen diesen interessanten Krater.
| Sicht von La Frontera |
| auf die fast 1000m hohen Kraterwände im Osten |
| Ansicht von Süden |
| von Punta Grande im Norden aus |
| Blick über das Meeresschwimmbad |
| Gesamtüberblick von der südlichen Cumbre |
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El Golfo,
El Hierro,
Vulkan,
Vulkankrater
Standort:El Hierro, Kanarische Inseln
La Frontera, Spanien
Montag, 12. September 2011
Was spuckt uns der Vulkan aus ?
Interessant zu beobachten ist der Gesteinsaufbau der östlichen Kanaren Inseln. Wie hier auf den Fotos, von mir gestern bei Barlovento auf La Palma geschossen.
Durch Strassenarbeiten werden zur Zeit im Norden von La Palma vulkanische Strukturen der Entstehungsgeschichte freigelegt. Es handelt sich um die nördliche Aussenwand der Caldera de Taburiente. Ein alter Vulkan, - wahrscheinlich der erste der zur Entstehung La Palma`s vor 1-2 Millionen Jahre beitrug. Gut sind die einzelnen Lavaschichten zu erkennen, die von unterschiedlichen Ausbrüchen stammen. Verblüffend die krassen Farbunterschiede, die von rot über hellgrau in tiefes schwarz wechseln. Das ganze sieht wie ein Kohlenfloss, mit Hohlräumen und Höhlen, aus. Wahrscheinlich ein Lavakanal, der auch für die Entstehung der vielen anderen Lavahöhlen auf La Palma ursächlich ist.
Aber nicht nur horizontale Lavaschichten, sondern auch vertikale Kanäle werden sichtbar. Die rötliche Einlagerung zeugt von großem Eisenanteil im Lavagestein. Gelbes, also schwefelhaltiges Gestein, ist im Norden nur wenig zu finden.
Ähnlich dürfte es im Golfotal auf El Hierro aussehen. Hier ist allerdings durch Erdrutsche und Verwitterungsprozesse im Laufe der Jahrtausende, die eigentliche Grundstruktur nicht mehr so zu erkennen.
Durch Strassenarbeiten werden zur Zeit im Norden von La Palma vulkanische Strukturen der Entstehungsgeschichte freigelegt. Es handelt sich um die nördliche Aussenwand der Caldera de Taburiente. Ein alter Vulkan, - wahrscheinlich der erste der zur Entstehung La Palma`s vor 1-2 Millionen Jahre beitrug. Gut sind die einzelnen Lavaschichten zu erkennen, die von unterschiedlichen Ausbrüchen stammen. Verblüffend die krassen Farbunterschiede, die von rot über hellgrau in tiefes schwarz wechseln. Das ganze sieht wie ein Kohlenfloss, mit Hohlräumen und Höhlen, aus. Wahrscheinlich ein Lavakanal, der auch für die Entstehung der vielen anderen Lavahöhlen auf La Palma ursächlich ist.
Aber nicht nur horizontale Lavaschichten, sondern auch vertikale Kanäle werden sichtbar. Die rötliche Einlagerung zeugt von großem Eisenanteil im Lavagestein. Gelbes, also schwefelhaltiges Gestein, ist im Norden nur wenig zu finden.
Ähnlich dürfte es im Golfotal auf El Hierro aussehen. Hier ist allerdings durch Erdrutsche und Verwitterungsprozesse im Laufe der Jahrtausende, die eigentliche Grundstruktur nicht mehr so zu erkennen.
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Gesteinsaufbau,
Lava,
Struktur
Mittwoch, 7. September 2011
Erdstöße jetzt unter El Hierro
Das Zentrum der Erdstöße unter El Hierro verlagert sich in den letzten Tagen ins Inselinnern. Die rot gekennzeichneten Stellen geben die Ausgangspunkte der Bewegung in den letzten 2 Tagen an. Das ist aber völlig normal, da der Magmakessel unter El Hierro großräumig zu sehen ist und Magmaverschiebungen und damit entstandene Hohlräume an anderer Stelle ausgeglichen werden.
Wie die Grafik des Instituto Geografico National (IGN) zeigt, hat die Erdbebenhäufigkeit etwas nachgelassen. Diese Zyklen sind während des gesamten bisherigen Verlaufs der Aktivität zu beobachten. Die Tabelle unten umfasst den gesamten Zeitraum vom 19.7.2011 bis heute.
Wie die Grafik des Instituto Geografico National (IGN) zeigt, hat die Erdbebenhäufigkeit etwas nachgelassen. Diese Zyklen sind während des gesamten bisherigen Verlaufs der Aktivität zu beobachten. Die Tabelle unten umfasst den gesamten Zeitraum vom 19.7.2011 bis heute.
Samstag, 3. September 2011
Hotspot Vulkanismus auf El Hierro
Es gibt verschiedene Arten von Vulkanismus. Anders als der Platten-Vulkanismus der an den Bruchkanten der Kontinental Platten auftritt, haben wir auf den Kanaren den Intraplatten Vulkanismus, die sogenannten Hotspot. Auf der Grafik ist zu erkennen, daß die nächste Plattengrenze weit draußen im Atlantik liegt und für unseren Vulkanismus nicht ursächlich sein kann.
Was verursacht dann den Vulkanismus auf den Kanaren?
Am Beispiel der Hawai-Inselkette möchte ich das kurz erklären.
.Die Vulkanaktivität scheint mit einem unter der Platte liegenden stationären Schmelzherd verbunden zu sein, da das Alter der Vulkane in der Kette mit der Entfernung zum aktiven Vulkan zunimmt. Typisch für solche Aktivitäten ist eine Kette von Vulkanen. Genau das finden wir auf den Kanarischen Inseln. Die Kette verläuft auf den Kanaren von Ost nach West. Die ältesten Vulkaninseln sind Fuerteventura, Lanzarote mit ca. 20-30 Millionen Jahren und die jüngsten die Westinseln La Palma, La Gomera und eben El Hierro mit 1-6 Millionen Jahren. Die letzten Vulkanausbrüche hatten wir 1949 mit dem San Juan und 1971 mit dem Teneguia, beide auf La Palma.Hotspot-Vulkane zeigen meist eine ruhige Eruptionsart. Grund für das ruhige Verhalten ist, dass die Lavamasse relativ wasserarm und dünnflüssig ist. Statt zu explodieren, fliesen sie schnell und über weite Strecken. Dies konnte man auch auf La Palma 1949 und 1971 beobachten.
Wenn sich nun diese Magmamassen im Untergrund bewegen oder neuen Raum suchen, entstehen kleine Erdbeben. Genau das passiert im Moment unter El Hierro. Solange sich diese Aktivitäten in 10-12 km Tiefe abspielen, besteht keine Gefahr eines Ausbruchs. Erst wenn sich die Erdstösse der Erdoberfläche nähern, zeigt es an, dass wahrscheinlich Gänge oder Schlote mit Magma gefüllt werden. Hier ist dann besondere Beobachtung notwendig.
Die letzten vier Tage gab es um die 200 neue Erdstösse pro Tag unter dem Golfotal. Alle relativ schwach und um die 2,0 auf der Richterskala und in 10-12 km Tiefe. Im Grunde nicht beunruhigend - nur die Zeitdauer (seit Mitte Juli) und die Anzahl der Beben (bis zu 400 am Tage) ist nicht normal und weicht von den Erfahrungswerten der früheren Aufzeichnungen ab.
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