Sonntag, 8. November 2015

Erdbeben von ML3,7 auf El Hierro

Die Beben werden wieder stärker


Am Samstagabend gab es unmittelbar am südlichen Küstenbereich von El Hierro ein Erdbeben der Stärke ML3,7. Dieser Erdstoß wurde von den Bewohnern, vor allem im südlichen Inselteil, gespürt. Schäden sind nicht zu vermelden.

Um 20.01 Uhr bebte für einige Sekunden die Insel. Das Zentrum lag in 14,3 km Tiefe, unweit der alten Eldiscreto Eruptionsstelle(Grafik IGN). Bereits am Vormittag um 3.45 bzw. 6.35 Uhr gab es zwei leichtereErdbeben von ML1,0 und 1,5 im Süden und im nordwestlichen Golfotal.
Ein Beben von ML3,7 ist bei einer vulkanischen Aktivität in die mittlere Kategorie einzustufen. Das stärkste Erdbeben das wir überhaupt auf El Hierro hatten war der ML5,1 Erdstoß im Dezember 2013. Damals waren die Auswirkungen bis nach La Palma zu spüren.
Überhaupt sind in den letzten Tagen und Wochen verstärkte seismische Aktivitäten rund um die Insel zu registrieren.

Nach einer Zeit mit relativ wenigen Erdstößen, flammt seit 5. November 2015 (siehe IGN Grafik) die Zahl der registrierten Erdbeben wieder auf. Auch im weiteren Umfeld zwischen Teneriffa und Gran Canaria oder im 60 km südlich von El Hierro liegenden  Seamount Umfeld werden Beben gemeldet.
   
Noch sind diese verstärkten Aktivitäten als„Normal“ zu betrachten. Es könnten aber auch erste Anzeichen für einen vermehrten Magmafluss in dem untereinander verbundenen und verzweigten System andeuten. Die nächsten Tage und Wochen werden es zeigen, ob es die ersten Boten für ein Wiederaufleben der vulkanischen Aktivität sind.

Sicher ist nur, daß El Hierro als jüngste Kanarische Insel sich noch im Aufbau befindet.
Der Hotspot wird der Insel in geologischer Zukunft noch einige Eruptionen bescheren. Völlig unsicher dagegen ist, wann und in welcher Zeitspanne neue Vulkane die Insel weiter Formen und Vergrößern.
Seit der letzten Eldiscreto Eruption im Jahre 2011 beobachte ich täglich die seismische Entwicklung und auch die Ruhephasen auf El Hierro. Die Bodenverformung der Inseloberfläche weist immer noch nach den GPS-Daten eine Aufwölbung von +22 cm im Südteil auf. Die Magmakammer steht also weiter unter Druck. Für einen Druckabbau hat sich noch kein Weg gefunden. Jeder weitere Magmanachschub aus dem Erdinnern vergrößert das Volumen und kann Erdbeben und mehr auslösen.
Es lohnt sich immer wieder einen Blick in das Archiv (linke Seitenleiste) zum Nachlesen und als Dokumentation der doch dramatischen Zeiten von 2011/ 2012 zu werfen.

Sonntag, 1. November 2015

Seamount Erdbeben vor El Hierro

Erdstoß der Stärke ML4,0


Lange Zeit war jetzt Ruhe. Gestern um 15.47 Uhr ereignete sich 60 km im Seamount Gebiet vor El Hierro ein Erdbeben von ML4,0 aus einer Tiefe von 50 km.
Nicht im Eruptionsgebiet des 2011 ausgebrochenen Vulkan Eldiscreto, sondern weiter südlich im Atlantik bei den alten Seamount.
Die Seamount oder Seamounts (Seeberge) sind Vulkankegel, die sich bis über 1000 Meter hoch aus dem Meeresgrund erheben, aber unter der Meeresoberfläche liegen. Auf der IGN Karte sind die Größten zu sehen.
Wie ein Band erstrecken sich Seamount von weit im Norden der Kanaren bis in den Süden. Sie geben die Spur des Hotspot  ...Weiterlesen

Freitag, 30. Oktober 2015

Schon wieder Unwetter-Alarm

Unwetter ohne Ende


Kaum ist die letzte Sintflut über die Kanaren hinweg gezogen, gibt es schon wieder neuen Unwetter-Alarm.
Der Ausläufer eines Hurrikantief kommt am Samstag von Westen über den Atlantik und bringt viel Regen und im Küstenbereich hohe Wellen. Auch ohne Unwetter-Alarm und einer Regenprognose von 0,0 %, hat es heute auf der Ostseite von La Palma bis zu 20,4 L/m² (Flugplatz Mazo) geregnet.
In San Pedro (Brena Alta La Palma) waren vielerorts wieder Sturzbäche und Kaskaden zu beobachten. Das soll sich zum Wochenende weiter verstärken.
Dabei hatten die Kanaren erst vor wenigen Tagen wolkenbruchartige Regengüsse erleben dürfen. Stellenweise auf der Ostseite von La Palma von über 300 L/m². Auch La Gomera und El Hierro wird vom Unwetter betroffen sein ...Weiterlesen

Montag, 26. Oktober 2015

SAR-Hubschrauber verschwindet vom Radar

SAR-Hubschrauber südlich der Kanaren abgestürzt ?


Ein SAR-Hubschrauber des Such- und Rettungsdienstes der spanischen Air Force, mit drei Mann Besatzung an Bord, verschwindet spurlos im Atlantik.
Es ist ein SAR-Hubschrauber vom Typ Super-Puma stationiert auf der Air Basis Gando auf Gran Canaria, der Ende letzter Woche von einem Einsatz vor der senegalesischen Küste nicht mehr zu seiner Heimatbasis zurückkehrte.

Er sollte gegen 17.30 Uhr wieder auf Gran Canaria eintreffen. Die Aerospatiale AS 332 Super Puma gilt als zuverlässiger Helikopter und ist bereits seit über 30 Jahren bei Rettungseinsätzen – auch auf El Hierro – im Einsatz  ... mehr

Freitag, 23. Oktober 2015

Wolkenbruch ohne Ende



Besonders betroffen hat es die Breñas auf der Ostseite von La Palma. Wie ein nicht endender Wolkenbruch ergoßen sich gestern Abend und heute in den frühen Morgenstunden Unmengen von Regen auf die Gemeinden Breña Alta und Breña Baja nieder.
Innerhalb von 24 Stunden fielen in San Pedro in Breña Alta – 216 Liter/m². In San Isidro (Breña Alta)169 Liter/m², in Mazo aber nur 59 l/m² und in Barlovento im Norden 80 l/m².
Auch El Hierro ist vom Unwetter betroffen. Nicht ganz so schlimm wie La Palma. Geschlossen sind das Ecomuseo de Guinea, Centros de interpretación de El Julan  ... weiter