NEWS:
Links sehen wir die IGN-Bebenbilanz der vergangenen Tage. Nach dem Höhepunkt am 30.September mit 32 Beben, flacht nun die Kurve - gestern 20, heute bisher 4 Beben - wieder ab. Es sind die schon oft beobachteten Intervalle mit einer Vielzahl von meist schwachen Erdstößen.
Beginn dieser Bebenserien ist meist ein etwas stärkeres Beben - hier der ML2,7 Erdstoß am 30.9. - der in Folge einen Bebenschwarm auslöst. Die Beben kommen dabei fast alle von nur einem Punkt. Der Ausgangspunkt bleibt also stabil. Wie hier jetzt unter dem Bergmassiv Tanganasoga/Malpaso. Dies wurde schon häufig beobachtet. Ob um Sabinosa im Golfo, im Süden bei La Restinga, am El Julan oder wie im vergangenen März 15 Kilometer vor dem Westzipfel.
Es scheint sich um isolierte Magmaherde zu handeln, die unabhängig von einander nach oben streben. Vergleichbar vielleicht mit einer in die Höhe gehaltenen Hand, bei der jeder Finger ein eigenes kleines Zentrum darstellt.
Gespeist werden diese Finger über den Arm, der wie eine Wurzel für Magmanachschub aus den tieferen Erdschichten sorgt. Jeder Finger versucht nun eigenständig Boden gut zumachen, Gestein aufzuschmelzen und seinen Vortrieb Richtung Erdoberfläche voran zu treiben.
Der Innendruck bleibt dabei stabil, da die Hand mit ihren Fingern insgesamt ein geschlossenes System darstellt. Erst wenn an einem Finger eine Entlüftung (Eruption) stattfindet, bricht der Überdruck zusammen.
Die GPS Messgrafik vom Standort Frontera im Golfotal zeigt eine fast gleichbleibende Bodenverformung um den 0-Punkt (tatsächlich aber ca. 19 cm über Normal). Der Ausrutscher auf 40 mm (blauer Punkt rechts) war wohl ein Messfehler. Die Kurve wurde inzwischen von der IGN nachgetragen (Blau = vorläufiger Wert und Rot = bestätigter und überprüfter Wert).
Lebhaft ging es gestern auch in Festlandspanien, im Golf von Valencia zu. Nach mehreren hundert Erdbeben bereits in den vergangenen Wochen, erfolgte gestern ein ML4,2 Erdstoß aus 5 km Tiefe. Das Epizentrum lag 22 km vor der Mittelmeer- Küste bei Vinaros in der Provinz Castellon (siehe IGN Karte).
Genau dort, wo zur Zeit ein aufgelassenes Erdölfeld mit Erdgas als unterirdisches Reservelager befüllt wird. In 1750 m Tiefe soll rund 35 % des spanischen Erdgasbedarf für 50 Tage, gespeichert werden. Die Situation sei noch nicht unter Kontrolle. Das weitere Einpumpen von Erdgas wurde von der Regierung vorerst gestoppt.
Eine totsichere Sache - Gutachten hätten bei dem Vorhaben jegliche Erdbebenrisiken ausgeschlossen, so das mit dem Projekt beauftragte Bauunternehmen Escal UGS.
Gefälligkeitsgutachten, Vetternwirtschaft und entsprechende Schmiermittel bringen jedes gewünschte "wissenschaftliche" Ergebnis auf den Tisch. Nachher ist man immer völlig überrascht und entschuldigt sich mit "Das war nach der neuesten wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden nicht vorhersehbar".
Es zeigt wieder einmal, dass jegliche menschliche Eingriffe in die Natur fatale Folgen haben können.
Ich hoffe nur, dass die bei Fuerteventura geplanten und bereits genehmigten Erdölbohrungen noch einmal überdacht werden.
Es ist noch risikoreicher in den Bereich eines aktiven Hotspot zu bohren, als in der vulkanlosen Zone um Valencia.
Hier noch ein Link zur IGN-Bebenauflistung.
Mittwoch, 2. Oktober 2013
Beben und menschliche Ignoranz
Labels:El Hierro,Kanarische Inseln,Kanaren,Spanien
Erdbeben,
Erdölförderung,
Valencia,
Vulkan
Montag, 30. September 2013
Vulkan - ML2,7 Beben am Morgen
NEWS:
Dienstag, 01.Oktober 2013 - 9.28 Uhr - Die vergangene Nacht war ruhig. Heute Morgen bisher 13 Erdstöße bis ML1,6. Gestern insgesamt 32 Beben. Die Ausgangslage bleibt unverändert unter der Insel bei 11 bis 12 km Tiefe.
Heute Morgen sah alles noch so friedlich aus. Den Auftakt bildete dann um 7.08 Uhr ein Beben von ML2,7 aus 12 Kilometer Tiefe unter dem Inselmassiv. Innerhalb der nächsten 2 Stunden bis 9.03 Uhr folgten weitere 11 Erdstöße. Darunter noch ein ML2,4 Beben. Insgesamt gab es heute bisher 16 Beben (IGN Auflistung links). Die Ausgangstiefe liegt bei 11 bis 12 km. Es ist wieder so ein Bebenschwall wie wir ihn schon mehrmals erlebt haben.
Das Zentrum liegt zwischen dem Tanganasoga und dem Berg Malpaso - um die Abbruchkante in das Golfotal. Genau im Bereich der Gemeindegrenze zwischen La Frontera (Golfo) und El Pinar zu der, der südliche Inselteil gehört. Aus diesem Grunde tauchen auch in der IGN Auflistung beide Gemeindebezirke auf. Faktisch fanden aber alle Beben in einem Radius von nur wenigen Hundert Metern statt (rote Markierung).
Es bleibt jetzt einmal abzuwarten, ob es das bereits war oder eine Fortsetzung findet.
Dienstag, 01.Oktober 2013 - 9.28 Uhr - Die vergangene Nacht war ruhig. Heute Morgen bisher 13 Erdstöße bis ML1,6. Gestern insgesamt 32 Beben. Die Ausgangslage bleibt unverändert unter der Insel bei 11 bis 12 km Tiefe.
Heute Morgen sah alles noch so friedlich aus. Den Auftakt bildete dann um 7.08 Uhr ein Beben von ML2,7 aus 12 Kilometer Tiefe unter dem Inselmassiv. Innerhalb der nächsten 2 Stunden bis 9.03 Uhr folgten weitere 11 Erdstöße. Darunter noch ein ML2,4 Beben. Insgesamt gab es heute bisher 16 Beben (IGN Auflistung links). Die Ausgangstiefe liegt bei 11 bis 12 km. Es ist wieder so ein Bebenschwall wie wir ihn schon mehrmals erlebt haben.
Das Zentrum liegt zwischen dem Tanganasoga und dem Berg Malpaso - um die Abbruchkante in das Golfotal. Genau im Bereich der Gemeindegrenze zwischen La Frontera (Golfo) und El Pinar zu der, der südliche Inselteil gehört. Aus diesem Grunde tauchen auch in der IGN Auflistung beide Gemeindebezirke auf. Faktisch fanden aber alle Beben in einem Radius von nur wenigen Hundert Metern statt (rote Markierung).
Es bleibt jetzt einmal abzuwarten, ob es das bereits war oder eine Fortsetzung findet.
Sonntag, 29. September 2013
Das kurze Leben einer Vulkaninsel
NEWS: - 12.12 Uhr - Neues Beben erschüttert Pakistan wie NTV berichtet.
Während es unter El Hierro auch gestern 6 Erdstöße bis ML2,0 aus 10 bis 13 km Tiefe um den Tanganasoga gab, fiel mir der Beitrag (links) in Web.de auf. Es ist natürlich eine Aufnahme der Eldiscreto Eruption von 2011. Woher diese noch nicht an der Meeresoberfläche erschienene Insel kommt und wie der Unterwasserkegel entstanden ist, wissen wir.
Etwas anders verhält es sich mit der in der vergangenen Woche vor der Küste von Pakistan plötzlich aufgetauchten neuen Insel.
Eine ganz frische NASA Aufnahme aus dem Earth Observing-1 (EO-1) zeigt die etwa 1 Kilometer vor Gwadar liegende Insel. Sie ist schätzungsweise 75 bis 90 m im Durchmesser und ragt 15 bis 20 m aus der Meeresoberfläche hervor.
Am 24. September tauchte sie nach einem ML7,7 Erdbeben weiter nördlich im Landesinnern, vor der Küste - wie ein Phönix aus der Asche plötzlich auf.
Keine glühende Lava und Dampffontänen wie sonst üblich begleiteten die " kalte Eruption".
Es soll sich um einen "Schlammvulkan" handeln, der durch eine darunterliegende Gasblase angehoben wurde.
Komprimiertes Methan, Kohlendioxid und andere Gase aber auch Flüssigkeiten könnten durch das Beben gestört worden sein und an die Oberfläche drängen.
Tatsächlich wurde von austretendem Gas (Methan) das sofort Feuer fing, berichtet. Das Meer ist um die neu entstanden Insel flach und nur ca. 15 bis 20 Meter tief, wie Meeresbiologen erklärten.
Durch das expandierende Gas wurden Sedimente, Schlamm aber auch größere Felsbrocken an die Oberfläche befördert.
"Die Insel wirkt wie ein großer Schlammhaufen" - so Bill Barnhart, Geologe an der United States Geological Survey.
So schnell wie die Insel entstanden ist, kann sie nun auch wieder von der Bildfläche verschwinden. Entweicht weiteres Gas in die Atmosphäre, lässt der Innendruck nach und die Insel kann wieder im Vakuum der Blase versinken. Auch die Gezeiten und das an den Inselrändern nagende Meer werden ihren Beitrag leisten.
Schlamminseln (es gab bereits mehrere) sind in der Regel innerhalb eines Jahres soweit abgetragen und verschwinden.
Kein Komet und auch kein Meteorit, aber die ISS Raumstation ist am Mittwoch Morgen über den Kanaren sichtbar? Alles weitere dazu unter "ISS wird sichtbar"
Während es unter El Hierro auch gestern 6 Erdstöße bis ML2,0 aus 10 bis 13 km Tiefe um den Tanganasoga gab, fiel mir der Beitrag (links) in Web.de auf. Es ist natürlich eine Aufnahme der Eldiscreto Eruption von 2011. Woher diese noch nicht an der Meeresoberfläche erschienene Insel kommt und wie der Unterwasserkegel entstanden ist, wissen wir.
Etwas anders verhält es sich mit der in der vergangenen Woche vor der Küste von Pakistan plötzlich aufgetauchten neuen Insel.
Eine ganz frische NASA Aufnahme aus dem Earth Observing-1 (EO-1) zeigt die etwa 1 Kilometer vor Gwadar liegende Insel. Sie ist schätzungsweise 75 bis 90 m im Durchmesser und ragt 15 bis 20 m aus der Meeresoberfläche hervor.
Am 24. September tauchte sie nach einem ML7,7 Erdbeben weiter nördlich im Landesinnern, vor der Küste - wie ein Phönix aus der Asche plötzlich auf.
Keine glühende Lava und Dampffontänen wie sonst üblich begleiteten die " kalte Eruption".
Es soll sich um einen "Schlammvulkan" handeln, der durch eine darunterliegende Gasblase angehoben wurde.
Komprimiertes Methan, Kohlendioxid und andere Gase aber auch Flüssigkeiten könnten durch das Beben gestört worden sein und an die Oberfläche drängen.
Tatsächlich wurde von austretendem Gas (Methan) das sofort Feuer fing, berichtet. Das Meer ist um die neu entstanden Insel flach und nur ca. 15 bis 20 Meter tief, wie Meeresbiologen erklärten.
Durch das expandierende Gas wurden Sedimente, Schlamm aber auch größere Felsbrocken an die Oberfläche befördert.
"Die Insel wirkt wie ein großer Schlammhaufen" - so Bill Barnhart, Geologe an der United States Geological Survey.
So schnell wie die Insel entstanden ist, kann sie nun auch wieder von der Bildfläche verschwinden. Entweicht weiteres Gas in die Atmosphäre, lässt der Innendruck nach und die Insel kann wieder im Vakuum der Blase versinken. Auch die Gezeiten und das an den Inselrändern nagende Meer werden ihren Beitrag leisten.
Schlamminseln (es gab bereits mehrere) sind in der Regel innerhalb eines Jahres soweit abgetragen und verschwinden.
Kein Komet und auch kein Meteorit, aber die ISS Raumstation ist am Mittwoch Morgen über den Kanaren sichtbar? Alles weitere dazu unter "ISS wird sichtbar"
Freitag, 27. September 2013
Flug über den Vulkan Eldiscreto
NEWS:
"Vuelo sobre el cono del volcán submarino" so beschreibt die IEO (Instituto Español de Oceanografía) ihre animierte Grafik die aus den letzten bathymetrischen Untersuchungen entstanden ist. Im März 2013 wurde zusammen mit dem Instituto Hidrográfico de la Marina unter anderem auch das Eruptionsgebiet um den 2011 entstandenen Eldiscreto näher unter die Lupe genommen. Es entstand ein Video, das den Vulkankegel und vor allem das nächste Unterwasserumfeld zeigt. Es ist gesäumt von unzähligen früheren Eruptionskratern und der Jüngste ist im Grunde jetzt nur einer von vielen Kegeln und Berge. Hier geht es zum Video der IEO
Die Bebenaktivität hält aktuell verhalten weiter an. Gestern 7 Beben, heute bereits 6 neue Erdstöße. Der stärkste Erdstoß erfolgte am Morgen um 5.31 Uhr mit ML2,3 aus 16 km Tiefe vor dem Westzipfel. Das Zentrum bleibt aber unter dem Inselmassiv bei 10 bis 12 km Tiefe.
Auch unter La Palma wurden gestern mehrere Beben aufgezeichnet - von der IGN aber bis jetzt noch nicht klassifiziert. Atmosphärische Störungen wie Wind, Starkregen oder hoher Wellengang scheiden aus.
Auch eine Zunahme von Erdbeben in Gebieten mit Erdöl- oder Erdgasgewinnung ist festzustellen. So hat sich die Zahl der Erdbeben in der Region Groningen (Holland), die durch die dortige Gasgewinnung verursacht werden, zwischen 2010 und 2012 verdoppelt.
Auch in diesem Jahr ist ihre Zahl im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Der niederländische Wirtschaftsminister Henk Kamp (VVD) will nun prüfen lassen, ob die Gasgewinnung zurückgeschraubt werden muss, um das Risiko zu mindern. Lesen Sie die vollständige Veröffentlichung der Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Klar - Energie wird gebraucht und immer in größerem Umfange. Wenn der Erde Jahrmillionen alte Stücke entrissen werden, entstehen in der Erdkruste Hohlräume und instabile Zonen.
Auch wenn diese Lücken mit einer Ersatzflüssigkeit aufgefüllt werden, erreiche ich niemals die alte Konsistenz und das gleiche Innendruckverhältnis wie früher. Darauf erfolgt über kurz oder lang schon aus physikalisch/geologischen Gründen eine Reaktion - meist als Verwerfung oder durch Abrutschen nicht mehr stabiler Gesteinsschichten. Das sind dann die gemessenen Erdbeben.
Wir können uns darauf einstellen, dass derartige von Menschenhand geschaffenen Beben, in Zukunft weiter zunehmen. Je mehr ich die Erde entkerne, desto größer wird die Gefahr.
Noch sind es meist kleine Beben, die nur Risse in den Hausfassaden hinterlassen. Aber auch Tote sind bereits zu beklagen. Ich erinnere an die Beben in Festlandspanien oder Italien die wahrscheinlich durch eine ungebremste Grundwasserentnahme und das Absinken des Wasserspiegels ausgelöst wurden.
Wer ist Schuld und wen mache ich dafür Verantwortlich?
Ein beliebtes Spiel den Übeltäter zu benennen, vielleicht zu verurteilen und scheinbare Gerechtigkeit walten zu lassen.
Den Betreiber, den politischen Entscheidungsträger oder den gedankenlosen Verbraucher.
Im Grunde ist es eine Kollektivschuld, da Alle mehr oder weniger, von den Vorteilen partizipiert haben.
Oft wurde ohne Widerspruch oder aus mangelndem Interesse alles so hingenommen. Die demokratisch gewählten Vertreter werden es schon richten.
Darüber sollte sich jeder einmal Gedanken machen und beim nächsten geplanten Erdwärmeprojekt, Öl- oder Erdgasbohrung wie zum Beispiel vor Fuerteventura oder der in Deutschland zur Zeit diskutierten Frackingmethode etwas genauer und intensiver informieren und den Sinn und Zweck hinterfragen.
Ist es unbedingt Notwendig - bringt es Vorteile oder sind die Folgewirkungen durch den Eingriff in die Natur viel gravierender für mich und meine Kinder.
Ich bin kein "Grüner" oder "Alternativer", zumindest nicht im parteiklassischen Sinne. Mache mir aber so meine Gedanken, wie gedankenlos Parteien, Interessengruppen und Mitmenschen mit unserem gemeinsamen Eigentum und unser aller Lebensgrundlage umgehen.
"Vuelo sobre el cono del volcán submarino" so beschreibt die IEO (Instituto Español de Oceanografía) ihre animierte Grafik die aus den letzten bathymetrischen Untersuchungen entstanden ist. Im März 2013 wurde zusammen mit dem Instituto Hidrográfico de la Marina unter anderem auch das Eruptionsgebiet um den 2011 entstandenen Eldiscreto näher unter die Lupe genommen. Es entstand ein Video, das den Vulkankegel und vor allem das nächste Unterwasserumfeld zeigt. Es ist gesäumt von unzähligen früheren Eruptionskratern und der Jüngste ist im Grunde jetzt nur einer von vielen Kegeln und Berge. Hier geht es zum Video der IEO
Die Bebenaktivität hält aktuell verhalten weiter an. Gestern 7 Beben, heute bereits 6 neue Erdstöße. Der stärkste Erdstoß erfolgte am Morgen um 5.31 Uhr mit ML2,3 aus 16 km Tiefe vor dem Westzipfel. Das Zentrum bleibt aber unter dem Inselmassiv bei 10 bis 12 km Tiefe.
Auch unter La Palma wurden gestern mehrere Beben aufgezeichnet - von der IGN aber bis jetzt noch nicht klassifiziert. Atmosphärische Störungen wie Wind, Starkregen oder hoher Wellengang scheiden aus.
Auch eine Zunahme von Erdbeben in Gebieten mit Erdöl- oder Erdgasgewinnung ist festzustellen. So hat sich die Zahl der Erdbeben in der Region Groningen (Holland), die durch die dortige Gasgewinnung verursacht werden, zwischen 2010 und 2012 verdoppelt.
Auch in diesem Jahr ist ihre Zahl im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Der niederländische Wirtschaftsminister Henk Kamp (VVD) will nun prüfen lassen, ob die Gasgewinnung zurückgeschraubt werden muss, um das Risiko zu mindern. Lesen Sie die vollständige Veröffentlichung der Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Klar - Energie wird gebraucht und immer in größerem Umfange. Wenn der Erde Jahrmillionen alte Stücke entrissen werden, entstehen in der Erdkruste Hohlräume und instabile Zonen.
Auch wenn diese Lücken mit einer Ersatzflüssigkeit aufgefüllt werden, erreiche ich niemals die alte Konsistenz und das gleiche Innendruckverhältnis wie früher. Darauf erfolgt über kurz oder lang schon aus physikalisch/geologischen Gründen eine Reaktion - meist als Verwerfung oder durch Abrutschen nicht mehr stabiler Gesteinsschichten. Das sind dann die gemessenen Erdbeben.
Wir können uns darauf einstellen, dass derartige von Menschenhand geschaffenen Beben, in Zukunft weiter zunehmen. Je mehr ich die Erde entkerne, desto größer wird die Gefahr.
Noch sind es meist kleine Beben, die nur Risse in den Hausfassaden hinterlassen. Aber auch Tote sind bereits zu beklagen. Ich erinnere an die Beben in Festlandspanien oder Italien die wahrscheinlich durch eine ungebremste Grundwasserentnahme und das Absinken des Wasserspiegels ausgelöst wurden.
Wer ist Schuld und wen mache ich dafür Verantwortlich?
Ein beliebtes Spiel den Übeltäter zu benennen, vielleicht zu verurteilen und scheinbare Gerechtigkeit walten zu lassen.
Den Betreiber, den politischen Entscheidungsträger oder den gedankenlosen Verbraucher.
Im Grunde ist es eine Kollektivschuld, da Alle mehr oder weniger, von den Vorteilen partizipiert haben.
Oft wurde ohne Widerspruch oder aus mangelndem Interesse alles so hingenommen. Die demokratisch gewählten Vertreter werden es schon richten.
Darüber sollte sich jeder einmal Gedanken machen und beim nächsten geplanten Erdwärmeprojekt, Öl- oder Erdgasbohrung wie zum Beispiel vor Fuerteventura oder der in Deutschland zur Zeit diskutierten Frackingmethode etwas genauer und intensiver informieren und den Sinn und Zweck hinterfragen.
Ist es unbedingt Notwendig - bringt es Vorteile oder sind die Folgewirkungen durch den Eingriff in die Natur viel gravierender für mich und meine Kinder.
Ich bin kein "Grüner" oder "Alternativer", zumindest nicht im parteiklassischen Sinne. Mache mir aber so meine Gedanken, wie gedankenlos Parteien, Interessengruppen und Mitmenschen mit unserem gemeinsamen Eigentum und unser aller Lebensgrundlage umgehen.
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Mittwoch, 25. September 2013
Neue Insel entstanden ?
NEWS:
Auch das ist möglich.
Bei dem schweren Erdbeben von ML7,7 gestern um 11.29 Uhr (GMT Zeit) im Südwesten von Pakistan, soll vor der Küste eine neue Insel entstanden sein.
Wie die pakistanische Express News (Foto) berichtet, hat sich ca. 1,5 km vor der Küste von Gawadar eine Insel aus dem Meer erhoben. Die Höhe der neuen Insel wird mit 20 - 40 Meter angegeben. Sie soll wie auf dem Foto auch zu sehen, stark zerklüftet sein. Es war in diesem Gebiet laut Express News nicht der erste Vorgang dieser Art. Bereits 1945 soll nach einem Beben, Landmasse aus dem Meer aufgetaucht sein.
Wie das United States Geological Survey (USGS) mitteilte, dauerte der Erdstoß rund 8 Sekunden an.
Auch auf dem Seismografen CHIE auf El Hierro wurde dieses Beben mit 10 Minuten Zeit- Verzögerung aufgezeichnet. Die Nachschwingungen dauerten hier über mehrere Minuten an (links IGN Grafik).
Über die Opferzahlen gibt es noch unterschiedliche Angaben. Die Zahlen schwanken zwischen 49 und 210 Toten.
Das betroffene Gebiet ist schwach besiedelt. 90 % der Dörfer/Gemeinden wurden lt. der engl. Herald Tribune zerstört (Danke für die Leser- Hinweise).
Nicht nur durch Vulkaneruptionen oder Meeresabsenkungen können neue Inseln entstehen. Auch durch Erdbeben können flach unter dem Meeresspiegel liegende Landmassen oder Berge wie ein Phönix plötzlich über die Wasseroberfläche katapultiert werden.
Spannungen die sich über lange Zeit beständig aufgebaut haben und plötzlich lösen, können Verwerfungen von mehreren Dutzend Metern verursachen und je nach Lage - auch Tsunamis - auslösen. Beispiele dafür gibt es genug.
Unter El Hierro war es in den letzten 24 Stunden im Vergleich dazu ruhig. Es gab gestern 10 schwache Erdstöße bis ML1,6 aus 11 bis 14 km Tiefe. Die Lage unter dem Inselmassiv bleibt unverändert.
Für La Palma wurde kein weiteres Beben registriert.
Auch das ist möglich.
Bei dem schweren Erdbeben von ML7,7 gestern um 11.29 Uhr (GMT Zeit) im Südwesten von Pakistan, soll vor der Küste eine neue Insel entstanden sein.
Wie die pakistanische Express News (Foto) berichtet, hat sich ca. 1,5 km vor der Küste von Gawadar eine Insel aus dem Meer erhoben. Die Höhe der neuen Insel wird mit 20 - 40 Meter angegeben. Sie soll wie auf dem Foto auch zu sehen, stark zerklüftet sein. Es war in diesem Gebiet laut Express News nicht der erste Vorgang dieser Art. Bereits 1945 soll nach einem Beben, Landmasse aus dem Meer aufgetaucht sein.
Das Beben ereignete sich um 16.29 Uhr Lokalzeit (11.29 GMT) rund 100 Kilometer (60 Meilen) südwestlich von der Stadt Khuzdar in der Provinz Belutschistan (Karte USGS) in einer Tiefe von 22,9 Kilometer.
Wie das United States Geological Survey (USGS) mitteilte, dauerte der Erdstoß rund 8 Sekunden an.
Auch auf dem Seismografen CHIE auf El Hierro wurde dieses Beben mit 10 Minuten Zeit- Verzögerung aufgezeichnet. Die Nachschwingungen dauerten hier über mehrere Minuten an (links IGN Grafik).
Über die Opferzahlen gibt es noch unterschiedliche Angaben. Die Zahlen schwanken zwischen 49 und 210 Toten.
Das betroffene Gebiet ist schwach besiedelt. 90 % der Dörfer/Gemeinden wurden lt. der engl. Herald Tribune zerstört (Danke für die Leser- Hinweise).
Nicht nur durch Vulkaneruptionen oder Meeresabsenkungen können neue Inseln entstehen. Auch durch Erdbeben können flach unter dem Meeresspiegel liegende Landmassen oder Berge wie ein Phönix plötzlich über die Wasseroberfläche katapultiert werden.
Spannungen die sich über lange Zeit beständig aufgebaut haben und plötzlich lösen, können Verwerfungen von mehreren Dutzend Metern verursachen und je nach Lage - auch Tsunamis - auslösen. Beispiele dafür gibt es genug.
Unter El Hierro war es in den letzten 24 Stunden im Vergleich dazu ruhig. Es gab gestern 10 schwache Erdstöße bis ML1,6 aus 11 bis 14 km Tiefe. Die Lage unter dem Inselmassiv bleibt unverändert.
Für La Palma wurde kein weiteres Beben registriert.
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