18.10 Uhr - die letzten Erdstöße von bis zu ML2,7 liegen nun wieder im 15 bis 17 km Tiefenbereich. Wie die Involcan mitteilte, werden bereits seit Tagen an der Station HI07 (das ist bei El Pinar) erhöhte CO² Werte gemessen.
Avcan geht davon aus, daß es sich beim immer wieder auflebenden Tremor um eine Sonderform, den "Spasmodischen Tremor" handelt. Diese Tremorart kennt man aus Hawaii und von einigen anderen Vulkanen. Der Zyklus wird dabei im Verlauf immer wieder unterbrochen.
15.25 Uhr - die beiden letzten Beben von ML2,6 um 13.44 Uhr und ML2,5 um 13.58 Uhr kamen nun bereits aus 13 km Tiefe. Es bleibt jetzt einmal abzuwarten, ob sich diese Anzeichen verstärken und fortsetzen.
13.12 Uhr - Der aktuelle Seismik-Verlauf. 11.50 Uhr - es sind jetzt auch Beben dabei die lange anhalten. Um 10.58 Uhr ein ML2,5 Erdstoß von über 1 Minute Dauer.
10.48 Uhr - die Beben halten weiter an und haben sich sogar in den letzten Minuten noch etwas verstärkt. Die Ausgangstiefe bleibt bei 16 km. In den nächsten Tagen wird das Forschungsschiff Roman Margaleff (zur Zeit Gran Canaria) das planmässig nach El Hierro kommen sollte, sich den Westteil der Insel sicher von der Seeseite genauer anschauen.
Um 22.52 Uhr in der Nacht ein ML3,8 Beben. Das war der bisher heftigste Erdstoß in dieser neuen Aktivitätsphase. Er wurde von vielen Anwohnern gespürt. Das Epizentrum lag an der Westspitze (IGN Karte rote Punkte) und kam aus 15 km Tiefe. Insgesamt hatten wir gestern 115 Beben.

Und so geht es auch heute Morgen weiter. Bisher rund 40 Erdstöße. Das Tiefenzentrum liegt weiter zwischen 15 und 17 km Tiefe. Solange die Erdstöße in dieser Tiefe verharren, dürfte keine Gefahr einer Eruption bestehen. Aber der Druck und in Folge das Magma sucht nach einem Weg zur Druckentlastung. Zur Zeit scheint es sich nur horizontal auszubreiten. Wichtig sind in den nächsten Stunden oder auch Tagen die Tiefenangaben. Es gab in den vergangenen Tagen wohl auch schon Beben in flachen Zonen (2 km Tiefe). Dies dürften aber Verspannungsbeben durch die Oberflächenverformung der Insel gewesen sein.
Die Oberflächenverformung hat wie zu erwarten weiter zugenommen. Links sind nur zwei GPS Messpunkte vom Golfo dargestellt. Sprunghaft sind die Werte in die Höhe geschnellt. Die Ausgangsbasis lag bisher schon bei einigen Stellen bei 12 cm über Normalwert (aus der Grafik nicht zu erkennen). Die Verformung dürfte weiter zunehmen. Wenn mehr Daten dazu vorliegen, werde ich - da es wichtige Indikatoren sind - näher darauf eingehen.
So sieht es im Moment bei den Aufzeichnungen des Seismografen aus. Unzählige Beben in nur kurzen Abständen, zwischen ML2,0 und ML2,7. Die zeitweise stärkeren Zitterbewegungen (z.B. der dickere rote und blaue Balken) deuten auf ein Vordringen der Magma hin - auch Tremor genannt.

















