NEWS:
Unter El Hierro blieb es gestern und in der vergangenen Nacht ruhig. Verstärkt treten jedoch jetzt wieder Erdstösse um Gran Canaria auf (siehe Avcan Ansicht). Am 9.2.13 ein ML2,8 Beben in 36 km Tiefe und gestern Abend um 22.23 Uhr ein ML1,7 Erdstoß aus 20 km Tiefe. Es sind Beben die schon seit Jahrzehnten mehr oder weniger regelmässig vorkommen. Was genau da am Meeresgrund der hier rund 3500 Meter tief liegt vor sich geht, bleibt ein Rätsel. Es gibt mehrere Denkmodelle und Theorien die aber aufgrund der großen Meerestiefe nicht überprüft werden können. Darüber hatte ich schon geschrieben.
Heute stehen wir noch unter dem Eindruck des tragischen Kreuzfahrtschiff- Unglück gestern am Sonntag im Hafen von Santa Cruz de La Palma. 5 Besatzungsmitglieder der TUI Thomson Majesty sind dabei ums Leben gekommen. Alles weitere dazu hier auf meiner La Palma - Seite.
Montag, 11. Februar 2013
Mittelpunkt heute die Nachbarinseln
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Vulkan
Sonntag, 10. Februar 2013
El Hierro Vulkan - Rekordverdächtig
NEWS:
Auch gestern Abend um 20.13 Uhr wieder ein ML1,7 Beben in 14 km Tiefe bei Los Llanillos im Golfotal. Es will einfach nicht aufhören, auch wenn auf der Inseloberfläche von all den Vorgängen im Untergrund nichts zu spüren ist. Seit über 18 Monaten dauern die Vulkanaktivitäten nun schon an. Einiges ist inzwischen Rekordverdächtig.
So gab es seit dem 19.Juli 2011 bis heute 16.718 Beben. Ich wüsste nicht, wo zumindest auf den Kanaren, in der Vergangenheit so viele Erdstöße in 1,5 Jahren gezählt wurden. Früher waren sicher die Seismografen und Messeinrichtungen noch nicht so perfektioniert. Heute wird selbst der schwächste Erdstoß registriert und seine Lage sehr genau lokalisiert.
Auf der IGN Karte (links) sind alle Beben grafisch dargestellt. Von der Konzentration der Beben lässt sich ungefähr die Größe der Magmakammer erkennen. So liegt deren Durchmesser bei ca. 15 km mit Zentrum im Inselinnern unter dem Vulkanberg Tanganasoga/ Malpaso. Die Tiefe der Hauptkammer bei 20 km. Heißes Magma hat die Eigenschaft aufzusteigen. Inzwischen hat sich eine Blase (blau) gebildet die bis 6 km unter die Erdoberfläche heran reicht. Das ist im Gebiet um Sabinosa/Pozo de la Salud im Golfotal.
Da hier die darüber liegenden Gesteinschichten wahrscheinlich schwer zu durchdringen und aufzuschmelzen sind, entweicht der Druck seitlich. Die Eldiscreto Eruption im Süden und die jetzt neu entdeckten Öffnungen an der Westseite deuten darauf hin.
Wie es jetzt weiter geht ??? - es bleibt nur das genaue Beobachten. Alles andere ist Spekulation. Die Bodenverformung hält an. Der Innendruck hat sich nicht wesentlich abgebaut. Neue Ergebnisse zur Gasemission liegen nicht vor.
Auch gestern Abend um 20.13 Uhr wieder ein ML1,7 Beben in 14 km Tiefe bei Los Llanillos im Golfotal. Es will einfach nicht aufhören, auch wenn auf der Inseloberfläche von all den Vorgängen im Untergrund nichts zu spüren ist. Seit über 18 Monaten dauern die Vulkanaktivitäten nun schon an. Einiges ist inzwischen Rekordverdächtig.
So gab es seit dem 19.Juli 2011 bis heute 16.718 Beben. Ich wüsste nicht, wo zumindest auf den Kanaren, in der Vergangenheit so viele Erdstöße in 1,5 Jahren gezählt wurden. Früher waren sicher die Seismografen und Messeinrichtungen noch nicht so perfektioniert. Heute wird selbst der schwächste Erdstoß registriert und seine Lage sehr genau lokalisiert.
Auf der IGN Karte (links) sind alle Beben grafisch dargestellt. Von der Konzentration der Beben lässt sich ungefähr die Größe der Magmakammer erkennen. So liegt deren Durchmesser bei ca. 15 km mit Zentrum im Inselinnern unter dem Vulkanberg Tanganasoga/ Malpaso. Die Tiefe der Hauptkammer bei 20 km. Heißes Magma hat die Eigenschaft aufzusteigen. Inzwischen hat sich eine Blase (blau) gebildet die bis 6 km unter die Erdoberfläche heran reicht. Das ist im Gebiet um Sabinosa/Pozo de la Salud im Golfotal.
Da hier die darüber liegenden Gesteinschichten wahrscheinlich schwer zu durchdringen und aufzuschmelzen sind, entweicht der Druck seitlich. Die Eldiscreto Eruption im Süden und die jetzt neu entdeckten Öffnungen an der Westseite deuten darauf hin.
Wie es jetzt weiter geht ??? - es bleibt nur das genaue Beobachten. Alles andere ist Spekulation. Die Bodenverformung hält an. Der Innendruck hat sich nicht wesentlich abgebaut. Neue Ergebnisse zur Gasemission liegen nicht vor.
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Samstag, 9. Februar 2013
El Hierro - Wifi Spitzenreiter
NEWS:
Gestern um 11.26 Uhr ein schwacher ML1,0 Erdstoß in 10 km Tiefe beim Tanganasoga.
El Hierro wird die erste "Free Wifi Insel der Welt". Das kündigte vor einiger Zeit der Minister für Industrie, Energie und Tourismus Jose Manuel Soria an. Jetzt ist es fast soweit. Über 26 Antennen (siehe Hosteltur Grafik) wird über ein Open-Access-Wifi-Netzwerk überall auf der Insel eine kostenlose Internetverbindung möglich sein. Ganze 8 Millionen Euro hat man in ein Förderprogramm gepackt, aus dem auch das Wifi Netz finanziert wird. Internetempfang war auch bisher schon möglich, allerdings nicht kostenlos.
Auf den ersten Blick sicher eine Bereicherung der Kommunikationsstruktur. Ob deshalb allerdings mehr Touristen kommen, wird die Zukunft noch zeigen. Aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
Ohne passable Flug- und Fährverbindungen nützt wahrscheinlich der kostenlose Wifi-Renner nicht allzu viel.
Von den zusätzlichen Masten die so gar nicht in die herrliche Landschaft passen, erst garnicht zu reden. Auch die Folgekosten wurden sicher nicht bedacht Auf immer und ewig wird das Geld für den Unterhalt aus Madrid oder Brüssel nicht kommen. Dann ist die Inselregierung am Zug.
Schmerzlich erinnert man sich an das traumhafte Erlebnisbad "Cascadas del Mar" im Golfotal -auch eine Subvention.
Alles war ja gut gemeint. Nur wenn in unmittelbarer Nähe noch zwei kostenlose und gut ausgebaute Naturschwimmbäder vorhanden sind, dann wird kein Tourist und erst nicht ein Herreno hierfür Eintritt zahlen.
Heute streitet man sich darüber, wer den Unterhalt finanziert. Auch eine Fehlinvestition die kaum genutzt wird und daher meist geschlossen ist und irgendwann dann still und heimlich verrotten wird.
Es drängt sich für mich immer der Gedanken auf, daß Geschenke gerne genommen und als so genannter Fortschritt gefeiert werden. Über Sinn oder Unsinn und die Folgelasten macht man sich allerdings erst nach Fertigstellung seine Gedanken. Ein Phänomen das nicht nur auf El Hierro sondern auf allen Inseln häufig zu beobachten ist.
Statt Subventionen bedacht und nachhaltig einzusetzen und sich von Anfang an über den Nutzen und die evtl. nachteiligen Konsequenzen die Gehirnzellen zu strapazieren, erliegt man den verlockenden Angeboten, wie hier des Kommunikation-Giganten Telefonica. Sicher hat der Konzern einen besonders guten Draht zu den entscheidenden Stellen und Fördertöpfen in Madrid und sichert sich schneller als andere seinen Anteil am Subvention-Kuchen.
Ob diese Mittel jedoch an anderer Stelle sinnvoller und nutzbringender eingesetzt worden wären, ist bei den politischen Köpfen anscheinend nicht der primäre Gedanke.
Es liegt mir nicht Kritik zu üben, aber die andere Seite der Medaille sollte auch nicht unerwähnt bleiben.
Freuen wir uns also über die Errungenschaft zum Segen Aller - und hoffen, daß für die Verkehrsanbindung und dem Wesentlichen, dem Transport der Gäste, auch noch etwas übrig bleibt.
Gestern um 11.26 Uhr ein schwacher ML1,0 Erdstoß in 10 km Tiefe beim Tanganasoga.
Kostenloses Internet für Alle
El Hierro wird die erste "Free Wifi Insel der Welt". Das kündigte vor einiger Zeit der Minister für Industrie, Energie und Tourismus Jose Manuel Soria an. Jetzt ist es fast soweit. Über 26 Antennen (siehe Hosteltur Grafik) wird über ein Open-Access-Wifi-Netzwerk überall auf der Insel eine kostenlose Internetverbindung möglich sein. Ganze 8 Millionen Euro hat man in ein Förderprogramm gepackt, aus dem auch das Wifi Netz finanziert wird. Internetempfang war auch bisher schon möglich, allerdings nicht kostenlos.
Auf den ersten Blick sicher eine Bereicherung der Kommunikationsstruktur. Ob deshalb allerdings mehr Touristen kommen, wird die Zukunft noch zeigen. Aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
Ohne passable Flug- und Fährverbindungen nützt wahrscheinlich der kostenlose Wifi-Renner nicht allzu viel.
Von den zusätzlichen Masten die so gar nicht in die herrliche Landschaft passen, erst garnicht zu reden. Auch die Folgekosten wurden sicher nicht bedacht Auf immer und ewig wird das Geld für den Unterhalt aus Madrid oder Brüssel nicht kommen. Dann ist die Inselregierung am Zug.
Schmerzlich erinnert man sich an das traumhafte Erlebnisbad "Cascadas del Mar" im Golfotal -auch eine Subvention.
Alles war ja gut gemeint. Nur wenn in unmittelbarer Nähe noch zwei kostenlose und gut ausgebaute Naturschwimmbäder vorhanden sind, dann wird kein Tourist und erst nicht ein Herreno hierfür Eintritt zahlen.
Heute streitet man sich darüber, wer den Unterhalt finanziert. Auch eine Fehlinvestition die kaum genutzt wird und daher meist geschlossen ist und irgendwann dann still und heimlich verrotten wird.
Es drängt sich für mich immer der Gedanken auf, daß Geschenke gerne genommen und als so genannter Fortschritt gefeiert werden. Über Sinn oder Unsinn und die Folgelasten macht man sich allerdings erst nach Fertigstellung seine Gedanken. Ein Phänomen das nicht nur auf El Hierro sondern auf allen Inseln häufig zu beobachten ist.
Statt Subventionen bedacht und nachhaltig einzusetzen und sich von Anfang an über den Nutzen und die evtl. nachteiligen Konsequenzen die Gehirnzellen zu strapazieren, erliegt man den verlockenden Angeboten, wie hier des Kommunikation-Giganten Telefonica. Sicher hat der Konzern einen besonders guten Draht zu den entscheidenden Stellen und Fördertöpfen in Madrid und sichert sich schneller als andere seinen Anteil am Subvention-Kuchen.
Ob diese Mittel jedoch an anderer Stelle sinnvoller und nutzbringender eingesetzt worden wären, ist bei den politischen Köpfen anscheinend nicht der primäre Gedanke.
Es liegt mir nicht Kritik zu üben, aber die andere Seite der Medaille sollte auch nicht unerwähnt bleiben.
Freuen wir uns also über die Errungenschaft zum Segen Aller - und hoffen, daß für die Verkehrsanbindung und dem Wesentlichen, dem Transport der Gäste, auch noch etwas übrig bleibt.
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Freitag, 8. Februar 2013
El Hierro Vulkan - weitere Erdstöße
NEWS:
5 Beben gestern Abend zwischen 18.19 Uhr und 18.28 Uhr im Inselinnern an der Abruchkante zum Golfo. Die Erdstöße mit einer Stärke von bis zu ML1,9 kamen aus einer Tiefe zwischen 9,7 und 12 km. Um 21.52 Uhr ein weiteres Beben einige hundert Meter weiter südlich am El Julan mit ML1,5 gar aus 27,8 km Tiefe. Zur Zeit funktionieren nicht alle Grafiken der IGN, so daß ich eine Google Ansicht links eingefügt habe.
Die vor einigen Tagen beobachteten Zitterbewegungen auf dem Seismografen, hatten als Ursache starken Wellengang im Küstenbereich. Auch auf den Nachbarinseln waren ähnliche Bewegungen zeitgleich aufgezeichnet worden. Heute könnte es wieder auftreten, da von den Meteorologen starke Winde und kräftiger Seegang angekündigt werden.
Nachtrag (11.56 Uhr):
Die IGN ist wieder auf Sendung. Hier noch die genaue Lage der gestrigen Beben (blau+rosa).
Die vor einigen Tagen beobachteten Zitterbewegungen auf dem Seismografen, hatten als Ursache starken Wellengang im Küstenbereich. Auch auf den Nachbarinseln waren ähnliche Bewegungen zeitgleich aufgezeichnet worden. Heute könnte es wieder auftreten, da von den Meteorologen starke Winde und kräftiger Seegang angekündigt werden.
Nachtrag (11.56 Uhr):
Die IGN ist wieder auf Sendung. Hier noch die genaue Lage der gestrigen Beben (blau+rosa).
Donnerstag, 7. Februar 2013
El Hierro Vulkan - weitere Details
NEWS:
21.02 Uhr - mehrere Beben gegen 18.30 Uhr bis ML1,9 in 11 bzw. 12 km Tiefe im Golfo.
Auch gestern wieder zwei Beben. Ein ML0,8 in der Golfowanne (roter Punkt) ca. 4 km vor der Küste im Meer und ein ML1,7 um 20.43 Uhr im näheren Küstenbereich (rosa) in nur 6 km Tiefe. Dies ist schon ein Beben im flacheren Bereich. Normal liegen hier die Erdstöße im 10 km Tiefenbereich. Vielleicht handelte es sich auch nur um ein Entspannungsbeben. Diese Ecke bleibt zu beobachten.
Auf der IGN Grafik habe ich die bis jetzt bekannten Eruptionspunkte mit Pfeilen gekennzeichnet. Der Eldiscreto im Süden und die "neu" entdeckten Eruptionsstellen an der äußersten Westspitze. Es würde mich nicht wundern, wenn noch weiter Austrittsstellen wie z.B. im nördlichen Golfo um die Salmor Felsen gefunden werden. Auch hier wurden im November/Dezember 2011 Meeresverfärbungen und Schwefelgeruch festgestellt.
Das Ganze sieht so aus als würde sich in einem Kreis um die vermutete Magmahauptkammer mit Zentrum unter dem Tanganasoga Spalten geöffnet haben. Wahrscheinlich sind die Gesteinschichten im Randbereich leichter zu durchdringen aus denen Magma und Gase entweichen können.
Es wäre jetzt auch einmal an der Zeit, mit einem bemannten Unterseeboot die Küstenlinie abzufahren und nach weiteren Austrittstellen Ausschau zu halten. Die Sichtverhältnisse dürften jetzt besser sein und ein Mensch (Wissenschaftler) kann doch mehr erkennen als ein Unterwasser Roboter. Daraus wären sicher weitere Rückschlüsse und eine bessere Einschätzung auf die zukünftige vulkanische Entwicklung möglich.
Hier die etwas unscharf vergrößerte Involcan Position der 5 Austrittsstellen. Sie liegen in einem sehr flachen Bereich an der Küstenlinie in 64 bis 88 Meter Tiefe. Ein Vulkankegel hat bereits eine Höhe von ca. 48 Meter erreicht. Zum Glück sind keine großen Mengen magmatischen Materials ausgetreten. In diesen geringen Tiefen besteht immer die Gefahr einer "Wasserdampfexplosion". Das hätte man dann aber sicher bemerkt.
Wie die Involcan noch mitteilte, wurden die Daten und Unterlagen zu den jetzt aufgefundenen Ausbruchstellen nicht von der IGN geliefert. Die Involcan musste sich erst mühsam von den einzelnen Instituten das Material zusammen suchen.
Ich gehe eigentlich davon aus, daß es der staatlichen IGN bisher schlicht unbekannt war, was sich überhaupt an der Westspitze ereignet hat. Das Interesse der IGN an El Hierro scheint heute nicht mehr allzu groß zu sein. Es gibt keine laufenden Gasmessungen. Zumindest werden keine Messergebnisse mehr veröffentlicht. Auch der Außenposten - das IGN Büro in La Restinga - soll wie zu hören, nur noch sporadisch besetzt sein. Ideale Voraussetzungen für eine umfassende Vulkanbeobachtung.
Von der Eruptionstelle des Eldiscreto im Süden haben wir nun besseres Kartenmaterial. So wie hier aus dem Forschungsbericht der Universität Las Palmas de Gran Canaria. Die Austrittstelle liegt genau in einer Tiefe von 225 Meter. Damit hat der Kegel eine Höhe von 137 Meter (noch 88 m bis zur Meeresoberfläche) erreicht. Schön ist auch das steile Gefälle, ein Barranco, zu erkennen. Es fällt von 225 m auf 1000 m Tiefe bei einer Strecke von rund 4 Kilometer ab. Durch diese Schlucht ist größtenteils die ausgeworfene Lava abgeflossen.
21.02 Uhr - mehrere Beben gegen 18.30 Uhr bis ML1,9 in 11 bzw. 12 km Tiefe im Golfo.
Auch gestern wieder zwei Beben. Ein ML0,8 in der Golfowanne (roter Punkt) ca. 4 km vor der Küste im Meer und ein ML1,7 um 20.43 Uhr im näheren Küstenbereich (rosa) in nur 6 km Tiefe. Dies ist schon ein Beben im flacheren Bereich. Normal liegen hier die Erdstöße im 10 km Tiefenbereich. Vielleicht handelte es sich auch nur um ein Entspannungsbeben. Diese Ecke bleibt zu beobachten.
Auf der IGN Grafik habe ich die bis jetzt bekannten Eruptionspunkte mit Pfeilen gekennzeichnet. Der Eldiscreto im Süden und die "neu" entdeckten Eruptionsstellen an der äußersten Westspitze. Es würde mich nicht wundern, wenn noch weiter Austrittsstellen wie z.B. im nördlichen Golfo um die Salmor Felsen gefunden werden. Auch hier wurden im November/Dezember 2011 Meeresverfärbungen und Schwefelgeruch festgestellt.
Das Ganze sieht so aus als würde sich in einem Kreis um die vermutete Magmahauptkammer mit Zentrum unter dem Tanganasoga Spalten geöffnet haben. Wahrscheinlich sind die Gesteinschichten im Randbereich leichter zu durchdringen aus denen Magma und Gase entweichen können.
Es wäre jetzt auch einmal an der Zeit, mit einem bemannten Unterseeboot die Küstenlinie abzufahren und nach weiteren Austrittstellen Ausschau zu halten. Die Sichtverhältnisse dürften jetzt besser sein und ein Mensch (Wissenschaftler) kann doch mehr erkennen als ein Unterwasser Roboter. Daraus wären sicher weitere Rückschlüsse und eine bessere Einschätzung auf die zukünftige vulkanische Entwicklung möglich.
Hier die etwas unscharf vergrößerte Involcan Position der 5 Austrittsstellen. Sie liegen in einem sehr flachen Bereich an der Küstenlinie in 64 bis 88 Meter Tiefe. Ein Vulkankegel hat bereits eine Höhe von ca. 48 Meter erreicht. Zum Glück sind keine großen Mengen magmatischen Materials ausgetreten. In diesen geringen Tiefen besteht immer die Gefahr einer "Wasserdampfexplosion". Das hätte man dann aber sicher bemerkt.
Wie die Involcan noch mitteilte, wurden die Daten und Unterlagen zu den jetzt aufgefundenen Ausbruchstellen nicht von der IGN geliefert. Die Involcan musste sich erst mühsam von den einzelnen Instituten das Material zusammen suchen.
Ich gehe eigentlich davon aus, daß es der staatlichen IGN bisher schlicht unbekannt war, was sich überhaupt an der Westspitze ereignet hat. Das Interesse der IGN an El Hierro scheint heute nicht mehr allzu groß zu sein. Es gibt keine laufenden Gasmessungen. Zumindest werden keine Messergebnisse mehr veröffentlicht. Auch der Außenposten - das IGN Büro in La Restinga - soll wie zu hören, nur noch sporadisch besetzt sein. Ideale Voraussetzungen für eine umfassende Vulkanbeobachtung.
Von der Eruptionstelle des Eldiscreto im Süden haben wir nun besseres Kartenmaterial. So wie hier aus dem Forschungsbericht der Universität Las Palmas de Gran Canaria. Die Austrittstelle liegt genau in einer Tiefe von 225 Meter. Damit hat der Kegel eine Höhe von 137 Meter (noch 88 m bis zur Meeresoberfläche) erreicht. Schön ist auch das steile Gefälle, ein Barranco, zu erkennen. Es fällt von 225 m auf 1000 m Tiefe bei einer Strecke von rund 4 Kilometer ab. Durch diese Schlucht ist größtenteils die ausgeworfene Lava abgeflossen.
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