Lag im Golfo in der Vergangenheit das Bebenzentrum um die 20 km in der Tiefe, so wird seit gestern eine Veränderung registriert. Die meisten in der vergangenen Nacht gemessenen Erdstöße haben sich Richtung Erdoberfläche in 15 bis 16 km Tiefe ereignet. Das stärkste Beben um 1.59 Uhr mit 3,0 RSk. lag bei 15 km. Auf der AVCAN Karte auch erkennbar, daß sich nun verstärkt Beben direkt unter der Insel ereignen. Zwei Erdstöße lagen unter der 1000m hohen Golfo- Steilwand um den Berg Tanganosoga, zwischen La Frontera und Sabinosa. Auch der Tremor hat sich weiter verstärkt und fördert Magma. Wir haben nun das gleiche Szenario wie vor über einer Woche nur mit dem Unterschied, daß das Bebenzentrum in geringerer Tiefe liegt. Ich könnte mir gut vorstellen, daß die Erdstöße auch an Heftigkeit weiter zunehmen und es doch noch zu dem auch von der IGN bereits erwarteten 4,6 RSk. und mehr Beben kommen wird. Der Eldiscreto im Süden verhält sich bis jetzt ruhig. Nur vereinzelt steigen Gasblasen an die Meeresoberfläche auf.
Die Wissenschaft rüstet auf und will ein weiteres Forschungsschiff mit zusätzlicher Ausrüstung und Fachleuten nach El Hierro bringen.
Auch die weitere Zunahme der Kohlendioxid Werte (CO²) auf der gesamten Insel lassen aufhorchen. Am 24.11. wurde der höchste jemals gemessene Wert von 2398 Tonnen pro Tag gemessen. Das entspricht der 7 fachen Menge von CO² der normal auf El Hierro (345t/Tag) vorhandenen Kohlendioxid Emission. Wie das INVOLCAN mitteilte, ist der hohe CO² Ausstoß eine Folge des Abschmelzen von Silizum in der Magma. Je weiter sich die Magma der Erdoberfläche nähert, desto höher der Gasausstoß. Viele Indizien sprechen ihre eigene Sprache. Die Deutung aller Ergebnisse sagen jedoch in ihrer Gesamtheit das Gleiche aus. El Hierro stehen noch aufregende Tage bevor, auch wenn ich es mir gerne anderst wünschen würde.Hier noch eine eindrucksvolle Luftaufnahme des Gobierno von dem mächtigen Eruptionsquirl vor einigen Tagen und im Video die Fortsetzung der Bergung der rauchenden Lavabrocken vom Seenotkreuzer "Salvamento Maritimo" durch IGN Geologen mit einfachen Hilfsmitteln aber wirkungsvoll, vom Sonntag.











