Samstag, 31. März 2012

El Hierro Vulkan - Zukunftsgedanken

NEWS: Beben um 19.21 Uhr von ML1,7 in 11 km Tiefe im Süden
Aus der IGN Grafik ist das Abflauen der Beben im März 2012 deutlich zu beobachten. Erfolgten zu Beginn des Monats noch bis zu 8 Erdstöße täglich, so war es gestern nur ein schwaches Beben. Der Eldiscreto scheint zur Ruhe zu kommen. Jedoch ist dies bei Vulkanen immer mit einer gewissen Vorsicht zu deuten. Aus der Geschichte wissen wir, daß sich so etwas schnell wieder ändern kann. Die zu beobachtenden Gasblasen über der Eruptionstelle könnten nach Meinung der IGN Entgasungen der ausgeworfenen Lava auf dem Meeresgrund sein und somit ein automatischer Vorgang nach einer Eruption.

Vulkane und Vulkangeschichte ist ja nichts Neues auf den Kanaren. 1971 hatten wir hier auf La Palma den Ausbruch des Teneguia. Er ist heute Touristenmagnet und Einnahmequelle für den Süden um die Gemeinde Fuencaliente. Touristisch erschlossen mit einem Wanderweg auf dem Kraterrand, hat der Besucher ohne große Kraftanstrengung und Kraxelei einen imposanten Einblick in die Vulkanologie. Daß es sich hierbei nicht um den jüngsten Teneguia, sondern um unseren Vorzeigevulkan San Antonio der bereits 1677 ausgebrochen ist handelt, bekommt der Gast nur so nebenbei mit. Vulkan ist eben Vulkan.
Allerdings ist vom Antonio auch ein Blick auf unseren Jüngsten, den darunter liegenden Teneguia zu erhaschen. Schwerer zugänglich und daher nur eine Randfigur, aber werbemässig der Aufhänger. Erst vor wenigen Tagen war ich wieder mit einer Reisegruppe vor Ort, wo auch diese Aufnahmen entstanden.
Ein Informationszentrum mit Schautafeln, Karten und alten und neuen Seismographen führen den Besucher in die Geschichte der Vulkanologie ein. Selbst die eigenen Schritte können als Ausschläge am Seismographen beobachtet werden. Eine Filmvorführung über den Teneguia Ausbruch, ein Café für eine kleine Pause und natürlich ein Souvenirladen lassen keine Wünsche mehr offen.

Dies nur als kleine Anregung für El Hierro. Hier fehlt wohl der Vorzeigevulkan (bis jetzt), aber mit etwas Phantasie und einigen guten kreativen Ideen lässt sich etwas ähnliches gestalten und Einnahmemöglichkeiten für die Bewohner von La Restinga erschließen.

Kommentare:

  1. Google Earth hat mit dem letzten Update aktuellere Luftbilder von El Hierro eingestellt. Aufnahmedatum 10/10/2011.

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  2. Moin

    "1971 hatten wir hier auf La Palma den Ausbruch des Teneguia. Er ist heute Touristenmagnet und Einnahmequelle für den Süden um die Gemeinde Fuencaliente."

    Stimmt da war etwas, meine Großeltern haben zu der Zeit dort Urlaub gemacht und wundervolle Dias mitgebracht. Ich glaub Opa hat da pro Bustour dorthin 3 Filme verknipst, auf jeden Fall waren die Diaabende sehr lang. Ich muss mal schaun wer bei uns in der Familie die Dias hat. Die Dias sind irgendwie verschollen nach dem Tod meiner Großeltern.

    Für Leute die sich die Show damals angucken wollen:

    http://www.youtube.com/watch?v=DodH-NdUNRo

    Die Touribusse fuhren damals dort schon recht nah ran. 2 Jahre später sind die sogar darüber gewandert. Die Bilder waren aber eher "Mondlandschaft".

    Scheinbar hat mich das irgendwie geprägt in junger Jugend. Irgendwie hat sich dort auch mein Vorurteil bei den Kanaren "Rentnerinseln" in den Kopf gebrannt. Genauso wie bei den Balearen "Putzfraueninseln".

    Das die Kanaren geologisch aktiv sind, ist klar da sie recht jung sind und über einem tiefen Becken herrausragen. Und als Bewohner einer überfälligen Vulkanregion seh ich das vlt. etwas lockerer. Entweder rummst es gleich oder in tausend Jahren ;-).

    Leider kann ich sowas meiner Holden nicht antun, aber einfach nur super.

    http://www.youtube.com/watch?v=QCA_xUHiH1k&feature=relmfu

    Danke Manfred für den Tip ;-).

    Irgendwie hat sich Dank des Diskreten meine Meinung zu den "Rentnerinseln" geändert.

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    1. Ach noch ein Nachtrag:

      Das Beben kann kann man hier schön sehen:

      http://www.02.ign.es/ign/head/volcaSenalesDiasAnterioresHora.do?nombreFichero=CHIE_2012-03-31_19-20&estacion=CHIE&Anio=2012&Mes=03&Dia=31&tipo=1&hora=19-20

      Die anderen Sensoren zeigen nix ;-). Ich würde sagen mit 10-20 Sek war das auch recht kurz. Vermutlich ein Einsturz in der Erdkruste. Somit nix schlimmes.

      Der "Kleine" ist kalt, somit sollte man sich der Aufarbeitung widmen. Gibt es eigentlich im W^3 irgendwo die Wasserwerte nachzulesen? Alleine dies bedarf Jahre zur Aufarbeitung und jede Menge Brainstorm.

      Und noch ein kleiner Nachtrag, "Rentnerinsel" ist nicht bös gemeint ;-), Erdbebeninsel find ich viel schlimmer ;-).

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