NEWS:
Nachdem wir in den letzten Tagen bereits mehrere ML2,2 Beben und am Freitag einen ML2,5 Erdstoß erlebt haben, steigert sich die Intensität. Heute Morgen um 5.17 Uhr gab es ein ML2,9 Beben. Ausgangspunkt war die Küste vor der Westspitze (IGN Grafik) in 19 km Tiefe. Das Epizentrum lag ca. 3 km vom Leuchtturm Orchilla entfernt. Das ist jetzt auch wieder die Schwelle, wo Beben auf der Inseloberfläche spürbar werden. Ab einer Magnitude um ML3,0 werden die Erschütterungen vom Menschen wahrgenommen. Besonders sensible und empfängliche Personen verspüren auch bereits schwächere Erdstöße. In der Tierwelt sieht es da noch etwas anders aus. Einige Tierarten bemerken bereits Erdstöße um ML2,0 und werden unruhig und nervös. Eine Ameisenart verlässt sogar bereits Stunden vor einem Beben ihren Bau. Eine Untersuchungsreihe eines Forschungsprojekt will nun herausfinden, ob diese Ameisen vielleicht als Frühindikator geeignet sind. Ob sie durch Änderungen im Magnetfeld oder durch Gasabsonderungen an der Erdoberfläche dazu veranlasst werden, ist Gegenstand der Untersuchung.
Sonntag, 2. Dezember 2012
El Hierro Vulkan - die Stärke der Beben nimmt zu
Samstag, 1. Dezember 2012
El Hierro Vulkan - die tägliche Rhythmik
NEWS:
Auch gestern wieder ein Erdstoß in 20 km Tiefe. Das Beben erfolgte um 14.58 Uhr mit ML2,5 an der Westspitze beim Leuchtturm Orchilla. Am Abend um 21.18 Uhr noch ein weiterer Seismo-Ausschlag ähnlicher Stärke, der vom IGN jedoch nicht bestätigt wurde. Er hatte wahrscheinlich eine andere Ursache. Die Verformungswerte variieren leicht nach unten, bleiben aber in der Bandbreite des seit Monaten bestehenden hohen Niveau. Über die derzeitige Gasemission liegen keine Angaben vor. Die mobile Messstation in La Restinga sendet bereits seit Wochen keine neuen Werte.
Auch gestern wieder ein Erdstoß in 20 km Tiefe. Das Beben erfolgte um 14.58 Uhr mit ML2,5 an der Westspitze beim Leuchtturm Orchilla. Am Abend um 21.18 Uhr noch ein weiterer Seismo-Ausschlag ähnlicher Stärke, der vom IGN jedoch nicht bestätigt wurde. Er hatte wahrscheinlich eine andere Ursache. Die Verformungswerte variieren leicht nach unten, bleiben aber in der Bandbreite des seit Monaten bestehenden hohen Niveau. Über die derzeitige Gasemission liegen keine Angaben vor. Die mobile Messstation in La Restinga sendet bereits seit Wochen keine neuen Werte.
Freitag, 30. November 2012
El Hierro Vulkan - ML2,2 Beben in 9 km Tiefe
NEWS:
14.58 Uhr - Beben von ML2,5 an der Westspitze in 20 km Tiefe.
Es war eigentlich zu erwarten, daß Beben auch wieder in flacheren Tiefen auftreten. Gestern um 22.23 Uhr ein ML2,2 Erdstoß in nur 9,2 km Tiefe vor der Küste von Sabinosa im Golfo (auf IGN Karte rosa). Hier liegen die obersten Magmaschichten oder auch Kanäle in 9 bis 11 km Tiefe. In diesem Bereich hatten wir im vergangenen Sommer eine ganze Bebenserie.
Auf der ULPGC Grafik ist das Schema bildlich dargestellt. Aus dem Erdinnern steigt Magma (gelb) auf. Am Boden der roten Magmakammer entstehen durch das Einströmen und die Erweiterung des Durchgang Beben. Das dürften die Beben in 20 bis 25 km der vergangenen Tage gewesen sein. Die heißere Magma zirkuliert nach oben und entwickelt Gase die zusätzlich Raum benötigen. Anders als auf der Grafik ist der Deckel in ca. 9 km Tiefe geschlossen. Hier dehnt das Magma und der Druck horizontal und vertikal den Raum und verursachte den gestrigen Erdstoß. Je mehr Magma nun nachströmt und eine Druckerhöhung in der Kammer verursacht, desto mehr Beben. Sind die äußeren Deck-Gesteinsschichten derart stabil, daß sie nicht aufgebrochen werden können, dann wölbt sich unser "Deckel". Das ist dann die seit Monaten beobachtbare Oberflächenverformung.
Wie es nun weitergehen könnte?
Im Extremfall fliegt unser "Deckel" davon oder der Druck findet einen Seitenausstieg wie bei der Eldiscreto Eruption 2011 im Meer. Im günstigsten Fall beruhigt sich das System und findet in tieferen Erdschichten noch freie Räume.
Die Deformation geht dann langsam wieder zurück.
Welche Möglichkeit sich der Vulkan nun auch sucht - wir können nur beobachten, messen und kommentieren.
14.58 Uhr - Beben von ML2,5 an der Westspitze in 20 km Tiefe.
Es war eigentlich zu erwarten, daß Beben auch wieder in flacheren Tiefen auftreten. Gestern um 22.23 Uhr ein ML2,2 Erdstoß in nur 9,2 km Tiefe vor der Küste von Sabinosa im Golfo (auf IGN Karte rosa). Hier liegen die obersten Magmaschichten oder auch Kanäle in 9 bis 11 km Tiefe. In diesem Bereich hatten wir im vergangenen Sommer eine ganze Bebenserie.
Auf der ULPGC Grafik ist das Schema bildlich dargestellt. Aus dem Erdinnern steigt Magma (gelb) auf. Am Boden der roten Magmakammer entstehen durch das Einströmen und die Erweiterung des Durchgang Beben. Das dürften die Beben in 20 bis 25 km der vergangenen Tage gewesen sein. Die heißere Magma zirkuliert nach oben und entwickelt Gase die zusätzlich Raum benötigen. Anders als auf der Grafik ist der Deckel in ca. 9 km Tiefe geschlossen. Hier dehnt das Magma und der Druck horizontal und vertikal den Raum und verursachte den gestrigen Erdstoß. Je mehr Magma nun nachströmt und eine Druckerhöhung in der Kammer verursacht, desto mehr Beben. Sind die äußeren Deck-Gesteinsschichten derart stabil, daß sie nicht aufgebrochen werden können, dann wölbt sich unser "Deckel". Das ist dann die seit Monaten beobachtbare Oberflächenverformung.
Wie es nun weitergehen könnte?
Im Extremfall fliegt unser "Deckel" davon oder der Druck findet einen Seitenausstieg wie bei der Eldiscreto Eruption 2011 im Meer. Im günstigsten Fall beruhigt sich das System und findet in tieferen Erdschichten noch freie Räume.
Die Deformation geht dann langsam wieder zurück.
Welche Möglichkeit sich der Vulkan nun auch sucht - wir können nur beobachten, messen und kommentieren.
Donnerstag, 29. November 2012
El Hierro Vulkan - ein täglicher Stoßseufzer
NEWS:
Noch lebe ich. So fühlt es sich im Moment an, wenn der Vulkan in fast täglichen Abständen ein Lebenszeichen von sich gibt. Vorgestern bei Sabinosa aus 32 km Tiefe und gestern um 9.00 Uhr ein ML2,2 Beben aus 22 km Tiefe im Süden bei Tacoron (siehe Grafik). Die Erdstöße liegen zur Zeit tief und kommen alle aus dem Magmabereich der Hauptkammer. Ob die Kammer dort expandiert oder neuer Magmanachschub aus noch größeren Tiefen nachdrückt, wissen wir nicht. Wir beschränken uns im Augenblick auf das Beobachten.
Inseln des ewigen Frühlings, so werden wir auch genannt. Davon ist die letzten Tage nicht viel hier zu spüren. Wolkenverhangener Himmel, ab und zu ein Aufblitzen der Sonne und Regen. Landregen - oder hier besser Inselregen. Irgendwie bekomme ich das Gefühl nicht los, als wenn Petrus die Versäumnisse des letzten trockenen Winter nun nachholen möchte. Dazu kalte Nächte - heute Morgen gerade einmal 14,4°C.
Schön dann, wenn man Besitzer eines Ofen - oder wie ich eines Kachelofen ist.
Ich weiß, in Deutschland und den Nachbarländern wird viel Schnee mit Minustemperaturen erwartet, aber Sie haben alle eine Zentralheizung. Auf den Kanaren gibt es so etwas nicht.
Erst zum Wochenende (AEmet Wetter vom Golfo oben) soll es wieder besser werden. Mit Beginn der Adventszeit, die hier auch unbekannt ist, kommt wieder etwas mehr Wärme auf die Inseln.
Noch lebe ich. So fühlt es sich im Moment an, wenn der Vulkan in fast täglichen Abständen ein Lebenszeichen von sich gibt. Vorgestern bei Sabinosa aus 32 km Tiefe und gestern um 9.00 Uhr ein ML2,2 Beben aus 22 km Tiefe im Süden bei Tacoron (siehe Grafik). Die Erdstöße liegen zur Zeit tief und kommen alle aus dem Magmabereich der Hauptkammer. Ob die Kammer dort expandiert oder neuer Magmanachschub aus noch größeren Tiefen nachdrückt, wissen wir nicht. Wir beschränken uns im Augenblick auf das Beobachten.
Inseln des ewigen Frühlings, so werden wir auch genannt. Davon ist die letzten Tage nicht viel hier zu spüren. Wolkenverhangener Himmel, ab und zu ein Aufblitzen der Sonne und Regen. Landregen - oder hier besser Inselregen. Irgendwie bekomme ich das Gefühl nicht los, als wenn Petrus die Versäumnisse des letzten trockenen Winter nun nachholen möchte. Dazu kalte Nächte - heute Morgen gerade einmal 14,4°C.
Schön dann, wenn man Besitzer eines Ofen - oder wie ich eines Kachelofen ist.
Ich weiß, in Deutschland und den Nachbarländern wird viel Schnee mit Minustemperaturen erwartet, aber Sie haben alle eine Zentralheizung. Auf den Kanaren gibt es so etwas nicht.
Erst zum Wochenende (AEmet Wetter vom Golfo oben) soll es wieder besser werden. Mit Beginn der Adventszeit, die hier auch unbekannt ist, kommt wieder etwas mehr Wärme auf die Inseln.
Mittwoch, 28. November 2012
El Hierro Vulkan - der Tanganasoga
NEWS:
14.01 Uhr - Beben von ML2,2 um 9.00 Uhr in 22 km Tiefe im Küstenbereich von Tacoron im Süden.
Blick vom alten Vulkanberg Tanganasoga (Foto: Bernhard Rossi - danke) im Golfo zur Westspitze. Das Dorf Sabinosa liegt am Fuße des Berges und ist auf der Aufnahme verdeckt. Viele Vulkanologen halten den 1371 Meter hohen Tanganasoga für das Zentrum und den Mittelpunkt aller vulkanischen Aktivitäten auf El Hierro. Tief unter ihm wird das eigentliche Zentrum der Magmahauptkammer vermutet. Es dürfte sich dort auch der letzte Ausbruch im Golfo ereignet haben. Auf der IGN Grafik habe ich den Tanganasoga mit Pfeilen markiert. Auch hier sieht man, daß er der einzige fast freistehende Gipfel im gesamten Golfo ist. Die letzte Eruption mag sich vor einigen hundert oder gar tausend Jahren dort ereignet haben. Genaue Daten gibt es nicht, da beim großen Rathausbrand in Valverde im 18. Jahrhundert auch das Archiv mit allen alten Dokumenten verbrannte.
14.01 Uhr - Beben von ML2,2 um 9.00 Uhr in 22 km Tiefe im Küstenbereich von Tacoron im Süden.
Blick vom alten Vulkanberg Tanganasoga (Foto: Bernhard Rossi - danke) im Golfo zur Westspitze. Das Dorf Sabinosa liegt am Fuße des Berges und ist auf der Aufnahme verdeckt. Viele Vulkanologen halten den 1371 Meter hohen Tanganasoga für das Zentrum und den Mittelpunkt aller vulkanischen Aktivitäten auf El Hierro. Tief unter ihm wird das eigentliche Zentrum der Magmahauptkammer vermutet. Es dürfte sich dort auch der letzte Ausbruch im Golfo ereignet haben. Auf der IGN Grafik habe ich den Tanganasoga mit Pfeilen markiert. Auch hier sieht man, daß er der einzige fast freistehende Gipfel im gesamten Golfo ist. Die letzte Eruption mag sich vor einigen hundert oder gar tausend Jahren dort ereignet haben. Genaue Daten gibt es nicht, da beim großen Rathausbrand in Valverde im 18. Jahrhundert auch das Archiv mit allen alten Dokumenten verbrannte.
Die jüngeren Eruptionen wie 1796 auf der Westspitze oder der Eldiscreto im Süden haben alle ihren Ausgangspunkt unter dem Tanganasoga.
Gestern Abend um 21.23 Uhr ein schwacher Erdstoß von ML1.1 in Nähe von Sabinosa (rosa Punkt) in 32 km Tiefe.
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