Die IGN Grafik zeigt den Bebenverlauf der letzten 10 Tage. Am Dienstag kein weiteres Beben und eine ruhige Meeresoberfläche im Süden. Auch der Tremor verläuft als ruhiges Bändchen. Interessant dürften die neuen Gas- emissions Messungen werden. Nach den letzten Messungen lag der CO² Ausstoß bei 934 Tonnen am Tag. Immer noch fast bei dem 3 fachen Normalwert von 345 t/Tag.Inzwischen hat das Cabildo El Hierro alle Webcam`s abgeschaltet.
Mit 1,3 Millionen Besuchern aus 5 Kontinenten seit dem 10. November 2011 feiert sich das Cabildo de El Hierro und Movistar. Eine stolze Besucherzahl, es gab ja auch einiges zu sehen.
Warum man allerdings jetzt wieder in die alte Insel-Lethargie zurück fallen möchte und den Rest der Welt ausschließt, verstehen wahrscheinlich nur die Herrenos. Mit zu hohen Kosten wurde die Abschaltung in einem Kommuniqué begründet.
Lieber investiert man in neue Hochglanzbroschüren die nur einen begrenzten Interessentenbereich erreichen, beauftragt für viel Geld eine Werbeagentur oder startet wie heute geschehen durch den Inselpräsidenten Alpidio Armas eine Promotiontour auf Gran Canaria. Das hätte man viel billiger haben können. Mit etwas Idee und Witz wäre die Webcam der ideale Werbeträger geworden. Aber so weit denkt man hier wahrscheinlich nicht.
"Wir wollen keine Touristen" war gestern Abend ein Kommentar, den ich gelöscht habe, weil er anonym erfolgte. Dieser Eindruck könnte sich allerdings fast aufdrängen. Natürlich gibt es auch auf El Hierro Tourismus Befürworter und Gegner. Will man weiter von Subventionen leben oder eigenständig etwas Gewinnbringendes aufbauen ? Von Bananen, Ananas und Ziegen kann auch El Hierro auf Dauer nicht mehr leben. Die Subventionen werden auch im Agrarsektor weiter herunter gefahren.
Bleibt der "sanfte Tourismus" - Hier ist man allerdings im Moment dabei mit Unbedacht die aufgebauten Kontakte und die Sympathien zu verspielen. Der Vulkan als einzigartiges Naturereignis, gibt vielleicht erst wieder in tausend Jahren ein neues Schauspiel ab. El Hierro ist jetzt bekannt geworden und in vielen Köpfen präsent - diese einmalige Chance gilt es zu nutzen.
Vielleicht überlegt sich Alpidio Armas nochmals seine Entscheidung im Interesse seiner Insel.
Es ist doch viel mehr Leben um die Eruptionstelle erhalten geblieben, als alle dachten. Ein neues Unterwasser Videos der Tauchschule Fandiving aus La Restinga zeigt wie die Meeresbewohner nach und nach aus ihren Höhlen und Verstecken hervor kriechen.




