... und arbeitet sich Tag für Tag immer ein Stückchen weiter zur Meeresoberfläche empor. Ohne Unterlass oder große Unterbrechungen stößt er aus seinem Vulkanschlot Gase und Lava aus, die ihre Spuren an der Wasseroberfläche hinterlassen.
Gestern hatten wir wieder ein Beben um 11.13 Uhr der Stärke 1,6 RSk. im Inselinnern in der Nähe des Berges Tanganasoga in nur 9 km Tiefe. Auch wenn der Tremor wie heute Morgen wieder scheinbare Pausen einlegt fließt jedoch weiterhin stetig Magma zur Eruptionsstelle in den Süden. Wir können daraus schließen, daß der Förderkanal nun inzwischen so weit geöffnet ist, daß ungehindert das flüssige Gestein aufsteigen kann. Nur bei einem Teileinbruch des Kanal wird gewaltsam das Hindernis aufgeschmolzen und beiseite geräumt, was die explosiven Zitterbewegungen auslöst.| Zur unserer Möwenfrage von gestern habe ich einen interessanten Bericht zum Leben auf Vulkanen bei SCINEXX gefunden. Unter dem Titel "Besondere Lebensgemeinschaft" gebe ich ihn hier auszugsweise wieder: „Während der Schlot gewachsen ist, hat sich auch die Population der auf dem Vulkan lebenden Tiere erhöht“, berichtet Chadwick. „Noch versuchen wir herauszufinden, ob es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Anstieg der vulkanischen Aktivität und dem der Populationsdichte gibt.“ Die Tiere in diesem ungewöhnlichen Lebensraum, meist Garnelen, Krebse, Seepocken und Schnecken, sind speziell an die hier herrschenden Bedingungen angepasst. „Sie gedeihen in chemischen Bedingungen, die für normale Meerestiere giftig wären. Doch hier ernährt der Vulkan das Leben um ihn herum sogar.“ Die meisten Tiere profitieren von den zahlreichen hydrothermalen Quellen in der Umgebung des Feuerbergs. Denn diese liefern ihnen Nahrung in Form von dichten Bakterienmatten, die die Felsen bedecken. „Es scheint so, dass sich diese diffusen Quellen seit 2006 ausgebreitet haben und mit ihnen auch die Vent-Organismen“, erklärt Verena Tunnicliffe, Biologin der Universität von Victoria. „Es gibt auf dem Vulkan eine große Biomasse von Garnelen, zwei der Arten sind besonders gut an die vulkanischen Bedingungen angepasst.“
Garnelen nutzen Vulkan als Nahrungslieferant “Die Loihi-Garnele weidet die Bakterienmatten mit winzigen Zangen ab, schneidet sie wie mit einer Gartenschere“, so Tunnicliffe. Diese Krebsart war bisher nur von einem kleinen aktiven Vulkan vor Hawaii bekannt. „Die zweite Art weidet als Jungtier zunächst auch, sobald sie jedoch ausgewachsen sind, vergrößern sich ihre vorderen Scheren und sie werden zu Prädatoren. Wir haben an den giftigen Vulkangasen sterbende Fische, Tintenfische und ähnliches auf den Kegel herunterregnen gesehen. Dort wurden sie von den Vulkangarnelen angefallen – eine nette Anpassung an die giftigen Effekte des Vulkans.“ ... weiterlesen Ein ähnlicher Lebensraum könnte sich auch um den Eldiscreto entwickelt haben, der den Möwen die täglichen Kalorienhappen liefert. | ||
| Ich bekomme täglich Mails die ich wegen der Vielzahl nicht alle beantworten kann. Stellvertretend möchte ich heute eine davon veröffentlichen: "Ich verfolge nun schon seit etwa 12 Wochen Ihre täglich aktellen Nachrichten über den "El Discredo" vor El Hierro. Bessere und aktuellere Informationen zum Geschehen um diesen, momentan noch Untersee-Vulkan, bekommt man auf keiner anderen Web-Site. Da ich mich sehr für das Naturphänomen Vulkanismus interessiere, werde ich auch weiter hin Ihre täglich neuesten Informationen zu "El Discredo", der "Geheimnisvolle" oder "Verborgene", verfolgen. Es ist immer wieder faszinierend, wie die Natur auf der einen Seite vernichtet und zerstört, aber auf der anderen Seite neues Land und damit auch neues Leben hervorbringt. Und letztendlich wird man dann durch solch ein Ereignis wieder daran erinnert, dass der Mensch nur ein kleiner Teil der Natur ist, die Natur aber ohne den Menschen auskommt und damit vielleicht auch besser auskommen würde. Es wäre gut, wenn der Mensch, mit seiner Bildung, mit seinem Wissen über die Zusammenhänge in der Natur, mit seinen technologischen Möglichkeiten, mehr Respekt vor den Naturgewalten hätte. Der Mensch (miss-)braucht die Natur, die Natur kann ohne Zweifel aber ohne den Menschen auskommen. Herr Betzwieser, ich wünsche Ihnen weiterhin noch viel Erfolg bei Ihrer Arbeit mit der Erforschung und Beobachtung von "El Discredo". Ich freue mich jeden Tag über die "News" von Ihnen. Mit freundlichen Grüßen aus dem Erzgebirge!" Dem habe ich nichts mehr hinzu zufügen, nur meinen Dank an alle Leser, Kommentatoren und Schreiber. Bevor ich es vergessene eine erste Bilanz zu den Kalenderbestellungen. Susie aus El Hierro hat bis jetzt 55 Kalender nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz abgeschickt. Ein Teil davon ist sicher schon angekommen. Noch gibt es weitere Kalender. Wer noch einen bestellen möchte - hier noch einmal die Mailadresse susie54@terra.es |













Bereits ein kleines Probestück eines Restingolita, wie das Lavaauswurfmaterial des Eldiscreto genannt wird, ist völlig ausreichend um in diese Mikrowelt einzudringen. Birgit Hartinger (Danke) vom BioLab Ars Electronica Center in Linz hat mir freundlicherweise diese Aufnahmen zur Verfügung gestellt. Weitere Detail- aufnahmen unter einem Durchlichtmikroskop sollen in den nächsten Wochen noch folgen. 


