Samstag, 29. September 2012

El Hierro Vulkan - kein Schwerpunkt auszumachen

NEWS:
12.33 Uhr - die IGN Daten zur Bodenverformung wurden wie vermutet korrigiert bzw. angepasst. Nach den neuesten IGN Zahlen hat sich die Verformung sogar an den südlichen Messpunkten innerhalb eines Tages um bis zu 3 cm erhöht. (Korrektur +2 cm und +1 cm tatsächliche Verformung scheinen realistisch).

... und es geht genauso weiter wie gehabt. Gestern 8 Beben verteilt vom Golfo im Westen bis zur Südspitze bei La Restinga (IGN Grafik oben).
Neu ist vielleicht ein ML2,2 Erdstoß (links) in 21 km Tiefe beim Leuchtturm an der Westspitze. Hier hatten wir schon seit einiger Zeit keine Beben mehr zu vermelden. Der Rückgang der Oberflächenverformung von 1 bis 2 cm am Freitag in der IGN Darstellung dürfte ein Übertragungsfehler sein. In den jüngsten GPS Diagrammen der japanischen Universität Nagoya - von ihr werden die Messsungen durchgeführt - tauchen diese Werte so nicht auf.  Die IGN Korrektur bleibt abzuwarten.


Nachdem viele Begriffe und Erklärungen zu den Vulkanaktivitäten auf El Hierro im vergangenen Jahr hier im Blog bereits besprochen und abgehandelt wurden, habe ich zum besseren Auffinden in der linken Seitenleiste das Feld "Blog durchsuchen" neu eingefügt. Auf ein Stichwort werden dann im Kopf des Blog die entsprechenden Beiträge angezeigt.
Unter dem Button "Archiv" im Kopf werden alle 448 Posts (ja so viele sind es schon) angezeigt. Ich muß jetzt noch versuchen sie auch mit genauem Datum zu kennzeichnen. Bisher hat das technisch noch nicht geklappt.

Kommentare:

  1. Hat es eigentlich bei Euch geregmrt ??

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    1. ... es hat geregnet! Endlich so um die 10-12 Liter/m²(La Palma). Sanft und sachte. Nun ist zunächst die Waldbrandgefahr minimiert und wir hoffen, daß es so weiter geht um die völlig ausgetrockneten Böden langsam an Wasser wieder zu gewöhnen.
      mfG
      Manfred

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  2. Gibt es einen Schwerpunkt des Geschehens?

    Inzwischen ist es um El Discreto ruhig geworden, die Magmaverbindung nach dort wohl inzwischen schlicht verstopft und das Hauptgeschehen verlagert auf die Insel selbst, sowie die Daten jedes neuen Tages eher von Rätselcharakter, als dass sie handfeste Prognosen zuzulassen scheinen. Der Druck von unten bleibt oder wird größer wie eine anhaltende Blähung ohne erleichternden Furz und keiner weis so recht, was kommen mag oder auch nicht. Einerseits erwartet man was und andererseits hofft man darauf, daß nichts geschieht. Nun kam zurecht die Frage von Manfred Betzwieser nach einem Schwerpunkt der Sache.

    Ich komme daher heute nochmals zurück auf meine seinerzeit sicherlich etwas voreilig geäußerte Sicht des Technikers verbunden mit dem beunruhigenden Hinweis auf die Möglichkeit eines Abbruchs westlich der Insel gelegener Landmassen, der seinerzeit leider nur die typisch deutsche Frage einiger Diskutanten nach meinem Titel zur Folge hatte.

    Betrachtet man die aufgezeichneten Einzelbeben seit Juni bis jetzt, so scheint tatsächlich eine gewisse stetige Wechselwirkung zu existieren zwischen zwei ganz verschiedenen Bereichen des Untergrundes von El Hierro. Einerseits Beben südwestlich des Westzipfels der Insel in großer Tiefe und andererseits Beben geringerer Tiefe etwa einer Standlinie folgend über El Discreto hinweg quer durch die Insel bis El Golfo mit Peilung 340 Grad.

    Diesem Ansatz folgend wären tatsächlich zwei offensichtlich unterschiedlich agierende und möglicherweise wechselwirkende Ereignisfelder als Schwerpunkt des Gesamtgeschehens zu betrachten, wobei dem örtlichen Auftreten von Schwarmbeben als Indikator der Magmabewegung, d.h. Ursache und Auslöser des Geschehens, eine besondere Bedeutung zugemessen werden sollte.

    Betrachtet man nun die Insel als ortsfestes Gebäude fern der Plattengrenze, und denkt man sich rechtwinklig zur genannten Standlinie einen Schnitt bei 250 Grad, so ist den Höhenlinien der Seekarte zu entnehmen, daß die steilste Flanke bzw. die schwächste Bauwerkszone des vom Geschehen betroffenen Insel-Tragwerks sich an der Südwestkante der Insel findet.

    Kommt es zu Druckentlastung gleich welcher Art, wird wohl nichts wirklich Schadensträchtiges passieren – wenn nicht, so dürfte meiner Ansicht nach Ernsthafteres allerdings eher nur eine Frage der Zeit und weiter anwachsenden Druckes sein.


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  3. Beim Schwerpunkt des Geschehens meinte Herr Betzwieser sicher nicht den Punkt, wo sich der nächste Bergsturz ereignen wird, sondern eher wo der Insel das nächste Vulkänchen blühen könnte.
    Die Bergstürze der Vergangenheit waren statische Probleme der Höhe der Insel (sicher ursächlich durch Vulkanismus), aber nicht durch Schwarmbeben oder kleinere Vulkanausbrüche veranlasst. Davon hatte die Insel in der jüngeren Vergangenheit hinreichend ohne in sich zusammenzufallen.
    Und die "Frage der Zeit" hinsichtlich geologischer Zeiträume hat für den jetzigen "Schwerpunkt des Geschehens" keine wesentliche Bedeutung.

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