Freitag, 28. Oktober 2011

El Hierro Vulkan - Tunnel wird geöffnet

Nun schon fast regelmässig erreichen alle 6 bis 8Std. Beben die Stärke um 3,0 auf der Richterskala. So auch in der vergangenen Nacht um 22.29 Uhr und 4.11 Uhr. Wie diese Erdstöße vom Seismographen aufgezeichnet werden, habe ich mit Pfeilen am Beispiel des 4.11 Uhr Beben kenntlich gemacht. Die breiten und bunten Zitterlinien zeigen die Bewegungen und kleinen Beben des aufsteigenden Magma an. Auch Tremor genannt. Hier ergaben sich die letzten Tage keine großen Veränderungen. Erst wenn diese Zitterlinien zum Stillstand kommen, wissen wir daß der Magmafluß stoppt.
Interessant und zugleich beunruhigend, der Erdstoß um 22.29 Uhr befand sich direkt unter Tigaday - Guinea, in 20 km Tiefe. Nur wenige km vom Golfotunnel Eingang entfernt. Gestern hat nämlich der Krisenstab (Pevolca) entschieden, das Tunnel für den allgemeinen Verkehr rund um die Uhr wieder zu öffnen. Es bestehe nun keine Gefahr mehr durch Beben und herabstürzende Felsbrocken. Dazu wurde in den letzten Tagen ein 7 m hoher und 100 m langer Fangzaun am Tunneleingang errichtet. Ob diese Maßnahme ausreicht wird sich noch zeigen.
Für das Südort Restinga bestehe nun auch keine Gefährdung mehr. Die Schule wird ab heute wieder geöffnet. Die Alarmstufe bleibt auf "ROT".  Für den Fall einer doch notwendigen Schnellevakuierung bleiben die Busse und die Rot Kreuz Einheit vor Ort.
Die Lage im Golfo erfordere eine umfassende Studie, da die aktuellen Daten für eine Beurteilung noch nicht ausreichen.
So die Aussage und Begründung des Krisenstabes. Ohne meinen Kommentar heute.


Kommentare:

  1. Horst, aus der nähe von Berlin hat gesagt…

    Danke,

    für die guten Beiträge. Wir waren schon so oft auf der Insel, daß schöne Golftal und wollte doch im Januar wieder kommen,,,und im Süden baden,,und,,
    Danke! Danke ;)

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  2. So richtig kann ich nicht verstehen, dass der Tunnel rund um die Uhr geöffnet wird, da angeblich keine Gefahr besteht, obwohl die Bebenstärke zunimmt, die Bebenzentren immer mehr Richtung Festland wandern und die Tiefe der Epizentren immer geringer wird. Ist das nicht paradox??

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  3. Manfred Betzwieser28. Oktober 2011 um 14:35

    Das ist Logik. Logisches Denken a`la Krisenstab. Ruhe und Gelassenheit zeigen. Es ist doch alles in Ordnung und fast normal. Wir haben den Vulkan fest im Griff. Für mich auch nicht nachvollziehbar.

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  4. http://www.ieo.es/images/hierro-antes-despues.jpg

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  5. http://vulkane.net/blogmobil/?p=3224

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  6. 14:13 Beben Stärke 3,3 in 22km Tiefe nahe der Küste im Golfotal, sogar in Gran Canaria wurde diese Bewegung gemessen

    http://www.01.ign.es/ign/layoutIn/volcaDetalleTerremotos.do?evid=1108357&zona=2

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  7. ^^ sorry zu meinem Vorpost, nicht Gran Canaria, sondern Teneriffa meinte ich

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  8. Hier sind zwei vorher/nacher 3D-Bilder vom Meeresboden:

    http://www.ieo.es/images/hierro-antes-despues.jpg

    Die Farben für die Höhencodierung sowie die Detailtreue sind auf beiden Bildern unterschiedlich, sie zeigen aber exakt das gleiche Gelände aus der gleichen Perspektive lediglich zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
    Man braucht eine Weile, um die Bilder interpretieren zu können - auch weil die Lava das Gelände in der Bildmitte völlig verändert hat. Das Auge finded im linken und rechten drittel des Bildes gute Orientierungspunkte.

    Nach diesen Bildern ist der Vulkan zweifelsfrei zwischen 1998 und 2011 neu entstanden!

    Wirklich bemerkenswert finde ich, das der Vulkan nicht auf einer geraden Fläche nach oben gewachsen ist, sonden aus einem Tal raus. Was das die vorhandene Höhe über Boden in einem ganz anderem Licht erscheinen lässt.

    Der eingezeichete Lavastrom ist daher meiner Meinung nach viel zu klein eingezeichnet.

    Ich finde die Messergebnisse sensationell und Menge an Lava, die hier ausgeworfen wurde spektakulär - was auch zu einem Kraterdurchmesser von rund 100 Metern passt.

    Gruß,

    Roman D. 7 Bodensee

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  9. @Roman: Warum soll der Lavastrom zu klein eingezeichnet sein? Im Wasser bewegt sich Lava doch ganz anders als an Land.
    Gruß, HPS

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