Samstag, 1. November 2014

Vulkan Naturgewalt lässt sich nicht bändigen

Die scheinbare Ruhe und dynamische Stille, kann sich abrupt verändern


Die Vulkan Naturgewalt unter El Hierro lässt sich nicht bändigen. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher des Andalusischen Institut für Geophysik der Universität Granada (Grafik) in Festlandspanien.

In ihrer Studie, die im "Geophysikal Journal International" veröffentlicht wurde, bestätigen sie eine große Anhäufung von Magma in 12 bis 25 km Tiefe unter El Hierro. Jederzeit könne die Vulkan Naturgewalt mit dieser Magmablase ihren Weg zur Erdoberfläche suchen. Die harte Kruste konnte bereits 2011 und 2012 dem immensen Druck nicht standhalten und es kam zur Eldiscreto Unterwasser Eruption im Süden und an der Westspitze.

Simulation am El Hierro Beben-Modell


An einem dreidimensionalen Modell wurden mehr als 13.000 lokaler Erdbeben in der Zeit zwischen Juli 2011 und September 2012 aufgezeichnet und analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten Beben im Küstenbereich lagen und der "Hochgeschwindigkeitsanomalie" zu zuordnen sind. Die Ausgangstiefe lag hier vermehrt bei 10 bis 12 km.

Diese Anomalie wird durch eine Anhäufung von festmagmatischen Material direkt unter der Insel hervorgerufen. Sehr altes und nicht mehr flüssiges Material lässt sich von der aufsteigenden Magma nur schwer durchdringen. Die aus dem Erdinnern aufsteigende frische Magma weicht daher zu den Rändern aus.
Die Diskontinuität zwischen hoher und niedriger Geschwindigkeit der messbaren Seismik, ist die Wechselwirkung zwischen dem Magma aus dem Erdmantel und dem Krustenmaterial - so Professor Jesus M. Ibanez.

Im Grunde keine große Neuigkeit. Interessant aber, dass nun auch aus berufenem Munde von den Geologen der Uni Granada ein rasches Wiedererwachen der vulkanischen Aktivität zumindest nicht ausgeschlossen wird.
Andere Institute, wie die IGN und auch örtliche Behördenvertreter, habe ich mit ganz anderen Aussagen in Erinnerung.

Dass es der El Hierro Vulkan schwer hat direkt auf der Insel zur Eruption zu kommen (das wollen wir auch nicht) zeigt schon die Tatsache, das der Inselkörper vom immensen Innendruck aus den Angeln gehoben wird. Die Oberflächenverformung bleibt bis heute auf hohem Niveau konstant.
Auch die beständigen Beben - in den letzten 3 Tagen 7 Beben bis ML2,3 - zeigt, dass wir noch nicht beim Ende angekommen sind.

Die Natur als entscheidende Kraft


Kein Mensch ist in der Lage dagegen etwas zu unternehmen. Nur sollte die Situation und evtl. Gefahr auch realistisch gesehen werden. Die Vulkan Naturgewalt ist vorhanden und darf nicht ignoriert werden - das wäre sonst ein großer Fehler.

Wir leben auf den kanarischen Westinseln auf einem Hotspot. Ohne seine Aktivität gäbe es auch keine Insel El Hierro. El Hierro ist die jüngste Insel dieses Archipel und ihr Aufbau ist - so wie es aussieht - bis heute noch nicht abgeschlossen. 
Unsere jetzige Generation ist in der glücklichen (für manche auch unglücklichen) Lage, Live ein Stück dieser Entwicklung mit zu verfolgen. Wir sind ein Produkt dieser Natur und haben ihr unser Dasein zu verdanken. 
Die Natur ist nicht unser Gegner, sondern unser Schöpfer. Das sollte jedem bewusst sein. Sie ist es auch, die über unser und das menschliche Ende bestimmt.

Egal welchen Gott wir auch verherrlichen, im Grunde sind es nur für uns plastisch vorstellbare "Ersatz-Götter". Die treibende und entscheidende Kraft ist und bleibt die immer noch für uns hinter einem Dunstschleier wirkende Naturgewalt. 

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