Dienstag, 5. März 2013

El Hierro - das wäre geschafft

NEWS:

Das war es jetzt wohl. Die Schlechtwetter- Front ist weiter gezogen. Sie liegt nun, wie auf der EUMETSAT Aufnahme zu sehen, über der Sahara in Westafrika. Ein Todesopfer gibt es auf der Nachbarinsel La Gomera zu beklagen. Eine 26 jährige deutsche Touristin die trotz Warnung in einem Seitenbarranco des Valle Gran Rey wanderte, wurde von einem Steinschlag getroffen und tödlich verletzt. Es ist oft der Leichtsinn trotz eines generellen Wanderverbotes bei Sturm oder Starkregen die meist schmalen und abrutschtgefährdete Pfade zu begehen.

Es ist nicht möglich an jeden Pfad einen Polizisten zu stellen, der die oft uneinsichtigen Touristen von ihrem Vorhaben abhält. Bei der Warnstufe "Orange" oder wie in den vergangenen Tagen sogar "Rot" sollte doch der klare Menschenverstand ausreichen und dies als klares Stop signalisieren. Genauso verhält es sich beim Baden im Meer. Trotz roter Flagge wird oft trotzdem gebadet.
Allein auf La Palma (die Zahlen von El Hierro sind mir im Augenblick nicht bekannt) sterben so pro Jahr fast 20 Menschen und meist Touristen.

Der gefallene Regen dürfte jetzt ausreichen um durch den nächsten Sommer zu kommen. Zwei starke Regengüsse in dem jetzt bald vergangenen Winter, im November 2012 und jetzt im März 2013 haben z. B. auf der Ostseite von La Palma eine Niederschlagsbilanz von über 800 Liter pro Quadratmeter gebracht. Das Wasser speichert sich in den Bergen und speist die Quellen für den Sommer.
Die Schulen sind heute wieder geöffnet und die entstandenen Schäden werden in ein paar Tagen größtenteils behoben sein. Diese extremen Wettersituationen ist man hier gewohnt und reagiert sehr schnell darauf.
Die Wetterwarnstufe steht heute noch auf "Orange". Die vergangene Nacht brachte noch Windböen bis 130 km/h, einige Blitze, viel Regen und selbst auf 400 Meter/Höhe Hagelschlag. Auch eine Seltenheit.
Aber morgen ist das Wetterphänomen wieder der "Schnee von Gestern".

Vulkantechnisch blieb es in den vergangenen 24 Stunden unter El Hierro ruhig.

Kommentare:

  1. Die Touristen sind manchmal wirklich total bekloppt.
    Ich habe es vor längerer Zeit auf Teneriffa erlebt.
    Bei starker See und Badeverbot meinte ein deutscher Rentner, dass die rote Fahne für ihn nicht galt.
    Er wurde beim Baden gegen einen Felsen geworfen und ertrank.
    Die jungen Einheimischen riskierten selbst ihre Gesundheit, um diesen Unvernünftigen herauszufischen.
    Da kam jeder Hilfe zu spät.

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  2. nach wochen mal vorbeigeschaut, "Da ist jemand tot, ich war zwar nicht dabei, aber die war bestimmt selbst schuld" zwischen den Zeilen gelesen, an die angehörigen gedacht, die sich das womöglich ergooglen, aufgehört weiterzulesen, ausgeloggt, favorit gelöscht

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