Donnerstag, 21. Februar 2013

El Hierro Vulkan - Erschütterungen der anderen Art

NEWS:
Während es unter El Hierro weiterhin ruhig ist, erschüttern ganz andere Dinge die Menschen nicht nur auf El Hierro.
Aus Madrid kommt eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Massenarbeitslosigkeit, radikale Kürzung der gewohnten Sozialleistungen, Steuererhöhungen und eine Firmenpleite nach der anderen. Zudem ist die Regierung in Madrid in einen Korruptionsskandal verwickelt.

Gestern meldete der spanische Immobilienkonzern Reyal Urbis Insolvenz an. Das wäre die zweitgrößte Pleite in der spanischen Wirtschaftsgeschichte.

All das hat natürlich Auswirkungen bis in den letzten Winkel Spaniens. Auch El Hierro am entferntesten Punkt und oft vergessene Insel am alten O-Meridian bleibt hiervon nicht verschont.
Noch gibt es Subventionen für die Landwirtschaft und es kommen auch noch Touristen. Wenn allerdings die Flug- und Fährverbindungen weiter ausgedünnt oder gar eingestellt werden und aus Brüssel kein Geld für den Bananenanbau mehr kommt, werden auch diese kargen Einkommensquellen bald wegfallen.

Die Insel hat wohl wunderschöne Häfen ( gleich 2 Estaca/Restinga), eindrucksvolle Monumental-Bauten und seit kurzem auch ein kostenloses Wifi-Netz. Aber all das kann man nicht Essen und kostet zudem viel Unterhalt.
Es ist also nur eine Frage der Zeit bis die Abwärtsspirale auch noch diese Bereiche austrocknet.

Schuld an dieser Misere sind wie immer die Anderen. Auch die Politik - und hier auch die Inselfürsten - waschen natürlich ihre Hände in Unschuld.
Das ganze Ausmaß war nicht absehbar und gottgewolltes Schicksal. Ich bin wohl anderer Meinung, halte mich aber zurück.
Bleiben wir also lieber zuversichtlich, optimistisch und hoffen auf ein Wunder. Nur so ist derzeit für Viele die Situation überhaupt noch zu ertragen.

Ein gute Beschreibung zu dieser Thematik ist im Focus-Money erschienen, der lesenswert ist.

"Griechenland war gestern - Jetzt zittert Europa vor den Pleite-Spaniern ..."

Auch das gehört zu El Hierro - auch wenn die große Politik fernab, 2500 Kilometer weiter nördlich in Madrid, gemacht wird.

Kommentare:

  1. Europas mächtige zittern momentan vor was ganz anderem.
    Nämlich das Berlusconi in Italien gewinnen könnte. ;-)

    Und Berlusconi wird gewinnen,
    weil er eines allen anderen Politikern vorraus hat.

    Er ist ehrlich!
    Und dann hat das Schrecken ohne Ende,
    wie viele das Konstrukt Europa inzwischen bezeichnen,
    endlich ein Ende.

    Mfg

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  2. Nachtrag.Nur mal um zu verdeutlichen wofür EU steht.

    http://www.heise.de/tp/blogs/10/153792
    ´´In Deutschland formiert sich der Widerstand gegen eine von der Europäischen Union geplante Neufassung der Regeln für Arzneimitteltests. In dem schon länger schwelenden Streit haben sich nicht nur alle Bundestagsfraktionen gegen die Brüsseler Vorlage ausgesprochen. Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, warnte bei einer Pressekonferenz dieser Woche deutlich vor einer Aufweichung der ethischen Standards.´´

    Sie wollen uns zu Versuchskaninchen machen.

    Dieses Gebaren erinnert doch an die dunkelste deutsche Zeit.

    Mfg

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