Samstag, 3. November 2012

El Hierro - Wasser im Überfluss

NEWS:
13.22 Uhr - Beben von ML2,3 in 19 km Tiefe unter Bergmassiv bei Sabinosa (Golfo)


 
Das Wetter hält El Hierro weiter im Griff. Nach der Satellitenaufnahme von Sat24 verharrt das massive Wolkengebilde über den Kanarischen Inseln. Auch für die nächsten Tage ist mit keiner großen Besserung zu rechnen. Erst ab Dienstag soll der Wind auf Nordost drehen und dann könnte ein Hoch aus dem Norden vorrücken. Die Niederschlags- mengen sind enorm. Allein gestern fielen innerhalb von 24 Stunden in El Pinar 109 l/m² und in Valverde 105 l/m². Diese bisher 4-tägige Regenperiode hat bereits mehr Wasser gebracht, als im ganzen Vorjahr zusammen gerechnet.
 
Jetzt stellen sich auch Probleme mit der Stromversorgung ein. Das doch sehr improvisierte Leitungsnetz hält den Sturm und das Wasser auf Dauer nicht aus. In Sabinosa kam es zu ersten Stromausfällen.

Diese Stromausfälle werden mit Fortdauer des Unwetter weiter zu nehmen. Es ist ein Problem das alle Inseln betrifft und in früheren Jahren bereits beim geringsten Regen zu Ausfällen geführt hat. Das Ganze hat sich inzwischen aber etwas gebessert. Der Monopolist Endesa/Unelco investiert auch nur das Notwendigste in neue Verbindungen. Selbst als Laie kann man solch einen Kabelsalat (Foto) nur verwunderlich bestaunen und sich wahrlich wundern, daß hier überhaupt noch Strom durch die Leitung fließt. Es ist der krasse Gegensatz von Steinzeit zu moderner Neuzeit, die über ein marodes Leitungssystem  Hightech Kommunikationssysteme wie Wifi oder den alternativen Gorona-Strom betreiben möchte. Hier wurde eine Entwicklungsphase übersprungen, die sich hoffentlich später nicht noch Rächen wird.
 

Der Vulkan hält Ruhe. Wir hatten gestern 2 Beben (rosa + blau) am Tanganasoga und im Golfo bis ML1,6. Die Tiefe lag bei 9 und 14 km Tiefe. Die Bodenverformung bleibt stabil auf hohem Niveau. Auch die Gaswerte scheinen im Normalmass zu liegen, bzw. lassen sich zur Zeit wegen der Wetterunbilden nur schwer messen.

Kommentare:

  1. Der Regen ist ja gut für die Pflanzen,aber leider ein bischen viel auf Einmal.Schade auch für die Wanderer,die Wege sind wohl im Augenblick zu gefährlich. Gruss aus dem Schwarzwald.

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  2. Wir sind seit einer Woche in Restinga und genießen das Wetter.Selbst für uns regenerprobte Bergische ist das ziemlich stärker Tobak.Tauchen gerät zum vabancespiel,aber dank Günter von Fan-Diving ist es sicher und macht Spass.Von den Beben merkt man hier nichts. Wir werden hier noch eine Woche hier sein und hoffen auf etwas weniger Regen als die letzten Tage.

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