Freitag, 30. März 2012

El Hierro Vulkan - Hesperides vor Ort

NEWS:
Gestern kreuzte das For- schungsschiff "Hesperides" über der Eruptionstelle. Die Hesperides wurde 1991 in Dienst gestellt und gehört zur spanischen Marine. Normal ist sie in der Antarktis unterwegs und kam nun im Rahmen des bis Mai andauernden Beobachtungszyklus verschiedener Schiffe auf die Kanaren. Inwieweit sie mit neuen Messergebnissen aufwarten kann, wird sich zeigen. Danke an Carlos Bernal für die Grafik. Gestern gab es keine weiteren Beben oder ungewöhnliche Beobachtungen.

Hier habe ich einmal eine Fotosequenz der Eruption vom 8. November 2011 nebeneinander gestellt. Sie zeigt die doch gewaltige erste Eruption des Eldiscreto. Diese Aufnahmen stammen aus dem Canarischen TV und wurden aus mehren Kilometer Entfernung aufgenommen.

Kommentare:

  1. Weiß man, wie hoch das Wasser auf diesen Bildern gestiegen ist? 3 m oder 10 m? Leider gibt es ja sonst nichts auf dem Bild zu sehen, so daß man einen Größenvergleich hätte.
    Wenn ich mich erinnere, waren die Hubschrauber winzig klein gegenüber der Eruptionsstelle und wenn diese Aufnahme genau so weit weg ist, müsste das ja ein richtiger Wasserberg gewesen sein.
    Viele Grüße aus Bremen von Petra

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  2. Hallo Petra,
    ich habe den Text noch etwas ergänzt. Diese Video Aufnahmen wurden aus ca. 2 km Entfernung von Land aus aufgenommen. Man schätzt, daß der Wasserberg ca. 20 - 30 m hoch war. Nach Augenzeugen Berichten war die Druckwelle selbst in La Restinga noch zu spüren.
    Gruß
    Manfred

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    1. Oha! So hoch hätte ich das auf keinen Fall eingeschätzt. Vielen Dank, Manfred:-)
      LG: petra

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  3. Hallo!
    Wenn man sich überlegt, wie tief die Eruptionsstelle derzeitig noch war, ist das ganz schön heftig.
    Ich finde es wirklich schade, dass es keine Webcam mehr gibt. Ich denke es geht wohl vielen so. Mir ging es nicht nur, um den Vulkan. Allein der Ort La Restinga , die Ufermauer oder das Meer mit den Sonnenlichtern zu beobachten fand ich persönlich sehr schön. Gerade wenn man zur Zeit keine Möglichkeit hat dort hinzufahren. Auf jeden Fall ist das in Zukunft mein Traumziel, wo ich hin möchte.

    Gruß Martina aus Niedersachsen

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  4. Moin Zusammen

    Erstmal Glückwunsch an Manfred für Rang 2 im Award.

    So aber kommen wir mal zurück zum Thema Natur. Hier mal ein Bild von heute eingestellt von Joke Volta auf http://earthquake-report.com:

    https://picasaweb.google.com/110327184570944806725/ElHierroMarch302012?authuser=0&feat=directlink#slideshow/5725728524130294242

    Über Quallen und deren vermehrten auftreten seit der Eruption wurde schon reichlich berichtet. Dies Tier ist zweifelsfrei eine Portugiesische Galeere (Physalia physalis). Erstmal nicht ungewöhnlich für diese Tierart dort aufzutreten, die Kanaren gehören zu ihrem natürlichen Lebensraum im Meer. Also erstmal nicht ungewöhnlich, selbst vor der niederländischen Nordseeküste sind die mal Mitte der 70er massenhaft aufgetreten. Aber, Zitat Wiki:

    "An den Tentakeln finden sich bis zu 1000 Nesselzellen pro Zentimeter, die ein Giftgemisch aus verschiedenen Eiweißen enthalten. Dieses wirkt schon bei Hautkontakt direkt an den Nervenzellen, wo es zu einer Übererregung führt. Dadurch bleibt die Muskulatur ständig kontrahiert, Atemstillstand und Herzversagen sind die Folge. Die Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe ist unumgänglich. Eine weitere große Gefahr von Nesselgiften liegt in der hohen Wahrscheinlichkeit, einen allergischen Schock zu erleiden."

    Und bei der Länge von 50m der Tentakeln könnte dies ein Problem werden.

    Wer sich zu den Lebewesen in Wiki schlau machen will:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Portugiesische_Galeere

    Ich will damit nun keine Panik verbreiten, aber mich hat mal eine beim Schnorcheln/Harpunieren erwischt. Ich lebe immer noch ;-). Auch gibt es viel tödlichere Nesseltiere im Meer, allerdings hoffe ich das auch Meeresbiologen auf den Forschungs/Beobachtungsschiffen sind die die Sache beobachten. Sie sind zwar nicht direkte Quallen, kommen aber als freischwimmenden Nesseltieren ihne sehr nahe und bei den 2 Bildern kamen mir sofort die ROV-Bilder in den Kopf.

    Gruß vom Nordrand der Eifel

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