Montag, 5. Dezember 2011

El Hierro Vulkan - eine Zwischenbilanz

NEWS: Neues Beben um 6.29 Uhr mit 2,4 RSk. in 20 km Tiefe im Golfo

Das sind keine Eiskristalle sondern ein Blick durch das Elektronenmikroskop in einen Restingolita. Restingolitas hat man die Lavabrocken getauft die bei der ersten Eruption des Eldiscreto beim Ort La Restinga im Süden an die Meeresoberfläche getrieben wurden.

Da das Lavagestein eine bis dahin unbekannte Zusammensetzung von Materialien aufwies, war eine neue Namensgebung erforderlich. Die Aufnahme der INVOLCAN zeigt den Aufbau und die luftige und mit Kanälen durchzogene Struktur der Restingolitas. Rätsel gibt immer noch der innere weiße Kern dieser Lavasegmente auf.



In der vergangenen Nacht gab es, wie aus der IGN Grafik zu entnehmen, drei leichtere Erdstöße im Golfo. Der Tremor hat sich verstärkt und es dürfte heute zu vermehrtem Lavaausstoß im Süden kommen.
Erfreulich ist der starke Kohlendioxid (CO²) Rückgang auf der Insel. Wie jüngste INVOLCAN Messungen ergaben, fiel der Emissions Wert innerhalb der letzten Tage von 2400 t/Tag auf 1560t/Tag ab. Das bedeutet, daß es einen starken Druckabbau im Vulkansystem gegeben hat. Dieser Indikator lässt mit dem Rückgang der Beben auf ein Abflauen der Aktivität schließen. Am Sonntag stattete der Präsident der Kanaren, Paulino Rivero, der Insel einen Besuch ab. In La Restinga wurde er vom Sprecher der Fischervereinigung, Fernando Gutierrez, mit dem Vorwurf konfrontiert, daß die zugesagten staatlichen Mitteln und Hilfen nur langsam und spärlich eintreffen und viele Betroffene in ständiger Existenzangst leben müssen. Zeit, - über den hier veröffentlichten Spendenaufruf vom November zu berichten.

Eine erste Zwischenbilanz des Spendenaufruf für El Hierro vom 15.11.2011
 
Von den Lesern des Blogs wurden insgesamt 1.000 € auf unser Spendenkonto überwiesen, recht herzlichen Dank.
In der vergangenen Woche übergab Helmut Spriegel den "Servicios Sociales" der drei Gemeinden El Hierros jeweils 1.000 € zum Kauf von Lebensmitteln für bedürftige Familien. Das Feedback war äusserst positiv, besonders in El Pinar löste die unerwartete Hilfe große Freude bei den Sozialarbeitern und dem Bürgermeister aus.
Im Gegensatz zur augenblicklichen Ruhe der Naturgewalten, blutet die Insel wirtschaftlich weiter aus. Die Unterstützung der Regierung, der Inselinstitutionen, der Banken, des Roten Kreuzes sind bis jetzt ein Tropfen auf den heißen Stein, laufen schleppend und erfassen nur einen Teil der Betroffenen. Kleine Unternehmen auf der ganzen Insel stehen kurz vor dem Bankrott, viele Menschen wissen nicht mehr, wovon sie ihre Miete, die Hypothek oder sogar Lebensmittel bezahlen sollen. Man kann und will es nicht glauben, dass es innerhalb weniger Monate derat den Bach runter ging. In unserer Familie werfen der vorher gut funktionierende private Kindergarten, die Tischlerei und die Häuservermietung gerade soviel ab, dass Nebenkosten gedeckt werden können, ich rede jetzt von Valverde und nicht vom Golftal oder El Pinar, wo die Lage noch kritischer ist.

Die Regierung will neue Arbeitsplätze schaffen, die Unternehmer ergreifen Initiative, im Tourismusgewerbe wird für "Tourismo Volcanico" geworben, die Läden reduzieren Preise und verlängern ihre Öffnungszeiten, Kunsthandwerkmesse, kulturelle Veranstaltungen ...alles soll helfen die Wirtschaft anzukurbeln und die "angeknackste" Psyche vieler Herreños ein wenig aufzuhellen. 
Wir sammeln weiterhin, gerade in der Vorweihnachtszeit, Spenden zum Kauf von Lebensmitteln für Insulaner, die durch die seismische Krise harte Zeiten durchmachen und beschränken uns dabei nicht nur auf Manfreds Blog, sondern mailen Freunden, Verwandten, Bekannten, Mandanten, Touristen und anderen großzügigen Menschen unseren Hilferuf.
 
Gracias Karin Kamm
 
Hier noch einmal das El Hierro Spenden-Treuhandkonto:

Asesoría Dr. Spriegel S.L.U.,
Kontonummer bzw. IBAN: ES48 2100 1528 7102 0011 1538

bei der Bank „La Caixa“, BIC: CAIXESBB

Kommentare:

  1. @pattirift

    Von staatlichen Stellen existieren für El Hierro keinerlei Reisewarnungen. Seitens Deutschland, Österreich, Italien und UK gibt es Reisehinweise, die auf das Ereignis als solches abstellen (sprich: nicht damit verbunden, von Reisen Abstand zu nehmen). Frankreich, Niederlande, USA gehen auf die aktuellen Vulkanaktivitäten nicht ersichtlich ein.
    Ebenfalls gibt es keine Reisewarnungen der kanarischen Inselregierung (hier sicher eine der relevanteste Webseiten für deine Entscheidungsfindung und Reiseplanung http://www.gobiernodecanarias.org/dgse/sismo_hierro.html )
    Die s.g. Vulkanampel steht lediglich für Restinga noch auf "Rot"; für den Rest der Insel auf "Gelb". Dort stand sie für Teneriffa bspw. über Jahre. Kaum einer kam deshalb auf den Gedanken, nicht dorthin zu reisen. Auch wenn noch keine generelle Entwarnung gegeben werden kann, wird allgemein von einer Normalisierung bzw. weiteren Abschwächung der Vulkanaktivitäten ausgegangen. Es besteht somit kein ersichtlicher Grund (es sei denn, ihr wolltet Unterwasserstudien betreiben), für 2012 geplante Reisen nach El Hierro abzusagen oder sie in das Jahr 2013 zu verschieben.
    Das Gobierno de Canarias spricht in seiner Überschrift übrigens von einem "Phänomen". Und ein Phänomen sollte alle mal Anlass sein, gerade aus diesem Grund eine Studienreise nach El Hierro stattfinden zu lassen.

    Grüsse Lars - Potsdam

    AntwortenLöschen
  2. Guten Tag miteinander
    Mir ist aufgefallen, dass die Trübung nahe der Hafeneinfahrt befindet. Sehe ich das Richtig?
    LG Carlos

    AntwortenLöschen
  3. Das "Phänomen" des Tremors hat sich seit gestern erhöht, es bildet sich wieder ein "Phänomen" des sichtbaren Schwefelteppichs auf dem Meer und
    das "Phänomen" der heutigen Emmissionswerte nähern sich den Werten vom 27.11.2011.(Mit den Deformationen kenne ich mich nicht so aus, wird aber auch nur ein "Phänomen"sein)

    2011-12-05 09:11:38
    Señal Valor
    Concentración de SO2 4,57 µg/m³
    Concentración de NO 2,09 µg/m³
    Concentración de NO2 1 µg/m³
    Concentración de NOX 4,22 µg/m³
    Concentración de CO 0,06 mg/m³
    Concentración de O3 97,68 µg/m³
    Particulas en suspensión < 10um 23,17 µg/m³
    Direccion del viento 32,48 Grd
    Velocidad del viento 3,6 m/s
    Temperatura media 22,81 ºC
    Humedad relativa 58,41 %
    Presion barometrica 1021,33 mb
    Radiacion solar 217,38 W/m²
    Precipitacion 0 l/m²
    Concentración de SH2 2,81 µg/m³
    LG
    T.M.

    AntwortenLöschen
  4. @ T.M.

    Ich konnte nicht ahnen, dass das Wort "Phanomen" bei dir im Sinne einer Verharmlosung wahrgenommen wird. Das trifft die Wortbedeutung aber nicht mal im Ansatz.

    AntwortenLöschen
  5. Guten Morgen, hier gibts schöne neue Hubschrauberaufnahmen vom gestrigen "Phänomen".

    http://www.youtube.com/watch?v=N5NIa0-GS9Y&feature=uploademail

    @Lars Ab und zu muss ich dir widerwillig zustimmen. ;)

    AntwortenLöschen
  6. @Lars
    Seltsam, ich wußte das diese Antwort kommt.Ich habe heute aber nicht die Muße einen Blog voll zu posten in der wir jetzt die Begriffsbestimmung des Wortes "Phänomen" zum Thema machen.
    Wen es dann doch interessiert, der kann sich heute mit Phänomenologie beschäftigen. Es gibt Massen von Litertaturarbeiten hierzu.

    @Heidi
    Das "Phänomen" der Hubschrauberaufnahmen sind
    vom 21.November, allerdings aktuell eingestellt.
    Danke!

    LG
    T.M.

    AntwortenLöschen
  7. Hier noch etwas zum Lesen "El Hierro - ein Pulverfass ?"
    http://indextrader.webnode.com/news/el-hierro-ein-pulverfass-/

    AntwortenLöschen
  8. ... plötzlich das Wasser des Sees, an dem Sie leben anfangen zu kochen zu sprudeln und 20-30 Meter hohe Fontänen und Lavabrocken so gross wie Autos ausspucken...

    Und das hat tatsächlich mit El Hierro zu tun???
    Dann würde ich schon mal vorsorglich alle Kanareninseln und umliegende Küstenstreifen evakuieren.

    Warum sollen die Lavabroken nicht gleich so groß wie Busse sein.

    Warum bleibt der Index-Schuster nicht bei seinen Leisten???

    AntwortenLöschen
  9. Sollte heißen: "Literatur"
    Bis dann
    LG
    T.M.

    AntwortenLöschen
  10. 1) Das Wort "fenómeno" bedeutet auf Spanisch einiges mehr als unser "Phänomen": Erscheinung
    das Genie
    Monstrum
    das Mordsding
    das Phänomen
    das Symptom
    der Vorgang
    das Wunderkind
    das Wundertier

    2) Es wundert mich, dass nicht wenigstens EINER der heutigen Kommentare Bezug auf die Spendenaktion nimmt. Es gibt einige Kritiker dieser Aktion hier auf der Insel, die meinen, die , die nichts haben, würden von Familie und Freunden unterstützt. Nicht in jedem Fall. Ich kenne selber Leute, die nichts haben und denen niemand hilft.

    AntwortenLöschen
  11. @Manfred, @Lars, @ T.M.
    Was für Schwachsinn auf dem Internet herumgeistert.
    Ich hoffe, dass die mit gesundem Menschenverstand und logischen Denken, über sollche Äusserungen sich hinwegsetzen können.
    Ich denke, dass die Informationen von IGN, AVCAN und die optischen Webcams objektiv genügen.
    Bei anderen aktiven Vulkane, z.B. Vulkan Nyamuragira im afrikanischen Staat Kongo. Da hat man die Möglichkeit, 1.5 km vor dem Vulkan zu campieren. Und es gehen einige Touristen dieses Angebot ein. Hat jemand je was hysterisches darüber gehört?
    Und hier werden die wildestens Hypothesen verfasst!
    LG Carlos

    AntwortenLöschen
  12. Schau mal Carlos, auch hier wurde heut' schon von auf dem Meer schwimmenden Schwefelteppichen geredet. Also was soll's.

    AntwortenLöschen
  13. Nachdem ich einige Anrufe zum Thema Spenden erhielt, eine kurze Klarstellung, es gingen bis heute insgesamt 3.500 E an Spenden ein, von denen 1.000 E von den Blog-Lesern ueberwiesen wurden und 2.500 E erhielten wir von uns bekannten Personen. Die verbleibenden 500 E befinden sich auf dem Treuhandkonto und werden in den naechsten Tagen an die sozilaen Dienste der Insel uebergeben. Karin

    AntwortenLöschen
  14. Anbei dene Link zum Vulkan in Afrika.
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&list=PL4B61B15E20A97433&v=1r2IS2e7gBI
    Da wird auch Tourismus betrieben und nicht nur Pessimismus an den Tag gelegt.
    LG Carlos

    AntwortenLöschen
  15. Hallo Lars

    "Von staatlichen Stellen existieren für El Hierro keinerlei Reisewarnungen."

    Eine direkte vlt. nich die vor den Besuch der Insel warnen, aber:

    javascript:WebForm_DoPostBackWithOptions(new%20WebForm_PostBackOptions("ctl00$ctl00$cphContentRow$cphROW2spaltigerContent$cphMittelContent$wucNachrichtenListe1$NachrichtenListe$lvSuchergebnis$ctrl27$butDetailLink",%20"",%20false,%20"",%20"/reise_freizeit/aktuelle_nachrichten/detail.aspx?ComponentId=18826&ItpId=5915&PagingIds=NachrichtenListe&show=all&SourcePageId=62927&ReturnUrl=sTI5xuq5wg2Cy5V4y5VAsg6pAAy5CzL5wgPH1gTCx5qqAzy8sgA5yo6zCAz81uqyByRdCgNyCgP5CLAayym1tygCum2xxzRBG56IC12lCTyC1gyN15E5F5zDuNrv5NE_",%20false,%20true))

    oder

    http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/SpanienSicherheit.html

    Als Taucher würd ich den Urlaub in La Restigna somit absagen.

    Der adac.at hatte/hat die selbe Meldung gehabt, allerdings bin ich zu faul zum Suchen.

    AntwortenLöschen
  16. @Carlos Bernal
    Du meinst wahrscheinlich den Artikel den M.B. von Cord Uebermuth eingestellt hat. Nun, ich will mal ehrlich sein. Vor Wochen hätte ich dem Mann Recht gegeben.Jetzt nach meinem heutigen Wissensstand über El Hierros neuen Vulkan, würde ich solche Äußerungen erst mal als Panikmache ansehen, andererseits habe ich recherchiert, das der gute Mann sich schon länger mit Vulkanen beschäftigt. Also wird Herr Uebermuth sich sehr wohl überlegt haben, was er dort schreibt. Du merkst bestimmt, dass ich das Gefühl habe zwischen zwei Stühlen zu sitzen.
    Einerseits denke ich der Vulkan hat seinen Weg gefunden, befindet sich jetzt in der vorletzten vulkanischen Phase und wird letztendlich langsam gemütlich wieder "einschlummern" und andererseits denke ich, welche Gewissheit haben wir, dass sich kein Einsturz der Magmakammer unter dem Gebirge ereignet oder etwas ganz Unerwartetet eintritt.
    Sorry, ich kann es nicht anders erklären
    LG
    T.M.

    @Lars
    Vielleicht hatte ich heute Morgen auch ein "Knick in der Optik" und der Schwefelteppich war eine Fata Morgana. Wenn dem so ist, werde ich mich morgen höchstpersönlich für diese ENTE in diesem Blog entschuldigen. Wenn ich richtig lag, bist du dran dich zu entschuldigen.
    LG
    T.M.

    AntwortenLöschen
  17. 2011-12-05 19:39:59
    Señal Valor
    Concentración de SO2 2,63 µg/m³
    Concentración de NO 2,68 µg/m³
    Concentración de NO2 1 µg/m³
    Concentración de NOX 5,13 µg/m³
    Concentración de CO 0,06 mg/m³
    Concentración de O3 101,04 µg/m³
    Particulas en suspensión < 10um 72,46 µg/m³
    Direccion del viento 157,24 Grd
    Velocidad del viento 2,98 m/s
    Temperatura media 21,12 ºC
    Humedad relativa 63,32 %
    Presion barometrica 1020,8 mb
    Radiacion solar 0 W/m²
    Precipitacion 0 l/m²
    Concentración de SH2 2,69 µg/m³

    AntwortenLöschen
  18. Wie kommt dieser SO2-Wert (2,63) zustande?

    05-12-2011 20:00 5
    05-12-2011 19:00 8
    05-12-2011 18:00 7
    05-12-2011 17:00 5
    05-12-2011 16:00 7
    05-12-2011 15:00 7
    05-12-2011 14:00 7
    05-12-2011 13:00 6
    05-12-2011 12:00 4
    05-12-2011 11:00 6
    05-12-2011 10:00 5
    05-12-2011 09:00 7
    05-12-2011 08:00 6
    05-12-2011 07:00 7
    05-12-2011 06:00 5
    05-12-2011 05:00 6
    05-12-2011 04:00 5
    05-12-2011 03:00 5
    05-12-2011 02:00 3
    05-12-2011 01:00 5

    AntwortenLöschen
  19. @ Jürgen

    Antwort siehe Kommentar oben

    ... kein ersichtlicher Grund (es sei denn, ihr wolltet Unterwasserstudien betreiben), ...

    erdeundwind.de (=pattirift) ist kein Tauchclub

    @ T.M.
    Irgend etwas wirst du schon gesehen haben - ein auf dem Meer schwimmender Schwefelteppich vor El Hierro war es aber bestimmt nicht.

    AntwortenLöschen
  20. @T.M.
    Wenn ich garkeine Ahnung hätte, würde ich fragen, bei welchem Mini-Vulkanausbruch der Kanaren ist hernach eine Magmakammer eingestürzt? Selbst nach dem ziemlich große Ausbruch auf Lanzarote 1730-36, wo eine vielfache Menge an Lava ausgestoßen wurde als aktuell, gab es hinterher keinen Einbruch.

    Was den Schmuddelteppich anbelangt, suche ich immer noch nach offiziellen Erklärungen und Analysen. Kennt die jemand? Bei laprovincia steht, dass die grüne Farbe durch austretende Schwefelgase hervorgerufen würde; obs stimmt?

    Gruß HPS

    AntwortenLöschen
  21. Hallo Lars

    "... kein ersichtlicher Grund (es sei denn, ihr wolltet Unterwasserstudien betreiben), ..."

    Du siehst das aus deinem Blickwinkel, klar für einen Wanderurlaub würde ich die Insel ohne Bedenken buchen. Für einen Unterwasserurlaub sieht das anders aus, eine tote Mondlandschaft unter Wasser reizt keinen Taucher. Dann eher "blaue Bohnen" über Wasser und dafür einen betauchbaren UW-Hotspot der einen fürs Risiko belohnt. Nur mal so ein kleines Beispiel, ich war 1978 in Hurgada tauchen, da lag Israel übelst im Clinch mit Ägypten. Das war mir egal Hauptasache unter Wasser war das tolle Leben.

    Genau das Problem hat gerade La Restinga, tauchen verboten und was da genau unter Wasser ist wissen wir nicht. Es gibt keine UW-Wabcam dort und die Giftbrühe die man an der Oberfläche sieht dürfte auf nix gutes unter Wasser hinweisen.

    Der Ort hat 9 Tauchbasen/schulen wie ich gelesen hab. Meine Internetrecherche ergab das das wohl eher kleinere Basen sind, also gehen wir mal von 10 Tauchern pro Schule/Basis je Tauchgang aus so sind das schonmal 90 Gäste die da fehlen, hört sich erstmal nicht viel an. Jetzt gehen wir mal von 3 Tauchgängen/ausfahrten am Tag aus so komm ich dann auf runde 150 Taucher auf den Basen, deshalb die erhöhte Anzahl an Tauchern. Familie kommt immer mit somit ist es nicht möglich alle Tauchfahrten als Familienmitglied mitzumachen. Also mixe ich weiter und nehm die nichttauchenden Familienangehörigen mit ins Boot und und schwups bin ich bei runden 300 Besuchern/Gäste des Ortes.

    Diese Gäste brauchen Unterkunft, Essen und Bespassung, das ist der Rattenschwanz der nur an der kleinen Freizeitaktivität "Tauchen" hängt.

    Botanisch ist El Hierro im Internet nicht der Brüller, da ist La Gomerra ein größeres Highlight. Vlt. sollte darauf die Insel mehr Wert in Zukunft bündeln.

    AntwortenLöschen
  22. Sorry HPS

    "Bei laprovincia steht, dass die grüne Farbe durch austretende Schwefelgase hervorgerufen würde; obs stimmt?"

    Leider deinen Beitrag übersehen.

    Die Grüne Farbe kommt durch Lichtreflektion etwas aus.Im Wasser wird als erstes Rot reflektiert, danach Gelb und dann Grün. Deshalb wirkt klares tiefes Wasser an der Oberfläche blau.

    Das kann man da aber nicht 1:1 umsetzen, interessanter wäre da die Info über die Schwebeteilchen im Wasser, denn auch der Unterwasservulkan produziert Asche. Gut da im Wasser gebunden verursacht der kein Flugchaos wie Island anfang des Jahres.

    Die Wasserwerte währen sicherlich recht aufschlussreich, vor einem Monat gab es einen Versuch in 100m Tiefe, aber der Versuch mit dem Unterwasserroboter musste wegen 60° Wassertemperatur abgebrochen werden. Wobei es gibt Roboter die bis 400° unter Wasser arbeiten, siehe die Studien zu den "Black Smokern". Warum sowas nicht zum Einsatz kommt enzieht sich meiner Kenntniss.

    Zu den Wolken im Wasser mal eine andere Theorie meinerseits.

    Die Insel bricht ja im Süden recht drastisch ab oder mit anderen Worten der Vulkan steht auf einem Hang. Kann es nicht sein das der südliche Teil immer wieder in die Tiefe stürzt was die kurzen Beben und die "Farbkleckse" aufs Meer malt? In der aktiven Zeit sehen wir diese "Pyroklastischen Bomben" an der Oberfläche des Meeres und in der inaktiven Zeit des Vulkans das Abrutschen einer Hälfte des Kraters.

    Das nur mal als Gadankenanstoss.

    AntwortenLöschen
  23. @Heidi
    Die SO2 2,63 µg/m³ Werte sind nur Momentaufnahmen um 19:39 Uhr.

    @HPS
    Es wird Zeit, dass sich hier mal Herr Uebermuth meldet. Vielleicht kann er uns sein statement genauer erklären.

    Zum Schwefelschmuddelteppich, ich kann kein spanisch, aber vielleicht hier. Ist aber eine sehr große Datei. Falls du es liest könntest du vielleicht mir/uns kurz eine Info geben.
    http://portal.aerocivil.gov.co/portal/pls/portal/!PORTAL.wwpob_page.show?_docname=8027937.PDF
    LG
    T.M.

    AntwortenLöschen
  24. Ups, war doch von 2009. Sorry for that QUAK!
    Aber, vielleicht steht ja doch etwas Interessantes drin.
    LG
    T.M.

    AntwortenLöschen
  25. Happy Nikolaus!
    Tremor stark rückläufig, keine Beben, Emissionswerte sinken. Wars das?

    Falls das hier
    http://www.youtube.com/watch?v=QKWeUBs4rZs
    kein Schwefelschmuddelteppich ist, möchte ich mich hiermit für die gestrigen ENTE bei allen Mitlesern entschuldigen.
    Sorry, for that QUAK!
    LG
    T.M.

    AntwortenLöschen
  26. @ Jürgen

    Der eigentliche Kommentar (ganz oben) geschah aus dem Blickwinkel eines Reiseunternehmens. Hierbei galt es eines der sachlichen Argumente festzustellen, ob eine Reise als solches statt- oder eben nicht stattfinden kann oder sollte. Welches die Beweggründe der Reisenden sind (Wandern, Tauchen, Botanik), ist dabei nicht von sonderlicher Relevanz. Das Auswärtige Amt bewertet nicht die Attraktivität einer Reise (bspw. Wandern durch vielfältige Pflanzenwelt), sondern eher die Gefahr, durch Fremdeinwirkung zu Schaden zu kommen. Dies schafft es i.d.R. in wenigen aussagekräftigen Sätzen. Da es sich explizit um kein Reiseunternehmen handelte, dass sich auf Tauchgänge spezialisiert hatte, stellt die teilweise beschädigte Unterwasserwelt kein Hinderungsgrund für den Antritt der Reise dar.

    Neben der "Ruhe" dürfte auf El Hierro eher die Konzentration der landschaftlichen Vielfalt auf kleinstem Raum und die damit verbundene, unterschiedliche Pflanzenwelt (sicher, bei geringem Artenreichtum) eine Erklärung für den primär vorliegenden Überwassertourismus sein.

    Die eigentliche Problematik liegt aber wo anders.
    Wie pattirift in seinem zweiten Kommentar zu erkennen gibt, wurden bereits für 2012 vorliegende Reisen unter Verweis auf die unsichere Lage storniert.
    Als Informationsquelle wurde seitens der Reiseteilnehmer dabei meist das Internet genannt. Neben der eigentlichen Relevanz wurden hier offensichtlich vorliegende Informationen zu den Ereignissen falsch ausgewertet und führten deshalb bei den Reiseteilnehmern zur der subjektiven Empfindung der Gefahr. Objektiv ist diese aber für einen 10-tägigen Aufenthalt im nächsten Jahr als vernachlässigbar einzuschätzen.
    Neben der Mitschuld eines Informationssuchenden, Informationen richtig zu werten, trägt wie schon mehrmals darauf hingewiesen, auch die Informationsquelle eine Verantwortung, sachlich, fundiert und ausgewogen zu berichten. Darauf wollte auch pattirift nochmals hingewiesen haben.

    Aktuelles Beispiel:
    Warum sich ein Indextrader plötzlich mit Katastrophenszenarien wie einstürtzenden Magmakammern und drohendem Weltenunheil beschäftigt, ist mir unklar und relativ egal. Aber das er - obwohl von Tuten und Blasen keine Ahnung - hier im Blog eine Veröffentlichungsplattform findet, dass stört mich hinsichtlich oben geschilderter Problematik dann doch schon.
    Es ist gut und wichtig, dass uns Herr Betzwieser die Kommentarfunktion in seinem Blog zur Verfügung stellt. Es ist für ihn mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden.
    Es ist aber genauso wichtig und liegt in seiner Verantwortung - wenn schon Ausrutscher wie der Indexvulkanologe überhaupt sein müssen - dies selbst mit einer derben Kommentierung zu versehen.


    Grüsse Lars - Potsdam

    AntwortenLöschen
  27. Lars - wer es nicht verstanden hat oder es nicht verstehen will, daß der besagte Artikel als Negativbeispiel für Sensationsmache dienen soll, dem muß ich die Absicht unterstellen, nur Unruhe in diesen Blog zu bringen.

    AntwortenLöschen
  28. @M.B.
    Ich habe deine Intention zum Artikel verstanden, aber ein neuer Mitleser könnte das Gefühl bekommen, dass du für diesen Artikel wirbst ihn zu lesen. Besser wäre gewesen: "Ich stelle diesen Artikel für euch ein zur Diskussion".
    LG
    T.M.

    AntwortenLöschen
  29. @M.B.
    Ups,sollte heißen: "im positiven Sinn zu lesen."
    Ich glaube meine Hirnfestplatte ist voll ;-)
    Bis dann
    LG
    T.M.

    AntwortenLöschen

Bitte Kommentare immer mit Ihrem Namen versehen. Danke!