Samstag, 15. Oktober 2011

El Hierro Vulkan - warten auf den großen Knall

glühende und rauchende Lavabrocken auf der Wasseroberfläche
Der Vulkanausbruch lässt auf sich warten. Alle warten auf die große Eruption. Vulkane sind unberechenbar und lassen sich nicht in die Karten schauen. Alle Evakuierungen und Vorbereitungen sind abgeschlossen.
Die Energiekurve tritt auf der Stelle. Das Druckpotenzial in der Magmakammer ist geladen. Auch der Tremor (Erschütterungen des aufsteigenden Magma) auf der Tabelle (unten) verläuft gleichmässig. Mehrere Erdstöße der Stärke 1,8 Richterskala heute Nachmittag im Meer vor dem Golfotal. Jetzt heißt es abwarten und Tee trinken.

Kommentare:

  1. für den Fall eines Ascheausstoßs, der auf die untersten 2 km der Atmosphäre beschränkt bleibt, wird alles mit dem starken Nordostwind von den Inseln wegtransportiert.

    Sollte allerdings was bis in ca. 5 km Höhe gelangen, sind auch die anderen Inseln betroffen.

    Da es aber kein normaler Vulkanausbruch ist, und wegen der Tätigkeit im Meer auch kein herkömmlicher Ascheregen (heiß, trocken, weit zu verdriften) zu erwarten ist, sind das auch nur Mutmaßungen.

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  2. Hi Felios
    Woher kommen ihre Kentnisse? Sind sie Vulkanologe?
    Ich hoffe es geht einigermassen gut aus. Hoffe nur das die Einwohner gut dabei wegkommen. Das ihnen nichts passiert. Ich bin muß ich ehrlich gestehen ein Fan von Vulkane. Klingt vieleicht etwas " blöd" aber ich wäre gerne vor Ort.

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  3. Ich bin Berufsmeteorologe. Über die Bildung und Zusammensetzung einer Aschewolke kann ich natürlich nichts sagen, nur über die vorherrschenden und künftigen Windverhältnisse im Bereich der Kanarischen Inseln.

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  4. Was meinen sie kommt es wirklich zu einem Ausbruch?

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  5. Ein Wort zu dem Graphen: Dabei handelt es sich nicht um den vorherschenden Druck im Erdinneren (wie auch sollte dieser gemessen werden?) sondern um die Menge an freigesetzter Energie in Form von Beben über die letzten Wochen bzw Monate. Schön zu erkennen wie am 5.10. das M4.x Beben registriert wurde. Da die Bebenaktivität im Vergleich zu den Vorwochen rapida abgenommen hat, tritt dieser Graph eben "auf der Stelle" - es wird grade schlicht und ergreifend nicht mehr soviel Energie abgegeben.

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  6. Vielen Dank für die ausführliche und aktuelle Berichterstattung. Ich schaue jeden Tag mehrmals herein - im deutschsprachigen Raum kann ich momentan keine bessere Seite finden.


    Mich würde noch sehr interessieren, wo genau nun die Ausbrüche (Sind es zwei oder drei?) sind. In Google Earth gibt es ja schöne Karten incl. der Unterwassertopologie. Vielleicht können Sie ja dort mal die (ungefähre) Lage der (vermuteten) Positionen einfügen.


    Das, was Patrick gesagt hat, hat mir auch schon zu Denken gegeben. Ich interpretiere den Graphen auch so, das die Summe aller Energien, die sich in Form von Erdbeben entladen haben, in einer Grafik dargestellt werden. Aufgrund dieser Darstellungsweise (Aufsummierung aller Erbbebenenergien der Vergangenheit) kann die Kurve ja nur nach oben gehen oder - falls nichts passiert eben auf der gleichen Höhe verharren.

    "Die Energiekurve tritt auf der Stelle. Das Druckpotenzial in der Magmakammer ist geladen."

    Falls das Druckpotential der Magmakammer aufgrund der aufsummierten Erdbebenwerte fäschlicherweise als "geladen" eingeschätzt wurde, bitte ich dies richtig zu stellen - bei rund 20.000 Besuchern sollte ja auch alles stimmen.

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  7. Manfred Betzwieser16. Oktober 2011 um 07:37

    Das ist natürlich richtig was Patrick schreibt. Es sind die rechnerisch summierten bisher erzeugten Energiewerte und nicht das vorhandene Druckpotenzial.

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